Verfahren zum Betriebe Feuergase durch Verpuffungen herstellender Treibgaserzeuger und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver fahren zum Betriebe Feuergase durch Ver puffungen herstellender Treibgaserzeuger und eine Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens.
Entsprechend der Möglichkeit, den hohen Explosionsdruck, unter dem derartige Feuer- oder Treibgase erzeugt werden können, wenig stens teilweise in Strömungsenergie umzu setzen und sich zu dieser Umsetzung Düsen- und Beschaufelungsanordnungen zu bedienen, hat man bereits Feuergasgefälle, gegeben durch Druck, Temperatur und Wärmeinhalt der Feuergase, das heisst die Enthalpie der selben in Turbinenanordnungen, abgearbeitet und die dabei erzeugte, mechanische Energie entweder als äussere Arbeit der Verpuffungs- brennkraftturbinenanlage abgegeben oder sie für die Zwecke der Anlage selbst,
etwa zur Verdichtung der Betriebsmittel, wie beispiels weise Luft und Brenngas, verwendet.
Dabei trat im Laufe der Entwicklung das gleiche Bestreben wie bei Dampfturbinen öder nach dem Gleichdruckverfahren arbeitenden Gasturbinen auf, Drücke und Temperaturen immer weiter zu steigern, um den thermischen Wirkungsgrad zu verbessern. Es wuchs also die Feuergasgesamtenthalpie entsprechend den vor den Turbinenrädern herrschenden Beaufschlagungsdrücken und den Gegen drücken hinter den Turbinenrädern, in Strö mungsrichtung der Feuergase gesehen, und erreichte schliesslich Werte, welche bei ein stufiger Abarbeitung des Gefälles nicht mehr zufriedenstellend zu bewältigen waren. plan ging daher zu stufenförmigen. Unterteilungen des Gesamtgefälles über und passte die Tur binenräder dem Zunstand der Feuergase in den einzelnen Gefällestufen nach Möglichkeit an.
Das in den einzelnen Verpuffungskam mern pro Verpuffung erzeugte Feuergas gesamtvolumen wurde dabei zunächst noch nicht unterteilt, sondern diese stufenförmige Unterteilung richtete sieh ursprünglich nur auf die zeitlich aufeinanderfolgende Abarbei- tung der bei einer Verpuffung erzeugten Feuergasgesamtmenge in verschiedenen Tur binenstufen.
Später wurde zwar der Vor schlag gemacht, auch die Feuergasgesamt menge selbst in Teilmengen zu unterteilen, wobei man für jede Teilmenge eine ihrem Zustand möglichst angepasste, besondere Dü sen- und Beschaufelungsanordnung vorsah, die ein besonderes, gesteuertes Abschlussorgan zur Verptüfungskammer voraussetzte.
Gegen über der so erforderlich werdenden Vielzahl von Turbinenstufen und Steuerorganen be schränkte man sich praktisch jedoch darauf, nur die Feuergase gesondert zu verarbeiten, die zur Vorbereitung der Kammer für die nächste Ladung als sogenannte Restfeuergase aus der Verpuffungskammer entfernt werden mussten, damit gute Füllungsverhältnisse ent standen.
Trotz stufenförmiger Unterteilung des Feuergasgefälles, sogar trotz Unterteilung der bei einer Verpufung erzeugten Feuergas gesamtmenge, gelang es nicht, den Anordnun gen in den Turbinenstufen auch nur annä hernd gleiche Feuergasgefälle zuzuordnen. Man machte darauf den Versuch, zwischen den Turbinenstufen grosse Ausgleichsbehälter anzuordnen, um den Druck der Gase auszu gleichen. Dadurch wurden zwar bessere Be aufschlagungsverhältnisse in der zweiten Stufe erreicht, aber zugleich bildete sich in bezug auf die erste Stufe ein gleichbleibender Druckverlauf aus, so dass der Gegendruck in bezug auf die erste Turbinenstufe um so kon stanter war, je grösser das Volumen des Aus gleichbehälters bestimmt wurde.
Die allge meine Regel, die Schwankungen im Feuergas gefälle auf höchstens 45 % des optimalen Ge fälles, für das das Turbinenrad ausgelegt ist, zu bemessen, wobei die grösste Schwankung nach oben höchstens 20%, nach unten höch stens 15% betragen soll, konnte auf diese Weise nicht verwirklicht werden. Aber nur bei Einhaltung dieser Regel sind befriedi gende Radwirkungsgrade zu erwarten, wäh rend andernfalls auch die thermodynamisch günstigsten Prozesse durch schlechte Rad- wirkungsgrade so in Mitleidenschaft gezogen werden, dass keine günstigen Gesamtwirkungs grade mehr zu erwarten sind.
Erfindungsgemäss ist die grundsätzliche Lösung dieses Problems gefunden und durch Rechnung und Versuch als gelungen bestä tigt worden.
Das zur Lösung des entwickelten Problems vorgeschlagene Verfahren zum Betriebe Feuer gase durch Verpuffungen herstellender Treib gaserzeuger mit Abarbeitung von Feuergas gefälle in Düsen und Beschaufelungen kenn zeichnet sich erfindungsgemäss durch eine Absenkung des in Strömungsrichtung des Feuergases hinter einer Beschaufelung erzeug ten Gegendruckes während der Dehnung der Feuergase in der Beschaufelung, damit in der Beshaufelung die Schwankungen des Feuer gasgefälles kleiner werden.
Die so bewusst und planmässig vorgenom mene Absenkung des in Strömungsrichtung hinter einer Beschaufelung erzeugten Gegen druckes während der Dehnung der Feuergase in der betrachteten Beschaufelung erfolgt zweckmässig so, dass die Linie des Gegen druckes im Q - V - Diagramm, dessen Ordi naten dem Wärmeinhalt Q der Feuergase in kcal/nm3 und dessen Abszissen den Prozen- tualanteilen ausgeströmter Feuergasvolumina am je Verpuffungskammer erzeugten Feuer gasgesamtvolumen entsprechen, wenigstens nach der Auffüllperiode annähernd als Äquidi- stante zur Expansionslinie verläuft.
Die zur Durchführung des erfindungsge mässen Verfahrens dienende Vorrichtung kennzeichnet sich durch Düsen und Beschaufe- lungen zugeordnete Verpuffungskammern mit mehreren gesteuerten Auslässen zur Ent nahme von Feuergasen zwecks Herstellung von während der Dehnung von Feuergasen in vorgeordneten Düsen und Beschaufehungen abgesenkter Gegendrücke hinter diesen Be- schaufelungen, in Strömungsrichtung der Feuergase gesehen.
Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbei- spiel der erfindungsgemässen Vorrichtung einen als Verpuffungsbrennkraftturbinenan- lage mit vier Kammern und zwei Turbinen- stufen ausgebildeten Treibgaserzeuger zur Versorgung einer mechanische Leistung ab gebenden Kraftwerksturbine. An Hand der selben wird nachfolgend auch das Betriebs verfahren gemäss der Erfindung beispiels weise erläutert.
Fig. 1 veranschaulicht in schematischer Darstellung den Aufbau eines Öltreibgas erzeugers.
Fig. 2 zeigt das zugehörige Druck-Zeit- Diagramm, während F'ig. 3 das Q - V -Diagramm der gleichen Anlage wiedergibt.
Fig.4 zeigt das Q-V-Diagramm in einem grösseren Massstab unter Veranschaulichung eines abweichenden Arbeitsverfahrens.
.Fig.5 stellt in teilweiser Ansicht und in teilweisem Schnitt nach Linie 5-'5 der Fig. 6 einenTreibgaserzeuger mit abgeänderten Aus- führungen von Lade-, Düsen- und Auslass ventilen dar.
Fig. 6 stellt einen Querschnitt nach Linie 6-6 durch den Treibgaserzeuger nach Fig. 5 dar.
Fig. 7 stellt in schematischer Darstellung einen Treibgaserzeuger mit Verarbeitung der Restfeuergase in einer besonderen Beschaufe- lung, Fig.8 eine gegenüber Fig.7 etwas abge änderte Ausführungsform dar.
In Fig.1 bezeichnet 24 die Läuferwelle, auf der die beiden einkränzigen Turbinenlauf räder 25 und 26 der beiden Turbinenstufen des Aggregates sitzen. Der Beschaufelung 25a vorgeordnet sind die Düsen I, die mit jeder der dem Aggregat zugeordneten vier Verpuf fungskammern 27, 28 usw. in feuergasleiten der Verbindung stehen. Diese Verbindungen sind mit 29 und 30 bezeichnet. Zur Verpuf fungskammer abgeschlossen oder an sie ange schlossen werden die Stutzen 29, 30 über ge steuerte Düsenventile, die bei 31 und 32 an gedeutet sind. Die Zündungseinrichtungen sind mit 5 bezeichnet, die Ladeluftventile mit 2. Bei 33 sind Brennstoffzuführungsleitungen vorgesehen, deren Einspritzdüsen unmittelbar in die Ladeluftventile 2 eingebaut sind. Eine Ringleitung 34 versorgt die Verpuffungskam mern mit Ladeluft.
Besondere Naehladeven- tile sind nicht vorgesehen, da die Verpuf- fungsbrennkraftturbinenanlage, die vorwie gend zur Erzeugung von Treibgasen ausge bildet ist, nach dem sogenannten offenen Auf ladeverfahren arbeiten soll, das heisst das Aus lassventil 43 bzw. 44 wird nicht nur während der gesamten Zeitdauer der Ladeluftventil eröffnung in einer Kammer zwecks Ausschie bung des Feuergasrestes, sondern auch noch während des Beginnes der Brennstoffeinsprit zung (bzw. eines eventuellen Brenngaseinlas- ses) offen gehalten.
Bei dieser offenen Auf ladung erreicht man besonders günstige Durchmischungsverhältnisse von Luft einer seits, Brennstoff oder Brenngas anderseits.
In bezug auf das Arbeitsverfahren sei zu nächst auf das Druck - Zeit - Diagramm der Fig.2 verwiesen. In diesem Diagramm be- zeichnet A den Zeitpunkt, in dem sich der höchste Verpuffungsdruck nach der vorher gehenden Zündung der Ladung ausgebildet hat. Durch Öffnung eines der Düsenventile 31, 32 tritt, ausgehend vom Punkt A, die Ex pansion ein, die ohne die erfindungsgemäss getroffenen Massnahmen unter Vermittlung der Düsen I bis Punkt C verlaufen würde. Dort schliesst sich das betrachtete Ventil, und es öffnet sich eines der Ladelufteinlassventile, gleichzeitig ein Auslassventil und es findet unter Einwirkung der nachdrängenden Lade luft die Ausschiebung der Restfeuergase längs der Linie C-E statt. Im Zeitpunkt E schlie ssen sich Ladelufteinlass- und Auslassventile.
Vorher hat bei D die Einspritzung des Brenn stoffes über die Leitung 33 stattgefunden, so dass also so die bereits erwähnte, offene Auf- ladumg bei offenen Ladelufteinlass- und Aus lassventilen verwirklicht wird. Im Punkt E ist in den Kammern ein homogenes, geut durch gemischtes, zündfähiges Gemisch vorhanden, so dass es nur der Zündung im Zeitpunkt 15 bedarf, um den scharfen Druckanstieg zu be wirken, der wieder zum Auftreten des höch sten Verpuffungsdruckes im Punkt A des nächsten Arbeitsspiels führen würde.
Das insoweit dargestellte und beschriebene Druck-Zeit-Diagramm entspricht 'dem be kannten einstufigen Arbeitsverfahren von Verpuffungsbrennkraftturbinen, die in die Atmosphäre auspuffen, so dass diese den kon stanten Gegendruck bildet, der hinter der Beschaufelung, in Strömungsrichtung der Gase gesehen, auftritt. Da den stark wechseln den Drücken entsprechend stark wechselnde Feuergasgeschwindigkeiten in der Beschaufe- lung auftreten, ist der Radwirkungsgrad un befriedigend.
Um ihn grundsätzlich zu verbes sern, sind folgende Massnahmen getroffen: Ausser den Düsenventilen 31, 32 sind wei tere Düsenventile<B>37,</B> 318 in den zwei zur Dar stellung gebrachten Verpufftuigskammern 27, 28 vorgesehen, die mit Räumen 3<B>9</B>, 40 über Stutzen 41, 42 in Verbindung stehen. Weiter sind Auslassventile 43, 44 angeordnet worden, die über die .Stutzen 4ü, 46 in das Ausström- gehäuse des Turbinenrades 26 ausmünden.
Das Ausströmgehäuse 47 steht über die Treib- gaszuführungsleitung 48 mit einer Kraft werksturbine in Verbindung, die etwa als viel stufige Parsonsturbine ausgebildet sein kann. An die Stelle der Kraftwerksturbine kann jeder andere Treibgasverbraucher treten, der den Druck, die Temperatur und/oder den Wärmeinhalt der das Ausströmgehäuse verlas senden Treibgase auszunutzen vermag.
