Ofen mit vollständig in der Frontwand versenkter, um 90 schwenkbarer Türe, insbesondere an Kochherden usw. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Ofen mit einer vollständig in der Frontwand versenkten, um 90 schwenkbaren Türe, insbe sondere an Kochherden usw.
Um die Türe eines derartigen Ofens öffnen zu können, war es bisher notwendig, dass ent weder die Schwenkaxe der Türe mit einer Aussenkante derselben zusammenfiel oder dass die der Schwenkaxe benachbarte, parallele Aussenkante der Türe stark abgerundet sein musste, wobei zudem in vielen Fällen ein be trächtliches Spiel zwischen den Rändern der Türe und der diese umrahmenden Frontwand des Ofens erforderlich war. Bei geschlossener Türe hatten diese bekannten Öfen daher trotz einer versenkten Anordnung der Türe keine glatte Frontfläche und wirkten deshalb nach den neuzeitlichen Begriffen im Aussehen nicht befriedigend.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht die Beseitigung der geschilderten Mängel dadurch, dass die Schwenkaxe der Ofentüre angenähert in einer den Schwenkwinkel der Türe halbie renden Ebene parallel zu sich selbst beweg lich ist und dass die dieser Schwenkaxe par allele, benachbarte Innenkante der Türe längs einer zur Frontwand parallelen Ebene ver schiebbar geführt ist.
In der Zeichnung ist beispielsweise eine bevorzugte Ausführungsform des Erfindungs gegenstandes dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 schematisch einen senkrechten Längsschnitt durch einen Teil des Brat- und Backofens eines Haushaltungskochherdes bei geschlossener Türe und mit strichpunktierten Linien gezeichnet bei geöffneter Türe, Fig. 2 den Mechanismus zur Ermöglichung der in Fig. 1 angedeuteten Schwenkbewegung der Ofentüre.
In Fig. 1 ist der Innenraum eines Brat- und Backofens an einem Haushaltungskoch- herd mit 10 bezeichnet. An der Frontseite des Herdes befindet sieh eine den Ofen abschlie ssende Türe 11, die eine gewisse Dicke e auf weist, da sie zur Erzielung einer guten Wärme isolation, wie es üblich und daher in der Zeichnung nicht im Detail dargestellt ist, dop pelwandig ausgebildet ist. In der geschlos senen Stellung ist die Türe 11 in der Front wand 12 des Herdes versenkt, derart, dass die Aussenfläche der Türe mit derjenigen der Frontwand 12 in einer gemeinsamen Ebene liegt.
In der durch Schwenkung um 90 nach vorn und nach unten erreichten offenen Stel lung der Türe, die in Fig.1 mit strichpunk tierten Linien dargestellt ist, befindet sieh die Innenfläche der Türe in einer gemeinsamen Ebene mit der Bodenfläche 13 des Ofens, und zwar so, dass zwischen der Bodenfläche 13 und der Innenfläche der geöffneten Türe prak tisch kein Spalt vorhanden ist.
Damit die Türe 11 aus der mit vollausgezogenen Linien dargestellten geschlossenen Stellung in die mit strichpunktierten Linien gezeigte offene Stellung geschwenkt werden kann, muss sich die Aussenkante A der Türe längs der waag- rechten Ebene a-a bewegen bis zu der Stelle, wo vorher die Innenkante B der Türe lag, während sich diese Innenkante B längs der senkrechten Ebene b-b nach C bewegt.
Es lässt sich mathematisch beweisen, dass der Mittelpunkt E des in der Projektion gemäss Fig. 1 durch die Innen- und Aussenflächen der Türe 11 in geschlossener und geöffneter Stel lung derselben begrenzten Quadrates mit den Ecken A, B, <I>C, D</I> bei der beschriebenen Schwenkbewegung der Türe längs einer den Schwenkwinkel derselben Halbierenden d-d nach E' und wieder zurück an den ursprüng lichen Ort wandert. Die Strecke E-E' be trägt dabei ungefähr 0,3 mal die Türdicke e..
Zur Herbeiführung der beschriebenen Tür bewegung wird die Innenkante B der Türe längs der parallel zur Frontwand 12 des Ofens stehenden Ebene b-b verschiebbar geführt und die Türe um eine durch den Punkt E in Fig. 1 gehende Axe schwenkbar gelagert, wobei diese Schwenkaxe angenähert in der den Schwenkwinkel der Türe halbierenden Ebene d-cl parallel zu sieh selbst beweglich sein muss, wenigstens so weit, dass sie die Strecke <B>E -E'</B> zurücklegen kann.
Der Mechanismus zur Verwirklichung die ser Türführung ist in Fig. 2 gezeigt.. Zwei horizontale Schwenkzapfen 14, 14' sind gleich- axig an den beiden senkrechten Randflächen der Türe 11 befestigt, und zwar derart, dass ihre Axe durch die Mitte der Türdicke e. geht und um die halbe Türdicke vom untern Rand der Türe entfernt liegt.
