CH300085A - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Rohrbogen, Rohrschlangen und dergleichen mittels eines Dornes. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Rohrbogen, Rohrschlangen und dergleichen mittels eines Dornes.

Info

Publication number
CH300085A
CH300085A CH300085DA CH300085A CH 300085 A CH300085 A CH 300085A CH 300085D A CH300085D A CH 300085DA CH 300085 A CH300085 A CH 300085A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
mandrel
pipe
furnace
burners
pipe sections
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Behrens Hans
Original Assignee
Behrens Hans
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Behrens Hans filed Critical Behrens Hans
Publication of CH300085A publication Critical patent/CH300085A/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D9/00Bending tubes using mandrels or the like
    • B21D9/12Bending tubes using mandrels or the like by pushing over a curved mandrel; by pushing through a curved die

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Heat Treatment Of Articles (AREA)

Description


  Verfahren     und    Vorrichtung     zum    Herstellen von Rohrbogen, Rohrschlangen und dergleichen  mittels eines Dornes.    Bei der Herstellung von Rohrbogen mit  tels eines Dornes durch exzentrisches     Aufwei-          ten    des Rohres werden bis jetzt für die hier  bei erforderliche Erwärmung von Hand ge  steuerte, lose Gasbrenner und gegebenenfalls  ein nach oben offenes Schutzgehäuse für die  Flammen verwendet. Für die Neubeschickung  der Dornstange ist es dabei erforderlich, je  weils den Dorn von der Dornstange abzu  schrauben, der hierzu aus der Erwärmungs  zone der Brenner entfernt werden muss und  jedesmal abkühlt.  



  Demgegenüber ermöglicht es die Erfin  dung, eine möglichst kontinuierliche Herstel  lung von Rohrbogen unter Aufrechterhaltung  einer im wesentlichen gleichbleibenden Er  wärmung des Dornes herbeizuführen. Hierzu  ordnet man, und darin besteht das erfindungs  gemässe Verfahren zur Herstellung von Rohr  bogen, Rohrschlangen und dergleichen, den  Dorn in einem geschlossenen Ofen an und  bringt man die Rohrabschnitte an dem vom  Dorn abgewendeten, ausserhalb des Ofens     be-          f'indlichen    Ende auf die Dornstange und  schickt sie über die Dornstange und unter Er  hitzung über den nach unten gerichteten Dorn  vor, wobei die aus den einzelnen Rohrabschnit  ten fertig gebogenen Werkstücke vom Dorn  nach unten abfallen.  



  Die Vorrichtung zur Durchführung des  Verfahrens ist so eingerichtet, dass der den  Dorn aufnehmende Erwärmungsofen in einem  Abstand von der Antriebsvorrichtung für die    vorzuschiebenden Rohrabschnitte angeordnet  ist.  



  Im nachfolgenden wird ein Ausführungs  beispiel des Verfahrens gemäss der     Erfindung     erläutert  Am Bett einer     Vorschubvorrichtung    ist  leicht lösbar das Hinterende einer horizontal  liegenden Dornstange befestigt, welche an  ihrem Vorderende     einen    nach abwärts gerich  teten Dorn trägt. Die Dornstange durchsetzt  mit ihrem Dorn eine den zu verarbeitenden  Rohrabschnitten entsprechende Öffnung (bei  spielsweise von 10 cm) in einen geschlossenen  Ofen derart, dass sich der Dorn im Ofen be  findet. Unterhalb des abwärts gekrümmten  Dornes hat der Erwärmungsofen eine schräge  Bodenfläche, an deren tiefstem Punkt sich  eine     Austragsöffnung    anschliesst.

   Ausser der       Durchtrittsöffnung    für die Dornstange und  die Rohrabschnitte und der vorgenannten       Austragsöffnung    ist der Ofen allseitig ge  schlossen.  



  Zum Bearbeiten von Rohrabschnitten wird  die Rohrstange an ihrem vom Dorn abgelege  nen Ende von der     Vorschubvorrichtung    gelöst  und dann werden auf die     Dornstange.vorzugs-          weise    mehrere gerade rohrförmige Vorwerk  stücke bildende Rohrabschnitte vorbestimm  ter Länge aufgeschoben. Danach wird die  Dornstange     wirder    mit der     Vorschubvorrich-          tung    verbunden.

