CH270291A - Ringwaage für Druck- und Mengenmessung. - Google Patents

Ringwaage für Druck- und Mengenmessung.

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CH270291A
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Ag Landis Gyr
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Landis & Gyr Ag
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L7/00Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements
    • G01L7/18Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements using liquid as the pressure-sensitive medium, e.g. liquid-column gauges
    • G01L7/24Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements using liquid as the pressure-sensitive medium, e.g. liquid-column gauges involving balances in the form of rings partly filled with liquid

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Description


  
 



  Ringwaage für Druck- und Mengenmessung.



   Ringewaagen in Verbindung mit Staugerät sind als   t) esonders    betriebssichere   Mengen-    messgeräte bekannt und werden für Gasmes- sung bei kleinen statischen Drücken und   aneh    als   Mengenmesser    für Dampf, Pressgas, Was- ser und sonstige unter Druck stehende Flüssigleiten angewendet. Ohne Staugerät und ohne Radizierung finden sie Anwendung für Druck-, Zug-, Differenz-Druckmessung, für Dichtenmessung usw. Bei diesen Waagen ist besonders für Mengennessung der Messbereich wegen der   quadratischen    Beziehung von Dif  ferenzdruek    und Menge beschränkt, und er erreicht nicht den Messbereich von Schwimmermanometern,   insbesondere    solcher mit Erweiterung in der Niveaugegend der Sperrflüssigkeit.

   Unter etwa 15 Prozent des Endwertes kann man mit Ringwaagen beschränkter Baugrösse nieht messen.   Mit    Schwimmermanometern ist dies aber mit entsprechend hohem Wirkdruck und Gewicht der Sperrflüssigkeit (Quecksilber) bis auf etwa 2% vom Endwert möglich. Bei Gasringwaagen kann man bei etwa 16 bis 25 mmWS max.



  Wirkdruck höchstens auf etwa 200/0   AIenge    vom Endwert herunter messen, was mit Bezug   auf    den   Differeiizdruek    vom Endwert entspricht. Bei tieferen Wirkdrücken werden deshalb die Ringwaagen durch Tauchglocken ersetzt.



   Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Ringwaage für   Druck- und    Mengenmes  Sung,    deren Rohrring auf einer Seite eines   Durchmessers    eine Erweiterung aufweist, die bei unbelasteter   Waage    in der Zone des Sperrflüssigkeitsniveaus im Rohrring liegt.



   Die Zeichnung zeigt ein   Ausführungsbei    spiel der   Erfiiidung.    Die
Fig. 1 und 2 veranschaulichen schematisch   die    Waage in zwei verschiedenen Stellungen und die
Fig. 3 und 4 sind Diagramme.



   Bei Ringwaagen ist der Ring aus einen kreisförmig gebogenen, runden Rohr gebildet, und diese Ringe erfordern für die praktischen Bedürfnisse bis zu 4 kg Quecksilber (Hg) als Sperrflüssigkeit, weil sie für möglichst hohen Wirkdruck mit entsprechend grossem Ring  durchmesser    gebaut werden müssen. Sie sind entsprechend schwer, und der   Messbereich    ist deshalb, wie bereits bemerkt, besehränkt. Die Drehung des Ringes erfolgt bekannterweise durch die Hg-Verlagerung von der einen auf die andere Seite des Ringes bzw. durch Einwirken des   Wirkdruckes    (Differenzdruck), der von einem Staugerät erzeugt wird, auf die im obern Teil des Ringinnern vorgesehene Trennwand. Das Wirkmoment wird durch ein Gewicht im   Gleichgewicht    gehalten, bzw. dieses Gewicht bildet die Gegenkraft zur Wirkkraft.



  Je grösser der Wirkdruck um so grösser wird dieses Gewicht.



   In der Fig. 1 ist die neue Ringwaage gernäss dem Ausführungsbeispiel in der Nulllage dargestellt. 1 ist der Ring mit   gleichför.      ruhigem    Querschnitt. Auf der linken Seite ist die Erweiterung 2 in den Ring eingefügt.



  Diese ist als naeh aussen gerichtete rinde   Rohrschleife mit kreisförmigem Querschnitt angenommen, wobei der Querschnitt gleich dem Rohrquerschnitt des Ringes ist. Diese Schleife ist dazu in der Nullage der Waage um einen Betrag a aus der horizontalen, durch den Drehpunkt des Ringes gehenden Ebene nach unten versetzt.

