CH282977A - Verfahren und Einrichtung zum Kühlen der Zuschlagstoffe und des Zementes beim Herstellen von Beton. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Kühlen der Zuschlagstoffe und des Zementes beim Herstellen von Beton.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zum Kühlen der Zuschlagstoffe und des Zementes beim Herstellen von Beton. Beim Bau von Betonstaudämmen, in wel chen rasch brosse Mengen von Beton einge bracht werden, bildet das Abführen der wäh rend des Abbindens des Betons freigesetzten Wärme ein sehr schwieriges Problem.
Man hat. versucht, dieses Problem durch Einbau eines weitläufigen Röhrensystems in den Damm zu lösen, durch welches beim Ein bringen des Betons Kühlsole und nachfol gend zum Abführen der Bindungswärme Kühlwasser zirkuliert. Solche Kühleinrichtun gen und die dazu benötigten Kühlanlagen sind natürlich sehr teuer und empfindlich im Be trieb.
Anderseits ist schon versucht worden, wenigstens den einzubringenden Beton wäh rend seiner Herstellung dadurch abzukühlen, dass den Zuschlagstoffen unmittelbar vor dem Mischen Eisstüekchen beigefügt. werden, wobei das Anmaehwasser für den Beton entspre chend reduziert wird. 3littels dieses Verfah rens gelang es, den Beton nach Verlassen des Mischers auf etwa 2-1 C abzukühlen, was aber unzureichend ist..
Es ist auch versucht worden, die groben Zuschlagstoffe, das heisst die Steine, mittels Kaltluft abzukühlen, wozu aber wiederum eine grosse Kühlanlage erforderlich ist. Die Küh lung des Betons im fertigen Damm, das heisst das Abführen der Abbindewärme und der während .fahren freigesetzten Erhärtungs- wärme, die zusammen als chemische Wärme bezeichnet werden, ist also zufolge der ausser- ordentlich hohen Kosten fallengelassen wor den, und das hier zur Behandlung stehende Problem beschränkt sich auf das Kühlen der Zusehlagstoffe vor oder während des Mi- sehens. Um aber die Mischung -während des Mischens z.
B. mittels Eis genügend zu kühlen, ist. z. B. für eine Mischung aus 6 kg Steinen, 3 kg Sand, 1 kg Zement und<B>l</B> i#, Wasser 1 kg Eis notwendig, wodurch aber der Beton zu dünnflüssig wird.
Es bleibt also nur noch ein Weg zur Lö sung des Problems, nämlich die Zuschlag stoffe, den Zement und das Mischwasser weit gehend zu kühlen. Das Kühlen der Steine und des Misehwassers ist verhältnismässig einfach, aber schwieriger ist das Kühlen des Zementes und des Sandes.
Beim erfindungsgemässen Verfahren zum Kühlen der Zuschlagstoffe und des Zementes werden die Steine mittels Wasser, der Sand mit Luft und der Zement mit getrockneter Luft gekühlt. Das nötigenfalls künstlich ge kühlte Wasser wird zum Bespritzen und Küh len der mittels eines Förderbandes in einen ersten isolierten Tunnel eingefahrenen Steine verwendet, und die durch diesen Tunnel strö mende Luft wird einerseits in einen zweiten isolierten Tunnel gepumpt zum Kühlen des mittels eines Förderbandes in diesen Tunnel eingefahrenen Sandes, und anderseits mittels einer Pumpe durch einen Lufttrockner in einen dritten isolierten Tunnel gedrückt zum Kühlen des in diesen dritten Tunnel eingefah renen Zementes.
Falls erforderlich, wird die von den Luft pumpen geförderte Kühlluft vorteilhaft vor ihrem Eintritt in die isolierten Tunnels durch eine Kälteanlage gekühlt.
Die ebenfalls zur Erfindung gehörende Einrichtung zum Ausüben des Verfahrens be steht darin, dass je ein isolierter Tunnel zum Fördern von Steinen, Sand und Zement. in den Betonmischer mittels Transportbänder vorgesehen ist und dass eine Leitung zum Ein führen und Verspritzen von Kaltwasser in den Steinfördertunnel vorgesehen ist, nebst Pumpen und Leitungen, um Luft von aussen durch diesen Tunnel anzusaugen und einen Teil dieser Luft in und durch den Sand- und den andern Teil in und durch den Zement- fördertunnel zu drücken, wobei in der Luft leitung zum Zementfördertunnel ein Luft trockner vorgesehen ist.
Der Erfindungsgegenstand wird im folgen den mit Hilfe der beiliegenden schematischen Zeichnung eines Ausführungsbeispiels der Ein richtung zum Ausüben des Verfahrens bei spielsweise näher erläutert.
Die Betonmischeinrichtung ist, wie gezeigt, von sternförmiger Anordnung, könnte aber auch anders angeordnet sein. Mit 1 bis 3 sind drei isolierte Tunnel für die Zuführung von Steinen, Zement und Sand bezeichnet. Die Steine werden durch einen Einfülltrichter 1a auf ein mittels des Getriebes 1c langsam an getriebenes, kontinuierlich arbeitendes Trans portband 1b oder dergleichen abgegeben und dem nicht gezeichneten, zentral angeordneten Betonmischer zugeführt, der vorzugsweise kon tinuierlich arbeitet und dessen Antrieb mit A bezeichnet ist.
