Verfahren und Einrichtung zur trägerfrequenten Nachrichtenübertragung mit Träger- und Seitenbandateuerung. Bei der drahtlosen Nachrichtenübertra gung sind verschiedene Einrichtungen be kannt, um die Anlage- und Betriebskosten auf der Senderseite zu reduzieren. Man hat z. B. Stromkostenersparnisse bei Rundfunk- endern mit grosser Leistung dadurch er reicht, dass man den mittleren Wirkungsgrad bei der Endstufe verbessert hat. Bei einer bekannten Methode wird z.
B. der Träger bei kleiner Aussteuerung reduziert, wodurch die hohe Leerlaufabstrahlung verringert und dadurch der mittlere Wirkungsgrad ver bessert wird. Ein Nachteil dieser Methode besteht jedoch noch darin, dass die volle Sen- derleistung nur bei den relativ seltenen Über tragungsspitzen ausgenutzt wird. Da der Sen der für diese Leistungsspitzen gebaut wer den muss, ist der Ausnützungsgrad bei den zeitlich weitaus am häufigsten vorkommen den mittleren Übertragungspegeln verhält nismässig klein.
Hochwertige Sendeanlagen., wie z. B. Rundfunksender, sollen ferner in der Lage sein, sehr hohe Pegelunterschiede einwand frei zu übertragen. Bei Orchesterkonzerten kommt eine Dynamik von 1000:1 sehr häufig vor. Die Erfahrung hat gezeigt, dass so hohe Amplitudenunterschiede mit wirtschaftlich vernünftigem Aufwand kaum einwandfrei übertragen werden können. Bei grossen Am plituden würde eine Übersteuerung eintreten und bei kleinen Amplituden würden. die Stör- geräuscbe zu stark hervortreten. Man hat deshalb Dynamikregler auf der Niederfre- quenzseite der Sender eingebaut, die z. B.
die ursprüngliche Dynamik einer Übertra gung von 1000:1 auf 100:1 reduzieren. Auch bei diesem System richtet sich die Leistungs grenze des Senders auf die seltenen und sehr kurzzeitigen Aussteuerungsspitzen. Infolge dessen ist während der zeitlich weitaus am häufigsten vorkommenden mittleren Aus steuerung eine nur sehr geringe Ausnützung der tatsächlichen Röhrenleistungsfähigkeit vorhanden.
Es ist weiter ein Verfahren bekannt, bei dem mit steigender Aussteuerung der Ver stärkungsgrad der Senderendstufe herunter gesetzt wird. Auf diese Weise erreicht man wohl, dass die Leistung sowohl des Trägers als auch der Seitenbänder bei grossen Aus steuerungen vermindert wird; jedoch tritt dieser Vorteil nur ein bei den zeitlich relativ seltenen Aussteuerungsspitzen. Bei den zeit lich weitaus am meisten vorkommenden mitt leren Aussteuerungen jedoch wird trotzdem die volle Trägerenergie ausgestrahlt. Der Sender muss also mindestens für die volle Trägerleistung zuzüglich eines Teilbetrages für die Seitenbandleistung dimensioniert sein.
Mit diesem Verfahren kann deshalb nur eine beschränkte Leistungseinsparung er reicht werden, so dass seine Anwendung prak tisch nur geringe Vorteile bringt.
Gegenstand der Erfindung ist; nun ein Verfahren zur trägerfrequenten Nachrichten- übermittlung mittels amplitudenmodulierter Schwingung und reduziertem Träger, bei dem erfindungsgemäss im Sender von einem Teilbetrag der maximalen Modulatoraus- steuerung an eine Verstärkungsänderung be ginnt, so dass am Senderausgang mit wach sender Aussteuerung die Amplitude des Trä gers abnimmt und der zeitliche Mittelwert der Seitenbandamplitude unterhalb des mit der Aussteuerung proportional zunehmenden Betrages liegt,
wobei im Empfänger sowohl die- Träger- als auch die Seitenbandamplitude einer zum Sender wenigstens angenähert in versen Steuerung unterworfen werden.
Unter zeitlichem Mittelwert der Seiten bandamplitude ist angenähert der zeitliche Verlauf ihrer Umhüllungskurve verstanden. Während man unter Umhüllungskurve eine den Maximalwerten des Schwingangsablaufes unmittelbar folgende Kurve versteht, soll unter dem "zeitlichen Mittelwert" ein mitt lerer Verlauf längs der Umhüllungskurve verstanden sein, so wie er sich praktisch unter dem Einfluss der Zeitkonstanten .der Regulierorgane ergibt.
Die Zeitkonstante der Regulierorgane soll bekanntlich möglichst klein sein, doch soll sie wenigstens so gross gewählt werden, dass die Regulierung dem momentanen Schwingungsverlauf bei den tiefsten zu übertragenden Schwingungen, z. B. 30 Hz, nicht zu folgen vermag.
Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens und gestattet eine ganz bedeu tende Ersparnis sowohl an Energie als auch an Aufwand bei der Senderverstärkerstufe und der Senderausgangsschaltung.
Im folgenden ist das Verfahren und die Einrichtung in einem Ausführungsbeispiel, das sich besonders gut für die drahtlose Sprach- und Musikübertragung eignet, näher erläutert. Die Senderhöchstleistung wird im Falle einer bestimmten Abhängigkeit der Seitenbandamplitude von der Aussteuerung bereits bei den am häufigsten vorkommenden mittleren Aussteuerungsgraden erreicht.
Bei den gelegentlichen, um 1 bis 2 Neper über dem mittleren Pegel gelegenen Aussteue- rungsspitzen wird praktisch keine höhere Sendeenergie ausgesteuert. Damit im Emp fänger die Darbietung verzerrungsfrei und in der ursprünglichen oder in einer verän derten vorgeschriebenen Dynamik übertra gen werden kann, werden im Sender und im Empfänger Träger- und Seitenbandsteuerun- gen vorgenommen.
Bei der Amplitudenmodulation entstehen ausser der Trägerfrequenz noch Seitenband- frequer.,zen. Bei der normalen Modulation bleibt die Amplitude des Trägers konstant, während diejenige der Seitenbänder propor tional dem Aussteuerungsgrad der Modu- lationsspannung (Modulationsgrad) variiert. Als Grenze der verzerrungsfreien Übertra- gung kann der Modulationsgrad m==l an gesehen werden;
hier wird die Summe der Amplituden der beiden Seitenwellen gleich der Amplitude des Trägers. Hier liegt auch die leistungsmässige Grenze des Senders im Hinblick auf die verzerrungsfreie Übertra gung. Das gilt sowohl für die Zweiseiten- band- als auch, mit gewissen Einschränkun gen, für die Einseitenba-ndübertragung, was aber die Erfindung nicht einschränkend be rührt. Beide Übertragungsverfahren können verwendet werden.
Es ist nämlich dabei gleichgültig, ob die Seitenbandamplitude sich zusammensetzt aus der Summe der Amplitu- Ien der beiden zu beiden Seiten des Trägers liegenden Seitenwellen oder im Falle der Einseitenbandmodulation nur von der Ampli tude einer auf nur einer Seite des Trägers liegenden Seitenwelle gebildet wird.
Zunächst -wird der Träger in an sich be kannter Weise nach erfolgter normaler Mo- 1 dulation auf einen gewissen Teilbetrag <I>IG</I> reduziert. Der Reduktionsfaktor kann dabei z. B. so gewählt werden, dass er etwa dem Verhältnis mittlerer Pegel zu höchsten Aus steuerungsspitzen entspricht. In diesem Fall -wird erfahrungsgemäss n zwischen 3 bis<B>IC</B> liegen. Man ist aber nicht an diese Grenzen gebunden.
Ein Sender dieser Art erreicht, bezogen auf den Ausgang, den Modulations- grad m=1 bereits bei einem n-mal kleine- ren Modulator-Aussteuerungsgrad. Wird nun bei Überschreiten des Modulationsgrades in<I>=1,</I> bezogen auf den Senderausgang, Träger- und Seitenbandamplitude mit wach sender Aussteuerung vermindert, indem etwa der Verstärkungsgrad,
also der Übertra- gungSfaktor zwischen Modulator und Sen- dera.usgang z. B. proportional m reduziert wird, so kann man erreichen, dass bei höheren 3fodulatoraussteuerungen, welchen, bezogen auf den Senderausgang, ein höherer Modula,- tionsgrad. als m =1, also m <I>- 1</I> bis n, ent spricht, keine höheren Strom- und Span nungsaussteuerungen z. B. im Ausgangs verstärker des Senders erforderlich sind.
Bei entsprechenden Massnahmen im Empfänger erlaubt dieses Übertragungsverfahren, den Modulationsgrad m = 1 und damit die Höchstleistung des Senders bereits im Ge biete der am häufigsten vorkommenden mitt leren Übertragungspegel zu erreichen und diesen bei höheren Aussteuerungsspitzen be deutend zu überschreiten, ohne dass dadurch beim Empfang der Hochfrequenzsignale merkbare Verzerrungen auftreten.
Es ist also möglich, Sender und Empfänger so zu bauen, dass an der Empfangsstelle mit einer wesent lich höheren Empfangslautstärke empfangen werden kann, als dies der Fall wäre, wenn der Sender bei gleicher Wattleistung mit normaler Amplitudenmodulation arbeiten würde. Ein solcher Empfänger ist auch ohne weiteres in der Lage, Sender mit normaler Amplitudenmodulation einwandfrei zu emp fangen.
