Auf einem Lastwagen angebrachter Betonmischer mit drehbarer Trommel. Die Erfindung bezieht sich allgemein auf Betonmischer, die auf einem Lastkraftwagen angeordnet sind.
Bisher sind Betonmischer auf handelsiibli- chen Lastkraftwagen in einer solchen Lage angebracht worden, dass das Entleerungsende des Afschers sich annähernd über dem hin- tern Ende des Lastwagenrahmens zwecks be quemen Ausbringens des gemischten Betons an der Riickseite des Lastwagens befindet. Ferner sind die bekannten Mischer so aus gebildet, dass die Antriebseinrichtung für das Drehen der Trommel zwischen dieser und der Fahrerkabine des Lastwagens angeordnet ist.
Infolgedessen war die Mischtrommel bisher so gestaltet und gelagert, dass das Gewicht des -_1Tischers und seiner Betonfüllung weitgehend durch die Hinterräder des Lastwagens getra gen wurde, während die Vorderräder gewöhn lich nur etwa 10 bis 151/o des Gewichtes des gefüllten Mischers zusätzlich zu ihrem Anteil an dem Gewicht, des Lastwagens selbst auf nahmen.
Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit wer den Betonmischer vorzugsweise auf Lastkraft wagen von bekannter handelsüblicher Ausfüh rung angeordnet, die eine Fahrerkabine hin ter dem Antriebsmotor besitzen und die mit zwei vordern Lenkrädern und zwei oder vier hintern Treibrädern versehen sind. Hierdurch -wird eine wirtschaftliche Form der Beförde rung erzielt, insofern, als Lastwagen dieser Art in Massenfertigung hergestellt und in ausgedehntem Masse überall in Betrieb sind.
In dem Bestreben, die Wirtschaftlichkeit noch zu steigern, haben die Benutzer von Transportmischern immer grössere Mischtrom meln zur Anwendung gebracht, um grössere Betongewichte in einer Füllung aufzunehmen. Doch steht dieses Streben nach Herabsetzung der Kosten durch Aufnahme grösserer Ge wichte im Widerspruch zu der Forderung, dass die Höchstgrenzen für die Radbelastun gen von auf Strassen und Landstrassen ver kehrenden Lastwagen einzuhalten sind.
In Anbetracht dessen, dass bei bekannten Lastkraftwagen mit Betonmischer die Hinter räder des Lastwagens schon bis zu dieser Grenze belastet sind, ist es nicht angebracht, das Fassungsvermögen solcher Lastwagen mischer lediglich durch Vergrösserung der Mischertrommel zu erhöhen, da hierdurch den Hinterrädern des Lastwagens eine übermässige Belastung auferlegt würde. Bei früheren Un tersuchungen über die Beziehung zwischen der Abnutzung bzw. Beschädigung der Fahrbah nen und den Radlasten hat sich. gezeigt, dass eine übermässige Beschädigung der Fahrbah nen dadurch entsteht, dass die Radlasten be stimmte Sicherheits- bzw.
Höchstgrenzen über schreiten.
Der erfindungsgemässe Betonmischer ist nun dadurch gekennzeichnet, dass die Misch trommel in der Längsrichtung des Fahrgestdl- les des Lastwagens derart angeordnet ist, dass ihr geschlossenes Ende sich vorn bei der Falu- rerkabine befindet, ihre Achse nach hinten zu aufwärts geneigt ist und das erhöhte Ent leerungsende wenigstens annähernd mit der Hinterkante der Hinterräder abschliesst.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei- des Erfindungsgegenstandes veranschau licht. Es zeigen: Fig.1 den auf einem Lastkraftwagen han delsüblicher Ausführung angebrachten Beton mischer nach der Erfindung in Seitenansicht, Fig. 2 eine teilweise geschnittene Teil ansicht eines Rahmenteils mit dem vordern Ende der Mischtrommel und dein Wasser behälter in grösserem Massstab, Fig.3 eine in grösserem Massstab gehal tene Ansicht des Betonmischers nach Fig.l. Fig. 4 eine Rückansicht des Betonmischers,
Fig. 5 eine Vorderansicht desselben.
