DE897880C - Verfahren zum Verbinden von Kollektorlamellen mit Anschlussleitungen - Google Patents
Verfahren zum Verbinden von Kollektorlamellen mit AnschlussleitungenInfo
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- DE897880C DE897880C DES17603D DES0017603D DE897880C DE 897880 C DE897880 C DE 897880C DE S17603 D DES17603 D DE S17603D DE S0017603 D DES0017603 D DE S0017603D DE 897880 C DE897880 C DE 897880C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01R—ELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
- H01R39/00—Rotary current collectors, distributors or interrupters
- H01R39/02—Details for dynamo electric machines
- H01R39/32—Connections of conductor to commutator segment
Landscapes
- Connections Effected By Soldering, Adhesion, Or Permanent Deformation (AREA)
Description
- Bei Kohlelamellen von Kollektoren bereitet es vor allem wegen der geringen Dicke Schwierigkeiten, die Zu- bzw. Ableitungen fest und elektrisch gut leitend an die einzelnen Lamellen anzuschließen. Dieser Nachteil wird gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß das Ende der zweckmäßigerweise litzenförmigen Anschlußleitung in eine Bohrung der Lamelle eingeführt und hierauf mit einem mindestens an der Oberfläche elektrisch gut leitenden Metallstift durch dessen Erhitzung verschweißt oder verlötet wird, der in einer die Dicke der Lamelle durchdringenden Bohrung untergebracht ist. Da die Erhitzung des Metallstiftes durch elektrische Widerstandshitzung erfolgen kann, gelingt es nunmehr auf sehr einfache Weise, die Anschlußleitung mit dem Metallstift und damit mit der Lamelle zu verbinden. Hierbei kann ein besonders guter Stromübergang zwischen Anschlußleitung und Lamelle dadurch gesichert werden, daß die Enden des Metallstiftes während der Erhitzung zu Köpfen geformt werden, die sich beim Erkalten wegen der Verkürzung des Metallstiftes fest gegen die Lamelle an den Bohrungsenden drücken.
- In den Fig. i und 2 der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.. Die Kohlelamelle i ist mit der Kupferlitze 2 über den vorzugsweise ebenfalls aus Kupfer bestehenden Senkniet 3 verbunden. Zu diesem Zweck wird der Niet durch elektrische Widerstandserhitzung so stark erhitzt, daß das Ende der Litze 2 mit dem Niet verschweißt wird. Das Ende der Litze wird hierbei .durch eine beispielsweise radial stehende Bohrung 4 der Lamelle eingeführt. Während dieser Erhitzung werden zweckmäßigerweise gleichzeitig der eine oder beide Köpfe des Nietes 3 geformt. Beim Erkalten des Nietes werden sich dann die Köpfe mit Rücksicht auf die auftretende Verkürzung des Nietes fest gegen die kegeligen Flächen 5 der Bohrung 6 drücken, so daß ein guter elektrischer Kontakt zwischen dem Niet und der Kohlelamelle zustandekommt. Während .der Erhitzung und des Erkaltens des Nietes wird dieser zweckmäßigerweise gestaucht, indem beispielsweise die für die elektrische Widerstandserhitzung verwendeten Elektroden gegen die Enden des Nietes gedrückt werden. Auf diese Weise wird erreicht, daß auch im zylindrischen Teil 7 der Bohrung der Niet gut anliegt, wodurch eine weitere Verbesserung des Stromübergangs erreicht wird. Werden die Niete, z. B. auf galvanischem Wege, versilbert, dann kann der Stromübergang zusätzlich verbessert werden, oder Niete .aus Eisen oder einem anderen weniger .gut leitenden Werkstoff können verwendet werden. An ,Stelle des Silbers kann auch ein anderer elektrisch gut leitender Überzug, insbesondere durch Metallisieren, aufgebracht werden, dessen Oxyd elektrisch gut leitend ist oder .der bei den vorliegenden Verhältnissen praktisch keine Oxydschicht bildet. An Stelle des Nietes kann auch ein Metallstift Verwendung finden, der durch in die Bohrung 6 eingegossenes Metall gebildet wird. An Stelle der Verschweißung von Niet bzw. Metallstift mit der Anschlußleitung kann auch eine Hartlötung angewandt werden. Hierbei erfolgt ebenfalls die Verbindung durch Erhitzung des in der Bohrung 6 befindlichen Nietes bzw. Metallstiftes.
- Gemäß der Erfindung kann auch bei' Kollektorlamellen aus Eisen eine gute Verbindung zwischen diesen und den Anschlußleitungen erfolgen. In gleicher Weise ist es auch möglich, Kollektorlamellen aus anderen verhältnismäßig elektrisch schlecht leitenden Werkstoffen mit Anschlußleitungen bzw. Fahnen zu versehen. Ferner können sogar die üblichen Kupferlamellen auf diese Art mit Anschlußleitungen verbunden werden. In allen Fällen gelingt es, gemäß der Erfindung ohne großen Arbeitsaufwand; eine sichere und elektrisch gut leitende Verbindung zwischen den Lamellen und den Anschlußleitungen zu schaffen.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Verbinden von Kollektorlamellen, insbesondere aus verhältnismäßig schlecht leitendem Werkstoff, wie Kohle oder Eisen, mit Anschlußleitungen, dadurch gekennzeichnet; däß das Ende der zweckmäßigerweise litzenförmigen Anschlußleitung in eine Bohrung der Lamelle eingeführt und hierauf mit einem mindestens an der Oberfläche elektrisch ,gut leitenden Metallstift durch dessen Erhitzung verschweißt oder verlötet wird, der in einer die Dicke der Lamelle durchdringenden Bohrung untergebracht ist.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhitzung des Metallstiftes durch elektrische Widerstandserhitzung erfolgt.
- 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden des Metallstiftes während der Erhitzung zu zweckmäßigerweise versenkten Köpfen geformt werden.
- 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallstift in die Bohrung eingegossen wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallstift von seinen Enden her, vorzugsweise auch während des Erkaltens, unter Druck gehalten wird.
- 6. Metallstift für Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß er mit einem insbesondere durch Metallisieren, wie Galvanisieren, aufgebrachten, elektrisch gut leitenden Überzug, zweckmäßig aus Silber, versehen ist, dessen Oxyd elektrisch gut leitend ist oder der bei den vorliegenden Verhältnissen praktisch keine Oxydschicht bildet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES17603D DE897880C (de) | 1943-07-20 | 1943-07-20 | Verfahren zum Verbinden von Kollektorlamellen mit Anschlussleitungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES17603D DE897880C (de) | 1943-07-20 | 1943-07-20 | Verfahren zum Verbinden von Kollektorlamellen mit Anschlussleitungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE897880C true DE897880C (de) | 1953-11-26 |
Family
ID=7475447
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES17603D Expired DE897880C (de) | 1943-07-20 | 1943-07-20 | Verfahren zum Verbinden von Kollektorlamellen mit Anschlussleitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE897880C (de) |
-
1943
- 1943-07-20 DE DES17603D patent/DE897880C/de not_active Expired
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