CH293127A - Verfahren und Einrichtung zur chemischen Entsalzung von Wasser. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur chemischen Entsalzung von Wasser.

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CH293127A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J49/00Regeneration or reactivation of ion-exchangers; Apparatus therefor
    • B01J49/05Regeneration or reactivation of ion-exchangers; Apparatus therefor of fixed beds
    • B01J49/09Regeneration or reactivation of ion-exchangers; Apparatus therefor of fixed beds of mixed beds

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Description


  



  Verfahren und Einrichtung zur chemischen Entsalzung von Wasser.



   Es sind chemische Verfahren und die    zu ihrer Durchführung notigen Einrichtun-    gen zur Entsalzung von Wasser bekannt, bei denen zwei verschiedene Arten von Kunstharzen in feiner Körnung verwendet werden, von denen die eine Anionen, die andere Kationen austauscht. Das zu entsalzende Wasser wird etwa der Reihe nach durch zwei verschiedene Gefässe geführt, die mit der einen bzw. der andern Art von körnigen Kunstharzen gefüllt sind. Nach einiger Be  triebszeit    müssen die Kunstharzfüllungen mit Hilfe von Säure bzw. von Lauge regeneriert werden.

   Das Wasser kann aber auch zwecks Reinigung in einem solchen   Ionenaustausch-    verfahren durch ein einziges Gefäss mit einer   Kunstharzfiillung,    in welcher die beiden Arten von körnigen Kunstharzen in inniger Vermischung vorhanden sind, hindurchgeleitet werden. Für die Regenerierung einer solchen Kunstharzfüllung muss diese sauber entmischt werden, was im Gefäss selbst in bekannter Weise leicht möglich ist auf Grund der verschiedenen spezifischen Gewichte der beiden Harzsorten. Für den nachher wieder einsetzenden Reinigungsbetrieb müssen die beiden Harzsorten wieder möglichst   gleich-    mässig vermischt werden.



   Bisher war es üblich, dieses Vermischen der beiden Harze durch Einblasen von Druckluft in die   Harzfüllung    zu bewerkstelligen, wobei der Luftstrom üblicherweise von unten nach oben durch die Füllung hin  durchgeblasen    wurde. Die zur Vermischung der Harze verwendete Luft musste möglichst frei sein von Verunreinigungen, insbesondere von   Öldunst,    weil die Harze durch solche in ihrer Wirksamkeit sehr stark beeinträchtigt werden.

   Da die in den Betrieben, welche eine Wasseraufbereitungsanlage benötigen, oft vorhandenen   Druckluftanlagen    in weitaus den meisten Fällen nur mit   Öldunst    vermischte Druckluft liefern können, mussten Ölabscheider verwendet werden, die bei nicht sachgemässer Wartung leicht einmal versagen konnten, wodurch dann jeweilen die ganze kostspielige Harzfüllung der Ent  salzungsgefässe    gefährdet war.



   Um diese Verschmutzungsgefahr   gründ-    lich auszuscheiden, wird nun vorgeschlagen, die zum Vermischen der Harze benötigte Luftmenge nicht als Druckluft von unten her durch die Harzfüllung zu leiten, sondern sie von oben her, mit Hilfe eines oberhalb der   Harzfüllung    erzeugten Vakuums, durch diese zu saugen. Dieses Vorgehen bietet zunächst den einen, sehr wiehtigen Vorteil, dass die zur Vermischung der Harze benötigte Luft direkt angesaugt und durch die Harzfüllung geleitet werden kann, ohne vorher in einem Kompressor verdichtet zu werden.



  Darüber hinaus sind als weitere Vorteile folgende Umstände zu erwähnen. Es hat sich im Betrieb von Entsalzungsanlagen der be  schriebenen    Art gezeigt, dass die Harzsorten bei stossweisem Luftdurchsatz sich rascher und besser vermischen als bei   gleichmä-    ssigem. Wird nun im Rahmen des vorge   schlagenen    Saugverfahrens der über der Harzfüllung vorhandene freie Raum, der durch eine verhältnismässig kleine   Vakuum-    pumpe evakuiert werden kann, als   Vakuum-    puffer benutzt, so kann ohne weiteres der Luftstrom in stossweise fliessenden, starken SchwÏllen durch die Harzfüllung gesaugt werden. Das vorgeschlagene Saugverfahren bietet also auch den Vorteil, da¯ sich die Aufstellung eines grossen und teuren Luftverdichters er brigt.

