Verfahren und Vorrichtung zum registerhaltigen Einstellen von mindestens zwei aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen an Rotationsdruckmaschinen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum registerhaltigen Ein stellen von mindestens zwei aufeinanderfol genden Arbeitsgängen an Rotationsdrttck- masehinen. Beim R.otationsin.ehrfarbendruek- verfahren werden auf Papier oder Gewebe mehrere Farben übereinander oder nebenein ander gedruckt, die genau aufeinander bzw. nebeneinander passen müssen.
Ausserdem wer den namentlich bei Etikettendruclnnaschinen in das laufende Papierband Markierungen, Stanzungen und Pressungen eingefügt, die zum vorgängigen Druck ebenfalls genau pas sen müssen. Zur Grobeinstellung wird das Papierband meist in bekannter Weise über Registerwalzen geführt, durch die der Weg des Bandes verlängert oder verkürzt wird, und zur Feineinstellung sind die einzelnen Druck-, Stanz- oder Falzwerkantriebe mit Differen tialgetrieben versehen, welche ein Vor- oder Rückw ärtsstellen dieser Werke während des Druckvorganges ermöglichen.
Diese Einstell vorrichtungen erlauben zwar ein genaues Ein stellen der einzelnen Arbeitsgänge zueinander; aber die sich einstellenden Differenzen sind auf dem laufenden Band nicht. erkennbar, son dern sie können erst an dem aus der Maschine ausgeworfenen, fertigen Exemplar festgestellt. werden. Wird beispielsweise das bedruckte Band anstatt geschnitten und ausgelegt wie der zu einer Rolle aufgewickelt, dann muss zur Kontrolle die Papiergeschwindigkeit stark verlangsamt werden.
Da jedoch Passdifferen- gen hauptsächlich beim Anlaufen der Ma schine und beim Wechseln der Papiergeschwin digkeit entstehen, dagegen bei hoher und gleichförmiger Geschwindigkeit der soge- nannte Passer am besten konstant bleibt, sind bekannte Einrichtungen oft mangelhaft und bedingen viel<B>'</B> Hakulatur. Das eine Tiefdruck maschine in vier Farben Schön- und eine Farbe Widerdruck durchlaufende Band hat beispielsweise eine Länge von etwa 50 m, und jedes Anhalten und Wiedereinregulieren der Farbe beim Anlaufen ergibt einige hundert Meter Makulatur.
Das erfindungsgemässe Verfahren bezweckt. nun, Passdifferenzen am laufenden Band genau wahrnehmen zu können und diese ohne Wechsel der Druckgeschwindigkeit auszuglei chen. Es besteht darin, dass vom laufenden Papierband eine Partie, die mindestens zwei Arbeitsgänge aufweist, mittels Blitzlicht be leuchtet und mittels Linsen vergrössert derart auf einen Schild geworfen wird, dass die Par tie wie ein Kinobild stillstehend sichtbar wird.
Bei Mehrfarbendruckmaschinen, beispiels weise solchen mit vier Farbwerken, kann die Beleuchtung zum Beispiel hinter dem letzten Druckwerk, vor dem Widerdruckwerk oder den Falztrichtern erfolgen, und die Regulier vorrichtung jedes Druckwerkes kann von die sem Standort aus regulierbar sein, so dass der Drucker jedes Druckwerk, dessen Farbe von den andern abweicht, sofort entsprechend ein regulieren kann. Bei Etiketten-Druck- und -Stanzmasehinen sind ausser verschiedenen Farben noch Einschnitte, Rillen usw., deren Lage genau zum Druck passen müssen, einzu regulieren.
Zur Ausübung des Verfahrens dienen bei der erfindungsgemässen Vorrichtung eine von einem Druckwerk gesteuerte Kontakteinrich tung, deren Kontakt ein Blitzlicht auslöst, das einen Teil des laufenden Bandes beleuchte, und Linsen, welche den beleuchteten Teil. v er g-rössert auf einen Schild projizieren. Zur Er zeugung des Blitzlichtes ist vorteilhaft eine Hochspannungsblitzlicht.lampe vorgesehen, wie sie zusammen mit den erforderlichen Konden satoren, Widerständen und Hochspannungs- gleiehrichter im Handel erhältlich sind, und zur Ablichtung kann ein Objektiv, welches das Bild vergrössert und direkt oder indirekt über einen Spiegel auf eine Mattscheibe proj i. ziert, verwendet werden.
In beiliegender Zeichnung ist eine bei spielsweise Ausführungsform des Erfindungs gegenstandes in schaubildlicher Darstellung veranschaulicht.
Das Druckwerk A und das Stanzwerk B sind Teile einer Etiketten-Druckmasehine. Die Kontakteinrichtung C und der Schaltkasten D steuern das Blitzlicht der Blitzlielitlampe E. Von dem Objektiv F wird der beleuchtete Teil G des Papierbandes H vergrössert und auf den Reflexspiegel I projiziert, welcher den be leuchteten Teil auf die 11attscheibe K wirft. Je nach der Druckart des Bandes kann der beleuchtete Teil G ein Bild in zwei oder meh reren Farben, das Stück eines Bildes oder nur eine Partie eines Bildes mit, anschliessenden Markierungen, Lochungen oder dergleichen sein.
