CH249342A - Verfahren und Vorrichtung zum Reinhalten der Rückseite des Druckgutes bei Rotationsmaschinen für Textil- und Tapetendruck. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Reinhalten der Rückseite des Druckgutes bei Rotationsmaschinen für Textil- und Tapetendruck.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Reinhalten der Rückseite des Druckgutes bei Rotationsmaschinen für Textil- und Tapetendruck. Bei Rotationsmaschinen für Textildruck und Tapetendruck muss bekanntlich die Druck breite der Druckzylinder etwas grösser ge wählt werden als die Breite der zu bedruk- kenden Stoffe oder Papiere,
damit unter allen Umständen das Druckgut voll bedruckt wird und nicht etwa bei geringen seitlichen Ver schiebungen oder Breitenänderungen des Druckgutes unbedruckte Randstreifen ent stehen. Dabei ist es unvermeidlich, dass die über die Druckbreite gehenden Druckflächen der Druckzylinder ihre Farbe auf die Unter lage abgeben, auf der das Druckgut aufruht.
Diese auf der Unterlage während des Druk- kens sich häufenden und die gegebenenfalls durch das Druckgut hindurchgehenden Farb- reste würden, sobald sie mit neuem Druckgut in Berührung kommen, dieses auf der Rück seite verunreinigen, unter Umständen auch bis in die Farbwerke zurückwandern und die Reinheit des Farbtones zerstören.
Um diese Farbreste, die einen reinen, gleichmässigen Fortdruck verhindern, un schädlich zu machen, bediente man sich bis her eines Abschmutztuches, das zusammen mit dem Druckgut aln dessen Unterlage zwi schen Druckzylinder und Gegendruckzylin- der hindurchgezogen wurde und die Farb- reste durch Aufsaugen aufnahm. Dies geschah beim Drucken dünner, durchlässiger Textil stoffe, z. B.
Seide, auch mit jenen Farbresten, die durch das Druckgut bis zur Unterlage hindurchtraten. War das Abschmutztuch nach mehrmaligem Durchgang durch die Maschine verunreinigt und für den weiteren Fortdruek unbrauchbar, so musste es zum Zwecke des Waschens und Bügelns - ausge. wechselt werden.
Die Anschaffung und ganz besonders das kostspielige Waschen der langen Abschmutz- tücher verursachen. an sich nicht unerhebliche Kosten, und die Notwendigkeit ihres häufi gen Austausches, Waschens und Bügelns ver- ringert und verteuert zugleich die Druck maschinenleistung in. unerwünschter Weise. Die erwähnten Nachteile werden durch vorliegende Erfindung beseitigt.
Das erfin dungsgemässe Verfahren macht das Ab schmutztuch überflüssig, indem das Druck gut beim Drucken unmittelbar über den Ge- gendruckzylinder geführt und dieser durch ein Reinigungswerk an einem vom Druckgut nicht überspannten Teil der Mantelfläche fortlaufend gesäubert wird.
Die ebenfalls Gegenstand der Erfindung bildende Vorrich tung zur Durchführung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass an dem mit einer glatten, elastisch nachgiebigen, nicht saugenden Oberfläche versehenen Gegen druckzylinder, über den das Druckgut beim: Bedrucken mittels Druckwalzen unmittelbar geführt wird, Abnahmewalzen angreifen, die mit einem Reinigungswerk versehen sind.
Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung gemäss der Erfindung ist schematisch in der Zeichnung dargestellt.
1 ist der Gegendruckzylinder, der an seiner Oberfläche mit einem glatten, elastisch nachgiebigen, nichtsaugenden Belag 2, etwa aus Gummi oder dergleichen, versehen ist. 3 stellt das über den Gegendruckzylinder 1 geführte und der Einwirkung der Druck zylinder 4, 5, 6 und 7 ausgesetzte Druckgut dar.
Auf der Oberfläche des Gegendruck zylinders 1 liegen auf einem vom Druckgut nicht überspannten Teil des Umfanges Ab nahmewalzen 8, 9 und 10 auf, die ihrerseits mit Vorschaltwalzen 11 und 12 in Eingriff stehen. Deren Oberfläche wird von Rakeln 18 bezw. 14,
die vorteilhafterweise in axialer Richtung der Vorschaltwalzen 11 und 12 hin- und herbewegt werden, bestrichen. Diese Ka- keln sind geschliffen und werden deshalb hin- und herbewegt, damit ihre scharfen Kan- ten die zurückgebliebenen Farbreste (Farb- schicht), welche ziemlich konsistent sind, nicht wegkratzend,
sondern in der Diagona len wegschneidend beseitigen.
