CH301034A - Verfahren und Ofen zur Entgasung von Metallen. - Google Patents

Verfahren und Ofen zur Entgasung von Metallen.

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CH301034A
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Weisse Ernst Ing Dr
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B21/00Obtaining aluminium
    • C22B21/06Obtaining aluminium refining
    • C22B21/068Obtaining aluminium refining handling in vacuum
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B5/00Muffle furnaces; Retort furnaces; Other furnaces in which the charge is held completely isolated
    • F27B5/04Muffle furnaces; Retort furnaces; Other furnaces in which the charge is held completely isolated adapted for treating the charge in vacuum or special atmosphere

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Description


  Verfahren und Ofen zur Entgasung von Metallen.    Alle Metalle     sind    in flüssigem Zustande  in. der Lage, Gase in Lösung zu nehmen. Die  Höhe der Löslichkeit hängt von der Tempera  tur der Metallschmelze, dem Druck der Gase  über der Schmelze und der Art. des betreffen  den     Grases    ab. Wasserstoff ist in Metall  schmelzen besonders leicht löslich. Derartige  Lösungen von Gasen in Metallschmelzen kön  nen gesättigt, übersättigt und     untersättigt     sein. Um eine     übersättigte    Lösung in eine  gesättigte Lösung zu verwandeln, sind erheb  liche     Ruhezeiten,    nötig.  



  Bei der Erstarrung von Metallschmelzen  wird je nach der     Schnelligkeit    der Erstar  rung ein Teil des im flüssigen Zustande ge  lüsten: Gases abgegeben. Die erstarrte Schmelze  enthält: jedoch immer noch erhebliche Gas  mengen, meistens sogar mehr     als    dem Gleich  gewichtszustand entspricht. Diese Gasmengen  sind für die Qualität eines aus     solchen,    Schmel  zen hergestellten Metallteils äusserst nach  teilig.

   In jedem Metall sind im erstarrten Zu  stande grössere oder kleinere freie innere  Oberflächen, in der Form von     Lunkern,          Mikrolunkern,        eingesehlossernen        Oxydhäuten     usw.     enthalten,.    Wenn der     Metallgegenstand     im     ]laufe    seines Herstellungsganges einer       erhöhten    Temperatur ausgesetzt wird, zum  Beispiel einer     ('Tlühimg    zu     Entsparnnungs-          zweeken.,    so scheiden sich infolge der durch  die.

   Temperatur erhöhten     Molekularbewegtxng           < lie    vorher gelösten Gasatome in molekularer       Form    an den. freien     innern    Oberflächen ab.  Wenn nun diese freien innern Oberflächen    dicht. unter .der Oberfläche des metallenen       Gegenstandes    liegen, führt. der     erhöhte    Gas  druck innerhalb der freien Oberflächen zu  einem Auftreiben der dünnen Deckhaut und  damit zu einer Erscheinung, die man als  Blasen bezeichnet und die das betreffende       Metallteil    unbrauchbar machen.  



  Die Versuche,     diese    Erscheinung zu be  seitigen, sind schon alt. Am besten bewährt  hat sich ein     Verfahren,    bei dem das Metall  einer     Zwischenerstarrung    unterworfen wird,  bevor man es in .die     endgültige    Form     giesst..     Man lässt das Metall langsam im Ofen. erstar  ren und schmilzt es dann wieder auf. Erst  nach dieser neuerlichen Schmelzung wird das  Metall in seine Form vergossen. Bei der Zwi  schenerstarrung scheidet sich ein Teil des ge  löstem Gases ab. Wenn man nach der Zwi  schenerstarrung das Metall rasch wieder  schmilzt. und hierauf das Metall rasch ver  giesst, verbleibt keine Zeit. zur neuerlichen  Aufnahme der gesamten Gasmenge.

   Das so er  haltene Metallteil ist.     unters'ättigt.    Dieses Ver  fahren hat jedoch den Nachteil, dass es sehr  teuer ist, wegen des für das zweimalige Auf  schmelzen, notwendigen     erhöhten:    Energieauf  wandes und des erhöhten Zeitbedarfes. Bei  einem andern Verfahren lässt man das Metall  im Ofen bis auf wenige Grad über der     Er-          st.arrungstemperatur    abkühlen, hält es     längere     Zeit auf dieser Temperatur und erhitzt es  dann wieder auf     CTiesst.emperatur.    Dieses V er  fahren ist billiger als das oben geschilderte,  hat jedoch den.