Die mechanische Leistung der Turbinenwelle 24 wird vollständig an denBetriebsmittelverdich- ter 101 abgegeben, der bei Betrieb des Treib gaserzeugers mit flüssigen Brennstoffen als Luftverdichter ausgebildet ist, während bei Verwendungen von Brenngasen auch deren Verdichtungsaufwand von der Tubinenwelle 24 zu decken ist.
Alle Kühl- und Isoliermäntel sind aus Ver einfachungsgründen nicht gezeigt worden. Die Räume 39, 40 sind als Auffangskam mern für die Ausströmgase aus der Hoch- druckbeschaufelung25u ausgebildet. Dadurch, dass die aus den Verpuffungskammern 27, 28 über die Düsenventile 37, 38 den Kammern 39, 40 unter einem bestimmten, noch näher zu erläuternden Anfangsdruck zugeführt werden, und dadurch, dass die so entlassenen Feuer gasteilmengen in den Räumen 39, 40 expan dieren, kommt es in den Räumen 39, 40 zur Ausbildung eines bestimmten Druckverlaufes, der sich als Gegendruck auf die Beschaufe- lung 25a auswirkt.
Dieser Gegendruckverlauf ist in Fig. 2 dargestellt worden. Wie man dieser Fig. 2 zu entnehmen vermag, erreicht die den Druckverlauf in den Räumen 39 oder 40 darstellende Gegendrucklinie 35 die Linie des Ladeluftdruckes po in einem bestimmten Zeitpunkt.
Würde man die Gegendrucklinie über diesen Zeitpunkt hinaus weiter, treiben, das heisst würde man die Feuergase in den Düsen I über den Zeitpunkt hinaus expan dieren lassen, der dem Schnittpunkt der Ge gendrucklinie 35 mit der Linie des Ladeluft druckes entspricht, um auch in diesem vom Schnittpunkt ab beginnenden Zeitraum annä hernd gleiche Feuergasgefälle zu erhalten, so würde vor den Düsen II, in Feuergasrichtung gesehen, ein geringerer Druck herrschen als im Ausströmgehäuse 47, da dieser entspre chend dem gewählten Ladeverfahren mit Rest feuergasen vom Druck der Ladehüt erfüllt ist. Es würden also Rückströmungen und Brems wirkungen auf die Turbinenräder entstehen, die unerwünscht sind.
Aus diesem Grunde muss die Expansion der Feuergase in den Düsen I zu einem Zeitpunkt abgebrochen wer den, der vor diesem Schnittpunkt der Ge gendrucklinie 35 mit der Linie des Ladeluft druckes po liegt. Dieser Zeitpunkt wird aus Sicherheitsgründen etwas vor den genannten Schnittzeitpunkt vorverlegt. Er ist in Fig. 2 mit B bezeichnet worden. Im Punkte B schliessen sich also die Düsenventile 31, 32, und die Düsenventile 37 und 38 öffnen sich. Die gleichen Düsenventile schliessen sieh im Punkt C, und es öffnen sich die Auslassventile 43, 44, um im Punkt E zu schliessen.
Dabei sind die Steuerungsphasen der Ventile 31 und 32 bzw. 37 und 38 bzw. 43 und 44 und damit die Arbeitsspielfolgen der den Düsen I, II und Besehaufelungen 25a und 26ca zugeordneten Verpuffungskammern 27, 28 usw. zeitlich ein ander gegenüber so versetzt, dass - während der Zeitspanne der Dehnung A-B einer aus der Verpuffungskammer 28 entnommenen hö hergespannten Feuergasteilmenge in der Dü sen- und Beschaufelungsanordnung I, 25a eine aus der Verpuffungskammer 27 entnom mene, niedriger gespannte Feuergasteilmenge zur Herstellung des abgesenkten Gegendrucks 35 in den Räumen 39,
40 und dass - wäh rend der Zeitspanne der Dehnung B-C einer aus der Verpuffungskammer 27 entnommenen niedriger gespannten Feuergasteilmenge in der Düsen- und Beschaufelungsanordnung II, 26a - eine aus einer weiteren, nicht gezeich neten Verpuffungskammer entnommene, noch niedriger gespannte Feuergasteilmenge zur Herstellung des abgesenkten Gegendruckes 36 im Ausströmraum 47 benutzt wird.
Während der Dehnung A-B (F'ig. 2) der über das offene Düsenventil 32 den Düsen I und der Besehaufelung 25c, zugeführten, höher ge spannten Fäuergasteilmenge der in der Ver- puffungskammer 28 bei einer Verpuffung ins gesamt erzeugten Feuergasmenge verläuft also der Gegendruck in den Räumen 39, 40, die zu diesem Zwecke in nicht näher dargestellter Weise verbunden sind, nach der Gegendruek- linie 35, ähnlich der Dehnung B-C einer in der Verpuffungskämmer befindlichen,
niedri ger gespannten Teilmenge vom Zustand B. Die Arbeitsspiele in den Verpuffungskam mern sind jedoch gegeneinander so versetzt, dass während beispielsweise der Expansion einer der Kammer 28 mit maximalem Druck (Zustand A) über Düsenventil 32 entnom menen Feuergasteilmenge in der Besehaufe- lung I, 25a eine Feuergasteilmenge in der Beschaufelung II, 26a expandiert wird, die der Kammer 27 mit niedrigerem Druck (Zu stand B) entnommen worden war.
Die die Ge gendrucklinie 35 zur Teilexpansion A-B in der Verpuffungskammer 28 erzeugende Teil expansion B-C der aus der Verpuffungskamn- mer 27 entlassenen, niedriger gespannten Feuergasteilmenge gehört also nicht dem Dia gramm der Fig.2 an, sondern dem Druck- Zeit-Diagramm der Verpuffungskammer 2,7, das gegenüber dem in Fig.2 wiedergegebenen Druek-Zeit-Diagramm der Verpuffungskam mer 28 so vorauseilt, dass während der Zeit spanne der Teilexpansion A-B der über das Düsenventil 32, aus der Verpuffungskammer 28 entlassenen, höher gespannten Feuergas teilmenge die Verpuffungskammer 27 bereits die niedriger gespannte Feuergasteilmenge entlässt,
die nach ihrem eigenen, gegenüber dem Diagramm der Fig.2 um die Zeitspanne A-B vorauseilenden Druck-Zeit-Diagramm gerade derTeilexpansion B-C unterliegt. Das gilt sinngemäss für die die Gegendrucklinie 36 erzeugende, niedrigst gespannte Feuergäs- teilmenge, die im Ausführungsbeispiel als aus einer Kammer ausgeschobene Restfeuergas menge während der Zeitspanne C -E in das Ausströmgehäuse 47 hineinexpandiert; das Druck-Zeit-Diagramm dieser nicht gezeich neten, die Restfeuergase ausschiebenden Kam mer eilt dem Diagramm nach Fig. 2, das der Kammer 28 zugeordnet ist, um das Zeitmass A-C vor.
