Vollautomatische Maschine zur Reinigung der Bestandteile von Gross- und Kleinuhren sowie von feinmechanischen Bestandteilen. Bis heute konnten nur Kleinuhren maschi nell gereinigt, werden, wobei die zerlegte (Ta- schen- oder Arinband-)Uhr in eineu Korb aus 1)rzlhtgefleclit gebracht, dieser in verschiedene Reinigungsflüssigkeiten getaucht. und zum Schluss durch einen Föhn getrocknet; wurde.
Um der Flüssigkeit die Möglichkeit zu geben, alle Teile zu erreichen, musste der Korb durch einen Motor gedreht. werden. Dieses System lii.sst sich für ('zro1.>iilireii nicht ratioiicll an wenden, da die Zentrifugalkrart des Korbes zu gross würde und daher die Maschine anor- inal stark gebaut sein müsste.
@äet;'elistand vorliegender hirfni(Inig ist eilte vollautomatische Maschine zur lZeilligung cJer Bestandteile voll Gross- und Kleinuhren sowie voll feillillecllanischen Bestandteilen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei- spiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1. zeigt den mechanischen 'feil und Fig.2 schematisch den elektrischen Teil der Maschine.
Die auf der Zeichnung bezeichneten Ma- schinoneleinente sind in ein Metallgehäuse ein gebaut. In Fig.1 stellt, 1 einen Metallbehälter dar, der mit einer Kunstharzschicht über zogen ist., um eine Oxydation durch die ver wendete Misellung voll Salmiakgeist mit, Sei fenlauge zu verhindern.
Der obere Abschlug des Behälters 1 bestellt aus einem vei-selira.ub- baren Siellerheitsglas(leckel,wodurch ein Ver- sliritzen der 1.1'lüssigheit vermieden wird.
Mit ist, ebenfalls ein Metallbehälter bezeichnet., der zur Aufnahme des Gemisches aus Salluiak- geist und Seifenlaue -Für (Crof.#uhren dient. Auch 3 stellt einen Metallbehälter dar, der zur Aufnahme der Lauge für Kleinuhren dient. Es wurden verschiedene Behälter ver wendet, da die Reinigungsflüssigkeit für Grossuhren, schneller verschmutzt als die für Kleinuhren und dann für Kleinuhren nicht mehr verwendet werden kann.
Mit 4 ist ein zur Aufnahme des Spülkonzentrates dienen der Metallbehälter bezeichnet. Dieser Behälter hat an seinem obern Ende eineu Schraubver- schluss, so (lass er gctilTnet und aufgefüllt wer den kann. 5 stellt, einen 11letallbehältcr dar, dessen Grösse so bemessen ist,
dass er das für eine bestimmte ]teinigung erforderliche Spül- konzentrat aufnehmen kann. Eine si:opl'l)üell- senlose Kreiselpumpe mit angebautem Dreh- st.romiuotor ist mit 6 bezeichnet. Dieser Pumpe kommt die Aufgabe zu, Reinigungsflüssigkeit. vom Behälter 2 oder 3 nach den, Behälter 1.
oder umgekehrt zu pumpen und das Spülwas ser vorn Behälter 1 nach- den, Ablauf 1.7 zu befördern. 7 stellt eine elektroinägnetische Meinbranluftpunipe dar, welche die Aufgabe hat, Druckluft zni erzeugen und diese nach dein Behälter 1.
zu pumpen, wo sie die Flüs sigkeit in Bewegung versetzt, wodurch die Reinigungswirkung erhöht wird. Nach Ablauf der Flüssigkeit liefert die Meinbranluftpuinpe mit.
Hilfe des Stabheizkörpers 8, der in die ljuftzul'üliruubsleituub voll der Luftpumpe 7 nach dem Behälter 1. eingebaut ist, die für die Trocknung der Teile benötigte lleissluft. Bin Durchlauferhitzer 9 erwärmt die Reinigungs- flüssigkeit während des Durchflusses vorn Be hälter 2 oder 3 nach dein Behälter 1,
wodurch eine gute Reinigungswirkung gegenüber ver harztet Öl und Oxyd auf den Uhrteilen er reicht wird. Mit 10, 11 und 12 sind elcktro- mabnetische 7,weiwegveixtile dargestellt. Ein elektromabnctisehes Ii,inweblioehdrucltventil 13, das 10 atü aushält, regelt die Wasser zufuhr.