   Nachteil, dass man höchstens      diejenige     Gasmenge        ausscheiden    kann, welche  die dem     Gleichgewichtszustand    der Schmelz  temperatur entsprechende Menge     übersteigt.     Weiterhin sind Verfahren bekanntgeworden,  bei     -denen,    der     Druck    des Gases über der  Schmelze herabgesetzt wird. Zu diesem  Zweck wird das Metall in Tiegel umgegos  sen. Diese Tiegel werden     dann    in einen       grossen,        Vakuumkessel    eingesetzt, den man als  dann evakuiert-.

   Das Verfahren hat den       grossen    Nachteil, dass es nicht möglich ist, den  andern, die Gaslöslichkeit, beeinflussenden  Faktor, die Temperatur     zweckmässig    zu beein  flussen. Der Tiegel muss noch so warm aus dem  Kessel herausgenommen werden, dass ein Aus  giessen des     Metalles    ohne Einfrieren möglich  ist. Mit diesem Verfahren kann man also den  optimalen niedrigen     Gasdruck,    aber     nicht    die  optimale     Ent.gasungstemperatur    erreichen.

    Ausserdem ist das zweimalige Umfüllen  äusserst nachteilig, da beim Umfüllen des Me  tallgis infolge der     Strahlhildung    beim Aus  giessen selbstverständlich wieder erhebliche  Gasmengen von dem Metall aufgenommen  werden.    Die Erfindung bezweckt;     die    oben geschil  derten Nachteile zu beseitigen. Das Verfah  ren nach der Erfindung besteht darin, dass  der Gasdruck über dem     geschmolzenen    Metall  in einem v     akuumdiehten    Ofen mit.

   Innenhei  zung auf weniger als 100 mm     Ilg    gesenkt       wird,        dass.    gleichzeitig die Temperatur der  Schmelze auf höchstens 50  C oberhalb ihres       Schmelzpunktes        erniedrigt    wird:, dass nach der  Entgasung eine     Aufheizung    der Schmelze auf  Giesstemperatur unter     Vakuumdruck    in dem  selben Ofen     vorgenommen    wird, worauf im  Ofen Atmosphärendreck hergestellt.     wird.    Das  Verfahren eignet. sich besonders zur Entga  sung von Aluminium     und    dessen Legierungen.  



  Der     erfindungsgemässe,    mit.     einer        Ausguss-          schnauze    versehene Ofen zur Ausübung des       Verfahrens    ist. dadurch gekennzeichnet., dass  er einen     vaktiiundichten    Mantel, durch va  kuumdichte Klappen verschliessbare Füll- und       Entleeruiigsöffntuigen    und in seinem Innern  eine     Heizeinrichtung    aufweist, und     dass    er um    seine     Ausgusssehnauze        kippbar    ist..

       Als        Behei-          ziing    für das Ofeninnere kommt für niedrig  schmelzende Metalle eine elektrische     Wider-          standsheizung    oder auch eine Gasheizung in  Frage, wobei die Heizgase durch vakuum  dicht eingeschweisste Rohre geführt. werden.

    Für     hochschmelzende    Metalle ist. eine     Licht-          bogenheizung        geeignet.    Um die Entgasung  schnell durchführen zu     können,    ist. es zweck  mässig, das     Metallbad    mit. einer     grossen    Ober  fläche zu versehen und die     Metallbadtiefe    ge  ring zu halten.  



  Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbei  spiele des Ofens nach der Erfindung. An  Hand derselben wird im folgenden auch das  Verfahren selbst beispielsweise     erläutert.     



       Fig.    1 zeigt. im senkrechten. Querschnitt das  erste Ausführungsbeispiel.  



       Fig.    2 zeigt. in derselben Darstellung das  zweite Ausführungsbeispiel.  



  Beim     Ausfühi-Lingsbeispiel    nach     Fiä-.    1 ist  ein mit. im Querschnitt     kreisiandem,        vakintm-          dichtem    Mantel 1     versehener    Ofen vorgesehen.  