Mit andern Worten, der Verlauf der Arbeitsspiele in der Kammer 27 ist ge genüber dem Verlauf der Arbeitsspiele in der Kammer 28 zeitlich so vorverlegt, dass wäh rend der Erzeugung des Gegendruckverlaufes 35 in den Räumen 39, 40 mit Hilfe der Deh nung der über das geöffnete Düsenventil 37 in die Räume 39, 40 entlassenen, niedriger ge spannten Feuergasteilmenge die über das Dü senventil 3r2 aus der Verpuffungskammer 28 entlassene, höher gespannte Feuergasteilmenge entsprechend der Teilexpansion A-B gedehnt wird; dieser zeitlichen Versetzung der Ar beitsspiele entsprechend wird während des Gegendruekverlaufes 35 in den Räumen 39, 40 der im Ausströmgehäuse 47 auftretende Ge gendruck nach der Linie 36 erzeugt.
Dadurch wird der Zweck der Erfindung verwirklicht; die über das geöffnete Düsenventil 32 dem Düsen- und Beschaufelungssystem I, 25a zu geführte Feuergasteilmenge wird mit bedeu tend kleineren Schwankungen des Feuergas gefälles verarbeitet, das durch die Expansions linie A-B und die im letzten, im Verhältnis zur Gesamtdauer der Dauer nach überwiegen den Teil annähernd äquidistante Gegendruck linie 35 der Fig.3 gekennzeichnet ist;
die auf das Düsen- und Beschaufelungssystem II, 26a zur Wirkung gebrachte, niedriger ge spannte Feuergasteilmenge wird gleichzeitig in dieser Düsen- und Beschaüelungsanord- nung II, 26a mit sehr kleinen Feuergas- gefälleschwankimgen verarbeitet, da die Linie 36, jetzt als Expansionslinie dieser niedriger gespannten Feuergasteilmenge, annähernd äqiti.distant zur @Gegendrucklinie 36 vn Aus- strömgehäuse 4'7 verläuft.
Die Druck-.Zeit-Diagramme lassen nicht erkennen, welche Feuergasgefälle die aus dem Rad 25 abströmende, teilweise abgearbei tete, zunächst höher gespannt gewesene Feuer gasteilmenge bei der weiteren Verarbeitung vorfindet. Zu diesem Zwecke bedarf es einer Darstellung der gleichen Verhältnisse im Q - V - Diagramm, das in Fig. <B>3</B> gezeigt ist.
In diesem Diagramm ist wieder der Ver lauf .des Linienzuges A, B,<I>C</I> und E veran schaulicht. Die F'euergasgefälle sind auf der von A ausgehenden Ordinate abzulesen, die ausgeströmten Feuergasmengen auf der Ab szissenachse. Das Druck- und 'Temperatur- liniennetz ist nur angedeutet und gilt wie derum für die von A ausgehende Doppellinie. Diese Doppellinie veranschaulicht die Zu- standsbedingungen während der Expansion.
Diese Änderungen erscheinen im Q - S - Dia gramm als vertikale adiabatische Linien, aber nur in der idealen Maschine, in der während der Expansion keine Entropieänderungen, also keine Wärmeverluste in den Wandun gen auftreten und keine Wärmeabgabe durch Reibung am Laufrad und an den Schaufeln stattfindet. Für die ausgeführte Maschine treffen beide Voraussetzungen nicht zu. Doch zeigen sorgfältige Untersuchungen über den Wärmeübergang auf der Gasseite feuergas berührter Wandungen und Berechnungen der Ventilationsverluste an Schaufelrädern und Schaufeln, dass bei sorgfältig ausgeführten Anlagen die in Betracht kommenden Betriebs verfahren praktisch zur Gleichheit von abge gebener und aufgenommener Wärme führen.
Es ist daher berechtigt, von adiabatischen Zu standsänderungen und demgemäss von verti kalen Linien im Q-8-Diagramm und damit im Q-V-Diagramm auszugehen. Eingetragen ist weiter die strichpunktiert gezeichnete Gegen drucklinie 35 und die gestrichelt gezeichnete Gegendrucklinie36. Diese Linien bestimmen in Verbindung mit durch die Punkte B und C gelegten Ordinaten folgende Flächen: Ia, Ib, II und III. Die Fläche Ia unterhalb des der Teil expansion A-B entsprechenden Kurvenver- laufes A-B entspricht der Arbeitsleistung der aus der Düsenanordnung I ausströmen d den Feuergasteilmenge, ausgeübt auf das Rad 2'ö.
Die strichpunktiert gezeichnete Trennlinie 35 zwischen den Flächen Ia und Ib entspricht dem in den Räumen 39, 40 auftretenden Ge gendruck, entspricht also dem Gegendruck im Radraum 25. Diese Gegendrucklinie ist in der Hauptsache abhängig von der Anzahl der ar beitenden Kammern, der Zahl und Grösse der Auffangräume und der engsten Düsenquer schnitte. Mit der Gestaltung dieser Gegen drucklinie im Q-V - Diagramm kann der Rad wirkungsgrad der Verpuffungsbrennkrafttur- bine weitgehend beeinflusst werden. Es lässt sich also erreichen, dass bis auf die Auffüll- periode die Gegendrucklinie annähernd äqui- distant zum Linienzug A-B verläuft.
Es bezeichnet weiter Ib eine Fläche, die der Arbeitsabgabe der ursprünglich über die Dü sen I zugeführten, höher gespannten Feuer gasteilmenge entspricht, die in die Düsen- und Beschaufelungsanordnung II, 26a gelangt und dort Arbeit leistet. Begrenzt wird die Ar beitsfläche Ib nach unten durch eine gestri chelt gezeichnete Gegendrucklinie 36, die dem Zustand der Feuergase im Ausströmgehäuse 47 entspricht. Erkennbar ist wieder die annä hernde Äquidistanz zwischen der strichpunk tiert gezeichneten Gegendrucklinie 35 und dieser gestrichelt gezeichneten Linie 36, so dass also auch die Gefälleschwankungen sehr klein sind, die für die über die Düsenanordnung I zugeführte Feuergasteilmenge bei der Verar beitung in der zweiten Turbinenstufe auf treten.