   Während nun die Dorn  stange in stationärem Zustand verbleibt,     drük-          ken    konzentrisch einwirkende Antriebsmittel      der     N-orsehubvorrichtung    die     Rohrabsehnitte     über die Dornstange hinweg in Richtung auf  den Ofen und durch die genannte Öffnung in  den Ofen hinein. Im Ofen werden die Rohr  abschnitte dann auf Rotglut erhitzt und bei  ihrem Weiterwandern über den gekrümmten  Dorn verformt.  



  Die Zuführung der     Wärme    erfolgt durch  in den Ofenwandungen eingebaute Brenner.  Von diesen ist mindestens einer mit Flammen  berührung auf die äussere Rohrkrümmung un  mittelbar vor den Beginn der Verformung ge  richtet.  



  Die     Flammenriehtung    der Brenner, die die  äussere Rohrkrümmung     erwärmen,    steht ent  gegengesetzt zur     Vorschubrichtung    der Rohr  abschnitte, und die     Plammenriehtung    derjeni  gen Brenner, die die innere     Krümmungszone     erwärmen, ist in der     Vorschubrichtung    ange  ordnet.  



  Der Erwärmungsofen ist mit einer die  Rohrabschnitte eng umschliessenden Zufüh  rungsöffnung für die Dornstange und den  Dorn versehen, und letzterer wird bei der Neu  besehiekung der Dornstange im geschlossenen       Glühraum    des Ofens und bei gleichbleibender  Arbeitstemperatur gehalten. Der Dorn kann  auch von innen gekühlt werden.  



  Der in einem vorbestimmten Abstand  von der Antriebsvorrichtung für die Rohr  abschnitte angeordnete Ofen weist vorteilhaft  eine innere     Ausmauerung    aus feuerfesten       MTerkstoffen    auf. Diese kann so bemessen sein,  dass die innern Ofenwandungen bis nahe an  das Werkstück heranreichen, was ferner da  durch begünstigt wird, dass die Gasbrenner  nicht aus der innern Ofenwandung heraus  ragen.

   Dieses gilt auch für die obere, geschlos  sene Ofenseite; es können deshalb die ent  gegengesetzt zur     Vorschubrichtung    eingestell  ten Flammen des fest eingebauten Brenners  sehr nahe an die Rohrzone herangebracht wer  den, die unmittelbar vor dem Beginn der  äussern Rohrkrümmung gelegen ist; diese wird  so unmittelbar vor der     zwangläufigen    For  mung mit     Flammenberührung    bestrichen.       M'erden    neben diesem Brenner zwei seitliche  Brenner verwendet, so ist deren Flammenrich-         tung    entgegengesetzt, also in der     Vorschub-          riehtung,    angeordnet.

   Die Gasflammen dieser  Brenner können damit die innere     Krüm-          rnungszone    des Rohres mit günstigstem Wir  kungsgrad berühren. Die     Zuführungsöffnung     des Ofens kann, sofern sie. das Rohr nicht eng  genug     umsehliesst,    während des Vorschubes  mit, einer     Abdeekung    versehen      erden.     



  Ein solcher Ofen ermöglicht damit eine be  sonders     wärmewirtsehaftlich    zweckmässige       Durehführung    des Verfahrens, da neben der  Erwärmung durch die Flammenberührung  auch die Strahlungswärme in ganz neuartiger  Weise für die Aufrechterhaltung der notwen  digen Arbeitstemperatur ausgenutzt werden  kann. Dieses wird noch dadurch begünstigt,  dass die fertig gebogenen Werkstücke unter  halb der Ebene, in der die Dornstange liegt,  unter der Wirkung ihres     Eigengewiehtes    fal  lend abgeführt werden. Der Dorn ist also in  Richtung auf das Ofenfundament. bzw. die        Ofenstandfläche    gekrümmt.