   Ferner werden durch das zeitweise sich bildende Vakuum die bei der Regeneration der Harzfüllung sich in dieser ansammelnden Gase immer wieder griindlich entfernt. Schliesslieh kann, wenn als Vakuumpumpe ein Wasserstrahl-Luftsauger verwendet wird, der mit dem in jeder Anlage natürlich zur Verfügung stehenden Rohwasser betrieben wird, das in   reichlichen    Mengen anfallende Abwasser dieses Luftsaugers zum Nachspülen der Ablaufdole der Entsalzungsanlage verwendet werden, was vorteilhaft ist, weil die recht beträchtlichen Mengen von Säure, die bei der Regeneration der Harze in den Ablauf geraten, rasch und sicher abgeführt werden müssen.



   Die Erfindung betrifft somit ein Verfahren zur chemischen Entsalzung von Wasser in einem Gefäss mit einer Füllung ionen  austauschender    Harze, die zwecks Regenerierung   entmischt    und nachher durch einen durch die Harzfüllung geleiteten Luftstrom wieder gemischt werden, und besteht darin, dass der Luftstrom während des   Mischvor-    ganges durch ein im Entsalzungsgefϯ in einem Hohlraum oberhalb der Harzfüllung erzeugtes Vakuum durch die   Harzfüllung    gesaugt wird. Es ist überdies vorteilhaft, den Luftstrom während des Mischvorganges stossweise durch die Harzfüllung zu saugen.



   Eine Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäss der Erfindung ist gekennzeichnet durch eine Vakuumpumpe zur Erzeugung des Vakuums im Hohlraum oberhalb der   Harzfüllung.    Es ist zweckmässig, hierfür   einen Wasserstrahl-Luftsauger    zu benützen, dessen Abwasser zum Nachspülen der   Ablaufdole    der Entsalzungsanlage verwendet werden kann.



   An   Handder Zeichnung, die als    Beispiel eine   Entsalzungseinrichtung    gemäss der Erfindung   sehematiseh    darstellt, sei das erfin  dungsgemässe    Verfahren näher erläutert.



   Die Zeichnung zeigt schematisch ein Entsalzungsgefäss mit den drei Räumen.   4,    B und C, deren Bedeutung nachstehend erklärt wird ; sie zeigt femer in den zugehörigen Rohrleitungen die   Bedienungssehieber      1    bis 8, deren Funktion ebenfalls im folgenden näher dargelegt wird. Bei 9 ist, als Beispiel f r eine Vakuumpumpe, ein Wasserstrahl Luftsauger   sehematisch angedeutet, und    10 stellt die   Ablaufdole    der Entsalzungsanlage dar. Ein Vorratsgefäss f r Lauge ist mit L bezeichnet, und ein   solches fiir Säure mit S.   



   Im Entsalzungsgefäss befindet sich eine Füllung zweier Sorten körniger Harze, die die Fähigkeit haben, mit den in Lösung befindliehen Salzen eines hindurchgeleiteten Wasserstromes Anionen bzw. Kationen   aus-      zutauschen.    WÏhrend des   Entsalzungsvorgan-    ges sind die beiden Sorten von   Harzkörnern    möglichst gut vermischt.   Für die Regenerie-    rung der Harze müssen die K¯rner   vorüber-    gehend   entmischt    werden, was auf Grund ihres   versehieden    grossen spezifischen   Ge-      wichtes    in bekannter Weise durch   Auf-    schlemmen gesehehen kann.

   Die Zeichnung zeigt die Harzkörner bei vollständiger Entmischung, wobei die Schicht derjenigen Körner, die Anionen auszutauschen vermögen, den Raum A ausfüllen m¯ge, während die Schicht der Körner, die Kationen austauschen, den   Raum C einnimmt.    Oberhalb der Harzfüllung ist im   Entsalzungsgefäss    ein Raum B, in welehem sich keine Harze befinden,
Muss die Harzfüllung des   Entladungs-    gefässes regeneriert werden, so wird zuerst die in der Zeichnung gezeigte Schichtung der   Harzkörner herbeigeführt,    was in folgender Weise geschieht. Zuerst wird der Wasserspiegel im   Entsalzungsgefäss    bis zur Oberfläehe der gemisehten Harzfüllung abgesenkt, wozu die Schieber 2 und 3 betätigt werden ; alle übrigen Schieber sind dabei geschlossen.

   Bei geöffnetem Schieber 3 erhält die r ckwÏrts durch den   Wasserstrahl-Luft-    sauger 9 fliessende Luft Zutritt zum Raum B des   Entsalzungsgefässes.    Mit Schieber 2 wird der Wasserablauf nach Wunsch geregelt.