  Der Mantel 1 ist mit. einer     Ausglisssehnauze     17 versehen und durch ein Lager 18, welches  auf einem Lagerbock 8 aufliegt-, um eine durch  die     Ausgussschnauze    17 gehende Drehachse  kippbar gelagert. An der     Auscq        isssehnauze    17       ist    ferner eine Giessrinne 10 drehbar     an,-.e-          lenkt,    welche in einen Verteiler 11 einer       Stranggiesseinrichtung    mündet.

   Der Verteiler  11 ist: mit     Ausläufen        versehen,    die je in eine       wassergekühlte    Kokille 12 münden, welche  zum Giessen von Metallsträngen 13 dienen,  die auf einem     gemeinsamen    Support. 19  mittels einer Kolbenstange 14 der Giess  geschwindigkeit entsprechend in üblicher  Weise mechanisch oder     ht-drauliscli    abgesenkt  werden.  



  Der     Mantel    1 ist in seinem obern Teil mit  einer durchgehenden     Durehbreehung    verse  hen, in welche mindestens ein Heizrohr ? v a  kuumdieht schliessend eingesetzt ist. In das eine  Ende des Rohres ? ist ein Brenner 4 einge  setzt, dem durch eine Gaszuleitung 3     und    eine       Luftzuleitung    3' über nicht     dargestellte    Ab-           sperrventile    ein     brennbares        Heizgasluft.gemisch     zugeführt.     wird..    Die bei der Verbrennung er  zeugten heissen Verbrennungsgase durchströ  men das Rohr 2 und werden durch ein an das  andere Ende dieses Rohres angeschlossenes  Abgasrohr 5 abgeleitet.

   Der mittlere, frei im  Ofenraum befindliche Teil des Rohres 2  strahlt die Wärme auf die     Innenwandung    des  Mantels 1 und auf     den    am Boden befind  lichen     Metalleinsatz    6. Auf der dem Lagerbock  8 gegenüberliegenden Seite ist eine hydrau  lische Hebevorrichtung 7 angeordnet, die  einerseits um eine waagrechte Achse 20 dreh  bar am Boden eines senkrechten Schachtes  gelagert. ist. und anderseits mittels eines Ge  lenkes 21 mit zur Achse 20 paralleler Achse  am Mantel 1 angreift.  



  Der Mantel 1 ist- ferner mit einer nicht  dargestellten Füllöffnung zum Einbringen  des zu schmelzenden     Metalles    versehen. Diese  ist ebenso     wie    die     Ausgussschnauze    9 durch  nicht dargestellte, vakuumdichte Klappen. ver  schliessbar.  



  Beim Betrieb des Ofens wird bei vakuum  dicht,     verschlossenen        Öffnungen    durch eine  nicht dargestellte Vakuumeinrichtung der  Gasdruck im     Ofeninnern    unter 100     mm        Hg     gesenkt und gleichzeitig die Temperatur der  Schmelze auf eine je nach der Höhe des       Schmelzpunktes        höchstens    50  C oberhalb  dieses Schmelzpunktes liegende Temperatur  erniedrigt. Bei niedrig schmelzenden Metallen  kommt. man mit einer 5 bis 8  C oberhalb des  Schmelzpunktes liegenden Temperatur aus.

    Bei einen höheren Schmelzpunkt     aufweisen-          den    Metallen muss die Temperatur wenig  stens 10 bis 20 oder sogar 30  C über dem  Schmelzpunkt liegen. Sie kann bei ganz  hochschmelzenden Metallen, wie erwähnt, bis  zu 50  C oberhalb     des        Schmelzpunktes    liegen.  Die Metallschmelze wird einige Zeit. auf dem  genannten Vakuumdruck und der     genannten     Temperatur gehalten. Hierbei findet, eine     Ent-          masung    der Metallschmelze statt,     und:    es ist  zu beachten., dass mit sinkender Temperatur  der Gasgehalt .der Schmelze sinkt..

   Aus diesem       Grinde    soll die     Absteh_    und Gleichgewichts-         temperatur    möglichst nahe bei der Erstar  rungstemperatur der     Schmelze    liegen.  



  Die Erreichung des     Gleichgewichtszustan-          des    zwischen     Metall    und Gas ist ein     asympto-          tischer    Vorgang, so     d'ass        theoretisch    das wirk  liche Gleichgewicht erst nach     unendlich    lan  ger     Abstehzeit    eintreten     würde.    In der Praxis  wird     man    sich mit     Annäherungswerten    be  gnügen., welche die     Abstehzeit    auf ein trag  bares Mass     herabsenken.     



