CH298657A - Gleichstromvormagnetisierte, oberwellenfreie Drehstromdrosselspule für hohe Spannungen und Leistungen. - Google Patents
Gleichstromvormagnetisierte, oberwellenfreie Drehstromdrosselspule für hohe Spannungen und Leistungen.Info
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Description
Gleichstromvormagnetisierte, oberwellenfreie Drehstromdrosselspule für hohe Spannungen und Leistungen. Die Erfindung bezieht sich auf eine gleich stromvormagnetisierte Drehstromdrosselspule mit Oberwellenkompensation. Derartige Dros seln sind zum Beispiel zur Blindleistungsrege- lung in Wechselstromnetzen geeignet. Bei hohen Spannungen und Leitungen stösst je doch ihre Ausbildung auf erhebliche konstruk tive Schwierigkeiten.
Es ist nämlich notwendig und bekannt, eine gleichstromvormagnetisierte einphasige Drossel aus zwei Einwegkernen aufzubauen, die bei gleichsinnig geschalteter Wechselstrom wicklung entgegengeschaltete Gleichstrom- wieklungen tragen. Hierdurch wird verhin dert, dass in der Gleichstromwicklung eine Wechselspannung mit Netzfrequenz auftritt und dass im geregelten Magnetisierungsstrom der Drosselanordnung geradzahlige Harmo nische fliessen. Im Magnetisierungsstrom sind jetzt wie bei jeder eisengesättigten Drossel nur noch ungeradzahlige Harmonische vorhanden.
Bei Drehstromsystemen verschwindet in der Dreiphasenschaltung dreier Doppeldros seln auch noch die 3., 9 ... Harmonische. Da man zur Blindstromkompensation sinusförmige Ströme braucht, müssen aber auch noch die 5. und 7. Harmonischen im dreiphasigen Ma gnetisierungsstrom kompensiert werden. Dies wäre nach einem bekannten Vorschlag durch eine Sterndreieckschaltung von zwei magne tisch gleichwertigen Drehstromsätzen möglich.
Man würde jedoch in diesem Falle zur voll kommenen Oberwellenkompensation <B>2.3</B> + <B>2.3</B> - 12 Einwegkerne benötigen, wenn man die Anordnung aus einzelnen vormagnetisierten Drosseln mit je einer Wechselstrom- und Gleichstromwicklung und je einem Einweg kern aufbauen wollte.
Zur Vermeidung dieses Nachteils hat man bereits vorgeschlagen, je drei Einphasendros- seln zu einer dreiphasigen Drossel zusammen zufassen, die Wechselstromwicklung gemein sam um zwei Teilkerne zu legen und zwei Drehstromdrosseln teilweise durch ein gemein sames Joch zu vereinigen. Aber auch diese Vorschläge ergeben eine konstruktiv wenig befriedigende Lösung, da sie nicht gestatten, dem Drosselsatz einen dem normalen Dreh stromtransformator gleichwertigen Aufbau zu geben.
Vor allem wirkt sich bei hohen Span nungen eine Aufteilung der Wechselstrom wicklung hochspannungstechnisch ungünstig aus, wodurch die Herstellungskosten und der Raumbedarf der Anordnung vergrössert wer den.
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile der bekannten bzw. bereits vorgeschlagenen Anordnungen dadurch, dass die verschiedenen Aufgaben der Einwegkerne in einer einzigen Drosselspule mit einem gern mit mindestens drei Schenkeln vereinigt werden. Erfindungs gemäss werden die Vormagnetisierung und Oberwellenkompensation an einem einzigen Schenkel je Phase dieses Kernes vorgenom men. Zweckmässig ist es dabei, jeden Schen kel kleeblattartig in -vier gleiche Teile aufzu- teilen.