Erkennbar ist ausserdem die Arbeitsfläche II, welche der disponiblen Arbeit entspricht, die die über eines der Düsenventile 37, 38 entlassene, niedriger gespannte Feuergasteil menge in der Turbinenanordnung II, 26a entfaltet. Auch diese niedriger gespannte Feuergasteilmenge findet, da nach der Auf füllperiode die Gegendrucklinie 36 annähernd äquidistant zum Kurv enast B-C v erläuft, auf dem grössten Teil des Verlaufes der Gegen drucklinie annähernd die gleichen Feuergas gefälle vor, so dass also beide 'Turbinenstufen mit weit günstigeren Verhältnissen arbeiten können, da die Gefällesehwankungen sehr viel kleiner als bei bisherigen Verpuffungsbrenn- kraftturbinen sind.
Das gilt weitgehend auch für die Arbeitsfläche III der Kraftwerkstur bine, da hier die Atmosphäre den konstanten Gegendruck bildet, während sich die Schwan-. kumgen in der Anfangsspannung in der gro ssen, als Receiver wirksamen T'reibgaszufüh- rungsleitung 48 annähernd ausgleichen.
Fig.4 zeigt ein in einem andern Massstab ge- hältenes Q-V-Diagramm eines Betriebsverfah- rens, bei dem eine mehr oder weniger konstante Gleichdrulckj,erbrennung mit .einer -Gleich raumverbrennung vereinigt worden ist. Bei dem Betriebsverfahren, das die Grundlage des Diagrammes nach Fig. 4 bildet, wird die Zün dung in verhältnismässig grosser Nähe der Düsenventile 31. oder 32 bewirkt, über die die höchstgespannte Feuergasteilmenge in die erste der Düsenanordnungen entladen wird.
Diese Düsenventile werden vor völlig been deter Verbrennung eröffnet, also vor dem Zeitpunkt, in dem es ohne diese Voreröffnung zur Ausbildung der Höchstdruckspitze A kommen würde, die dem Punkt A der Fig. 4 entspricht. Dieses modifizierte Verfahren soll also die reine Gleichraumverbrennung durch eine solche ersetzen, bei der die Verbrennung zum Teil bei annähernd gleichem Druck er folgt. Es werden also die durch Gleichraum verbrennung entstandenen Gase nach Ent stehen eines bestimmten Druckes unter einer mehr oder weniger konstanten Spannung ent laden, die dadurch aufrechterhalten bleibt, dass andere Gemischteile in Kammerteilen zur Verbrennung bzw. Verpuffung kommen, die weiter entfernt von den Düsenventilen sind.
Während dieser Vorgänge wird zunächst eine leichte Druckerhöhung zu erwarten sein, auf die eine Periode völligen Gleichdruckes folgt; beim Eintritt der Endvorgänge der Verbren nung wird die Spannung wieder abfallen. Zu diesem Zeitpunkt soll die Druck-Zeit-Kurve die Expansionslinie von Gasen schneiden, die durch eine reine Gleichraumverbrennung ent standen zu denken sind. Die Kurve x in Fig. 4 veranschaulicht die Expansionslinie einer Feuergasteilmenge, wenn das Düsenven til zu einem Zeitpunkt eröffnet wird, in wel chem die Gleichraumverbrennung zur Erzeu gung eines Druckes von 50 ata gegenüber 64 ata geführt hat, die bei Durchführung der Verbrennung als reine Gleichraumverbren nung erreichbar wären.
Dabei ist festzustel len, dass sich die Kurve x noch stärker dem allgemeinen Verlauf und der Charakteristik der strichpunktierten und gestrichelten Ge gendrucklinien anschmiegt als die Linie A-B, so da selbst in bezug auf die anfänglichen Zeitelemente der ersten Teilexpansion Ex- pansions- und Gegendrucklinien annähernd äquidistant verlaufen. Genauere Untersuchun- gen haben dabei ergeben, däss trotz des Ver lustes an Arbeitsfläche im Diagramm ober halb der Linie x die verfügbare Leistung beim kombinierten Gleichraum - Gleichdruckprozess annähernd dieselbe ist wie beim reinen Gleich raumprozess.
Anderseits aber können die Tur binenschaufeln infolge des gleichmässigeren Gefälles beim kombinierten Prozess für kon stantere Bedingungen ausgelegt werden, so dass in Verbindung mit den höheren Rad umfangsgeschwindigkeiten der Radwirkungs grad wesentlich verbessert, zum Beispiel auf Werte von 70 bis 76 % gebracht werden kann. Ähnliche Ergebnisse sind auch dadurch zu erhalten, dass man die Voreröffnung der Dü senventile mit einer Einführung von Zusatz brennstoff, etwa mit einer Nacheinspritzung von flüssigem Brennstoff in die Kammer, verbindet.
Dieses Verfahren ist in Fig. 4 durch den Linienzug y veranschaulicht wor den, bei dem das Düsenventil zu einem Zeit punkt eröffnet wird, bei dem die reine Gleich raumverbrennung zu einem Druck in der ge schlossenen Kammer von 42 ata geführt hat. Durch die Nacheinspritzung von Brennstoff steigt der Druck momentan an, wobei auf den Druckanstieg eine Periode gegenüber den-Ver- hältnissen der Gleichraumverbrennung abge flachten Druckverlaufes folgt.
Die Linie y schneidet die Expansionslinie A-B und trifft sie wie die Linie x im Punkte B.
Was an Hand des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 für die Entlassung einer hochge= spannten Feuergasteilmenge über das geöff nete Düsenventil 32., für die gleichzeitige Ent lassung einer niedriger gespannten Feuergas menge über das geöffnete Düsenventil 37 und für die ebenfalls gleichzeitige Entlassung des Feuergasrestes aus einer weiteren Verpuf- fungskammer durch ein Auslassventil ausge führt worden ist,
gilt in cyclischer Vertau schung für die gesamten Feuergasteilmengen. So ist beispielsweise während der Eröffnung des Düsenventils M der Verpuffungskammer 27 für eine höher gespannte Feuergasteil- menge das Düsenventil 312 der Verpuffungs- kammer 28 geschlossen, aber das Düsenventil 38 der gleichen Kammer geöffnet, so däss in den Auffangräumen 39, 40 die Absenkung des Gegendruckes stattfindet, die dafür sorgt,
dass die über das geöffnete Düsenventil 31 auf das Düsen- und Beschaufelungssystem I, 25a zur Wirkung gebrachte, höher gespannte Feuergasteilmenge mit kleineren Gefälle schwankungen verarbeitet wird als bisher. Diese cyclische Vertauschung gilt sinngemäss für die niedriger gespannte Feuergasteil- mengen entlassenden Düsenventile und für die die Restfeuergase entlassenden Auslass ventile. Die Erfindung ist in keiner Weise auf die im Ausführungsbeispiel veranschaulichte zwei stufige Turbinenanordnung beschränkt. Die Absenkung des Gegendruckes kann bereits bei einer einstufigen Turbinenanordnung Anwen dung finden, um in dieser die Gefälleschwan kung zu verkleinern.