Der im vorstehenden erwähnte Punkt E befindet sich somit auf der Axe der beiden Sehwenkzapfen 14, 14', welche am einen Ende von Lenkern 15, 15' gelagert sind, die zu beiden Seiten der Türe in verti kalen Ebenen um an den andern Enden vor , handene und am Ofen befestigte Zapfen 16, 16' geschwenkt werden können. Die Axe der Zapfen 16, 16' liegt in einer zur Ebene d-d, normalen Ebene<B>f -f,</B> welche die Strecke zwi schen den beiden beim Schwenken der Türe auftretenden extremalen Bewegungslagen E und E' der Sehwenkaxe 14, 14' der Türe hal biert.
Dadurch wird erreicht, dass die Lenker 15, 15' bei der Bewegung der Türe um den gleichen Winkel nach beiden Seiten der Ebene f <B>-f</B> ausschwenken. Die wirksame Länge der Lenker 15, 15', das heisst der Abstand der Zapfen 16, 16' von den Schwenkzapfen 14, 14', beträgt ein Mehrfaches der Strecke E-E', so dass sieh die Axe der Zapfen 14, 14' auf einer tangential zur Ebene d-d stehenden Zylinderfläche bewegt, die praktisch mit der Tangentialebene d-d zusammenfällt.
Die untere Innenkante B der Türe 11 ist mit Hilfe von zwei waagrecht nach beiden Sei ten der Türe vorstehenden C4elenkzapfen 17. 17' mit Auslegerarmen 18 von zwei Wagen 19, 19' verbunden, die je mittels wenigstens zwei Rollen 20 senkrecht verschiebbar in Kulissen 21, 21' geführt sind. Am obern Ende jeder Führungskulisse befindet sieh ein durch eine Stellschraube 22 gebildeter Anschlag, an wel chem der zugeordnete Wagen 19 bzw. 19' bei geöffneter Stellung der Türe zur Anlage kommt, wodurch sich eine Begrenzung der Türschwenkung im Sinne des Öffnens ergibt. Durch Verstellen der Schrauben 22 lässt sich eine genau waagrechte Öffnungslage der Türe erzielen.
Mit Hilfe einer Mutter 23 können die Stellschrauben 22 in der jeweils eingestell ten Lage gesichert werden. Am untern Ende jedes Wagens 19, 19' greift das eine Ende einer Zugfeder 24, 24' an, deren anderes Ende an einem festen Punkt des Herdes verankert ist. Die Federn 24, 24' haben das Bestreben, die Wagen 19, 19' stets nach unten zu ziehen und die Türe 11 dadurch in die Schliessstel lung zu schwenken. Die Kraft dieser Federn ist so bemessen, dass diese die Türe in der geschlossenen. Lage festzuhalten vermögen. dass aber in der offenen Stellung der Türe das durch deren Eigengewicht verursachte Drehmoment das durch die Federn hervorge rufene Drehmoment überwindet, damit die Türe selbständig in der offenen Lage verhar ren kann.
Schwenkt man die Türe 11 aus der mit. vollen Linien gezeichneten geschlossenen Lage nach vorn und nach unten in die mit strich punktierten Linien angedeutete offene Stel lung, so bewegen sich die beiden Wagen 1.9, <B>19</B> in den Kulissen 21, 21' entgegen der Wir- kung der Federn 24, 24' nach oben, was eine zur Frontwand des Ofens parallele Führung der der Schwenkaxe der Türe benachbarten Innenkante B derselben zur Folge hat.
Gleich zeitig schwenken die Lenker 15, 15' zwang läufig um die im Ofen ruhende Axe der Zap fen<B>16,16'</B> zunächst nach vorn und nach oben, bis die Schwenkaxe der Türe von E nach F' gewandert ist, und dann wieder zurück in ihre Ausgangsstellung. Beim Schliessen der Türe wiederholen sieh die Bewegungen der Lenker 15, 15', während die Wagen 19, 19' nach unten gleiten. Ohne selbst geführt zu sein, wandert die Aussenkante A der Türe 1.1 bei der Betätigung der Türe zwangläufig längs einer Horizontalebene a-a, wie es für die gewünschte Türbewegung als notwendig erachtet wurde.
Der Spalt S1 zwischen dem untern Rand der Türe und dem benachbarten Teil der Frontwand 12 des Herdes kann nach dem Vorstehenden sehr klein gehalten werden, wäh rend der Spalt S2 zwischen dem obern Rand der Türe und dem benachbarten Teil der Frontwand immerhin so gross sein muss, dass die obere Innenkante F der Türe zu Beginn der Öffnungsbewegung beim bereits beginnen den Hochsteigen der untern Innenkante B nicht an die Wandung des Herdes anstösst..
Da aber in Wirklichkeit die Höhe der Türe ein Mehrfaches deren Dicke beträgt, gelangt die Kante F schon nach kurzer Schwenkbewe gung der Türe ausserhalb den Bereich der Frontwand 12, so dass der Spalt S2 tatsäch- lieh ebenfalls sehr klein sein kann im Ver gleich zu den übrigen Abmessungen der Türe.
Aus der Beschreibung ist ersichtlich, dass keine Kanten der Türe 11. abgerundet zu sein brauchen, so dass die Frontseite des Ofens bei geschlossener Türe 11 ein glattes Aussehen aufweisen kann.