Es genügt auch beispielsweise nur eine Linienpartie, bei der Registerabweichungen besonders sichtbar sind, auf den Schild zu übertragen. Auf der Mattscheibe können fer ner Markierungen in Form von Linien L an geordnet werden, welche das Erkennen von Abweichungen leichter ermöglichen. Zur Kon trolle des Registers der Farben beim Mehrfar bendruck ist dies nicht erforderlich. Dagegen ist, wie in vorliegendem Beispiel veranschau licht, eine Differenz des Abstandes des Sehlit- zes 1Z vom Rand G, des Bildes G durch die Harkierung L leichter erkennbar.
Zur Korrektur von Differenzen dienen, wie eingangs erwähnt, bekannte Steuerein richtungen, mittels welcher ein Vor- oder Nacheilen einer der beiden zwangläufig mit einander verbundenen Druck- bzw. Druck-, Falz- oder Stanzeinrichtungen korrigiert wer den kann.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel er folgt die Steuerung durch ein Getriebe N. Zum Druck des Papierstranges H dienen der Plattenzvlinder 1 und der CTegendruck- zylinder 2, deren Zahnräder 3 und 4 mitein ander in Eingriff stehen. Auf der Achse 5 des CTegendruckzvlinders 2 sitzt das Rad 6, wel ches über die Zwischenräder 7, 8, 9 und 10 das Rad 12 antreibt. Das Rad 12 sitzt auf der Achse 13, auf welcher der Lagerschild 14 schwenkbar gelagert ist.
In dem Lagerschild 1.4 ist auf dem Bolzen 15 das Rad 16 gelagert, und auf der Welle 17, welche ebenfalls ini Lagerschild 14 gelagert ist, sind die Räder 18 und 19 aufgekeilt. Das Rad 19 greift in das Rad 20 der Welle 22 des Zylinders 23, der den Gegenzylinder zum Stanzzvlinder 24 bildet. Der Zylinder 23 und der Zylinder 24 sind, mittels der Räder 26 und 27 miteinander in Eingriff. Der Lagerschild 14 ist. mit einem Zahnsegment 28 versehen, in welches das Zahnrad 29 greift, das mittels der Kurbel 30 drehbar ist. Die Übertragung der Drehung des Druckwerkes .1 auf das Stanzwerk B er folgt demzufolge über das Getriebe N.
Ent steht nun auf dem Papierband II zwischen der Stanzung gegenüber dem Druck eine Dif ferenz, dann wird mittels der Kurbel 30 der Lagerschild 14 verschwenkt, wodurch das Rad 16 sieh auf dem Rad 12 zusätzlich vorwärts oder rückwärts abwälzt und dadurch eine Vor- oder Rückstellung des Stanzwerkes B gegen über dem Druckwerk A bewirkt.
Es sind auch andere Einrichtungen zum Ausgleich der Dif ferenzen bekannt, so zum Beispiel mittels zweier schräg verzahnter, ineinandergreifen- der Räder, von denen das eine gegenüber dem andern axial verseliiebbar ist. Auf der Welle 1.a. des Druckzylinders 1. sitzt die Noeken- Scheibe 3 ?, welche einen oder mehrere Nocken aufweisen kann. Je nach der Druckgeschwin digkeit und dem Umfang des Druckzylinders 1 wird es erforderlich sein, bei einer Umdre hung des Druckzylinders ein oder mehrere gleiche Bilder zu beleuchten..
Am zweckmässig sten ist es jedoch, wenn bei einer Umdrehung nur ein Bild beleuchtet werden muss, weil bei der Beleuchtung von zwei oder mehr Bildern zwei oder mehr Nocken erforderlich sind, die zueinander verstellbar sein müssen, um jedes Bild im richtigen Moment beleuchten zu kön nen. Die Nockenscheibe .kann auch auf einer andern Welle, die sieh mit einer entsprechen den Drehzahl dreht, befestigt sein. Mit diesen Nocken wird der Kontakt 33 geschlossen, durch welchen im Schaltkasten D die Strom impulse für die Ilochspannungsblitzlicht- lanipe E erzeugt werden.
Der Schaltkasten ist mit Transformatoren, Kondensatoren, Wider ständen und einem Hochspannungsgleichrich ter versehen, wie diese üblicherweise für den Betrieb einer Hochspannungsblitzlichtlampe benötigt werden. Die Dauer des durch die Noekenscheibenkontakte ausgelösten Blitzlich tes ist geringer als 1(300o Sekunde, so dass das projektierte Druckbild als stillstehend er scheint, selbst wenn die Bewegungsgeschwin digkeit des Druckstreifens mehr als 1 m/Sek. betragen soll. Selbstverständlich soll die Fre quenz der beleuchteten Druckbilder bzw.
Mar kierungen zur Vermeidung eines störenden Flimmereindruckes für den Beobachter mög lichst über 10 pro Sekunde betragen, was bei den Druckgeschwindigkeiten moderner Rota- tionsdruckmaschinen ohne weiteres möglich ist.
Der optische Teil des Kontrollgerätes be steht bei dem Beispiel aus zwei Linsensyste znen F1 und I'2 und einem Spiegel J, die zur intensiven Beleuchtung und genauen Kon trolle der Bildfläche G und der Markierung :91 bzw. zu deren Projektion auf eine Mattscheibe K dienen.