Der Zement wird auf gleiche Weise durch einen Einfülltrichter 2a auf ein durch das Getriebe 2e langsam angetriebenes, kontinuierlich arbeitendes Transportband 2b abgegeben und dem Mischer zugeführt. Der Sand wird durch den Speisetrichter 3a auf ein durch das Getriebe 3c langsam angetrie benes, kontinuierlich arbeitendes Transport band 3b geschüttet und von diesem dem Mi scher zugeführt.
In einer Röhre 4 wird Was- ser durch einen Kühler J, der über die Stüt zen 5a und 5b im Gegenstrom zum Wasser mit einer Kühlsole beschiekt wird, in den Verteilersprühkopf. 4a geleitet, durch den es auf die vorbeifahrenden Steine gespritzt wird. Zufolge des Verspritzens des Kühlwassers wird die im Tunnel 1 befindliche Luft be feuchtet und gekühlt. Durch eine Leitung 7 und Pumpe P wird ein Teil der durch den Tunnel 1 streichenden und somit. dort. abge kühlten Luft in den Tunnel 3 gedrückt, wo sie den Sand im Gegenstrom abkühlt.
Ein an derer Teil der durch den Tunnel 1 strömenden Luft wird durch eine zweite Pumpe P in einer Leitung 8 durch einen Lufttroekner T in den Tunnel 2 gedrüekt, wo sie im Gegen strom den Zement kühlt. Durch eine Leitung 6 wird der Kühlwas serleitung 4 Mischwasser für den Beton mischer über einen Hahn bzw. eine Dosier vorrichtung 6a abgezapft.
Zweckmässig sind im Tunnel 2, in der Nähe des Trichters 2a, wo die Kühlluft ins Freie austritt, Filter für den vom Luftstrom mitgenommenen Zement vorgesehen.
Vorteilhafterweise wird die von den beiden Pumpen P durch die Leitungen 7 und 8 ge förderte Luft mittels einer nicht. gezeichneten Kühlvorrichtung gekühlt, bevor sie in die Tunnel 3 bzw. 2 eintritt. Diese Kühlvorrich tung kann an eine besondere Kälteanlage oder an die Leitung 5a, das heisst an den Kühl solekreislauf des Kühlers 5, angeschlossen sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Kühlen der Zuschlag stoffe und des Zementes beim Herstellen von Beton, dadurch gekennzeichnet, dass die auf einem ersten Förderband in einem isolierten Tunnel zum Mischer vorgetragenen Steine mittels Wasser bespritzt und gekühlt werden, gleichzeitig durch zwei Pumpen Luft durch diesen Tunnel gesaugt und dort abgekühlt wird, ein Teil dieser gekühlten Luft in und durch einen zweiten isolierten Tunnel ge drückt wird, in dem Sand auf einem zweiten Förderband zum Miseher vorgetragen wird, und ein weiterer Teil dieser gekühlten Luft durch einen Lufttrockner in und durch einen dritten Tunnel gedrückt wird, in dem Zement. auf einem dritten Förderband zum Mischer -eführt wird.II. Einrichtung zum Ausüben des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass je ein isolierter Tunnel zum Fördern von Steinen, Sand und Zement in den Betonmischer mittels Transportbändern. vorgesehen sind und dass eine Leitung zum Einführen und Verspritzen von Kaltwasser in den Steinfördertunnel vorgesehen ist, nebst Pumpen und Leitungen, um Luft von aussen durch diesen Tunnel anzusaugen und einen Teil dieser Luft in und durch den Sand und den andern Teil in und durch den Zement- fördertunnel zu drücken, wobei in der Luft leitung zum Zementfördertunnel ein Luft trockner vorgesehen ist.UNTERANSPRÜCHE: 1.. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Kaltwasser einerseits und die gekühlte Luft anderseits im Gegenstrom zur Förderrichtung der Transport bänder geleitet. werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die von den Luft- pumpen geförderte Luft vor ihrem Eintritt in die isolierten Tunnel gekühlt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da.ss die durch den Zementfördertunnel strei chende Luft. vor Austritt aus diesem Tunnel durch einen Staubfilter geleitet wird zwecks Rückgewinnung des von ihr abgeführten Ze mentes.Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderbän der und der Mischer kontinuierlich arbeiten. 5. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kühlvor richtung zum künstlichen Kühlen des in den Steinfördertunnel eingeführten Wassers vor gesehen ist. 6. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass eine Kühlvorrichtung zum Kühlen der von den Luftpumpen in den Sand- und in den Zementfördertunnel geförderten Luft vorgesehen ist. 7.Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteransprüchen 5 und 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kühlvorrichtung für die genannte Luft an einen Kühlsolekreislauf der Kühlvorrichtung für das genannte Wasser angeschlossen ist.
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