Mit 1-1 ist eine Wasserstrahlpumpe bezeichnet, die beim Durchlauf von Wasser das für eine Reinigung benötigte Spülkon7en- trat aus .dein Behälter 5 mitansaubt und dein Spülwasser zusetzt, und 15 stellt einen 10 atü < Luslialtenden 1Vasserschlauch dar, der direkt an die Wasserleitung angeschlossen ist.
Der Überlauf im Behälter 1 trägt die Ziffer<B>16.</B> Es handelt sieh um eine mit Gewinde ver sehene Bohrung im Behälter 7 , knapp unter dessen oberem Rand, die mit dein Ablauf 17 verbunden ist. Durch den Schlauch 15 muss vor der Trocknung der Uhrenteile so lange Frischwasser zugeführt: worden, bis das Was ser im Behälter 1 klar bleibt und sämtliche Laubenreste fortgespült sind.
Der Durchfluss.- halin 18 muss vor jeder 11einigung geöffnet und wieder beschlossen werden, um den.B'c- hälter 5 mit Spülkonzentrat zu füllen. Ein Auslaufen dos Behälters 5 ist bei stillbesetzter Wasserstrahlpumpe nicht möglich, da die Pumpe 14 finit dein Behälter 5 nur durch ein Kapillarrolir verbunden ist.
In der Fing. 2 ist der Progratnnischaltcr dargestellt, der alle Teile der Reinigungs maschine automatisch steuert. Der Probrainin- schalter weiss. einen Servomotor 19 auf, der durch eine lösbare Kupplung finit einer Schalt walze verbunden ist.
1)io Schaltwalze ist ab- gerollt gezeichnet.. Nach Lösen der Kupplung kann die zum Programmschalter gehörende Schaltwalze auch von Hand verstellt werden. Der Servomotor verleiht der Schaltwalze eine Umdrehungsgeschwindigkeit von einer Um drehung in zwanzig Minuten.
Rechts am Rande der Schaltwalze ist: die Umlaufzeit von 1-20 Minuten aufgetragen. In die Schalt walze sind die Schaltnuten A, B, F, F, G ein- gefräst. Ani Gehäuse des Programmschalters sind seine Silberkontakte C angebracht, an denen sich Schaltnocken befinden, die in die Schaltnuten 4., L, L', F, G einfallen und so mit die für den Reinibungsprozess erforder lichen Kontakte,
je nach Stellung der Schalt walze schliessen und beim Verlassen der Nuten wieder öffnen. Am Programmschaltergelxäuse ist ein dreipoliger Ilauptschalter D aufgebaut, der, ausgeschaltet, die gesamte Stromzufuhr zur Maschine unterbricht.
Folgende Vorbereitungen. zur Inbetrieb setzung der Reinibunbsinaschine müssen ge macht werden Einschalten des dreipoligen Hauptschal ters D. Auffüllen des Behälters 1 mit Lauge. Drehung des Probrainnischalters auf Stellung G Minuten.
Dadurch wird die .Lauge in den Behälter 2 gepumpt, denn die Kontakte BC werden geschlossen. Ist der Behälter 2 voll, wird der Ilauptsclialter D ausgeschaltet. Nun wird neuerdings der Behälter 1 aufgefüllt und dann der Wechselschalter 20 auf Stellung II umgeschaltet.
Hierauf wird der 1iauptschal- ter D wieder einbeschaltet, so dass Lauge in den Behälter 3 (für Kleinuhren) bepunipt wird. Nach dessen Füllung wird der Haupt- sclialter D abgeschaltet und der Probramin- schaltcr auf die Stellung 0 141m. bestellt.