   Die Entmischung der   Harzkorner    durch   Aufschlemmen mit Wasser,    das von unten in das Entsalzungsgefäss eintritt, erfolgt nun mit Hilfe der Schieber 3 und 5, während alle andern Schieber geschlossen sind. Durch den geöffneten Schieber 3 kann die Luft oben ans dem Gefäss entweichen, während mit Schieber 5 die günstigste Wassergeschwindigkeit zum Entmischen der Harzkorner unterhalten wird. Die etwas schwereren Harz  teilehen,    die Kationen austauschen, sinken nach unten und füllen den Raum C, die leichteren Teilehen, die Anionen austauschen,   sehwimmen    obenauf und lagern sich im Raum A.

   WÏhrend des   Aufschlemmens    steigt natürlich der Wasserspiegel im Gefäss, und dieser mu¯ vor der   alsdann beginnenden Re-    generierung wieder abgesenkt werden unter   Zuhilfenahme der Schieber @ und 3.   



   Durch Schieber 6 lässt man nun bei   geöff-    neten Schiebern   2 und    6 zur Regenerierung des Harzes im Raume   @   die erforderliche   Alenge    Lauge aus dem   Laugegefäss    L   einsau-    g wird mit Hilfe der Schieber 1 und 2 gesp lt. In gleicher Weise wird dann mit Hilfe der Schieber 2 und 7 das Harz im   Räume    C durch SÏure aus dem Säuregefäss   N regeneriert, und wiederum    wird bei   geöff-    neten Schiebern   1    und 2 gespült.



   Das nun folgende Vermischen der beiden llarzsorten wird dadurch eingeleitet, dass die Vakuumpumpe in Betrieb gesetzt wird. Der in der Zeichnung beispielsweise angedeutete   Wasserstrahl-Luftsauger    9 wird durch   Öff-    nen des Schiebers 8 mit Wasser beaufschlagt, wodurch bei geöffnetem Schieber 3 die Luft aus dem   Räume B abgesaugt    wird.



  Sobald das Vakuum in diesem   Paume    auf etwa 80 /o gestiegen ist, lässt man durch Íffnen des Schiebers 2 Luft von unten her in das   Entsalzungsgefäss    eintreten, wodurch die bisher noch getrennten Harze   durchein-    andergewirbelt werden. Nachdem so das Vakuum sich derart   versehlechtert    hat, dass der Luftstrom ungenügend geworden ist, wird Schieber 2 geschlossen, worauf der Mischvorgang so oft wiederholt wird, bis die Vermischung der Harze vollkommen geworden ist.



   Das vom Wasserstrahl-Luftsauger 9 abfliessende Wasser dient während des   Misch-    vorganges zugleich zum Nachspülen der Ablaufdole 10 der Entsalzungsanlage.



   Nach der im vorstehenden beschriebenen Regenerierung und   Vermisehung    der Harze kann der Entsalzungsbetrieb wieder einsetzen, wobei die Schieber 1 und 4 geöffnet, alle andern Schieber geschlossen sind. Durch Schieber   1    fliesst Rohwasser von oben her in das Gefäss und durch die Schicht der vermischten Harze ; durch Schieber 4 wird das gereinigte Wasser aus der Entsalzungsanlage abgeleitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I : Verfahren zur chemischen Entsalzung von Wasser in einem Gefäss mit einer Füllung ionenaustauschender Harze, die zwecks Regenerierung entmiseht und nachher durch einen durch die lIarzfüllung geleiteten Luftstrom wieder gemischt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftstrom wÏhrend des Mischvorganges durch ein im Entsalzungsgefäss in einem Hohlraum oberhalb der Harzfüllung erzeugtes Vakuum durch die Harzfüllung gesaugt wird.
    UNTERANSPRUCH : 1, Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftstrom wÏhrend des Mischvorganges stossweise durch die Harzfüllung gesaugt wird.
    PATENTANSPRUCH II : Einrichtung zur Ausübungs des Verfah- rens gemäss Patentanspruch I, gekennzeich- net durch eine Vakuumpumpe zur Erzeugung des Vakuums im Hohlraum oberhalb der Harzf llung.
    UNTERANSPRUCH : 2. Einrichtung gemäss Patentanspruch II, gekennzeichnet durch einen Wasserstrahl Luftsauger zur Erzeugung des Vakuums im Hohlraum oberhalb der Harzf llung.
CH293127D 1951-05-31 1951-05-31 Verfahren und Einrichtung zur chemischen Entsalzung von Wasser. CH293127A (de)

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