Wenn das Druckgut zwischen dem Gegen druckzylinder 1 und den Druckzylindern 4, 5, 6-und 7 hindurchgeht, so lassen die über die Ränder des Druckgutes hinausragenden Druckflächenteile bezw. Druckflächenorna- mente Farbreste auf dem Gegendruckzylin- der zurück.
Überdies kann dieser, wenn das Druckgut dünn und durchlässig war, über die ganze Breite von der durchsickernden Farbe verunreinigt sein. Seine beschmutzte Oberfläche gelangt aufeinänderfolgend unter die Abnahmewalzen 8; 9 und 10, welche die Farbreste aufnehmen und sie bei der Dre hung den Vorschaltwalzen 11 und 12 weiter geben. An deren Oberfläche greifen Kakeln 13 bezw. 14 an und streifen die Schmutzreste ab, die nach Belieben abgeleitet werden kön nen.
Nach dem Hindurchgang unter den Ab nahmewalzen 8, 9 und 10 ist die Oberfläche des Gegendruckzylinders 1 wieder rein und kann, wenn sie neuerlich in Berührung mit dem Druckgut gelangt, dieses nicht mehr be schmutzen.
Gegebenenfalls kann den Abnahmewalzen 8, 9 und 10 oder einzelnen von ihnen oder auch mindestens einer Vorschaltwalze 11 und 12 eine Umfangsgeschwindigkeit erteilt wer den, die von jener des Gegendruckzylinders 1 etwas abweicht, um ausser dem reinen Ab rollen noch eine Gleitkomponente zu erhalten, die in manchen Fällen für die vollkommene Reinigung förderlich sein kann.
Der Werk stoff der Abnahme- und Vorschaltwalzen richtet sich nach dem jeweiligen Verwen dungszweck; gegebenenfalls können die Vor- schaltwaIzen überhaupt entfallen, und es kann die Farbe unmittelbar von den Ab nahmewalzen abgestreift werden.
Die Reinigungsvorrichtung. ist weitaus billiger als die bisher üblichen Abschmutz- tücher; sie bedarf keines, zeitraubenden Aus- wechselus . und kostspieligen Waschens und kann auch nachträglich leicht an bereits be stehenden, mit Abschmutztuch ausgerüsteten Maschinen als dessen Ersatz angebracht wer den, wodurch sich die Leistung und Wirt schaftlichkeit dieser Druckmaschinen erhöht.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Reinhalten der Rück seite des Druckgutes bei Rotationsdruck maschinen für Textil- und Tapetendruck, da durch gekennzeichnet, dass das Druckgut un- mittelbar über den Gegendruckzylinder ge-;führt und dieser an einem vom Druckgut nicht überspannten Teil seiner Mantelfläche durch ein Reinigungswerk fortlaufend ge= säubert wird. II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass an dem mit einer glat ten, elastisch nachgiebigen, nichtsaugenden Oberfläche. versehenen Gegendruckzylinder (1), über den das Druckgut (3)- beim Be drucken mittels der Druckwalzen (4, 5, 6, 7) unmittelbar geführt wird, Abnahmewalzen (8, 9, 10) angreifen, die mit einem Reini gungswerk versehen sind.UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungs werk der Abnahmewalzen (8, 9 und 10) aus Rakeln (13 und 14) besteht, die unmittelbar an den Abnahmewalzen angreifen. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungs werk der Abnahmewalzen (8, 9 und 10) aus Rakeln (13 und 14) besteht, die an mit den Abnahmewalzen (8, 9 und 10) in Eingriff stehenden Vorschaltwalzen (11 und 12) an greifen. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangs geschwindigkeit mindestens einer der Ab nahmewalzen (8, 9 und 10) von jener des Gegendruckzylinders verschieden ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass die Umfangsgeschwindigkeit minde stens einer der Vorschaltwalzen (11 und 12) von jener des Gegendruckzylinders verschie den ist. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Rakeln (13 und 14) in axialer Richtung der Vorschaltwalzen (11 und 12) hin- und herbeweglieh gesteuert sind. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass die Rakeln (13 und 14) in axialer Richtung der Vorschaltwalzen (11 und 12) hin- und herbeweglich gesteuert sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT249342X | 1945-09-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH249342A true CH249342A (de) | 1947-06-30 |
Family
ID=3670132
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH249342D CH249342A (de) | 1945-09-20 | 1946-04-15 | Verfahren und Vorrichtung zum Reinhalten der Rückseite des Druckgutes bei Rotationsmaschinen für Textil- und Tapetendruck. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH249342A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4090445A (en) * | 1974-08-09 | 1978-05-23 | Crompton & Knowles Corporation | Fabric printing machine with impression cylinder washing |
-
1946
- 1946-04-15 CH CH249342D patent/CH249342A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US4090445A (en) * | 1974-08-09 | 1978-05-23 | Crompton & Knowles Corporation | Fabric printing machine with impression cylinder washing |
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