Es ergibt sich hieraus ein Gesamtauf bau der Drossel, der konstruktiv keine grösse ren Schwierigkeiten bereitet als der einer ge wöhnlichen Drossel.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand der in der Zeichnung dargestellten Beispiele noch näher erläutert. In Fig.1 ist zunächst der vorstehend er wähnte, bereits vorgeschlagene Aufbau einer i gleichstromvormagnetisierten Drosselspule dar gestellt, bei der zwölf Einwegkerne erforder lich sind.
Es bedeutet dabei in Fig.1 Wg die Gleichstromwicklungen für die Vormagneti- sierung, W die eigentliche Wechselstromhoch- spannungswicklung der Drossel und W1, eine Kurzschlusswicklimgfür den in Stern geschal teten Teilsatz der Drosselspule zur Abdämp- fung der 3. Harmonischen. Die Kurzschluss- wicklung kann dabei gleichzeitig auch als Hilfswicklung für andere Zwecke dienen.
Wie man ohne weiteres erkennt, ist bei dieser An ordnung der obere Drosselkernsatz hinsicht lich der eigentlichen Drosselwicklung in Stern und der untere in Dreieck geschaltet, so dass eine Oberwellenkompensation hinsichtlich der 5. und 7. .Oberwellen in bekannter Weise er reicht wird.
Gegenüber dieser komplizierten Anord nung bringt die Erfindung eine wesentliche Vereinfachung, wie sich aus dem Ausfüh rungsbeispiel nach den Fig.2 und 3 ergibt. Bei diesen ist jeder Schenkel kleeblattartig in die vier Teile 4"4' und B, B' aufgeteilt.
Fasst man zunächst die Teile A, A' und B, -B' zu je einer Sehenkelhälfte zusammen und umgibt man diese mit einer Kompensations-Hilfswick- lung -WI" schaltet man ferner die Wicklungen Wk(AA') auf den drei Schenkeln u, <I>v, w</I> in Dreieek und die Wicklungen Wk (BB') in Stern und verbindet man diese gemäss Fig. 5,
so verschiebt sich der Wechselfluss in dem A-Teil des Schenkels gegen den des B-Teils um 30 e1. Damit wird der Magnetisierungs- ström des Kernes in bekannter Weise von- der 5. und 7. Harmonischen befreit. Eine zweite Hilfswicklung W, für Gleichstrom magneti siert jeden Schenkel vor.
Indem der Gleich- fluss beispielsweise in der Schenkelhälfte A', B' die entgegengesetzte Richtung wie in A, B erhält, kann auch keine geradzahlige Harmo nische (2., 4. usw.) in die Hauptwicklung W hineininduziert werden.
Will man für die Hilfswicklungen Zylin derspulen verwenden, so wäre eine Aufteilung der Hilfswicklungen nach Fig. 3 erforderlich. Dabei umschliessen die Gleichstromspulen je weils 1/4 und die Kompensationsspulen 1/2 des Schenkelquerschnittes oder umgekehrt. Noch einfacher wird die Hilfswicklung bei Verwen dung von Abteilungsspulen (Fig.4). Gleich strom- und Kompensationsspulen liegen nicht mehr radial übereinander, sondern axial wech selweise um 90 versetzt übereinander und haben alle die gleiche Form.
Während bei spielsweise die Gleichstromwicklungen Wg die Schenkelteile A + A' und<I>B + B'</I> umfassen, umschliessen die Kompensationswicklungen W1; die Teile @l <I>+ B</I> und<I>A' + B'.</I>
In beiden Schenkelhälften (A, A' lind B, B') tritt eine 3. Flussharmonisehe auf. Bei der nach Fig.5 geschalteten Kompensationswick lung würde sie nur in dem in Dreieck geschal teten Teil unterdrückt werden, in dem in Stern geschalteten Teil aber auftreten, Zusatz verluste erzeugen und -unter Umständen den Kompensationseffekt stören.