Wie aus den Zeichnungen und insbeson dere aus Fig.1 und 3 ersichtlich, weist der als Ausführungsbeispiel für die Erfindung dargestellte Betonmischer eine grosse, ver hältnismässig lange, verjüngte Mischtrommel 10 auf, die drehbar in einem rechteckigen, kastenartigen Tragrahmen 11 gelagert ist, wo bei die ganze Einrichtung auf dem Fahrgestell eines handelsüblichen Lastwagens T so ange bracht ist, dass die Achse 12 der Trommel 10 in der Längsrichtung des Lastwagens ver läuft und nach der Rückseite desselben auf wärts geneigt ist.
Wie am deutlichsten aus Fig. 1 hervorgeht, ist der dargestellte Lastkraftwagen T von der Bauart, die zwei vordere Lenkräder F und ,der hintere Treibräder R aufweist, doch kann der Mischer nach der Erfindung in gleicher Weise vorteilhaft auf Lastwagen von abwei chender Ausführung, beispielsweise mit nur zwei Hinterrädern, verwendet werden. Ferner besitzt der dargestellte Lastwagen T eine Fah rerkabine C hinter der Antriebsmaschine F.
Da derartige Lastwagen durch zahlreiche Her stellerfirmen in konkurrierenden Grössen in Massenfertigung hergestellt werden, stellen sie ein äusserst wirtschaftliches Beförderungs mittel für jegliche Last wie auch für einen Transportmischer dar. In einer konkreten Ausführungsform, die jedoch die Erfindung in keiner Weise ein schränken soll, kann der in der Zeichnung dargestellte Lastwagen T einen Radstand von 1.93 Zoll'= etwa 490 cm und ohne Beton mischer ein Gesamtleergewicht von 12 250 engl. Pfund = etwa 5512 kg haben.
Wenn ange nommen wird, dass dieses Gewicht im Punkt G als dem Schwerpunkt des Lastwagens ohne Mischer vereinigt ist, wird es so auf die Räder des Lastwagens verteilt, dass die Hinterräder R zusammen 6700 engl. Pfund = etwa 3015 kg und die Vorderräder F zusammen 5550 engl. Pfund = etwa 2497 kg an Belastung aufneh men.
Wenn ein bisher bekannter Betonmischer in der üblichen Weise auf einen Lastwagen dieser Bauart aufgeladen wurde, wurde. ge- wöhnlich annähernd 90% der Ladung durch die Hinterräder R getragen.
Ein Lastwagen der üblichen Bauart, wie sie schematisch in dem Lastwagen T veran schaulicht ist, ist zum Beispiel von solcher Länge und Konstruktion, dass er auf gewissen Landstrassen beispielsweise ein zulässiges Ge samtgewicht von 46 400 engl. Pfund = etwa 20 880 kg tragen kann, das so verteilt ist, da.ss 32000 engl. Pfund = etwa 14400 kg durch die Hinterräder und 14 400 engl. Pfund = etwa 6480 kg durch die Vorderrüder auf die Fahr bahn übertragen wird.
Abzüglich des erwähn ten Leergewichtes des Lastwagens selbst ver mag dieser also an zusätzlichem Gewicht 25 300 engl. Pfund = etwa 11385 kg auf den Hinterrädern und 8850 engl. Pfund = etwa 3983 kg auf den Vorderrädern aufzunehmen, ohne die festgelegten Grenzbelastungen der Räder zu überschreiten.
Bei den bisher ver wendeten Transportmischern, deren Trom meln 'so beschaffen waren, dass die Ladung sich über den Hinterrädern der Lastwagen dieser Bauart konzentrierte, wurde die Ge- samtradbelastung -von 32000 engl. Pfund = etwa 14400 kg auf den Hinterrädern er reicht, wenn die Mischtrommel ungefähr 4r/2 Kubikyard = etwa 33/8 m3 bis höchstens 5 Kubikyard = etwa 33/4 m3 Beton enthielt.
Bei dem gezeigten verbesserten Transport mischer nach der vorliegenden Erfindung ist die Betonfüllung auf den Lastwagen nach vorn zu verlagert. Gemäss Fig.1 kann an genommen werden, dass das gesamte Gewicht des Mischers und seiner Betonfüllung unge fähr in einem Punkt 13 vereinigt ist, der den Schwerpunkt des gefüllten Mischers unter normalen Verhältnissen darstellt, wenn die Trommel feststeht und der Beton sich in flüs sigem Zustand von normaler Konsistenz be findet. In dem vorliegenden Beispiel liegt auf Grund der verbesserten Ausführung der Schwerpunkt 13 zuun Beispiel etwa 50 Zoll = etwa 127 ein vor dem Belastungsmittel punkt der Hinterräder.