Das gilt entsprechend für Aggregate mit mehr als zwei Turbinen stufen, wobei jedoch zu beachten bleibt, dass der Vergrösserung der Turbinenstufenzahl eine Erhöhung der mittleren Beanspruchungs temperaturen entspricht, so dass es von der Werkstoffentwicklung abhängt, welche Tur binenstufenzahl praktisch verwirklicht wer den kann. Das Diagramm nach Fig.2 zeigt zunächst eine Druckspitze, die im Punkte A auftritt und die dem Verpuffungshöchst- oder Explo sionsdruck p1 entspricht. In diesem Dia grammpunktöffnet sich das erste der beiden Düsenventile 31 oder 32, so dass die über die ses Düsenventil entlassene Feuergasteilmenge einer Dehnung unterworfen wird, die bis zum Punkt B andauert, da sich in diesem Zeit punkt das erwähnte Düsenventil schliesst.
Die Zeitspanne von 0,0595 Sekunden, die zwischen den Punkten A und B verläuft, ist dabei so bemessen, dass nur eine Teilmenge im Ver hältnis zur Gesamtmenge entlassen wird, die sich nach Fig. 3 zu 48,5 % der Gesamtmenge ergibt.
Im Punkt B der Fig.2 öffnet sich das zweite Düsenventil 37 oder 38 der Verpuf fungskammer und entlässt in einem Arbeits spielabschnitt, der sich bis zum Punkt C er- streckt, eine weitere Feuergasteilmenge, deren prozentueller Anteil an der insgesamt in der gleichen Kammer pro Verpuffung erzeugten Feuergasgesamtmenge durch das Mass 25 oio in Fig.3 zu erkennen ist. Im Punkte C, in dem sich das zweite Düsenventil schliesst, er reicht die Expansionslinie A, B, C die Linie des Ladeluftdruckes pp, unter dem die Rest feuergasmenge in der Verpüffungskammer steht. Das Ausmass dieser Restfeuergasmenge ist in Fig. 3 mit 26,5 % im Verhältnis zur Ge samtmenge zu erkennen. Im Zeitpunkt C er öffnen sich gleichzeitig Ladelufteinlass- und ein Auslassorgan für die Restfeuergase.
Beide Ventile schliessen sich nach Ablauf einer der zeitlichen Länge eines Arbeitsspielabschnittes entsprechenden Zeitdauer im Punkte E. Bei noch geöffneten Organen hatte aber der Kol ben der zugeordneten Brennstoffpumpe im Zeitpunkt D seinen Förderhub begonnen, so dass eine Einspritzung von Brennstoff in die noch in Bewegung befindliche Ladeluft unter Bildung eines zündfähigen Gemisches eintrat. Die Brennstoffeinspritzung ist vor E beendet, so dass bei Schluss der Ladelufteinlass- und Restfeuergasauslassorgane im Zeitpunkt E die Kammer von einem völlig homogenen, hoch- zündfähigen Gemisch erfüllt ist.
Die Verhält nisse sind nun so gewählt, dass, wenn im Zeit punkt 16 eine Zündung dieses Gemisches er folgt, im Zeitpunkt A der volle Verpuffungs- höchstdruek gerade erreicht wird, wobei zwi schen Zeitpunkt E und diesem zweiten Zeit punkt A eine Zeitspanne vom Ausmass der Dauer eines Arbeitsspielabschnittes abgelau fen ist.
In diesem zweiten Punkt A ist also ein volles Arbeitsspiel mit pausen- und über deckungslos aneinandergereihten Arbeitsspiel- abschnitten A-B, B-C, C-E und E-A ab gewickelt.
Das Arbeitsverfahren in den übrigen drei Verpuffungskammern wickelt sich genau in derselben Art und Weise ab, wie es in Fig. 2 für die betrachtete Kammer dargestellt wurde. Jedoch sind diese Arbeitsspiele um die Dauer je eines Arbeitsspielabschnittes gegenüber dem Arbeitsspiel der betrachteten Kammer versetzt. _ Die Absenkung des Gegendruckes oder der Gegendrücke braucht nicht mittels der erzeug ten Feuergase verwirklicht zu werden.
Es be steht beispielsweise auch die Möglichkeit, an die hinter den Beschaufelungen liegenden, zur Erzeugung der Gegendrücke dienenden Räume eine Kolbenanordnung anzuschliessen, so dass bei einer Nachaussenbewegung des Kol bens der Gegendruck abgesenkt wird. Ein facher ist jedoch die Herstellung der Gegen druckabsenkung durch eine, zur Dehnung der Feuergase in der Düsen- bzw. Beschaufelungs- anordnung synchrone Dehnung von den Ge gendruck erzeugenden Gasen, wie vorher er läutert.
Die Feuergase werden während einer Zeit spanne entspannt, die das n-fache der Dauer eines Arbeitsspielabschnittes beträgt, wobei n eine ganze Zahl gleich 1 oder grösser als 1 ist. Wählt man n gleich 1, das heisst unter wirft man die Feuergase einer Dehnung, die üblicherweise vom höchstenVerpuffungsdruck ab bis zu einer dem Ladedruck entsprechen den Restfeuergasspannung herunterreicht, wenn von der möglichen Dehnung der Rest feuergase selbst abgesehen wird, so verwirk licht man, da die Dehnung nicht über die Dauer eines Arbeitsspielabschnittes hinaus geht, das theoretisch denkbare, kürzeste Ar beitsspiel, das heisst man kann die höchsten Arbeitsspielzahlen in der Zeiteinheit vorsehen.
Dieses Verfahren muss in einem dreikamme- rigen Treibgaserzeuger derart abgewickelt werden, dass die Arbeitsspiele in den drei Kammern um je einen Arbeitsspielabschnitt cyclisch versetzt arbeiten. Das bedeutet, dass während Durchführung des Ladevorganges der ersten Kammer in der zweiten Kammer Zündung und Verpuffung bewirkt werden, während die dritte Kammer gerade zur Be aufschlagung des Beschaufelungssystems des Turbinenteils der Anlage herangezogen wird. Im nächsten Arbeitsspielabschnitt werden in der ersten Kammer Zündung undVerpuffung bewirkt, die zweite Kammer wird zur Beauf schlagung der Beschaufelung verwendet und in der dritten Kammes wird der Ladevorgang vollzogen.
