CH282975A - Verfahren zum Herstellen von Kalksandsteinen. - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Kalksandsteinen.Info
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Description
Verfahren zum Herstellen von Kalksandsteinen. Unter den zur Errichtung von Bauwerken verwendeten Kunststeinen nehmen die Kalk steine eine bevorzugte Stellung ein, weil das zu ihrer Herstellung gebrauchte Ausgangs material in der Hauptsache aus silizium- reiehem Sand (Quarzsand) besteht, der vieler orts im Überfluss vorhanden und daher sehr billig ist.
Bisher wurden Kalksandsteine ans einem nur wenig feueliten Gemisch von Kalk und Sand hergestellt, indem das Gemisch in einer Form durch Pressen verdichtet. und der gepresste Rohling dann in einem Dampfhärte verfahren gehärtet wird, wodurch der Stein die für die Verwendung im Bauwesen erfor derliche Druekfestigkeit erhält.
Dieser bekannten Herstellung von Kalk sandsteinen haftet aber der Nachteil an, dass für die dichte Aneinanderlagerung der ein zelnen Teilchen des Rohgutes, die für die Druekfestigkeit massgebend ist, verhältnis mässig hohe Pressdrücke angewendet werden müssen. Dies ist auch der Grund dafür, dass Kalksandsteine bisher nur im Kleinformat (25 X 12,5 X 6 oder 25 X 12,5 X 10 cm) an gefertigt wurden.
Die Herstellung von gross formatigen Steinen (von etwa 38 X 25 X 25 ein Kantenlänge) würde so hohe Pressdrücke er fordern, dass die zu ihrer Erzeugung notwen digen Einrichtungen durch ihren hohen An sehaffungspreis eine solche Verteuerung des Fertigerzeugnisses zur Folge haben würden, < iass dadurch die mit Grossformatsteinen er zielten Ersparnisse an Arbeitslöhnen minde stens zum grossen Teil aufgehoben würden. Auf Grund dieser Tatsache war der Kalk sandstein andern im Grossformat wirtschaft- lieh herstellbaren Kunststeinen (z.
B. gebrann ten Ziegeln oder Betonsteinen) gegenüber im Nachteil. Es wurde daher nach einem Herstellungs verfahren für Kalksandsteine gesucht, das mit verhältnismässig einfachen Mitteln und ohne Anwendung grosser und starker Pressen wirt- sehaftlieh die Formgebung und Verdichtung des Ausgangsmaterials ermöglicht.
Bei der Herstellung von Betonsteinen ist ein Verfahren bekannt, bei welchem das Roh gut (Mörtel) verdichtet und in die Form des fertigen Steins übergeführt wird, indem man es einer Rüttel-(Vibrations-) Behandlung un terzieht. Dieses Verfahren hat sieh bei der Herstellung von Betonsteinen gut bewährt, insbesondere wohl deshalb, weil die Betonmasse ziemlich feucht und dadurch die Reibung der mit einem Flüssigkeitsmantel umhüllten Ele mentarteilchen untereinander gering ist und ferner weil hier schon bei der Formgebung der chemische Verfestigungsprozess (Abbin den) einsetzt, so dass der aus der Form ent nommene Rohling gut zusammenhält.
Anders hingegen ist es beim Kalksandstein, dessen Rohgut weniger feucht ist und nieht so gut zusammenhält. wie die Betonmasse. Aus die sen Gründen wohl hat die Fachwelt bisher ausser dein Pressen keine Möglichkeit zur hin reichenden Verdichtung der Kalksandstein masse gesehen. Ausgedehnte Versuche haben aber zu. dem überraschenden Ergebnis geführt, dass das Ausgangsmaterial für Kalksandsteine in hin reichendem Masse verdichtet werden kann, wenn es nach Einfüllen in eine Form einer geeigneten Schwingungsbehandlung unter zogen wird.
Auf Grund dieser Erkenntnis wird gemäss der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Kalksandsteinen vorgeschla gen, bei dem die zur Erzielung einer hinrei chenden Druekfestigkeit des gehärteten Kalk sandsteins erforderliche Verdichtung des Aus gangsmaterials durch eine Schwingungsbe handlung herbeigeführt wird. Die Sehwin- gungsbehandlung kann ein Rüttelvorgang (Vi brieren) sein; ferner können auch Ult,rasehall- oder Hochfrequenzsehwingungen angewendet. werden.
Dabei werden die zweckmässig von einem Erzeuger von Hochfrequenz- oder Ultraschallsehwingungen erzeugten Sehwin- gungen auf die Form, in der das Rohgut. ent halten ist, übertragen und sie gelangen auf diese Weise in das Rohgut selbst, das unter der WirkunD_der Schwingungen eine Verdich tung erfährt. Wenn man bei einer solchen Behandlung das in der Form befindliche Roh gut mit einer Gewichtsmasse, z. B. einer schwe r en Platte, beschwert, so wirken die Schurin- gungsbewegungen dieser Platte unterstützend auf den Verdichtungsvorgang. Man spricht dabei von einer Behandlung unter Auflast.
Die verschiedenen Sehwingungsarten können einzeln oder zu zweit gleichzeitig oder nach einander zur Anwendung kommen, und zwar mit. oder ohne Auflast, erforderlichenfalls auch unter gleichzeitigem, vorhergehendem oder nachfolgendem Stampfen oder Pressen.
Bei dem Verfahren gemäss der Erfindung kann das in eine Form eingefüllte Ausgangs material in allen Teilen unter der Wirkung der Schwingungen gleichmässig oder minde stens nahezu gleichmässig verdichtet werden, so dass der fertige Stein an allen Stellen seines (Auerschnittes ungefähr gleiche Festigkeits werte aufweist. Das Verfahren lässt sich daher mit Vorteil zur Herstellung von Kalksand steinen im Grossformat anwenden, und es ge stattet gleichzeitig die Ausbildung der Steine als Hohlsteine, die für die Einhaltung eines angemessenen und der Forderung nach Hand lichkeit gerechtwerdenden Gewichtes wesent- lieh ist.
Claims (1)
- PATENT AN SPRUCH Verfahren zur Herstellung von Kalksand steinen aus einem wenig feuchten Gemisch von siliziumreichem Sand und Kalk, dadurch ge kennzeichnet, dass die Verdichtung des in eine Form eingefüllten Rohgutes durch eine Sehwingungsbehandhlng erfolgt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren naeli Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Schwingungs- behandlung ein Rüttelvorgang ist. 2.Verfahren nach Patentansprueh, da- dureh gekennzeichnet, dass die Schwingungs behandlung unter Anwendung von \dureh einen lIochfrequenzg erierator erzeu-teri @elrwin- mungen erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Schwingungs behandlung unter Anwendung von durch ein Ultraschallgerät erzeugten Schwingungen durchgeführt wird.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet., dass mindestens zwei Schwingungsbehandhtngen gleichzeitig zur Anwendung kommen. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Schwingungsbehandlungen nacheinander zur Anwendung kommen. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Rohgut wäh rend der Schiv ingungsbehandlung durch ein aufgelegtes Gewicht belastet. wird.7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Rohgut zu sätzlich zu der Schwingungsbehandlung ge stampft wird. B. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Rohgut zusätz lich zu der Schwingungsbehandlung gepresst wird.
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