Bildwiedergabegerat für Fernsehempffinger. Die an einen guten. Fernsehempfänger ge- !itellten wichtigsten Forderungen bestehen darin, dass die Helligkeit und der Kontrast bereich des übertragenen Bildes der Wirk lichkeit entsprechen soll und dass bei einer Betrachtung des Bildes aus einer Entfernung von<B>1,5</B> bis<B>3</B> Metern seine Einzelheiten noch gut erkennbar sein sollen. Die gebräuch- liehen Fernseliempfänger entsprechen nur zum Teil diesen Forderungen.
Die zur Bild wiedergabe verwendeten Kathodenstrahlröh ren liefern ein viel zu kleines Bild und ha ben überdies den Nachteil, dass sie ein sehr grosses und sehr schweres Gehäuse erfordern, dessen Abmessungen auch in der zur Bild- fläehe normalen Richtung gross sein müs- seil, da die hinter der Bildfläche an geordneten Mittel zur Erzeugung, Kon zentrierung und Ablenkung des Katho denstrahls viel Platz erfordert.
Die mecha- nisehen Bildwiedergabegeräte liefern zwar ein ausreichend grosses Bild, sie sind jedoch noch grösser und schwerer als die Kathodenstrahl röhren und haben überdies den Nachteil, dass die Erzeugung und Steuerung des zu ihrem Betrieb erforderlichen starken Lichtes, die Synchronisierung der Antriebsmittel ihrer me chanischen bewegten Teile sowie ihre richtige Einstellung erhebliche Schwierigkeiten macht,.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Bildwiedergabegerät für Fernsehempfänger, welches eine Anzahl von zur Erzeugung von dem jeweiligen Augenblickswert der Bild- homponente des Fernselizeiehens entsprechen den Steuerspannungen geeigneten Steuer stromkreisen enthält, welche so ausgebildet sind, dass das Anschliessen eines dieser Strom kreise an die das bildfrequente Fernsehzeiehen liefernde Endstufe des Fernsehempfängers das selbsttätige nacheinanderfolgende An schliessen der übrigen Stromkreise an diese Endstufe während einer Bildweehselperiode zur Folge hat,
ferner Mittel zur Herbeifüh- rung des Ansehliessens einer der genannten Stromkreise an die genannte Endstufe am Beginn jeder Bildwechselperiode und von den genannten Steuerspannungen gesteuerte Mit tel zur Erzeugung eines optischen Bildes ent hält.
Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel des Bildwiedergabegerätes nach der Erfin dung an Hand der Zeichnungen näher er läutert.
Fig. <B>1</B> ist die Sehaltskizze eines mit dem Bildwiedergabegerät ausgerüsteten vollstän digen Fernsehemplängers; Fig.2 ist die Schaltskizze eines Teils des Bildwiedergabegerätes; Fig. <B>3</B> ist eine teilweise vergrösserte An sieht des Bildwiedergabegerätes;
Fig. 4 zeigt eine Einzelheit des Bildwieder- gabegerätes gemäss Fig. <B>3,</B> und Fig. <B>5</B> stellt einen Teil eines dein Fernseh empfänger gemäss Fig. <B>1</B> zugeführten Fern sehzeichens dar.
Der in Fig. <B>1</B> dargestellte Fernsehempf än- ger enthält einen mit der Antennenanord nung<B>11,</B> 12 verbundenen Hochlrequenzver- stärker <B>10,</B> an welchen eine Mischstufe<B>13,</B> ein Zwischenfrequenzverstärker 14, ein De- modulator und selbsttätiger Kontaktregler <B>15,</B> ein BilcHrequenzverstärker <B>16,</B> ein Bild- wiedergabegerät <B>17,
</B> ein Synehronisierzeielien- trenner <B>18</B> und ein Tonwiedergabegerät <B>19</B> angeschlossen sind. Alle genannten Teile des Fernsehempfängers sind, mit Ausnahme des Bildwiedergabegerätes <B>17,</B> üblicher Art, so dass sieh eine nähere Erläuterung ihrer Wir kungsweise erübrigt.
Das Bildwiedergabegerät <B>17</B> dient zur Wiedergabe des durch ein Fernsehzeichen übertragenen Bildes. Das Fernsehzeichen be steht aus einer in Bildzeilen aufgeteilten Bild komponente und aus Synchronisierkompo- nenten, welche sich in aufeinanderfolgenden Bildwechselperioden periodisch wiederholen. Die Bildkomponente wird von der Ausgangs klemme V des Bildfrequenzverstärkers <B>16</B> der Eingangsklemme V des Bildwiedergabegerä- tes <B>17</B> zugeführt.