   Sofern die Boden  fläche des Erwärmungsofens geneigt angeord  net ist, können die fertig gebogenen Rohr  stücke unter ihrem Eigengewicht über die so  gebildete schiefe Ebene aus dem Ofen heraus  gleiten. Sollen Rohrschlangen hergestellt wer  den, so führt man die vom Dorn abgefallenen  Schlangen ebenfalls in Richtung auf das Ofen  fundament ab bzw. seitlich aus dem Ofen her  aus. so dass auch in diesem Fall die Ofen  decke stets geschlossen bleibt.  



  Die     Neubesehickung    der Dornstange mit  Rohren erfolgt an dem Ende der Dornstange,  die entgegengesetzt zum Ofen liegt, ohne dass  der Dorn aus dem Ofenraum entfernt zu wer  den braucht.  



  Eine Anlage für die     Durchführung    des  Verfahrens mit einem Erwärmungsofen, der  in einem Abstand zur Antriebsvorrichtung  für die     R.obrabsehnitte    steht, ermöglicht eine  gedrängte Bauart, wobei auch Erwärmungs  öfen mit     verschieden        -rossem    Ofenraum für  die gleiche Antriebsvorrichtung Verwendung  finden können.  



  Das beschriebene Verfahren erlaubt die  Herstellung von Rohrkrümmern, Rohrschlan-      gen usw. ohne Beschränkung auf deren Durch  messer, deren Querschnitt bzw. deren Wand  stärke. Für bestimmte Rohrdurchmesser kann  auch eine Kühlung des Dornes erfolgen, die       zweckmässig    als Umlaufkühlung unter Zufüh  rung des Kühlmittels durch die Dornstange  ausgebildet wird.  



  Die durch die wärmetechnischen Vorteile  des beschriebenen Verfahrens erreichten Fort  schritte wirken sich auch     herstellungstech-          niseh        aus,    indem sie die Anwendung höherer       Vorschubgesehwindigkeiten    zulassen. Werden  als     Vorwerkstücke    der Länge der fertigen  Krümmer entsprechende Rohrabschnitte ver  arbeitet, so kann auf Grund der leicht und  sicher einzuhaltenden Erwärmungstemperatu  ren derjenigen Stellen der Rohrwand, die die  stärkste Verformung erleiden, die sonst leicht  auftretende ungleichmässige Ausweitung des  Rohrquerschnittes vermieden werden.

   Die  Rohrkrümmer verlassen deshalb die Anlage  in einbaufertigem Zustand, verlustbringende  Abschnitte werden vermieden, und es erübrigt  sieh eine Bearbeitung der Enden der Werk  stücke.  



  Neben den Vorteilen, die das beschriebene  Verfahren auf Grund der gesteigerten Ar  beitsgeschwindigkeit erbringt, wird auch die  Ersparung an Arbeitskräften ermöglicht, da  sich deren Tätigkeit nur noch auf ein leichtes       Nachschieben    von Rohrstücken auf das freie  Ende der Dornstange erstreckt. Die Bedie  nung der Anlage wird nicht durch Hitze be  hindert. Die gleichbleibende Erwärmung des       Dories    ermöglicht auch die Verarbeitung von  hochwertigen Legierungen ohne besondere  Vorsichtsmassnahmen, zumal die Einstellung  der fest eingebauten Brenner mit grosser Ge  nauigkeit erfolgen kann. Die Ofenbauart in  Verbindung mit der genauen     überwaehung     der Erwärmung erbringt ferner eine erheb  liche Gasersparnis.  



  Die     Vorteile,    die die Verwendung des be  schriebenen Ofens erbringt, werden in Ver  bindung mit einem mechanischen Antrieb für  den Vorschub der Rohre und mechanischen  Spannmitteln noch gesteigert, da die Regel-         barkeit    des mechanischen Vorschubes in wei  ten     Grenzen,    die Abkürzung der Rücklaufzei  ten und die sichere     Regelbarkeit    der Brenner  in Anpassung hieran leicht aufeinander ab  gestimmt werden können.  