Während des dritten Arbeitsspiel- abschnittes wird der ersten Verpuffungskam mer die Beaufschlagung der Turbine zugeord net, die zweite Kammer wird geladen und in der dritten Kammer werden Zündung und Verpuffung verwirklicht. Erreicht wird also die erstrebte, pausenlose Beaufschlagung des Düsen- und Beschaufelungssystems, das dabei ein- oder mehrstufig ausgebildet sein kann, so dass auch die nachgeschalteten Stufen ebenso pausenlos beaufschlagt werden.
Der Treibgaserzeuger liefert dann ständig im Druck nur noch etwas schwankende Treibgase von einer dem Ladeluftdruck entsprechenden Mittelspannung zur weiteren Verwendung etwa in vielstufigen Arbeitsturbinen, wäh rend das Düsen- und Beschaufelungssystem der Verpuffungsbrennkraftturbine selbst die Hilfsmaschinen, besonders die Ladeluft- und eventuelle Brenngasverdichter antreibt.
Wird n dagegen grösser als 1, etwa zu 2 oder 3, gewählt, so ergeben sich besonders vor teilhafte Möglichkeiten zur Durchführung des vorgeschlagenen Arbeitsverfahrens. Auf die Zeitdauer eines Arbeitsspielabschnittes wer den also die Feuergase nur einer Teildehnung unterworfen, so dass also auf die Dauer des Arbeitsspiels nur Teilgefälle zur Verarbei tung kommen. Grundsätzlich könnte man der Verarbeitung dieser Teilgefälle die 'insgesamt pro Kammer und Verpuffung. erzeugte Feuer gasmenge unterwerfen. Es ergeben sich aber weit vorteilhaftere Möglichkeiten, wenn die sen Teildehnungen. Teilmengen unterworfen werden.
Es wird dadurch möglich, während der Teildehnung einer höher gespannten Teil menge in einer Düsen- und Beschaufelungs- anordnung einer andern Verpuffungskammer eine niedriger gespannte Teilmenge zu entneh men und diese einer Teilexpansion hinter der gleichen Düsen- und Beschaufelimgsanord- nung, in Feuergasrichtung gesehen, zu unter werfen, wie das für das erste Beispiel mit zwei Teildehnungen erläutert worden ist.
Wenn eine Unterteilung der Arbeitsspiele in eine mit ' der Zahl der Verpuffungskam- mern übereinstimmende Anzahl von Arbeits- spielabschnitten vorgenommen wird, so sind bei Berechnung der Zahl der Verpuffungs- kammern sinngemäss nur die Verpuffungs kammern zu zählen, die entsprechend der zeit lichen Versetzung der Arbeitsspiele um einen Arbeitsspielabschnitt zu einem beliebigen Be triebszeitpunkt gerade voneinander abwei chende Arbeitsspielabschnitte abwickeln.
Na turgemäss ist es auch denkbar, etwa aus Grün den der Beschränkung der Kammergrösse, parallel arbeitende Kammern, also Kammer gruppen, vorzusehen, die sich in bezug auf die cyclische Versetzung der Arbeitsspiele nicht anders verhalten wie eine einzige grosse Kammer, also jeweils im gleichen Arbeitsspiel abschnitt stehen. In diesem Falle tritt bei der Zählung der Verpuffungskammern die Zahl der Gruppen an die Stelle der Einzelkammer.
Die Zahl der Verpuffungskammern ist zweckmässig mindestens gleich der Anzahl der Arbeitsspielabschnitte einer Verpuffungskam mer. Jede Verpuffungskammer weist dabei m + 1 gesteuerte Auslassorgane auf, wobei m die Anzahl Expansionsabschnitte ist. Dabei sind zweckmässig unter den m + 1 gesteuerten Feuergasauslässen mindestens m Auslassor gane durch Vorordnung vor Düsen- und Be- schaufelungsanordnungen als Düsenventile ausgebildet. Däs bedeutet, dass für die Ent lassung der Restfeuergase mindestens ein Aus lassorgan vorgesehen ist. Entsprechend jedoch der Möglichkeit, auch die Restfeuergase in einer besonderen.
Düsen- und Beschaufelungs- anordnung wenigstens zum Teil abarbeiten zu können, können auch m + 1 gesteuerte Feuergasauslässe als Düsenventile ausgebildet sein. Entsprechend gross ist die Anzahl der Düsen- und Beschaufelungsanordnungen, also die Zahl der Turbinenstufen.
Die Fig. 5 und 6 zeigen einen vierkamme- rigen Treibgaserzeuger. Seine Steuerwelle soll 252 vollständige Umläufe pro Minute ausfüh ren. Es werden also 252 Arbeitsspiele pro Minute durchgeführt. Damit dauert ein Ar beitsspiel 0,238 Sekunden, und jeder seiner vier Arbeitsspielabschnitte nimmt eine Zeit spanne von 0,0595 Sekunden in Anspruch.
In Fig.6 erkennt man zunächst die vier Verpuffungskammern 62, 63, 64 und 65, die den gemeinsamen Düsen- und Beschaufelun- gen zugeordnet sind. Wie der Längsschnitt der Fig. 5 am Beispiel der Kammer 65 zeigt, hat jede der vier Kammern 62 bis 65 zu nächst ein Ladelufteinlassventil 66, in das das Brennstoffeinspritzventil 67 mit der Zufüh- rungsleitung 68 eingebaut ist, während die Ladeluftzuführung selbst bei 69 erfolgt. Die Steuermittel für das Ladeluftventil sind bei 70 angedeutet. Die Brennstoffleitungen 68 führen zu einer nichtgezeichneten vierzylin drigen Brennstoffpumpe üblicher Ausbildung.
Die Verpuffungskammer selbst besitzt einen venturidüsenartigen Einlass 71, wobei der Diffusor 72 mit sehr schlanker Neigung aus geführt ist, so dass die eintretende Ladehtft ohne Bildung nennenswerter Wirbel die Rest feuergase auszuschieben vermag. Zur Entlas- stmg dieser Restfeuergase vom Zustand C der Fig.2 ist das Auslassventil 73 vorgesehen.
Ausser dem Auslassventil 73, ist ein Düsen ventil 74 angeordnet, das zur Entlassung der Feuergase vom Zustand A der Fig. 2 be stimmt ist. Fig. 6 zeigt auf der rechten Seite die Düsenventile 74, die den Verpuffungskam- mern 64 und 6!5 zugeordnet sind. Die als nahezu entlastete Kolbenventile ausgebildeten Ventile 74 gehen anschliessend an den Ventil sitz 7'5 in den Düsenvorraum 76 über, an den sich die Düsen 77 anschliessen.
