CH267166A - Verfahren zur Herstellung von mit mindestens einem Hohlraum versehenen Sintermetallkörpern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von mit mindestens einem Hohlraum versehenen Sintermetallkörpern.

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Description


  Verfahren zur Herstellung von mit     mindestens    einem Hohlraum  versehenen     Sintermetallkörpern.       Die vorliegende Erfindung bezieht. sich  auf ein Verfahren zur     Herstellung    von reit       mindestens    einem     Hohlraum    versebenen     Sin-          termetallkörpern.    Das Verfahren ist z. B. an  wendbar für die Herstellung von     Gastur-          binenschaufeln.     



  Es besteht hinsichtlich der     Gasturhinen-          schaufeln    das     Bedürfnis,    diese Schaufeln zu  kühlen, indem     matt    in ihnen innere Kanäle  anbringt,     durch    die ein Kühlmittel zirkulieren  kann. Für     eitle    wirksame Kühlung ist. es aber  wichtig, dass der mittlere hydraulische     Durch-          inesser    eines Kanals (definiert derart, dass er  (las Vierfache der     Querschnittsfläche    des Ka  nals dividiert durch den     Querschnittsumfang     beträgt) klein sein soll im Vergleich zu seiner  Länge, z.

   B. mindestens ein Zwanzigstel, vor  zugsweise aber von der Grössenordnung eines  Hundertstels oder eines     Hundertundfünfzig-          stels.    Die Herstellung eines solchen Kanals       mittels    Bohrmaschinen oder durch andere  gebräuchliche maschinelle Arbeitsverfahren  stösst aber auf Schwierigkeiten. In diesem  Fall bietet nun die     Metallpulvertechnik    einen  Ausweg, da bei der anfänglichen Formopera  tion bereits     Vorkehrungen    für die Herstellung  der Kanäle getroffen werden können.  



  Es ist bereits vorgeschlagen worden, in  Metallkörpern mit. Hilfe der     Metallpulvertech-          nik    Löcher, Öffnungen, Hohlräume und     Aus-          nehmungen    herzustellen. So wird z. B. vorge  schlagen,     solche    Höhlungen durch Anwen  dung eines Kernes aus Borax oder einem an-    Bern     nielitinetallisehen        l1aterial    herzustellen,  (las während des     Sinterprozesses,    das heisst.  während der     Verfestigungsoperat.ion,    sich       leicht.    zersetzt oder verdampft.

   Ferner ist, ein  Verfahren zur Herstellung eines     nahtlosen          Rohrs    aus feuerfestem Metall beschrieben wor  den, gemäss welchem das Rohr um einen     Nle-          tallkern    herum     geformt    wird, der bei einer       Hitzebehandlung    schmilzt und aus einem spe  ziell vorgesehenen Loch     heraustropft    oder ab  destilliert.  



       Ungeachtet        der    Tatsache, dass also die       Verstellung        voll    Aushöhlungen mittels der       Metallpulvertechnik    bereits vorgeschlagen  wurde, ist. doch niemand bis jetzt auf den Ge  danken gekommen, dass     man    durch geeignete  Wahl des     Kernmaterials    und der Verdichtung  des herzustellenden Körpers sehr feine Kanäle  von gewünschten Abmessungen in Gastur  binenschaufeln herstellen kann.

   Die vorlie  gende Erfindung ist aber     nicht    beschränkt;  auf die Verstellung von Kanälen dieser Art,  denn Hohlräume bestimmter Form werden  auch für andere Zwecke verlangt, und die Er  findung beschränkt sich daher nicht auf das  Spezialgebiet der Turbinenschaufeln.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur Her  stellung von mit     mindestens    einem Hohlraum  versehenen     Sinterinetallkörpern    ist, dadurch  gekennzeichnet, dass man in das zu sinternde  Metallpulver mindestens einen Kern einführt,  der entsprechend dem herzustellenden Hohl  raum geformt ist und aus einem Metall be-      steht, das unterhalb der maximalen Sinter  temperatur schmilzt, und dass man den mit  dem Kern versehenen Körper aus Metallpul  ver einer Hitzebehandlung unterwirft, beider  das Kernmaterial eine Schmelze bildet, die in  den Metallkörper eindringt.  



  Das genannte Kernmaterial     kann    durch  die genannte Hitzebehandlung oder durch eine  auf diese folgende weitere     Hitzebehandluung,     z.     B.    durch die endgültige     Sinterbehandlung,     wieder praktisch vollständig aus dem Metall  körper entfernt werden. Es kann aber auch  im Metallkörper verbleiben.  



  Wie ersichtlich, können also gewisse Kern  materialien durch Absorption in die Poren       zwischen    den Metallkörnern des Körpers oder  in die Metallkörner selbst oder in die Poren  und     in    die Körner diffundieren.  



  Wir haben beispielsweise Drähte aus rei  nem Zinn, die einen Durchmesser von 0,3 mm  und eine Länge von 100 mm aufwiesen, in  einer Form (100 mm auf 15,8 mm) unter  einem Druck von 5512     kg/cm2    in     Molybdän          eingepresst    und     einen    Stab von etwa 8 mm  Dicke hergestellt. Durch eine darauffolgende  Hitzebehandlung wurde der gepresste Stab  in einer Wasserstoffatmosphäre über den  Schmelzpunkt des     Zinns    erhitzt.

   Wir haben  auch     Cadmiumdrähte    von gleichem Durchmes  ser und Länge in einen Stab aus einer Le  gierung, die zur Hauptsache aus Chrom und  Kobalt bestand,     hineingepresst        Lind    den     Press-          körper        dann    in einer     MTasserstoffatmosphäre     mehrere Stunden lang auf dem Siedepunkt  des     Cadiniiuus    gehalten, bevor er der     Sinte-          rung    bei höherer Temperatur unterworfen  wurde.

   In beiden Fällen hat es sich gezeigt,       dass    im gesinterten Körper, da wo vorher die  Drähte gewesen waren, sich Kanäle gebildet  hatten. In diesen Fällen wiesen die Kanäle       ovalen    Querschnitt auf, und da sowohl     Zinn     als     auch    Cadmium relativ weiche Metalle sind,  so     wurde    angenommen, dass der Querschnitt  der Drähte während der     Druckoperation    ab  geflacht wurde.  



  Bei dem     Zinn-IVlolybdänversiicli    wurde das  Zinn beim Schmelzen von dem porösen     Molyb-          dän    des     Presskörpers    aufgesaugt; im andern    Falle diffundierte das     gesehniolzene        Cadmium     in die Poren des     Presskörpers,    worauf es in  der Wasserstoffatmosphäre verdampft und  entfernt wurde.  



  Offenbar kann man die Metalle, aus denen  die Kerne hergestellt werden, in zwei Klassen  unterteilen.     Zn    der einen Klasse gehören die  jenigen Metalle., die im     Presskörper    nach der       Schlussbehandlung        zurückgehalten    werden; es  kann dabei vorkommen, dass das Metall auf  irgendeine Art während der Hitzebehandlung  oder einer darauffolgenden Behandlung, z. B.  der     Sinterung,    sich mit einem Metall des       Presskörpers    legiert. Man kann z. B. einen  Nickelkern in ein ans Wolfram, Kobalt     und     Chrom bestehendes     Metallpulv        ergemisch    ein  führen.

   Bei der     Hitzebehandhing    schmilzt das  Nickel und diffundiert in das Metallpulver,  wobei es sieh mit dem Wolfram legiert. Zur  andern Klasse gehören z. B. solche Metalle,  die bei der Erhitzung einen hohen Dampf  druck aufweisen     Lind    daher durch Nachbe  handlung, z. B. durch eine Hitzebehandlung,  wenn möglich in einer     Schutzatmosphäre    oder  im Vakuum, praktisch ganz aus dem     Presskör-          per    entfernt werden können.  



  In der erstgenannten Klasse können den  Abmessungen eines     Kanals    oder Hohlraums  und der Zahl der Kanäle oder Hohlräume,  falls mehrere derselben gewünscht werden,  Grenzen gesetzt sein, da     jedenfalls    die Menge  des Metalls, das     vorn        Presskörper    aufgenom  men. oder     zuriiekg,ehalten        wird,    in gewisser  Weise begrenzt: sein     muss.    Dies dürfte     durch     Versuche feststellbar sein;

   bis     zii    einem ge  wissen Grad ist eine solche Feststellung da  möglich, wo der     Presskörper    zuerst unter  Druck geformt wird, und zwar durch Rege  lung des     Pressdruekes    und folglich der     Porosi-          tät.    des gepressten Pulvers.