End lich wird noch der Behälter finit Spülkon- zentrat gefüllt. Die beschriebenen Vorberei tungen sind nur einmal auszuführen und müs sen erst beim Wechsel der Reinigungsflüssig- keiten, wegen deren Verschmutzung, wieder holt werden. Spülkonzentrat ist nach Bedarf' nachzufüllen.
Nach .dein l a)inleben der zerlegten Uhr in den verschraubbaren Reinigungsbehälter 1 wird die Reinigungsmaschine in Betrieb ge setzt, und zwar wird zuerst das Durchflul>- ventil 18 für einen Moment geöffnet. Dadurch fliesst Spülkonzentrat aus denn Behälter 4 in den Konzentrat für einen Arbeitsbang ent haltenden Behälter 5.
Nun wird der Haupt- schalter D einbeschaltet. Der Servomotor 19 des Probranunschalters (Fib. 2) läuft an und steuert sämtliche Geräte automatisch während des ganzen Reinigungsprozesses. Zur Gross-
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uhrreinigun <SEP> g <SEP> ist <SEP> der <SEP> Wechselsehalter <SEP> 20 <SEP> auf
<tb> Stellung <SEP> 1 <SEP> gebracht.
<tb>
Läuft <SEP> nun <SEP> der <SEP> Servomotor, <SEP> so <SEP> bleiben <SEP> die
<tb> clektroniagnetisehe <SEP> Meinbranluftpumpc <SEP> 7 <SEP> und
<tb> der <SEP> Sta.bheizlairpcr <SEP> 13 <SEP> von <SEP> der <SEP> ersten <SEP> bis <SEP> zur
<tb> zwanzigsten <SEP> ;Viinute <SEP> cingesdialtet <SEP> (l@ontakt;
<tb> GC).
<tb>
Von <SEP> der <SEP> Stellung <SEP> 1.111 <SEP> bis <SEP> 2111 <SEP> werden <SEP> hinzu ;,csc@ia.ll,c1.: <SEP> Zweiwegverii.il <SEP> <B>11,</B> <SEP> l)urc@i@a@il-'crhü; zer <SEP> 11, <SEP> illotor <SEP> der <SEP> Kreiselpumpe <SEP> (Rechtslauf,
<tb> Kontakte <SEP> AC). <SEP> In <SEP> dieser <SEP> Minute <SEP> wird <SEP> Lauge
<tb> vorn <SEP> Behälter <SEP> \?nach <SEP> dein. <SEP> Behälter <SEP> 1 <SEP> gepumpt
<tb> und <SEP> ti#ifft, <SEP> dort. <SEP> erwärmt <SEP> ein. <SEP> Durch <SEP> die <SEP> Luft pumpe <SEP> 7 <SEP> wird <SEP> .die <SEP> liattl;c <SEP> während <SEP> dreier <SEP> Mi nuten <SEP> in <SEP> Bewegung <SEP> versetzt <SEP> und <SEP> sorgt <SEP> da durch <SEP> für <SEP> eine <SEP> gründliche <SEP> Reinigung <SEP> der
<tb> Uhrenteile <SEP> von <SEP> Oxyd <SEP> und <SEP> verliarztcm <SEP> Öl.
<tb>
Von <SEP> der <SEP> sechsten <SEP> bis <SEP> zur <SEP> siebenten <SEP> Minute
<tb> werden <SEP> eingeschaltet: <SEP> Ventil <SEP> 11 <SEP> und <SEP> Kreisel pumpe <SEP> 6 <SEP> (Kontakte <SEP> <I>11C_.\).</I> <SEP> I)ie <SEP> Kreiselpumpe
<tb> läuft, <SEP> wegen <SEP> des <SEP> Polwechsels <SEP> finit <SEP> umgekehrtem
<tb> Drehsinn <SEP> (Linkslauf) <SEP> und <SEP> pumpt. <SEP> Lauge <SEP> mir
<tb> späteren <SEP> Verwendung <SEP> in <SEP> den <SEP> Behälter <SEP> 2 <SEP> zu rück.
<tb>
Uin <SEP> die <SEP> 11letallteile <SEP> vor <SEP> Oxydation <SEP> durch
<tb> l.ttfl.ztiti#itt <SEP> zu <SEP> selüitzen, <SEP> wird <SEP> nach <SEP> der <SEP> sieben..