Die Düsen 77 sind der Beschaüfelung 78 des Rades 79 der ersten Turbinenstufe vorgeordnet, so dass also die Düsen und Beschaufelungen 77, 78 der ersten Turbinenstufe Feuergasteilmengen vom Anfangszustand A der Fig.2 verarbeiten.
Ausser dem Düsenventil 74 weist jede Ver- puffungskammer ein zweites Düsenventil 80 auf, dessen Ausbildung grundsätzlich mit der des Düsenventils 74 übereinstimmt. Den Dü senventilen 80 können besondere Düsen zuge ordnet sein, wie dies Fig.6 für die Düsen ventile 74 veranschaulicht. Das Ausführungs beispiel zeigt eine abweichende Ausführung, indem sich an die Ventilsitze der Düsenven tile 80 Leitungsteile 81 anschliessen, die zu einer Auffüllkammer 82 führen, die zwischen den beiden Turbinenstufen der Anlage nach dem Ausführungsbeispiel angeordnet ist.
Diese Auffüllkammer erhält nicht nur Feuergase über die Düsenventile 80 und die Leitungs teile 81, sondern sie besitzt ausserdem eine Auffangdüsenanordnung 83 für die Feuergas teilmenge, die in der ersten Turbinenstufe 77, 78, 79 bereits Arbeit geleistet hatte. Die Auf füllkammer 82 besitzt an ihrem zur Auffang düse 83 entgegengesetzt liegenden Ende eine Auslassdüse 84, die der Beschaufelung 85 des Rades 86 der zweiten Turbinenstufe als be aufschlagende Düse vorgeordnet ist. An die Beschaufelung 85 schliesst sich eine zweite Auffangdüse 87 an, die über einen Leitungs teil 88 mit der Treibgaszuführungsleitung 89 in offener Verbindung steht.
In der Zeich nung nicht erkennbare Leitungsteile münden an der gleichen Stelle aus und leiten der Treibgaszuführungsleitung 89 die Restfeuer gase zu, die über das Auslassventil 7ss zur Entlassung kommen. Ihre mechanische Lei stung übertragen die Turbinenstufen 77, 78, 79 und 84, 85, 86 über die Welle 90, auf eine arbeitsaufnehmende Maschine 91, die als Ver dichter für Ladeluft, gegebenenfalls auch für Brenngase, ausgebildet sein kann.
Das Q-V-Diagramm der Anlage nach den Fig. 5 und 6 unterscheidet sich nicht von dem Q-V-Diagramm nach Fig. 3.
Bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 7 und 8 sind die in den Fig.1 bis 6 im einzelnen veranschaulichten Möglichkeiten im wesentlichen beibehalten worden. Gleichbe zeichnete Teile entsprechen dabei denen der Fig.5 und 6. Es besteht jedoch der Unter schied, dass dem Auslassventil 73 des Ausfüh rungsbeispiels nach den Fig. 5 und 6 Düsen und Beschaufelungen 96, 97 nachgeordnet worden sind, wobei durch Anordnung eines dritten Rades 98 eine dritte Turbinenstufe entsteht. Die Turbinenstufen 84, 85, 86 und 96, 97, 98 haben dabei einen gemeinsamen Ausströmgehäuseteil 99, so dass die an Hand der Fig. 3 dargelegten Vorteile des durch den Linienzug 36 gekennzeichneten Gegendruck verlaufs in bezug auf die Teilstromexpansio nen zwischen 35 und 36 bzw. zwischen B-C und 36 erhalten bleiben.
Das ist auch beim Ausführungsbeispiel der Fig. 8 der Fall, da hier an die Stelle des gemeinsamen Ausström- gehäuseteils 99 eine Auffüllkammer 100 tritt; die durch Einmündung des sich an das Aus lassventil 73 anschliessenden Leitungsteils dem Gegendruckverlauf unterworfen bleibt, der durch die obere Begrenzungslinie 36 der Fläche III in Fig. 3 veranschaulicht ist. Da durch bleibt die zweite Turbinenstufe 84, 85, 86 einem Gegendruckverlauf unterworfen, der sich von dem des Ausführungsbeispiels nach den Fig. 5 und 6 nicht wesentlich unterschei det, so dass die aus Fig.3 abgeleiteten Fort schritte auch bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 8 erhalten bleiben.
Auch die Läufer der Turbinen nach den Fig.5, 7 und 8 sind entsprechend dem Aus führungsbeispiel nach Fig.1 einkränzig aus gebildet, begünstigt durch den Umstand, dass die Feuergase aus den Verpuffungskammern in einer Vielzahl aufeinanderfolgender Teil mengen abströmen, so dass die Nutzbar machung derselben lediglich einem kleinen Abfall der Gesamtenthalpie entspricht.
Tirotzdem die Unterteilung der in den Ver puffungskammern erzeugten, hochgespannten und hocherhitzten Feuergase in Teilgasmen gen eine besonders zweckmässige Massnahme darstellt, besteht ohne weiteres die Möglich keit, die Dauer der einzelnen Arbeitsspiel abschnitte, die Anzahl der Verpuffungskam- mern bzw.
der parallel arbeitenden Verpuf- fungskammern pro Gruppe und die Verset zung der Arbeitsspielabschriitte in den ein zelnen Kammern gegeneinander so festzu legen, dass die Düsen- und Beschaufelungs- anordnungen einen kontinuierlichen Frisch gasstrom aufnehmen, so dass auf die -'Tur- binenwelle ständig ein gleichbleibendes Dreh moment ausgeübt wird,
auch ohne dass diese Unterteilung der insgesamt erzeugten Feuer gasmenge vorgenommen wird. Denn. dieser Zu stand ist umabhängig von der Art und Weise, in welcher die Frischgase während jedes Arbeitsspiels entladen werden, da es nur dar auf ankommt, dass die Entladung der Frisch gase aus einer bestimmten Kammer sich un mittelbar an das Ende der Frischgasentladung aus einer andern Kammer anschliesst.
Es ist auch nicht notwendig, dass die Ausspülung einer Verpuffungskammer von Restverbren nungsgasen zeitlich mit der Ladung der glei chen Kammer mit Luft und Brennstoff zu sammenfällt; es ist ohne weiteres möglich, diese Spülung während eines besonderen, nur hierfür bestimmten Arbeitsspielabschnittes durchzuführen oder die Spülung in einem Ar beitsspielabschnitt durchzuführen, der der Ladung einer Kammer unmittelbar vorangeht.