Wenn der Schwer punkt 13 sich in dieser vordern Lage befin det und der Mischer bis zu dem vorgeschrie benen Fassungsvermögen gefüllt ist, derart, dass ein zulässiges Zusatzgewicht von<B>25300</B> engl. Pfund = etwa 11385 kg die Hinter räder R belastet, dann wird auch ein anteil mässiges Zusatzgewicht von zum Beispiel 8850 engt. Pfund = etwa 3938 kg von den Vorder-2 rädern F aufgenommen, wodurch die Gesamt belastung der Vorderräder auf den zulässigen Höchstwert von zum Beispiel 14400 engl. Pfund = 6480 kg gebracht wird.
Unter die sen Umständen tragen die Vorderräder etwa 26 % des Gewichtes des gefüllten Mischers. Durch diese verbesserte Anordnung des Mi schers, die eine besondere-Verteilung der Last ermöglicht, ist der Lastwagen in der Lage, seine gesamte zulässige Höchstnutzlast von 34150 engl. Pfund = etwa.<B>15368</B> kg aufzu nehmen, ohne dass die Fahrbahn übermässigen Radlasten unterworfen wird.
Indem auf diese Weise alle Räder des Lastwagens die gün stigste Belastung erhalten, ist erreicht, dass der als Beispiel angegebene Lastwagen T ausser dem Gewicht des Mischers etwa 61/4 Kubikyard = etwa 43/4 m3 Beton aufnehmen kann. Dies stellt eine Steigerung der zulässi gen Betonladung von 30 bis 401/o gegenüber derjenigen dar, die bisher auf Lastwagen von gleichen Eigenschaften in den bekannten Be tonmischern befördert werden konnte.
Die mit der Erfindung erzielbaren besse ren Ergebnisse sind lediglich zur -Erläute rung an einem handelsüblichen Kraftwagen von bestimmter Bauart und Grösse dargelegt worden. Jedoch versteht sich von selbst, dass auch Lastwagen von andern Grössen und For men mit nach den Grundsätzen der Erfindung gestalteten Mischern verwendet werden kön nen, etwa um bei abweichenden Belastungs grenzen in ebenso wirksamer Weise die gün stigste Radbelastung und die Ausnutzung der Höchstlast zu erreichen.
Sofern die Fahrbah nen und die Wagenkonstruktionen, besonders hinsichtlich der Belastbarkeit und der Lenk eigenschaften der Vorderräder, weiter verbes sert werden, ermöglicht die Erfindung eine noch grössere Wirtschaftlichkeit bei der Beför derung von Beton zu den Baustellen.
Wie aus Fig.1 hervorgeht, wird das Ge wicht des Mischers und seiner Füllung auf dem Lastwagen T nach vorn verlagert, weil die Mischtrommel 10 eine solche Form hat, dass die Betonfüllung weitgehend in dem vor dern Ende der Trommel enthalten ist und weil ausserdem die Trommel selbst auf dem Lastwagen weiter als bisher nach vorn zu an geordnet ist.
In dieser Hinsicht ist zu beach ten, dass Mischtrommeln notwendigerweise be trächtlich grösser als das zu mischende Beton volumen ausgeführt sein müssen, damit der entsprechende Mischraum verfügbar ist; und dass ausserdem gewisse Gesamtabmessungen eingehalten werden müssen, damit der Last wagen mit seiner Ladung die richtige Stra ssenfreiheit besitzt.
Wie am deutlichsten aus Fig.1 und 3 her vorgeht, weist die sich verjüngende Trommel 1 einen Mantel 14 auf, der vorzugsweise kegel- bzw. kegelstuunpfförmig ist, obgleich die Form von derjenigen eines regelrechten Kegels etwas abweichen kann. Die Trommel 10 ist in der Längsrichtung des Lastwagens T angeordnet, wobei das grössere Ende des kegeligen Man tels 14 vorn liegt und durch einen hauben artigen Kopf 15 abgeschlossen ist, so dass vorn in der Trommel eine Mischkammer gebildet wird.