Es ist daher zweekmässig, beiden Kernhälften eine Dreieck wicklung zu geben, die durch Verbindung in einem Punkte etwa 21 % der gesamten Win- dungszahl je Phase ebenfalls eine 3011-Ver- schiebung der Teilflüsse hervorrufen. Bei den in Fig.4 dargestellten Abteilungsspulen für die Gleichstromwicklung und die Kompensa tionswicklung macht eine Parallelschaltung der Abteilungsspulen keine Schwierigkeiten.
Damit ist die vormagnetisierte Drehstrom drossel weitgehend mit einem Drehstromtrans- formator identsieh geworden. Die Hochvolt- wickhingen entsprechen sich vollkommen, währ end die Gleichstromwicklung, die an nähernd den gleichen Betrag an Gleichstrom- AW, erzeugt wie die Hochvoltwicklung an Wechselstrom-AW, spannungs- und strom mässig die Rolle der Niedervoltwicklung über nimmt.
Eine Hilfswickhing in Dreieckschal- tung ist ebenfalls beim Grosstransformator üblich. Damit fügt sich die öberwellenfreie gleichstromvormagnetisierte Drossel konstruk tiv den bisher üblichen Ausführungsformen der Transformatoren ein. Das Aufteilen der Schenkel stellt den Konstrukteur nicht vor eine neuartige Aufgabe, da Längs- und Quer schlitze im Schenkel zu Lüftungszwecken und zur Aufnahme von Kompensationswicklungen bereits bekannt sind. Die Schenkelaufteilung in der Schichtebene führt man zweckmässig auch im Joch durch, während sich der Spalt senkrecht zur Schichtebene zweckmässig auf die Schenkel beschränkt.
Zur magnetischen Symmetrierung der Schenkel ist. es zweck mässig, das Joch nach beiden Seiten über die Aussenschenkel hinaus zu verlängern und es etwas zu verstärken.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Gleichstromvormagnetisierte, oberwellen- freie Drehstromdrosselspule für hohe Span nungen und Leistungen, dadurch gekennzeich net, dass Vormagnetisierung und Oberwellen kompensation an einem einzigen Schenkel je Phase des Kernes mit mindestens drei Schen keln vorgenommen werden. UNTERANSPRÜCHE: 1.Drossel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jeder zu einer Phase ge hörende Schenkel durch Längsschlitze in vier Teile aufgeteilt ist und diese Teilschenkel von Teilen der Gleichstromwicklung (Wg) <B><I>-und</I></B> von Teilen der Hilfswicklung (Wk) zur Ober wellenkompensation umschlossen sind. 2.Drossel nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichstromwicklungs- teile (W.) mit wechselndem Wickelsinn die Teilschenkel einzeln umfassen, während jeder Kompensationswicklungsteil (WO immer zwei Teilschenkel mit entgegengesetzter Gleichfluss- richtung umgibt (Fig. 3). 3.Drossel nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichstromwicklungs- teile und die Kompensationswicklungsteile aus formgleichen, immer zwei Teilschenkel umfas senden Abteilungsspulen bestehen, die, in Schenkelrichtung gesehen, wechselweise um 90 gegeneinander versetzt übereinanderliegen (Fig. 4). 4.Drossel nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichstromwieklungs- teile paarweise mit entgegengesetztem Wickel sinn in Reihe- geschaltet sind. 5. Drossel nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichstromwicklungs- teile der einen Phase mit denen der andern Phasen in Reihe geschaltet sind.6. Drössel nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zu den einen Kern hälften gehörenden Kompensationswicklungen in Dreieck und die zu den andern Kernhälf ten gehörenden Kompensationswicklungen in Stern geschaltet sind (Fig. 5). 7. Drossel nach Unteranspruch 1, dadurch, gekennzeichnet, dass sowohl die zu den einen Kernhälften als auch die zu den andern Kern hälften gehörigen Kompensationswicklungen in Dreieck geschaltet sind und die so entstan denen beiden Dreieckwicklungen miteinander verbunden sind. B.Drossel nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Joch einen Schlitz aufweist, der in derselben Ebene liegt wie die Schenkelschlitze, die in der Schichtebene ver laufen.
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