<tb> Zen <SEP> Minute <SEP> Ibis <SEP> Ventil <SEP> 13 <SEP> geöffnet <SEP> (Kontakt
<tb> <I>EC).</I> <SEP> 1)a <SEP> dieses <SEP> Ventil <SEP> mittels <SEP> des <SEP> 1loc:lidrucl:
sclilauclics <SEP> <B>15</B> <SEP> an <SEP> die <SEP> Wassci#leitunb <SEP> anbe schlossen, <SEP> ist., <SEP> tritt <SEP> sofort: <SEP> Wasser <SEP> in <SEP> den <SEP> Be <B>1, <SEP> lind</B> <SEP> dieses <SEP> wird <SEP> ditreli <SEP> die <SEP> Luft:
<tb> trampe <SEP> 7 <SEP> in <SEP> Bewegung <SEP> gclialicu, <SEP> um <SEP> auch <SEP> die
<tb> letzten <SEP> Reste <SEP> der <SEP> Lauge <SEP> abzuspülen. <SEP> Durch
<tb> den <SEP> Fluss <SEP> in <SEP> der <SEP> Wasserstrahlpumpe <SEP> 11 <SEP> wird
<tb> Spülkon <SEP> zentrat <SEP> aus <SEP> dem <SEP> Behälter <SEP> 5 <SEP> angesaugt
<tb> und <SEP> dem <SEP> Wasser <SEP> zugesetzt. <SEP> :Das <SEP> Spülkonzen trat, <SEP> bat, <SEP> den <SEP> Zweck, <SEP> Laugenreste <SEP> vollkommen
<tb> zti <SEP> neutralisieren <SEP> und <SEP> eine <SEP> rückstandslose <SEP> Ver t.rocl:nun;;
<SEP> des <SEP> Wassers <SEP> zu <SEP> gewährleisten.
<tb> Frischwasser <SEP> strömt <SEP> bis <SEP> zur <SEP> vollendeten <SEP> drei. zehnten <SEP> Minute <SEP> in <SEP> den <SEP> Behälter <SEP> 1 <SEP> ein. <SEP> Iler nacli <SEP> wird <SEP> der <SEP> Kontakt <SEP> <I>EC</I> <SEP> geöffnet.
<tb>
Von <SEP> cler <SEP> dreizehnten <SEP> bis <SEP> vierzehnten <SEP> @i mite <SEP> wird <SEP> die <SEP> Kreiselpumpe <SEP> 6 <SEP> und <SEP> das <SEP> Ven til <SEP> 10 <SEP> eingeschaltet <SEP> (Kreisclpunipe <SEP> Linkslauf,
<tb> Kontakte <SEP> FC <SEP> geschlossen). <SEP> Iliedurch <SEP> werden
<tb> Kpiilwasserreste <SEP> über <SEP> den. <SEP> Ablauf <SEP> 77 <SEP> weg gepumpt.
Von der vierzehnten bis zur zwanzigsten vIinute ist nur die Luftpumpe 7 und die Hei zung S in Betrieb (Kontakte GC) und sorgt finit Reissluft für absolute Trocknung der Uhrenteile. Nach der zwanzigsten Minute schaltet der 1'robi#aninisclia.l.ter alles ab. .Der Servomotor läuft noch in die Ausgangsstel- lung zurück.
1)t1 die; Lauge <B>für</B> Grossüliren.seltncller als für Kleinuhren verschmutzt, wird für die Lauge zur Reinigung von Kleinuhren ein se parater Behälter 3 verwendet, der nach Um schalten des Wechselschalters 20 auf Stel- lung II in Funktion tritt. Statt, des Ventils 11. wird dann das Ventil 12 geöffnet.
Wird ein Wechsel der Flüssigkeiten weben zti starker Verschmutzung notwendig, so wird die I'lüssi-keit aus dein Behälter 2 bzw. 3 in den Behälter 1. und von dort in .den Ablauf 17 gepumpt.