  Nach der     Entgasung    wird die     Schmelze     auf Giesstemperatur     aufgeheizt,    worauf im  Ofen durch Einführen eines     inerten    Gases       Atmosphärendruck        hergestellt    wird. Dann  wird die     hy        drairlische        Hebevorrichtung    7 in  Betrieb gesetzt., wobei sich     die        Ausguss-          schnauze    9 selbsttätig öffnet. Der Ofen     kippt     dann im Uhrzeigersinn um das Lager 18.

   Da  sich die Kippachse in der Schnauze 9 befin  det, fliesst die     Metallschmelze    ohne Sturz  gefälle     unmittelbar    durch     die        Rinne    10 in den  Verteiler 11 und von     diesem        ebenrfalls    ohne  wesentliches 'Sturzgefälle in die     Kokille        12,     so dass eine Sturz- und! wirbelfreie Überfüh  rung des     Metalles    in die Giessform gewähr  leistet. ist. Dadurch wird einer     neuen.    Gas  aufnahme durch die     Schmelze        vorgebeugt.     



  Das Ausführungsbeispiel nach     Fig.    2 un  terscheidet sich von demjenigen nach     Fig.1     lediglich dadurch, dass an Stelle     eines    kreis  runden     Mantels    ein im Querschnitt     ovalarti-          ger    Ofenmantel 15 vorgesehen und ferner die  Heizeinrichtung     als    elektrischer Widerstand  ausgebildet ist.     Aisgssschnauze,    Rinne und  Giesseinrichtung können gleich sein wie im  ersten Ausführungsbeispiel, sind jedoch in       Fig.    2 nicht dargestellt, da der Querschnitt  in einer     zwischen    der Schnauze und einem  Lagerbock 8 befindlichen Stelle erfolgt ist.

    Auf dem Lagerbock 8 sitzt wieder das Lager  18, dessen Drehachse 18' in     Fig.    2. sichtbar ist.  



  Die     Widerstandsheizung    befindet sich un  mittelbar unter der Decke des Schmelzraumes.  Die Stromzuleitungen 16 sind vakuumdicht in  den Mantel 15 hineingeführt und an der  Aussenseite des Mantels die Stromzufuhr an  geschlossen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRLTCHE I. Verfahren zur Entgasung von Metallen, insbesondere von Aluminium und dessen Le- ;leiatigen, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasdruck über dem geschmolzenen; Metall in einem vakuumdichten Ofen mit.
    Innenheizung auf weni;er als 100 mm Hg gesenkt: wird, dass gleichzeitig die Temperatur der Schmelze auf höelvstens 50 C oberhalb ihres Sehmelzpunk- tes erniedrig . wird, dass nach der Entgasung eine Aufheizung der Schmelze auf Giesstem peratur unter Vakuumdruck in demselben Ofen vorgenommen wird, worauf im Ofen Atmosphärendruck hergestellt wird.
    1I. Mit AusgLissselinauze versehener Ofen zur Ausübung des Verfahrens nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass er einen vakuumdichten Mantel, durch vakuumdichte Flappen verschliessbare Füll- und' Entlee- rungsöffnungen und in seinem Innern eine Heizeinrichtung aufweist, und dass er um seine Ausgussschnauze kippbar ist. UN TERAN,SPR.ÜCHE 1.
    Verfahren- nach Patent.anspi-lch I, da durch gekennzeichnet, dass zum Herstellen des Atmosphärendruekes in den Ofen ein inertes Gas eingeführt. wird, das mit. dem flüssigen Metall nicht reagiert. 2. Ofen nach Patentanspiiieh II, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinriehtung aus einem elektrischen Widerstand besteht.. 3.
    Ofen nach Patentanspruch 1I, gekenn zeichnet. dur eh eine Gasheizung, deren Heiz gase ein Rohrsystem innerhalb dies Ofens durchstreichen. 4. Ofen nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch eine Liehtbogenheizung.
CH301034D 1952-03-18 1952-03-18 Verfahren und Ofen zur Entgasung von Metallen. CH301034A (de)

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