Wie dargestellt, ist der Kopf 15 der Trommel 10 dicht an der Rückseite der Fall= rerkabine C und so tief wie möglich in bezug auf die Seitenrahmen S des Lastwagens an geordnet, wobei die Trommel einen solchen Durchmesser hat, dass ihre Aussenkanten in nerhalb der Profilbegrenzung des Lastwagens nach Höhe und Breite liegen. Die geometrische Längsachse 12 der kegeligen Trommel 10 ist aufwärts und rückwärts um einen Winkel von etwa 11 gegen die Horizontale bzw.
die Ebene der Rahmen S geneigt, wobei der Mantel 14 eine solche Länge hat, da.ss die Ent leerungsöffnung 16 an seinem kleineren Ende wenigstens annähernd senkrecht über der Hinterkante der beiden hintern Hinterräder R liegt.
Auf Grund dieser Anordnung befindet sich die Entleerungsöffnung 16 in der ge wünschten Höhe und zweckmässigen Lage an der Rüekseite des Lastwagens T, um das Aus schütten des Betons an der Verwendungsstelle zu erleichtern, während zugleich das ge schlossene grössere Ende bzw. der Kopf 15 so weit wie möglich nach vorn zu, dicht an der Fahrerkabine liegt:
Die Form und der Grad der Verjüngung des Trommelmantels 14 sind so gewählt, dass seine Oberkante wenigstens annähernd waagrecht oder nahezu parallel zu der Ebene des Lastwagenbettes oder der Sei tenrahmen S verläuft, wie aus Fig. 1 hervor geht.
Die in den Zeichnungen als Ausführungs beispiel dargestellte besondere Mischtrommel 10 kann eine Länge von 146 Zoll = etwa 370 cm haben, gemessen längs der Achse 12 vom Mittelpunkt der Vorderwand des Kopfes 15 bis zur Ebene der Entleerungsöffnung 16. Der kegelstumpfförmige Mantel 14 ist etwa 111 Zoll = etwa 282 cm lang und nimmt an- genähert 75% der Gesamtlänge der Trommel ein.
Das kleinere Ende der Trommel mit der erhöhten Entleerungsöffnung 16 hat einen Durchmesser von etwa 34 Zoll = etwa 86 cm und das grössere Ende des kegeligen Mantels 14 einen solchen von etwa 84 Zoll = etwa 213 cm, wobei diese Stelle den grössten Durch messer der Trommel darstellt. Der öffnungs- winkel des kegeligen Mantels 14 beträgt nicht mehr als etwa 25 . Das Verhältnis der Länge über alles der Trommel 10 zu ihrem grössten Durchmesser ist in diesem Fall von der Grö ssenordnung von 1,75.
Da die Abmessungen und Verhältnisse der oben als Beispiel angegebenen Trommel we sentlich von den gebräuchlichen fahrbaren Mischern abweichen, erkennt man darin, dass es bisher üblich war, dass der öffnungswin- kel des Entleerungsmantels 14 einer mit ge neigter Achse angeordneten Trommel im all gemeinen etwa 40 betrug, der Neigungswin kel der Achse gegen die Waagrechte im Be reich von 15 bis 20 lag und das Verhältnis der Länge des kegeligen Entleerungsabschnit tes 14 zum grössten Trommeldurchmesser we sentlich kleiner als 1,5 war.
Diese Abmessun gen wurden durch die gebräuchliche Anord nung des Trommelantriebes und des Wasser behälters zwischen der Mischtrommel und der Fahrerkabine des Lastwagens bedingt, so dass zur Schaffung eines ausreichenden Raumes für das Mischen an dem vordern geschlossenen Ende der Trommel und einer ausreichenden Höhe für die Entleerung des Betons eine viel kürzere und im Verhältnis weitere Trommel verwendet und diese auf eine viel steiler ge neigte Achse gesetzt wurde. Bei diesen bekann ten Trommeln hatte der kegelige Mantel 14 im allgemeinen eine Länge in der Grössenord- nL-tng von nicht mehr als zwei Dritteln der gesamten Trommellänge Emd in manchen Fäl len sogar weniger.
Bei der Anordnung nach der Erfindung kann, die Last zum Beispiel so gelagert sein, dass etwa 20 bis 30% des Ge- wichtes des belasteten Mischers durch die Vor derräder des Lastwagens getragen werden.