An diese Eingangsklemme des Bildwiedergabegerätes sind Mittel zur Bildabtastung und zur Lichtsteuerimg ange schlossen, welche in den zeitlichen Abständen der aufeinanderfolgenden Bildpunkte des übertragenen Bildes entsprechenden zeit- liehen Abständen naelleinander-zur Wirkung <U>kommen.</U> Je eine der Anzahl der Bildpunkte einer Bildzeile entsprecliende Anzahl der vorgenannten Mittel ist zu einer Einheit zu- sammengefasst. Fig. 2 zeigt drei solche Ein heiten 20a,<B>20b</B> und 20c.
Die einander ent-. sprechenden Teile dieser Einheiten sind mit denselben Bezugsnummern bezeichnet. Da diese Einheiten einander völlig gleich sind, genügt es, wenn die erste Einheit 20a näher beschrieben wird.
Die Einheit 20a bewirkt die Bildabtastung mittels der Erzeugung von Wanderentladun gen in einer langgestreckten dampf- oder gas gefüllten Entladungsröhre. Diese Röhre ent hält eine der Anzahl der Bildpunkte einer Bildzeile entsprechende Anzahl von gleichen Kondensatoren 21a, deren eine Elektrode über die Leitung 34a geerdet ist und deren andere Elektrode über einen für alle Kondensatoren gemeinsamen Wider stand 23a mit einer Spannungsquelle<B>+</B><I>B</I> in Verbindung steht. Im Ladestromkreis jedes Kondensators mit<B>-</B> Ausnahme des ersten ist ferner<B>je</B> ein Widerstand 22a vor gesehen.
Jeder Kondensator 21a steht mit<B>je</B> einer aus den Anoden 24a und der für alle Anoden gemeinsamen, über einen Widerstand 29a geerdeten Kathode 25a bestehenden Ent ladungsstrecke in Verbindung, über die sieh der Kondensator entladen kann. Der gegen seitige Abstand der Anoden ist so gewählt, dass die Entladung in jeder Entladungs strecke die nächste Entladungsstrecke ion.#- siert und auf diese Weise in dieser eine Ent ladung herbeiführt. Infolgedessen setzt sich die Entladung in der ersten Entladungs strecke in Form einer Wanderentladung über die ganze Röhre fort.
In der Nähe der ersten Anode 24a ist eine Zündelektrode 26a vor gesehen, welche bei Zuführung eines positi ven Auslöse- oder Synchronisierimpulses zu ihr die Entladung in der ersten Entladungs strecke auslöst. Der zeitliche Abstand zwi schen den Entladungen in den einzelnen Ent ladungsstrecken hängt von der Kapazität der Kondensatoren, der Induktivität der Entlade- stromkreise, der Grösse der Widerstände 22a und der Zusammensetzung und dem Druck des die Röhre ausfüllenden Gases ab.
Diese Faktoren werden so gewählt, dass der zeitliche Abstand der Entladungen in den aufeinan- derfolgenden Entladungsstreeken dem zeit lichen Abstand der aufeinanderfolgenden Bildpunktspannungen des übertragenen Fern- selizeichens gleicht. Die Entladestromkreise der Kondensatoren 21a können demnach als Abtaststromkreise angesehen werden.
Die Kondensatoren 21a, die Widerstände 22a und die Anoden 24a können zu einer sich längs der Röhre erstreckenden, zylinderför migen konstruktiven Einheit vereinigt sein, welche aus einer leitenden äussern Schicht kreisförmigen Querschnittes aus Widerstands material, einer dazu konzentrischen innern lei tenden Schicht und einer zwischen diesen bei- den Schichten vorgesehenen nichtleitenden Schieht besteht. Dabei stellen dann die Kon densatoren 21a die verteilte Kapazität zwi schen den beiden leitenden Schichten dar, die Widerstände 22a deuten den entlang der äussern leitenden Schieht verteilten Wider stand an, und die Anoden 24a werden von Teilen der äussern leitenden Sehieht gebildet.
Die Lichtsteuerung bewirkt die Einheit 20a durch Erzeugung von Steuerspannungen, welche den zu den einzelnen Bildpunkten ge hörigen. Augenblickswerten der Bildkompo nente des Fernsehzeichens entsprechen. Zu diesem Zwecke ist zwischen jeder Anode24a und der Kathode 25a<B>je</B> eine Zwischenelek trode 28a angeordnet. Jede dieser Zwischen elektroden steht über<B>je</B> eine Leitung 47a mit der einen Elektrode<B>je</B> eines Kondensa- tors 30a in Verbindung, dessen andere Elek trode über eine Vorspannungsquelle 31a ge erdet ist.
Ein mit der Kathode 25a verbun dener, geerdeter Widerstand 29a vervollstän digt den aus dein zwischen der Kathode 25a und den Zwischenelektroden 28a befindliehen Teil der Entladungsstreeken der Röhre, den Kondensatoren 30a und der Spannungsquelle 31a bestehenden Ladestromkreis der Kon densatoren 30a. Das mit der Kathode ver bundene Ende des Widerstandes 29a ist mit der Eingangsklenune V verbunden, so dass sich an der Kathode 25a eine sich mit den Änderungen der Amplitude der Bildkompo nente ändernde Spannung ergibt.
Die oben- genannten Ladestromkreise der Kondensato ren 30a werden bei jeder Entladung in den zu den einzelnen Kondensatoren gehörigen Entladungsstreeken der Röhre geschlossen, so dass man an diesenKondensatorendenzuden einzelnen Bildpunkten gehörigen Augenblicks werten der Bildkomponente des Fernsehzei chens entspreehende Steuerspannungen erhält.
Diese Steuerspannung kann demnach zu der jeweiligen Bildpunkthelligkeit entsprechen den Lichtsteuerung verwendet werden, und die Ladestromkreise der Kondensatoren 30a, stellen demnach Lielitsteuerstromkreise dar.
Zwecks Erreiehung des erforderlichen Gleiehlaufs der Entladungen in den Abtast- stromkreisen. mit den Bildpunktspannungen des empfangenen Fernsehzeiehens müssen diese Entladungen in Abhängigkeit von den Synehronisierkomponenten des Fernsehzei- ehens gesteuert werden.
Züi diesem Zwecke sind in der Einheit 20a miteinander induktiv gekoppelte Spulen 27a, 32a und 33a vorge sehen, von welchen die Spule 27a zwischen die Kathode 25a und die Zündelektrode26a geschaltet ist, während die Spule 32a mit der an die die Zeilenweehselimpulse liefern den Ausgangsklemme L des Synchronisier- zeichentrenners <B>18</B> angeschlossenen Eingangs klemme L des Bildwiedergabegerätes und die Spule 33a mit der an die die Bildwechsel- impulse liefernden Ausgangsklemme F des Synehronisierzeichentrenners <B>18</B>
angesehlos- senen Eingangsklemme F des Bildwiedergabe- gerätes in Verbindung steht. Die übrigen Einheiten<B>20b</B> und 20c haben ebenfalls ent- si)reehende Spulen, jedoch sind in diesen Einheiten nur die Spulen<B>32b,</B> 32c mit der Eingangsklemme L verbunden, während die Spule<B>33b</B> der Einheit<B>20b</B> an die letzte Zwi schenelektrode 28a der vorhergehenden Ein heit 20a und die Spule<B>33e</B> der Einheit 20e an die letzte Zwischenelektrode 28b der vorhergehenden Einheit 20b angeschlossen ist.
Erforderlichenfalls können in die Anschluss- leitungen der Synehronisierspulen der Ein heiten 20b, 20c usw. Verzögerungsnetzwerke eingeschaltet werden.
Die Einheiten 20a,<B>20b,</B> 20c -usw. sind in einem in Fig. <B>3</B> dargestellten Gehäuse 40 an geordnet, welches auch zur Ausleuchtung eines vor dem Gehäuse vorgesehenen Bild- sehirmes 42 geeignete Liehtquellen enthält.
Diese Lichtquellen können beispielsweise Quecksilberdampflampen sein, die so ange ordnet sind, dass sie den ganzen Bildschirm 42 gleichmässig ausleuchten. Zweeks Verbes- seruna der Gleiehmässigkeit dieser Ausleueh- tung kann das Gehäuse 40 eine lichtstreuende Vorderwand 41 haben. Die Seitenwände des Gehäuses müssen natürlich lichtundurchlässig sein.
Der Bildschirm 42 besteht aus einer liehtundurchlässigen, geschwärzten Platte 43, welche in einer der Zeilenzahl des Bildes ent- sprechenden Anzahl von horizontalen Linien untereinanderliegend angeordnete Öffnungen 44 enthält, von welchen jede einem Bildpunkt entspricht. Jeder Öffnung ist eine der in Fig. 4 dargestellten, als Elektroskope ausge bildeten -Lichtschleusen zugeordnet. Jede Liehtschleuse besteht aus einer festen Elek trode 45 und einer beweglichen Elektrode 46.
Diese kann beispielsweise eine Zinnfolie sein und ist an ihrem einen Ende an einer Stütze 48 befestigt, während sie an ihrem andern Ende als eine die Öffnung 44 des Bildschir mes 42 verdeckende, lichtundurchlässige, ge- seUwärzte Blende 49 ausgebildet ist. Die Lichtschleusen sind so angeordnet, dass jede Blende 49 die zu ihr gehörige Öffnung 44 in ihrer einen Grenzlage vollständig abdeckt und in ihrer andern Grenzlage vollständig freigibt.
Die Elektroden der Lichtschleusen kön nen von den Elektroden der Kondensatoren 30a, 30b usw. gebildet sein, wobei die Elektro den 45 die mit den Zwischenelektroden 28a, <B>28b</B> usw. verbundenen Elektroden der Kon densatoren darstellen. In diesem Fall sind also die Zuleitungen 47 der Elektroden 45 mit den Zuleitungen 47a,<B>47b</B> usw. der Kon densatoren 30a, <B>30b</B> usw. identisch. Es ist zweckmässig, den Bildschirm 42 zusammen mit den Lichtschleusen in ein durchsichtiges Gehäuse einzuschliessen, um die Lichtschleu sen vor Luftströmungen zu schützen.
Dieses Gehäuse kann gegebenenfalls mit dem Ge häuse 40 vereinigt werden.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise des Bildwiedergabegerätes wird angenommen, dass das der Eingangsklemme V zugeführte Fern sehzeichen die in Fig. <B>5</B> dargestellte Form und Polarität hat. Dieses Zeichen bestellt aus Bildspann-Luigen V' und während der Zeilen- rücklaufperioden erscheinenden Zeilenweeh- selimptilsen L'. Die Bildspannungen sind um so höher,<B>je</B> grösser die Helligkeit der durch sie dargestellten Bildpunkte ist.
Weiterhin sei angenommen, dass die Bildabtastung fort laufend erfolgt und dass zunächst alle Eut- ladungsstreeken des Bildwiedergabegerätes entionisiert und alle Kondensatoren 21a,<B>21b</B> usw. durch die Spannungsquielle <B>+</B> B voll aufgeladen sind.
Der eine Bildabtastperiode einleitende Bildweehselimpuls wird über die Spulen 33a und 27a der ersten Abtasteinheit 20a der Zündelektrode 26a zugeführt, welche gleich zeitig über die Spulen 32a und 27a auch. den ersten Zeilenwechselimpuls dieser Bildabtast- periode erhält.
Diese beijen positiven Syn- chronisierimpulse erhöhen die Spannung der Zündelektrode 26a so weit, dass zwischen ihr und der Kathode 25a eine Entladung statt-, findet. Diese Entladung ionisiert die erste Entladungsstrecke zwischen der ersten Anode 24a und der Kathode 25a, so dass der erste Kondensator 21a über diese Entladungsstrecke und den Kathodenwiderstand 29a entladen wird.
Die Entladungszeit beträgt die Hälfte der Resonanzperiode des von dem Kondensa tor und der Streuinduktivität des Entla dungskreises gebildeten Serienresona.nzkreises, da am Ende dieser Zeitspanne die Spannung der ersten Anode 24a so weit verminderet ist, dass sie die Entladung nicht mehr aufrecht erhalten kann.
Während dieser Entladting vermindert sich der Widerstand des zwischen der Zwi schenelektrode 28a und der Kathode 25a ge legenen Teils der ersten Entladungsstrecke so, dass sieh ein von der Vorspannungsquelle 31a über den Kathodenwiderstand 29a ver laufender geschlossener Ladekreis für den ersten Kondensator 30a ergibt, und dieser Kondensator daher auf eine Steuerspannung aufgeladen wird, welche dem der Helligkeit des ersten Bildpunktes der ersten Bildzeile entsprechenden Augenblickswert der über die Eingangsklemme V der Kathode 25a zuge führten Bildkomponente des Fernsehzeichens entspricht.
Die Grösse der von den Spannungsquellen 31a,<B>31b</B> usw. gelieferten Vorspannung ist so gewählt, dass die bewegliche Elektrode 46a der von den Kondensatoren 30a, 30b usw. gebil deten Lichtschleusen die obere Grenzlage ein nimmt und die Blende 49 daher die Öffnung 44 vollständig abdeckt, so lange die sieh an dieser Elektrode in der oben dargelegten Weise ergebende Steuerspannung kleiner ist, als das in Fig. <B>5</B> durch die horizontale Linie <B>b</B> angedeutete Spannungsniveau, welehesdem Schwarzwert des Bildes entspricht.
Falls also die sich am ersten Kondensator 30a während der Entladung in der ersten Entladungs strecke ergebende Steuerspannung den Wert<B>b</B> nicht übersteigt, ergibt sieh am Bildschirm als erster Bildpunkt ein schwarzer Punkt. Je grösser der dein ersten Bildpunkt, entspre chende Augenblickswert der Bildkomponente des Fernsehzeiehens ist und in<B>je</B> grösserem Masse infolgedessen die sieh am ersten Kon densator 20a ergebende Steuerspannung den Wert<B>b</B> übersteigt, um so mehr zieht die Elek trode 45 die Elektorde 46 an und um so mehr Licht lässt daher die Blende 49 zur öffnung 44 durch,
so dass also der erste Bildpunkt des Bildschirmes in entsprechendem Masse heller wird. Falls der erste Bildpunkt weiss ist, wird die sich am ersten Kondensator 30a ergebende Steuerspannung so gross, dass die Elektrode 45 die Elektrode 46 ganz an sieh heranzieht, so dass diese die Öffnung 44 ganz freigibt und diese ganze ausgeleuehtet wird.
Die Entladung in der ersten Entladungs strecke der Abtasteinheit 20a ionisiert die zweite Entladungsstreeke, und infolge dieser Ionisierung kommt nach einer gewissen Zeit, welche etwa der Entladungszeit des ersten Kondensators entspricht, eine Entladung des zweiten Kondensators 21a über die zweite Entladungsstreeke zustande.
Dabei wird der zweite Kondensator 30a auf eine Steuerspan nung aufgeladen, welche dem der Helligkeit des zweiten Bildpunktes der ersten Bildzeile entsprechenden Augenblickswert der über die Eingangsklemme V der Kathode 25a zuge führten Bildkomponente des Fernsehzeichens entspricht, und infolgedessen nimmt die Elek trode 46 dieses Kondensators, welche hinter der dem zweiten Bildpunkt der ersten Bild zeile entsprechenden öffnung 44 des Bild- sehirmes 42 liegt, eine der Helligkeit des zwei ten Bildpunktes entsprechende Lage ein, so dass sieh auf dem Bildschirm dieser zweite Bildpunkt ergibt.
Dieses Spiel wiederholt sich so lange, bis die beschriebene Wanderentladung die letzte Entladungsstrecke der Abtasteinheit 20a er reicht. Durch diese Wanderentladung wurden sämtliche Bildpunkte der ersten Bildzeile ab getastet.
Von der Zwischenelektrode der letzten Entladungsstrecke der Einheit 20a wird die Spannung, welche den zu dieser letzten Entladungsstreeke gehörigen Konden sator 30a aufladet, auch zur Zündelektrode <B>26b</B> der nächsten Abtasteinheit <B>20b</B> zugeführt, und gleichzeitig erhält diese Zündelektrode den zweiten Zeilenweehselimpuls der ersten Bildwechselperiode. Diese beiden Spannungen reichen zusammen dazu aus, eine Entladung zwischen der Zündelektrode<B>26b</B> und der Ka thode 25b der Einheit<B>29b</B> herbeizuführen Lind dadurch die Wanderentladung in dieser Einheit auszulösen.
Durcli diese Wanderent ladung wird die zweite Bildzeile abgetastet, und am Ende dieser Abtastung setzt sich die Abtastung in derselben Weise in der dritten und den folgenden Bildzeilen fort.
Da der Stromkreis jedes der Kondensa toren 30a, <B>30b</B> usw. nur während der Entla dung in der zugehörigen Entladungsstrecke geschlossen ist und eine solche Entladung nur einmal während jeder Bildwechselperiode vorkommt, behält jeder dieser Kondensatoren seine Ladung während des ganzen Abtastvor- ganges, und diese Ladung wird von Bild- weehselperiode zu Bildwechselperiode nur so weit geändert,
als sieh die Hellig keit der betreffenden Bildpunkte zwi- sehen zwei aufeinanderfolgenden Bildwech- selperioden ändert. Es ergibt sieh dem nach an den Kondensatoren 30a,<B>30b</B> -usw. sämtlicher Abtasteinheiten ein Spannungs bild, welches dem durch das Fernsehzeichen übertragenen Bild entspricht. Dieses Span nungsbild wird dann durch die Organe 40 bis 49 in der oben beschriebenen Weise in ein sichtbares Bild umgewandelt.
Die Natur der Entladung in den gasgefüllten Entla dungsröhren der Abtasteinheiten 20a, 20b usw. lässt die Änderung der Ladung der Kondensatoren 30a, 30b usw. während der Entladungsperiode der Entladungsstrecken sowohl im positiven als auch negativen Sinne zu, da die Ionisierung in der Röhre<B>je</B> nach der Änderung der Bildspannung von einer Entladung zur andern entweder positive Ionen oder negative Elektronen für die La dung der genannten Kondensatoren zur Ver <B>fügung</B> stellt.
Die Kondensatoren 21a, 21b usw. werden nur einmal während jeder Bildwechselperiode entladen und haben daher genügend Zeit, sich wieder aufzuladen. Es muss darauf ge achtet werden, dass diese Kondensatoren keine so grosse Ladung erhalten, dass sie sich auch ohne vorherige Ionisierung ihrer Entladungs strecken entladen können.
Die positive Span nung an der Kathode der Abtasteinheit <U>darf</U> nicht so gross werden, dass sie die Auslösung der Wanderentladung in der Röhre durch den kombinierten Bildwechsel- und Zeilen- wechselimpuls, bzw. durch den kombinierten Zeilenwechsel- -Lind Lichtsteuerimpuls verhin dert, wobei natürlich auch die sieh an den Kondensatoren 30a, <B>30b</B> usw. ergebenden Spannungen berücksichtigt werden müssen.
An Stelle der beschriebenen fortlaufen den Abtastung kann natürlich durch entspre chende Schaltung der Abtasteinheiten auch eine dem Zeilensprimgverfahren entspre chende oder in beliebiger anderer Weise aus gebildete Abtastung erreicht werden.
Statt der Synchronisierung jeder Abtasteinheit durch die Zeilenwechselimpulse kann man sich auch damit begnügen, die Wanderent ladung in jeder Abtasteinlieit nur durch die sieh am letzten Lichtsteuerkondensator der vorhergehenden Abtasteinheit ergebende Steuerspannung auslösen zu lassen.
In der selben Weise kann auch die Wanderentladung in der ersten Abtasteinheit durch die sich am letzten Lichtsteuerkondensator der letz ten Abtasteinheit ergebende Steuerspannung ausgelöst werden, jedoch ist die besehrie- bene Auslösung durch den kombinierten Bildwechsel- und Zeilenwechselimpuls vor- teilhaiter, da sich das richtige Phasenverhält nis zwischen der Abtastung und dem empfan genen Fernsehzeichen sichert.
Der Bildschirm 42 kann auch so ausgebil det werden, dass er das Licht einer starken Lichtquelle auf einen Projektionsschirm wirft. In diesem Fall muss die Lichtquelld vor dem Bildschirm angeordnet werden, und die Blen den 49 inüssen so ausgebildet werden, dass sie das Licht der Lielitquelle reflektieren.
Die Polarität der Vorspannungsquellen 31a,<B>31-b</B> usw. muss dann umgekehrt werden, so dass die Blenden 49 die Öffnungen 44 unter der Einwirkuiig von dem Schwarzwert des Bildes entsprechenden Steuerspannungen völlig frei geben und unter der Einwirkung von dem Weisswert des Bildes entsprechenden Steuer spannungen völlig bedecken.
Das beschriebene Bildwiedergabegerät hat den Vorteil, dass es ein Bild beliebiger Grösse liefern kann, ohne Synchronisierungssehwie- rigkeiten verursachende und viel Platz ein nehmende, schwere mechanische Bildabtast- mittel zu besitzen. Die Abmessung des Ge rätes in der auf die Bildebene normalen Richtung ist so gering, dass das Gerät nach Art eines Gemäldes an die Wand gehängt werden kann und seine Unterbringung daher auch in kleineren Räumen keine Schwierig keiten macht.