   Letzteres hat den Zweck einer guten Ausnutzung des   Fassungsvohi-    mens des Ringes für den maximalen   Wirk-    druck und setzt die Menge der Sperrflüssig  heft    und damit deren Gewicht herab. 3 ist ein Anschlusskopf des Ringes für die flexiblen Zuleitungen 8, welcher   Kopf    auch die Trennwand 3a, die den Ring 1 in die beiden Druck- kammern unterteilt, enthält; 9 sind die festen   Ansehlussstellen    für die Zuleitungen 8;

   4 ist ein Lagerbock der sich vom Ansehlusskopf 3 gegen das Zentrum des Ringes 1 erstreckt und im   Ringzentrum    eine Pfanne 5 trägt, die sich auf eine Schneide 6 abstützt, die ihrerseits in einen Lagerbock 7 des Ringwaagen- gehäuses eingesetzt ist. 13 ist das den Messdrnck übertragende Medium, das bei Dampfund   Wassermesslmgen    Wasser, bei Pressgasmessungen das Pressgas selbst ist. 14 ist die Sperrflüssigkeit bzw. das Quecksilber, 10 ist ein Gegengewicht zur Erweiterung, 2 und 11 ein   Balaneegewicht      zum    Anschlusskopf 3, dem Lagerbock 4 und zu den flexiblen Zuleitungen 8, die, wie üblich, aus dünnen federnden Rohren bestehend gedacht sind. Das   Gewieht    11 ist so bemessen, dass die Ringwaage bei Wirkdruck Null in der gezeichneten Nullage steht.

   Die aus den Rohren 8 gebildete federnde Zuleitung für den Differenzdruck ist dabei gespannt. In der Mittellage der Waage ist diese entspannt und in der Endlage, das heisst beim   Maximalausschlag    wieder gespannt.



  Wenn der Anschlusskopf 3 und der Lagerbock 4 entsprechend leicht sind, so kann das Galancegewicht 11 weggelassen werden. 12 stellt das eigentliche Eichgewicht der Waage dar, das sich einzig nach dem Wirkdruck bzw. dem absoluten Messbereich richtet. In der Nullage der Waage liegt   Sperrflüssigkeit    im untern Teil der Schleife 2 (Fig. 1 links), und die genaue Lage des Hg-Niveaus wird experimentell bestimmt.



   Wird nun durch die beiden   Ansehlussköpfe    9 der Leitungsrohre 8 ein Differenzdruck bzw. ein   Wirkdruek    eingeführt, so wird die   Spcrr-    flüssigkeit 14 aus der Schleife 2 verdrängt und ihr Niveau steigt im Ring 1 auf der der Schleife gegenüberliegenden Seite. Dadurch dreht sich der Ring in Richtung des Pfeils in Fig. 1 unter Steigen des Hg im rechten Schenkel des Ringes rechts herum. Hg-Säule und   Eichgewicht    12 halten sieh hierbei das Gleichgewicht, und   weml    der maximale Ausschlag = 100% erreicht ist, das heisst das   ltg    die in Fig. 2 mit   h    bezeichnete Niveaudifferenz erreicht hat, hat die Waage die Stellung dieser Fig. 2.



   Die Arbeitsweise geht aus den Diagrammen der Fig. 3 und 4 hervor. Im Diagramm    nach Fig. 3 sind die Drehwinkel # in Funk-    tion von Wirkdruck   d    p und Menge Q, sowohl für eine gewöhnliche als für eine neue Ringwaage für den   Mressbereieh    0 bis 100 % dargestellt, wobei die   Kurvenlinien      cc,    b für die gewöhnliche und diejenigen c, d für die neue Waage gelten. Es geht daraus und auch aus Fig. 4 hervor, dass die neue Ringwaage bei gleichem Maximalwinkel mit grösserem Winkel aus Null herausläuft, das heisst sie besitzt ein grösseres Anlaufmoment.

   Bei bei   spielsweise # p p = 10 % ist für die neue Ring    waage der Drehwinkel   y    = 20% (Kurve c) gegenüber nur 10%   (Kurve a)    bei der gewöhnlichen Ringwaage. Bei   10 0/o    Menge indessen ist der Drehwinkel   #    für die neue Ringwaage   7 0/0    (Kurve d) gegen über nur 1% (Kurve b) für die gewöhn  liche      Ringwaage.    Der Unterschied ist noch drastischer im eigentlichen Anlaufgebiet.

   Bei beispielsweise 2 % Menge ist das Drehwinkel Verhältnis 1,4 % zu   #    0%, der neue Ring macht also bei Q =   2 0/o    bereits einen   gut    messbaren Winkel   #    = 1,4%, während sich der gewöhnliche Ring praktisch noch gar   nieht    bewegt. Um den gewöhnlichen Ring um den Winkel   97    = 1,4 % zu drehen, braucht es   12 0/o    Menge.

   Mit andern Worten, wenn der neue Ring mit 2 % Menge anfängt zu messen, so kann es der gewöhnliche Ring erst bei 12 %.      f    =   l    (Q) ist für die neue Ringwaage bis    # 44% eine Gerade (d' in Fig. 3), darüber    bis 100% eine Parabel, für die gewöhnliche Ringwaage ist   # = f    (Q) von 0 bis 100% eine Parabel (Kurve b Fig. 3).

     #    = f   (#    p) ist für die neue Ringwaage bis   #    p = 20 % mindestens   angenähert    eine Parabel   (Eurven-    stück   c' Fig.    3) und darüber bis 100    /o    eine Gerade, während   #    = f   (#    p) für die ge   wöhnliehe Ringwaage von 0 bis 100  /o # p erz eine    Gerade ist (Kurve a Fig.3).



   In Fig. 4 ist für eine neue Ringwaage noch der Anzeigewert bei Wegradizierung (Skala e) in Funktion von0 Einstellwert der Menge (Skala f)   dargestellt.      Die    geringe mechanische, durch die Linie h' bei zunehmender und   durch    die Linie h" bei abnehmender Belastung gekennzeichnete Hysteresis der neuen Ringwaage zum Sollwert i (Q 100) ist bemerkenswert. Der praktische Nullpunkt X liegt bei etwa   1,5    %. Damit ist ein   Anlaufmoment    erzielt, das besser ist als bei den besten Spezial-Mengenmessern mit Differenz-Druckmanometer.   Die    Anzeigewerte liegen weit innerhalb der üblichen   Toleranzgrenzen    g bei den bisher bekannten Mengenmessern, die auf dem   Staudruekprinzip    beruhen.



   Die die Erweiterung bildende   Rohrsehleifc    2   kann    auch   andere    Lagen am Ringrohr 1 haben als wie im beschriebenen Beispiel. So kann sie auch nach innen gerichtet sein, oder sie   kann    mit Bezug auf die Ebene, in der der Rohrring liegt, seitlich angeordnet sein. Der Rohrquerschnitt der Schleife braucht auch nicht   kreisrund    zu sein. Die Schleife ist aus fabrikatorischen Gründen mit Steigung ausgeführt; sie kann aber auch eben sein, so dass Ein- und Ausgang derselben auf gleicher Höhe liegen.

   Die Schleife könnte auch anders als   kreisförmig gebogen    sein, sie könnte auch ein einheitliches Stück mit dem Ringrohr bilden, das heisst aus einem Stück desselben gewunden sein, so dass ein   Einsehwei-      ssen    also erübrigt ist. Schliesslich ist es auch denkbar, den   geschilderten    Effekt mit anderer als Schleifenform zu erzielen.



     Mit    der beschriebenen neuen Ringwaage wird im untern Bereich eine   WN'inkelverdre-    hung erreicht, die   mit    der Menge linear und wegen der Beziehung Q Q C   C,/¯    (Menge Konstante. Wurzel aus Wirkdruck) proportional mit der Wurzel aus dem Differenz  diiick    ansteigt. Dies ergibt die günstigsten   Übersetzungsverhältnisse    zwischen Ringbewe  gung    und Zeigerbewegung, wobei die Radizierkurve günstig wird, das heisst ohne starke   Übersetzung    im untersten Messbereich, insbesondere aus Null heraus.



   Die neue Ringwaage benötigt kleinere Di  niensionen    und demzufolge geringeres Gewicht als bisherige Waagen, wobei sie entsprechend   wenig    Hg als Sperrflüssigkeit bedarf. Benötigt eine gewöhnliche Ringwaage, z. B. ein Rohr von etwa 30 mm Rohrdurchmesser mit etwa 4 kg Hg, so kann die neue Ringwaage   mit    einem Rohr von nur etwa 10 mm   Dureh-    messer   mit    nur etwa einem Zehntel obigen Hg-Gewichtes ausgeführt werden.

   Im übrigen stellt sich die neue Ringwaage mit Bezug auf Sperrflüssigkeitsmenge und deren spezifi  schem    Gewicht bei geeigneter Ausbildung nicht schlechter als ein Schwimmermano-   meter,    wo eben auch eine ganz bestimmte Hg  Menge    eingefüllt werden muss, wenn Falsehmessungen vermieden werden sollen.



   Die neue Ringwaage lässt sich ohne   Stau-    gerät und   Radiziervorriehtnng    auch vorteilhaft für einfache Druck- und Zugmessungen verwenden.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ringwaage für Druck- und Mengenmes Ring, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohrring auf einer Seite eines Druckmessers eine Erweiterung aufweist, die bei unbelasteter Waage in der Zone des Sperrflüssigkeits- niveaus im Rohrring liegt.
    UNTERANSPRÜ CHE : 1. Ringwaage nach dem Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrerweiterung aus einer Rohrschleife besteht.
    2. Ringwaage nach dem PAtentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrsehleife am Rohrring nach innen gerichtet ist.
    3. Ringwaage nach dem Patentanspruch und dem Unteransprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrschleife am Rohrring nach aussen gerichtet ist.
    4. Ringwaage nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrschleife am Rohrring mit Bezug auf die Ebene, in der der Rohrring liegt, seitlich angeordnet ist.
    5. Ringwaage nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrsehleife aus einem Rohr mit Kreisquersehnitt besteht.
    6. Ringwaage nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadureh gekennzeichnet, dass die Rohrschleife inderNullage der Waage mit Bezug zur Horizontaleben, die durch den Drehpunkt des Rohrringes geht, nach lunten versetzt ist.
    7. Ringwaage nach dem Patentanspruch irnd dem Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrsehleife eine Steigung aufweist, wobei das Nivean der Sperrflüssigkeit bei unbelasteter Waage in einem Teil der Rohrschleife liegt.
CH270291D 1949-03-05 1949-03-05 Ringwaage für Druck- und Mengenmessung. CH270291A (de)

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