Um die Trommel 10 um ihre geneigte Längsachse 12 beim Mischen oder Entleeren des Betons drehen zu können, ist die Trommel an ihrem vordern Ende mit einem Zapfen 17 versehen, der vom Mittelpunkt des Kopfes 15 in Achsrichtung vorsteht. Der Zapfen 17 ist in einem Lager 18 drehbar, das vorzugsweise selbstausrichtend ausgebildet ist und das von einem aufrechten vordern Rahmenteil 19 ab gestützt wird, das den- Vorderteil des Mi- scherrahmens 11 bildet und dicht an der Rückseite der Fahrerkabine C angeordnet ist. Das gehobene Ende der Trommel 10 mit der Entleerungsöffnung 16 ist ebenfalls drehbar an einem hintern Rahmenteil 21 gelagert,
das ebenfalls einen Teil des Mischerrahmens 11 darstellt und schräg stehend an der Rück seite des Lastwagens angeordnet ist. Wie am deutlichsten aus Fig. 4 n i ersehen ist, trägt das hintere Rahmenteil 21 zwei im Abstand voneinander angeordnete, drehbar gelagerte Stützrollen 22, die sich an den untern Qua dranten eines Laufringes 23 abrollen,
der den kegeligen Mantel 14 der Trommel 10 in der Nähe seines verjüngten hintern Endes umgibt und daran befestigt ist. Der Laufring 23 stellt einen hintern Lagerteil der Trommel dar, der mit dem vordern Lagerzapfen 1.7 fluchtet, so dass die Trommel an ihren beiden Enden -um ihre geneigte Längsachse 12 drehbar gehalten ist.
Da wegen der Neigung der Achse 12 die ganze Trommel 10 das Bestreben hat, nach vorn zu rutschen, ist das vordere oder Haupt lager 18 im vordern Rahmenteil 19 vorzugs weise selbstfluchtend und zugleich als Axial lager ausgebildet, so dass es axiale Belastung sowie Radialbelastung aufnimmt.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, be sitzt der Unterteil des Mischerrahmens 11 zwei im Abstand voneinander angeordnete, par allel verlaufende seitliche Rahmenglieder 24, die auf den entsprechenden Seitenrahmen S des Fahrgestelles ruhen und an diesem be festigt sind. Gemäss Fig. 4 weist der hintere Rahmenteil 21 zwei im Abstand voneinander angeordnete, schräg stehende Seitenglieder 25 auf, die mit ihren untern Enden an den Enden der entsprechenden seitlichen Rahmenglieder 24 des Unterteils befestigt und durch eine Traverse 26 verbunden sind, welche die Rol len 22 trägt,
auf denen das hintere Ende der Trommel 10 drehbar gelagert ist. Eine leich tere .Traverse 27 verbindet die hintern Seiten glieder 25 im Bereich der Achse der Trommel 10 und dient der Halterung eines Beschik- kungstriehters 28, durch den das Mischgut, das heisst die Bestandteile.des Betons, in die Trommel durch die rückwärtige Öffnung 16 derselben eingebracht werden können. Unter dem Beschickungstrichter -28 tragen die Sei tenstreben 25 des hintern Rahmenteils eine Schüttrinne oder einen Sammeltrichter 29,
der während des Entleerens der Trommel den Beton aufnimmt und in die Verteilungsver- richtiuug leitet, etwa in eine bewegliche Rutsche 30, die schwenkbar an einem Gelenk 31 an der Rückseite des Rahmens 11 sitzt, wie in Fig. 3 dargestellt ist.
Wie insbesondere aus Fig.5 ersichtlich, besitzt der vordere Rahmenteil 19 zwei schräg stehende Seitenstreben 34, die mit ihren un tern Enden an den vordern. Enden der ent sprechenden Seitenstreben 24 des untern Teils des Rahmens 11 befestigt und an ihrem obern Teil durch eine Traverse 35 miteinander ver bunden sind, die das Hauptlager 18 trägt.
Der vordere Rahmenteil<B>19</B> trägt ferner einen Was serbehälter 38, der quer zur Längsrichtung des Rahmens 11 vor dem Vorderende der Trommel derart angeordnet ist, dass er über die Fahrerkabine C ragt, wie in Fig.1 und 3 dargestellt ist. Durch diese Anordnung bietet der Wasserbehälter 38 kein Hindernis, um die Trommel 10 so weit vorn auf dem Lastwagen anzuordnen, wie es erwünscht ist.
Ferner ist dadurch, dass der Behälter 38 in der darge stellten Weise über die Kabine C hinwegragt, sein Gewicht ebenfalls auf dem Lastwagen weit nach vorn verlagert, in Einklang mit dem Grundsatz der richtigen Gewichtsverteilung zwischen den Rädern des Lastwagens.
Aus der Zeichnung ist ersichtlich, dass der Wasserbehälter 38 eine rechteckige Quer- schnittsform besitzt und durch eine rohrför- mige verwundungssteife Traverse 39 getragen wird, die an den obern Enden der Seitenstre ben 34 des vordern- Rahmenteils 19 befestigt ist und seitlich über diese hinaus nach aussen vorsteht.
An ihren Enden ist. die rohrförmige Traverse 39 mit zwei Winkelstützen 40 ver sehen, die aufwärts- und vorwärtsgerichtete Arme aufweisen, welche die Rückseite. und den Boden des rechteckigen Wasserbehälters 38 an den Enden unterstützen. Wie insbeson dere aus Fig.1 ersichtlich, ist das obere Ende jeder Stütze 40 mit dem vordern Ende je eines Bindegliedes 41 des obern Teils des Rah mens 11 verbunden, wobei die beiden Binde glieder.
beiderseits der Oberseite der Trommel 10 nach hinten verlaufen und an den rück wärtigen Enden mit den obern Enden der ent- sprechenden Seitenstreben 25 des hintern hah- menteils verbinden sind. Die obern Bindeglie der 41, die parallel zu den intern Seitenglie- deim 24 angeordnet sind,
bilden mit diesen und den stehenden vordern und hintern Rah menteilen ein im wesentlichen rechteckiges, kastenartiges Rahmengefüge iun die Misch trommel 10 herum.
Die Kraft für die Drehung der Trommel 10 beim Mischen oder Entleeren des Betons kann entweder von der Antriebsmaschine E des Lastwagens über den üblichen Kuppliuigs- anschluss oder von einem besonderen Antriebs motor abgenommen werden.
In jedem Fall ist eine Einrichtung für den Antrieb der Trom mel auf dem Mischerrahmen 11 unter dem erhöhten Entleerungsende der Trommel 10 angebracht. Auf diese Weise ist die Antriebs einrichtung so angeordnet, dass sie nicht hin- derlich: ist, um die Trommel 10 so weit nach vorn auf dem Fahrgestell zu lagern, wie es erwünscht ist.
Bei dem dargestellten Ausführungsbei spiel ist für den Antrieb der Trommel ein be sonderer iVtischermotor 45 mit zugehörigem Getriebe 46 vorgesehen. Wie dargestellt, ist der Motor mit dem Getriebe zu einer bau lichen Einheit verbunden, die auf einem l@Tebenrahmen 47 angebracht ist, der quer zu den Seitenrahmengliedern 34 angeordnet und an diesen unmittelbar vor dem hintern Rah menteil 21 befestigt ist.
Das Getriebe 46 ist ein Wechsel- und Wendegetriebe von der Kupp- 1imgsbauart, das durch einen stehend ange ordneten Handhebel 48 gesteuert wird, der von dem Getriebegehäuse an einer zugäng lichen Stelle in der linken hintern Ecke des Rahmens 11 ausgeht. -Die Kraft wird von dem Getriebe mittels eines Kettenrades 49 abge nommen, das auf dem äussern Ende einer Welle sitzt, die aus dem Getriebegehäuse aus tritt -Lind mit ihrer Achse parallel zur Dreh achse 12 der Trommel 10 angeordnet ist.
Ein entsprechendes Kettenrad 50 in Ringform ist so angeordnet, dass es um den konischen Man tel 14 der Trommel 10 herum unmittelbar vor dem Lagerring 23 in einer Flucht mit dem Kettenrad 49 befestigt ist. Eine Treibkette 51 läuft über die Kettenräder 50 und 49, wie in Fig.4 dargestellt ist, und bewirkt die Kraft übertragung zwecks Drehung der Trommel.
Infolge der dargestellten Dreipunktlage- rumg der Trommel, deren Vorderende durch das Achslager 18 gehalten wird -Lind deren erhöhtes Ende auf den Rollen 22 ruht, wird durch das Verwinden und Schlingern des Last wagenrahmens bei der Fahrt über holpriges oder geneigtes Gelände eine Winkelbewegung der Trommelachse um das selbstausrichtende Lager 18 erzeugt.
Bei den bisherigen Mischern führten schwingende Winkelbewegungen der Trommel um das vordere Lager dazu, dass die Kraftübertragung zwischen dem die Winkel- bewegung ausführenden vordern Ende der Trommel, das gewöhnlich angetrieben wird, und der im Verhältnis festen Kraftquelle be trächtlich aus der Flucht kam.
Dadurch, dass im gezeigten Fall die Antriebshaft auf das erhöhte Entleerungsende der Trommel über tragen wird, führt die Bewegung der Trom mel, die durch das Verwinden und Schlingern des Lastwagenrahmens verursacht wird, nur zu einem ganz geringen Fluchtfehler zwischen der Achse der Trommel -Lind der Achse des treibenden Kettenrades 49,
da das Getriebe 46 beim Verwinden und Schlingern des Rah- mens dessen Bewegung mitmacht.
Die Innenseite der Trommel 10 ist mit schraubenförmigen Wischflügeln 53 versehen, die teilweise in Fig. 4 dargestellt sind und die bewirken, dass der Beton beim Mischen oder Entleeren umgewälzt und weiterbewegt wird. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Handhebel 48 so eingerichtet, dass er eine mittlere Nullstellung hat, in der das Getriebe ausgerückt ist, so dass keine Kraft auf die Trommel übertragen wird.
Wenn der Hebel aus der mittleren Nullstellung in der einen oder andern Richtung bewegt wird, wird das Getriebe eingerückt, so dass die Trommel 10 dementsprechend vorwärts- oder rückwärts gedreht wird. Bei der dargestellten Anord nung sind die Mischflügel 53 so ausgebildet, dass beim Drehen der Trommel in einer Rich tung die Bestandteile des Betons durch die Flügel nach innen befördert und in dem vor- Bern Ende der Trommel 10 gemischt werden.
Wenn der Steuerhebel 48 zwecks Umkehrung der Drehrichtung der Trommel in die andere Stellung bewegt wird, wird der gemischte Be ton durch die schraubenförmigen Flügel 53 längs des konischen Mantels 14 aufwärts- und auswärtsgetrieben, um durch die öffnung 16 in den Sammeltrichter 29 entleert zu werden.
Anderseits kann die Mischeinrichtung auch so ausgebildet sein, dass die Mischwirkung ein tritt, während die Trommel sich im Sinne des Entleerens des Betons dreht, wobei die Öffnung 16 während des Mischvorganges durch einen abnehmbaren Deckel oder derglei chen von an sich bekannter Ausführung ge schlossen gehalten wird, ohne dass die Einzel heiten hier näher angegeben zu werden brau chen.
Dadurch, dass der Wasserbehälter über der Fahrerkabine. und die Antriebseinrichtung unter dem erhöhten Ende der Trommel an geordnet sind, ist der Raum, den diese wich tigen Teile bisher zwischen der Trommel und der Kabine eingenommen haben, für die Mischtrommel selbst verfügbar geworden, so dass diese länger gemacht und unter einem erheblich kleineren Neigungswinkel angeord net werden kann, ohne dass Entleerungshöhe oder grösster Durchmesser für ein wirksames Durchmischen verlorengeht. Dadurch ergeben sich ein . grösseres Fassungsvermögen der Trommel sowie verbesserte Entleerungseigen schaften.
Aus der vorstehenden Beschreibung des Aufbaues und der Wirkungsweise des angege benen Ausführungsbeispiels eines Transport mischers ergibt sich, dass dieser ein grösseres Betongewicht aufzunehmen vermag, als be kannte, auf einem Lastkraftwagen angeord nete Mischer, ohne dass ein einzelnes Rad des selben auf die benutzte Strasse bzw. Fahrbahn eine übermässige Belastung ausübt.
Obwohl ein einziger Mischer zur Erläute rung der Erfindung als Ausführungsbeispiel in den Einzelheiten dargestellt und beschrie ben ist, können zahlreiche Änderungen daran vorgenommen werden, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.