   In der andern  Klasse     scheint        mir    die     ineehanisclie    Festigkeit  des     Presskörpers    im     un        gesinterten    Zustand die  Grösse und Zahl der Kanäle     un        ct        Hohlräume     zu     bestinnren.     



  Die Wahl des Metalls, aus dein der     Kern     bestehen soll, wird fast.     auissehliesslieh        bestimmt     durch die     Bedingungen,    unter denen die  Hitzebehandlung des     Presskörpers    durehge-      führt werden soll, und durch die Zusammen  setzung dieses     Presskörpers.    Beispielsweise  kann Cadmium verwendet werden, wenn die  Hitzebehandlung des     Presskörpers    in einer  oxydierenden Atmosphäre stattfindet;

   denn  obwohl dabei das Cadmium innerhalb des       Presskörpers    oder beim Austreten aus demsel  ben ganz oder teilweise oxydiert werden kann,  so hat das     Cadmiumoxyd    einen hohen Dampf  druck. Der Vorgang bei der Bildung eines  Kanals oder eines Hohlraumes wird dann ganz  ähnlich verlaufen, wie dies oben für die Ver  wendung von     Cadmiummetall    beschrieben ist,  und das sich bildende Oxyd wird in gleichem  Mass beseitigt werden können wie im bereits  beschriebenen Falle das Metall.  



  Andere Materialien, die wegen ihres nied  rigen Schmelzpunktes und hohen Dampf  drucks verwendet werden können, sind Zink  und     Indium.     



  Es ist. zu bemerken, dass der Kern keine  einfache Form haben muss, und dass eine kom  plizierte Form keinen Nachteil bedeutet. Auch  braucht der Kern nicht massiv zu sein, son  dern bei Anwendung eines Hohlkernes kann  mit dem gleichen Materialaufwand für den  Kern ein grösserer Kanal oder Hohlraum her  gestellt werden.  



  Bei der Anwendung des erfindungsge  mässen Verfahrens auf die Herstellung einer  mit Kanälen     versehenen        Gasturbinenschaufel     kann eine Anzahl von beispielsweise aus Cad  mium bestehenden Drähten, die in Längsrich  tung der Schaufel verlaufen, in dem     Metall-          pulverpresslin,@    angeordnet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1: Verfahren zur Herstellung von mit min destens einem Hohlraum versehenen Sinter metallkörpern, dadurch gekennzeichnet, dass man in das zu sinternde Metallpulver minde stens einen Kern einführt, der entsprechend dem herzustellenden Hohlraum geformt, ist und aus einem Metall besteht, dessen Schmelz punkt unterhalb der maximalen Sintertem- peratur liegt, und dass man den mit dem Kern versehenen Körper aus Metallpulver einer Hitzebehandlung unterwirft, bei welcher das Kernmaterial eine Schmelze bildet, die in den Metallkörper eindringt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Kernmaterial durch die Hitzebehandlung wieder praktisch vollständig aus dem Metallkörper entfernt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Kernmaterial durch eine auf die erste folgende weitere Hitzebehandlung praktisch vollständig aus dem Metallkörper entfernt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Entfernung des Kernmaterials wäh rend des Sinterungsprozesses erfolgt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man den mit dem Kern versehenen Körper aus Metallpulver einer Hitzebehandlung unterwirft, bei welcher das Kernmaterial in den Metallkörper ein dringt und in diesem verbleibt. 5. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kernmaterial so gewählt wird, dass es sich mit dem Körpermetall legiert. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Hitzebehand lung in einer reduzierenden Atmosphäre durchgeführt wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Hitzebehand lung in einer oxydierenden Atmosphäre durch geführt wird.
    PATENTANSPRUCH 1I Mit mindestens einem Hohlraum verse- hener Sintermetallkörper, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I. UNTERANSPRUCH: B. Sintermeta.llkörper nach Patentan spruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass er als mit. Kanälen versehene Gasturbinenschaufel ausgebildet ist.
CH267166D 1946-05-01 1947-09-11 Verfahren zur Herstellung von mit mindestens einem Hohlraum versehenen Sintermetallkörpern. CH267166A (de)

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