CH301045A - Verfahren zum Weichlöten unter Zuhilfenahme eines elektrisch beheizten Löteinsatzstückes. - Google Patents
Verfahren zum Weichlöten unter Zuhilfenahme eines elektrisch beheizten Löteinsatzstückes.Info
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Description
Verfahren zum Weichlöten unter Zuhilfenahme eines elektrisch beheizten Löteinsatzstückes. Die Entwicklung der Elektrotechnik in den letzten 30 Jahren stellte immer höhere Anforderungen an die elektrische Löttechnik, z. B. bei der Fertigung von Rundfunkgeräten und Messgeräten aller Art. In der Zwischen zeit entwickelte Geräte, vor allen Dingen die Schwerhörigengeräte,aber auch viele andere, erfordern in ihrem feingliedrigen Aufbau die höchste Feinheit jeder Lötstelle.
Bei allen diesen Lötarbeliten verwendet man im elektrischen Lötwerkzeug ein Lötein- satzstück, das man zur Wärme- und Zinn übertragung auf die eigentliche Lötstelle be nötigt und das eine besonders gute Wärme leitfähigkevt besitzt. Allgemein benutzt man hierzu Kupfer oder sehr kupferreiche Legie rungen.
Die vielen kleinsten Lötstellen verlangen eine der jeweiligen Lötstelle genau angepasste Löt- finnenform, die sich beim Löten jedoch stets abnutzt und in mehr oder weniger kurzen Zeitabständen immer wieder nachgearbeitet werden muss. Diese Abnutzung ist keineswegs eine mechanische Abnutzung, sondern sie ist bedingt durch die Ablösung des Kupfers in folge einer Legierungsbildung mit der Zinn komponente im Lötzinn.
Die Erfinder haben nun festgestellt, dass die Geschwindigkeit der Ablösung stark ab hängig ist einmal vom Zinngehalt des Lotes und sodann auch vom Kupfergehalt, der sich unter bestimmten Voraussetzungen allmählich einstellt. Messungen haben ergeben, dass die Ablösegeschwindigkeit des Kupfers sieh bei Verunreinigung des Lötzinns bis zu 5 0/o Kupfergehalt auf rund 10 0/o verringert. Er reicht, der Kupfergehalt nur 3 %, so sinkt die Ablösegeschwindigkeit auf 1/4 des Wertes, der sich mit kupferfreiem Lötzinn ergibt.
Im praktischen Lötbetrieb bilden sich durch die Ablösung des Kupfers von der Löt finne stets mehr oder weniger kupferhaltige Lötzinnlegierungen. Die Erfahrung hat ge zeigt, dass diese völlig unbeabsichtigt erhalte nen kupferhaltigen Lötstellen den Erforder nissen an die Eigenschaften der Lötstelle doch weitgehend entsprechen. Der Nachteil der bisherigen Löttechnik liegt also nicht in der Beschaffenheit der Lötstelle,
sondern in der unerwünscht schnellen Abnutzung der Löt- finne.
Die Erfindung bezweckt nun, die Arbeit in der Löttechnik dadurch zu erleichtern, dass die Abnutzung dies Löteinsatzstückes und damit die stetig notwendige Nacharbeit der Lötfinne auf das unbedingt notwendige Mass beschränkt werden. Die Erfindung löst diese technische Aufgabe dadurch, dass zwecks Ver- ineidumg einer unerwünscht hohen Abnutzung des Löteinsatzstückes dein Lot ein metallischer Bestandteil aus dem gleichen Werkstoff wie das Löteinsatzstück, das zur Übertragung der Wärme und des Lotes dient,
zulegiert ist. Zum Beispiel kann bei der Verwendung von Zinnlot und eines aus Kupfer bestehenden Löteinsatzes dem Lot bis zu 10 0/o Kupfer bei gefügt werden.
Im allgemeinen wird der beabsichtigte Er folg durch eine niedriger bemessene Zulegie rung von Kupfer zum Lötzinn gewährleistet sein. Zweckmässigerweise wird so verfahren, dass in der Lötlegierung ein Eutektikum vor handen ist, das im Kupfer-Zinn-Diagramm bei 99 0/o Zinn und 1 0/o Kupfer liegt. Man wird daher dafür sorgen, dass die Menge Kupfer, die zulegiert wird, mit der Zinnkom ponente dieses Eutektikum sicher bilden kann. Beispielsweise muss bei dem handelsüblichen Bleilot 50/50 demgemäss als Mindestmenge 1 % oder 50 % igen Zinnkomponente gleich 0,5 % Kupfer vom Gewicht des ganzen Lotes enthalten sein.
Bei Verwendung der besonderen Lötlegie rungen nach der Erfindung kann die Abnut zung der Kupferlöteinsätze der Lötwerkzeuge auf fast 10 0/o sinken und damit die Lebens, dauer der Löteinsätze auf das fast 10fache steigen. Das gilt sinngemäss auch für die Häufigkeit des bisher notwendigen Nacharbei tens .der Lötfinne.
Arbeitet man .aus andern Gründen mit Löteinsätzen, die nicht aus Kupfer, sondern aus andern Werkstoffen bestehen, die ähn liche Reaktionen mit Lötzinn zeigen, so muss dem Lot in gleicher Weise die wirksame Me tallkomponente des Löteinsatzstückes zulegiert werden. Die Höhe der Zulegierung dieser Komponente ist auch in diesem Falle abhän gig von der Höhe des Zinngehaltes in dem verwendeten Lot.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Weichlöten unter Zuhilfe nahme eines elektrisch beheizten Löteinsatz- stückes, das zur Übertragung der Wärme und des Lotes auf die Lötstelle dient., dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Vermeidung einer unerwünscht hohen Abnutzung des Lötein- satzstückes dein Lot ein metallischer Bestand teil aus dem gleichen Werkstoff wie das Löt- einsatzstück zulegiert ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, zum Weichlöten mit Zinn als Grundkomponente des Lotes unter Verwendung eines kupfernen Löteinsatzstückes, dadurch gekennzeichnet, dass dem Lot so viel Kupfer zulegiert ist, dass das Eutektikum Zinn-Kupfer entsteht. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Menge des dem Lot zuglegierten Kupfers mindestens 10/o und höchstens 10 % des totalen Zinngehaltes des Weichlotes beträgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE301045X | 1950-09-29 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH301045A true CH301045A (de) | 1954-08-31 |
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ID=6097608
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH301045D CH301045A (de) | 1950-09-29 | 1951-08-24 | Verfahren zum Weichlöten unter Zuhilfenahme eines elektrisch beheizten Löteinsatzstückes. |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH301045A (de) |
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1951
- 1951-08-24 CH CH301045D patent/CH301045A/de unknown
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