  Die     Beheizung    des Ofens kann ausser mit  Gas- und mit     ölbrennern    gegebenenfalls auch  durch elektrische Energie erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Rohr bogen, Rohrschlangen und dergleichen mittels eines am vordern Ende einer Dornstange an geordneten Dornes, dadurch gekennzeichnet, dass man den Dorn in einem geschlossenen Ofen anordnet, die Rohrabschnitte an dem vom Dorn abgewandten, ausserhalb des Ofens befindlichen Ende auf die Dornstange bringt und über die Dornstange und unter Erhit zung über den nach unten gerichteten Dorn vorschiebt, wobei die aus den einzelnen Rohr abschnitten fertig gebogenen Werkstücke vom Dorn nach unten abfallen. II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der den Dorn aufneh mende Erwärmungsofen in einem Abstand von der Antriebsvorrichtung für die vorzu schiebenden Rohrabschnitte angeordnet ist.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die Wärme durch in den Ofenwandungen eingebaute Brenner zuführt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mindestens ein Brenner mit Flammenberührung auf die äussere Rohrkrümmung unmittelbar vor dem Beginn der Verformung gerichtet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die Flammen richtung der Brenner, die die äussere Rohr krümmungszone erwärmen, entgegengesetzt zur Vorschubrichtung der Rohrabschnitte und die Flammenrichtung der Brenner, die die innere Krümmungszone erwärmen, in der Vorschubrichtung anordnet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Dorn bei der :Neubeschickung der Dornstange auf gleich bleibender Arbeitstemperatur gehalten wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Dorn von innen her gekühlt wird.
CH300085D 1949-06-13 1949-06-13 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Rohrbogen, Rohrschlangen und dergleichen mittels eines Dornes. CH300085A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH300085T 1949-06-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH300085A true CH300085A (de) 1954-07-15

Family

ID=4490553

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH300085D CH300085A (de) 1949-06-13 1949-06-13 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Rohrbogen, Rohrschlangen und dergleichen mittels eines Dornes.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH300085A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE887801C (de) Kontaktofen zur Herstellung von wasserstoffreichen Gasen aus gasfoermigen Kohlenwasserstoffen und Wasserdampf
DE3234707A1 (de) Luftduesen fuer regeneratoren von glasschmelzoefen
EP3161170B1 (de) Verfahren zum härten eines garniturdrahtes für die bearbeitung von textilfasern und anlage hierzu
CH300085A (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Rohrbogen, Rohrschlangen und dergleichen mittels eines Dornes.
DE1426643A1 (de) Wassererhitzer zur thermischen Wiedergewinnung von OEl aus Bohrungen
DE2829845B2 (de) Einsteckrohre für die Düsensteine in den Heizzügen von Verkokungsöfen
DE2548116B2 (de) Vorrichtung zum Abschrecken eines erwärmten MetaUrohres
AT252973B (de) Vorrichtung zum Aufheizen von Stahlschmelzgefäßen
DE857262C (de) Ofenanlage zur maschinellen Waermebehandlung von Glasroehren
DE1583444A1 (de) Elektrischer Ofen,dessen Ofenraum durch ein Rohr begrenzt ist
DE707988C (de) Verfahren zum Herstellen von Waermeaustauschern
DE458579C (de) Heizvorrichtung fuer Anlagen zum Heissverzinken
AT287763B (de) Glühofen für große, hohlzylindrische Werkstücke, insbesondere Druckrohrabschnitte
DE193704C (de)
DE811235C (de) Gasbeheizte Waermevorrichtung
DE728077C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Pressen von Glasgegenstaenden
DE814456C (de) Verfahren und Ofen zum Gluehen von Draht und Metallbaendern, z. B. Bandeisen
DE1082381B (de) Vorrichtung zur Herstellung von Glasfasern
DE152100C (de)
AT224306B (de) Regelbare Heizeinrichtung bei Petrolgasgeräten
AT122158B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von geraden Röhren od. dgl. aus einem schmelz- und ziehbaren Material, insbesondere aus Glas.
AT225367B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Mehrfachglastafeln
DE228422C (de)
DE432376C (de) Verfahren der Beheizung eines Schwelofens
DE2222296C2 (de) Verfahren zur Verbesserung der Haltbarkeit von Schleudergießkokillen und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens