CH255239A - Mit einem Oberflächenüberzug versehene Elektrode für elektrische Entladungsröhren und Verfahren zur Herstellung derselben. - Google Patents
Mit einem Oberflächenüberzug versehene Elektrode für elektrische Entladungsröhren und Verfahren zur Herstellung derselben.Info
- Publication number
- CH255239A CH255239A CH255239DA CH255239A CH 255239 A CH255239 A CH 255239A CH 255239D A CH255239D A CH 255239DA CH 255239 A CH255239 A CH 255239A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- electrode
- zirconium
- coating
- silicon
- heating
- Prior art date
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J19/00—Details of vacuum tubes of the types covered by group H01J21/00
- H01J19/28—Non-electron-emitting electrodes; Screens
- H01J19/30—Non-electron-emitting electrodes; Screens characterised by the material
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J2893/00—Discharge tubes and lamps
- H01J2893/0001—Electrodes and electrode systems suitable for discharge tubes or lamps
- H01J2893/0012—Constructional arrangements
- H01J2893/0019—Chemical composition and manufacture
Landscapes
- Measuring Oxygen Concentration In Cells (AREA)
Description
<B>Mit</B> einem Oberflächenüberzug versehene Elektrode für elektrische Entladungsröhren <B>und</B> Verfahren zur Herstellung derselben. Die Erfindung betrifft :eine mit einem siliziumhaltigen Oberflächenüberzug verse- liene Elektrode, in erster Linie Gitter oder @@ fier Anode, für elektrische EntladungSröii- ren, ha.uptszichlich für Elektronenröhren für Ra diozweelie.
Zum Vermindern, beziehungsweise zurr Ausschalten der. thermischen und sekundären Gitteremission, welche bei mit einer Thorium- kathode versehenen Senderöhren auftritt, ist das Überziehen der Gitter dieser Röhren mit Zirkonmetall bekannt. Ein weiterer Vorteil dieses Überzuges ist, dass mit Rücksicht auf rlie gasbindende Wirkung des Zirl,:on.s auch eine Gitterwirkun- vorhanden ist.
Bei Ent- laduiigsröliren, hauptsächlich bei Senderöh ren, deren spezifische Gitter- und Anoden- bela:stung hoch ist, verwendet man üblicher weise an Stelle des Zirkonmetallüberzuges einen Zirkonkarbidüberzug. Diese Überzüge werden so hergestellt, dass die mit Zirkon- meta.ll überzozene Elektrode in einem in Gas phase befindlichen Kohlenwasserstoff erhitzt wird,
oder aber auf die Zirkonmetallschicht feste Kohle oder Kohleverbindungen aufge tragen werden und sodann die in dieserWeise vorbehandelte Elektrode erhitzt wird, in wel chem Falle auf derselben dann ein Zirkon- karbidüberzug entsteht.
Es wurde gefunden, dass ihrer Bestim mung besser entsprechende, das heisst vom ljesichtspunkte des Vermei:dens von thermi- scher und sekundärer Emission vorteilhaftere Gitter und stärker belastbare Anoden erzielt werden können, falls dieselben mit einem, ausser Zir:kon auch metallisches Silizium ent haltenden Oberflächenüberzug versehen wer den, da ,die Elektronenaustrittsarbeit von Silizium bekanntlich hoch .ist und dasselbe selbst auf hoher Betriebstemperatur auf der Elektrode verbleiben kann.
Der erfindungs- gemä,sse Überzug enthält das Silizium zweck mässig in Legierung mit Zirkon, zusammen mit Zirkonoxyd, wobei der Überzug Zirkon- ilizi-d und metallisches Silizium enthalten kann.
Ein wichtiger Vorteil solcher Überzüge ist, dass ihr Gasbindungsvermö.gen recht gut ist und ihre Herstellung einfacher als die -der Zirkonkarbidüberzüge ist.
Die Überzüge der erfindungsgemässen Elektroden können auf der Elektrode selber in der Weise hergestellt werden, dass auf der zweckmässig aus einem Metall höheren Schmelzpunktes als Nickel, z. B. aus Molyb- dän und Wolfram, hergestellten Elektrode, durch auf entsprechende Temperatur erfol gende Erhitzung :derselben, metallisches Zir- kon und eine Siliziumverbindung, zweck mässig Siliziumoxyd, miteinander in Reaktion gebracht werden.
Dies erfolgt zweckmässig ,so, dass .die Elektrode mit einem zusammen hängenden, metallischen Zirkonüberzug ver sehen; wird, die Siliziumverbindung auf die-, sen Überzug in. Form eines. neuen Überzuges aufgebracht wird, und die so vorbereitet < ; Elektrode, zweckmässig im Vakuum, auf eine für die in Rede stehende Reaktion nötige Temperatur erhitzt wird.
Im Falle der Verwendung von Siliziur.- oxyd geht die Reaktion offenbar so vor sich, dass das Zirkon das Siliziumoxyd unter gleich zeitigem Entstehen von metallischem Silizium und Zirkonoxyd reduziert, wobei etwa noch zurückbleibendes überschüssiges Zirkonmetall mit einem Teil des metallischen Siliziums Zirkonsilizid bilden kann.
Das Mengenver hältnis der Überzugstoffe ist zweckmässig so zu wählen, dass das Zirkon, sauf Kieselsäure bezogen, im Überschuss vorhanden ist. Durch entsprechende Wahl der Temperatur und der Dauer,der Erhitzung während und nach der Reaktion kann wiederum beeinflusst werden, wieviel Zirkonoxyd und metallisches Silizium der endgültige Überzug ausser dem etwaigen Zirkonsilizid enthalten soll, worauf aber natürlich auch das ursprüngliche Mengen verhältnis der Reaktionskomponenten einen Einfluss hat.
Ein metallischer Zirkonüberzug auf der Elektrode kann zweckmässig auch so her gestellt werden, dass die Metallelektrode kata- phoretisch oder in irgendeiner andern ent sprechenden Art und Weise, z.
B. durch Be- sprühung mit Zirkon überzagen wird und die Elektrode sodann im Vakuum auf eine so hohe Temperatur erhitzt wird, :
dass das Zir- kon auf derselben zu einem zusammenhIn- gen.den, silberfarbigen Metallüberzug zusiam- menschrumpft. Die Farbe des auf diesen Überzug aufgetragenen Siliziumoxydüber- zug es ist weiss., und es kann der richtig eV erlauf der obenerwähntenReaktion,beziehungsweise Glühung .durch Beobachtung der Überzugs farbe kontrolliert werden.
Die erfindungs gemässen Überzüge sind nämlich meist @dun- kelgrau, ihre Farbe weicht also von der ur- eprünglichen Farbe .der ohenerwähnten Über züge ab.
Die erwähnten Erhitzungen der Elektro den oder zumindest eine derselben kann an- statt im, Vakuum, auch in einer Edelgasatmo- @sph:äre vor sich gehen und kann noch weiter die Siliziumverbindung mit Zirkon auch durch Verwendung einer andern entsprechenden Siliziumverbindung, z. B. Aluminiumsilikat, in Reaktion gebracht werden.
Es ist zweckmässig, bei der Durchführung des Verfahrens .das Zirkon und die Silizium verbindung auf die Elektrode frei von Binde mitteln aufzutragen. Die Verwendung von Bindemitteln wäre zwar vorteilhaft, damit die aufgetragenen Stoffe an der Elektroden oberfläche besser haften;
trotzdem ist aber von ihrer Verwendung abzusehen, da, die Erfahrung zeigt, class selbst von den am besten zu vertreibenden Bindemitteln, und zwar auch von Nitrozellulose, auf der Elek trQde, beziehungsweise auf .den Überzügen immer ein wenig Kohle zurückbleibt, welche .die Zirkonkörnchen umgibt und ver meidet, .dass dieselben zu einer zusammenhän genden Oberfläche zusammenschrumpfen; auch wird die Reaktion zwischen Zirkon- metall und der Siliziumverbindung erschwert.
Beispiel: Eine aus Molyb,dän hergestellte Elektrode, z. B. Gitter oder Anode, wird nach entspre chender Reinigung kataphoretisch mit metal lischem Zinkon überzogen; die vorausbe stimmte Menge wird durch Gewichtsmessung kontrolliert.
Hierauf wird die Elektrode in Hochvakuum so lange und auf solche Tem peratur erhitzt, bis .das Zirkon zu einem zusammenhängenden und die Elektroden oberfläche lückenlos überdeckenden silberfar bigen Überzug zusammenschrumpft. Auf die so vorbehandelte Elektrode, beziehungsweise auf deren Zirkonüberzug wird hierauf kata- phoretisch oder durch Besprühung eine Sili- ziwmoxydschicht aufgetragen, .deren voraus bestimmte Menge durch Gewichtsmessung kontrolliert wird;
alsdann wird die Elektrode in gutem Vakuum auf eine zum Hervorrufen .der Reaktion nötige Temperatur erhitzt. Es sei bemerkt, dass die erste Erhitzung in einem Vakuum von ungefähr 10-5 bis 10-6 Milli- meter Quecksilber und bei einer Temperatur von ungefähr 1600 C, je nach Elektroden- dimension ?2 bis 5 Minuten, die zweite Er h_tzung ebenfalls in einem Vakuum 10-5 bis W-6 mm Hz und bei einer Temperatur von ungefähr 1600 C, je nach Qualität des herzustellenden Überzuges ungefähr 5 bis 10 bl:nuten dauern kann.
Die in obiger Weise hergestellten Gitter sind von einer schädlichen Emission, selbst in stark belasteten, mit in kleinem Abstand von denselben untergebrachtenThoriumkatho- den versehenen Senderöhren, praktisch frei. Die so hergestellten Anoden sind, infolge ihrer dunkelbraunen Farbe, von einer guten Wärmeausstrahlung, sind demnach ,stark be lastbar und verfügen über sehr gute .gas bindende Eigenschaften, so dass sie also für die Verwendung in Elektronenröhren grosser Belastung, ohne die Verwendung eines be sonderen Gitters, äusserst geeignet sind.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Mit einem zirkonhaltigen Oberflächen überzug versehene Elektrode für elektrische Entladungsröhren, .dadurch gekennzeichnet, dass dieser Überzug metall-ische@s Silizium enthält. II. Verfahren zur Herstellung einer Elek trode nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass durch Erhitzung der Elek trode metallisches Zirkon und eine Silizium- verbindung auf derselben miteinander in Reaktion gebracht werden. UN TERAN- SPRüCHE 1.Elektrode nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass im Überzug das Sa:zium mit Zirkon legiert ist. ?. Elektrode nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Überzug Zir- konsilizi.d und metallisches Silizium enthält. 3. Elektrode nach Patentanspruch I, .da durch gekennzeichnet, dass der Überzug Zir- konsilizid, metallisches Silizium und Zirkon- oxyd enthält. 4.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das metaTlische Zirkon auf die Elektrode in Form einer zu sammenhängenden Metallschicht aufgetragen und die Siliziumverbindung auf diesen Über zug aufgetragen wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass auf die Elektrode aufgetragenes Zirkon durch Erhitzung der Elektrode zu einem zusammenhängenden Überzug zusammenschrumpfen gelassen wird. 6.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Zirkon auf die Elektrode kataphoretisch aufgetragen wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch 1I, da .durch gekennzeichnet, dass das Zirkon auf -die Elektrode durch Besprühung aufgetragen wird. B. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Erhitzung -der Elektrode im Vakuum erfolgt. 9.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Zirkon und die Siliziumverbindung auf die Elektrode in Form von bindemittelfreien Schichten auf getragen und durch im Vakuumerfolgende Erhitzung der Elektrode miteinander in Reaktion gebracht werden.10. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Zirkon und die Siliziumverbindung auf die Elektrode in solchem Mengenverhältnis aufgetragen wer den, dass dureh die Erhitzung der Elektrode, auf derselben ein Zirkonsilizid enthaltender Überzug entsteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| HU255239X | 1944-08-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH255239A true CH255239A (de) | 1948-06-15 |
Family
ID=10978601
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH255239D CH255239A (de) | 1944-08-31 | 1946-10-12 | Mit einem Oberflächenüberzug versehene Elektrode für elektrische Entladungsröhren und Verfahren zur Herstellung derselben. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH255239A (de) |
-
1946
- 1946-10-12 CH CH255239D patent/CH255239A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1646816C3 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Verbindung zwischen einem Metallgegenstand und einem keramischen Gegenstand und Verwendung einer nach diesem Verfahren hergestellten Verbindung in einer elektrischen Entladungsröhre | |
| DE3509039A1 (de) | Verbundwerkstoff fuer elektrische kontakte und verfahren zu seiner herstellung | |
| DE1141388B (de) | Kathodenheizer fuer Elektronenroehren | |
| DE2752875A1 (de) | Elektrode fuer elektrochemische prozesse und verfahren zu deren herstellung | |
| DE667942C (de) | Verfahren zur Herstellung von Oxydkathoden, insbesondere Gluehkathoden fuer elektrische Entladungsgefaesse | |
| DE967715C (de) | Mittelbar geheizte Thoriumkathode fuer elektrische Entladungsroehren | |
| DE2501432A1 (de) | Vakuumdichte elektrode und rohrabschliesskappe sowie verfahren zu deren herstellung | |
| DE69018886T2 (de) | Nichtorganisch isoliertes Heizelement, dessen Herstellungsverfahren und ein solches Element verwendende Kathodenstrahlröhre. | |
| DE1639219A1 (de) | Verfahren zur Herstellung einer fotoempfindlichen,elektronenemittierenden Elektrode und nach dem Verfahren hergestellte Elektrode | |
| CH255239A (de) | Mit einem Oberflächenüberzug versehene Elektrode für elektrische Entladungsröhren und Verfahren zur Herstellung derselben. | |
| DE1177197B (de) | Speicherplatte fuer eine Fernsehaufnahmeroehre und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE2947313A1 (de) | Elektronenroehrenkathode | |
| DE2202827C3 (de) | Gitterelektrode für elektrische Entladungsgefäße und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE868026C (de) | Verfahren zur Herstellung einer nicht als Gluehkathode dienenden Elektrode fuer ein elektrisches Entladungsgefaess | |
| DE627176C (de) | Indirekt geheizte Kathode | |
| DE617546C (de) | Gluehelektrode fuer gasgefuellte elektrische Entladungsgefaesse, insbesondere elektrische Leuchtroehren, und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE645892C (de) | Anode fuer Entladungsgefaesse | |
| DE965857C (de) | Verfahren zur Herstellung von nicht emittierenden Elektroden fuer elektrische Entladungsgefaesse | |
| DE880181C (de) | Elektrodenelement fuer Vakuumroehren | |
| AT143970B (de) | Verfahren zur Herstellung einer elektronenaussendenden Elektrode. | |
| DE600129C (de) | Oxydkathode | |
| DE2734162C2 (de) | Elektrochemisches Verfahren zur Herstellung von Mangandioxid | |
| DE687902C (de) | Traegermetall fuer vorzugsweise mittelbar beheizte Gluehkathoden fuer elektrische Entladungsgefaesse | |
| DE693428C (de) | Zuendeinrichtung fuer Entladungsgefaesse mit im Betriebszustand fluessiger Kathode | |
| AT146436B (de) | Fluoreszenzschirm. |