Es ist besonders zweckmässig, bei der Über schreitung des Modulationsgrades m =1 die Reduktion wenigstens annähernd umgekehrt proportional in auszuführen. Dann bleibt im Gebiet m > 1 die Seitenbanda.mplitude, die sonst proportional mit in zunimmt, wenig stens angenähert konstant. Es kann selbst verständlich auch eine andere als umgekehrt proportionale Änderung durchgeführt wer den; z. B. könnte die Verstärkungsänderung so gewählt werden, dass noch ein gewisser Anstieg der Seitenbandamplitude erfolgt.
Dieser Anstieg ist ohne Übersteuerung des Senders möglich auf Kosten der Leistungs abnahme des Trägers mit steigender Aus steuerung.
Damit die Übertragung vom Senderein gang bis Empfängerausgang naturgetreu aus fällt, werden beim Empfänger ähnliche, je doch inverse Steuerungsvorgänge wie beim Sender ausgeführt. Wird der Sender so eingerichtet, dass die maximale Leistung be reits bei % des maximalen Modulatoraus- steuerungsgrades erreicht wird, so kann die ser SerAer am Empfängerausgang finit einer Lautstärke empfangen werden, wie ein Sen der mit normaler Amplitudenmodulation, dessen Leistung jedoch 25mal grösser ist.
Eine Grenze in der Trägerreduktion kann durch die Verhältnisse beim Empfänger ge geben sein. Dies hängt davon ab, wie weit es im Empfänger durch wirtschaftlich trag bare Mittel möglich ist, die ursprünglichen Amplituden- und Phasenverhältnisse für den Träger und die Seitenbänder wie im Sender wiederherzustellen. Insbesondere muss der reduzierte Träger des Empfangssignals zur Synchronisierung des Trägergenerators im Empfänger noch ausreichen. Für die Demo- dulation selber muss der Träger, der diesem Generator entnommen ist, in seiner Ampli tude mindestens gleich der Summe der über tragenen maximalen Amplitudien der beiden Seitenwellen sein.
Eine Überschreitung die ses Wertes ist kein Nachteil. Dagegen soll .eine Unterschreitung möglichst vermieden werden, um Verzerrungen zu verhindern.
Die Nachregulierung des Verstärkungs- grades der Träger- und Seitenbandspannun- gen kann in ähnlicher Weise erfolg-en, wie das von der Empfangsschwundregulierung her bekannt ist. Für mittlere und kleine Modulatoraussteuerung, also für<B>in</B> < 1, be zogen auf den Senderausgang, erfolgt im Sender noch keine Beeinflussung des Trägers in Abhängigkeit von m. Der empfangene Träger ist ebenfalls konstant und somit auch der Verstärkungsgrad im Empfänger.
Beim Modulationsgrad 7n < 1 entspricht der Über tragungsvorgang demjenigen einer normalen Amplitudenmodulation im Sender bezw. De- modulation im Empfänger.
Der konstante Träger und damit auch die konstante Ver stärkung bleiben bis zum Modulationsgrad m =1 bestehen: Überschreitet die Modulator- aussteuerung den Wert, bei welchem der auf den Senderausgang bezogene Modulations- grad m > 1 wird, so setzt im Sender eine dem Wert 1. : in proportionale Spannungs reduktion des Trägers und der Seitenbänder ein.
Genau der umgekehrte Vorgang geht im Empfänger vor sich, indem dort beim Über schreiten des Modulationsgrades m =1 wie der eine dem Wert m proportionale Erhö hung des Trägers und der Seitenbänder er folgt. Verzichtet man auf dynamiktreue Übertragung, um z. B. eine Dynamikkom- pression oder -egpansion zu erreichen, so braucht die Nachregulierung nicht entspre chend<I>1</I> :,in zu erfolgen, sondern diese kann nach irgendeiner andern Gesetzmässigkeit durchgeführt sein.
Der Aufbau und die Arbeitsweise des Senders wird schematisch in. Fig. 1 und im Diagramm Fig. 2 dargestellt.
Über die Eingangsleitung L gelangt die tonfrequente Eingangsspannung u, auf den Modulator M. Der Modulator erhält seine Trägerspannung vom Generator G.
Die im Modulator M erzeugten HoGhfrequenzspan- nungen setzen sich in normaler Weise zu sammen aus der Trägerspannung uo und der von den beiden Seitenwellen gebildeten Span nung us. An dieser Stelle ist der höchstzu lässige Modulationsgrad bezw. Modulator- aussteuerungsgrad gleich 1. Die Spannungen gelangen auf den Trägerreduktor T.
Im Trä- gerreduktor T wird die ursprüngliche Träger spannung u. auf einen n-mal kleineren Wert uT reduziert. Die Seitenbandspannung us bleibt dagegen in der ursprünglichen Höhe erhalten. Hinter dem Reduktor T wird also ein Frequ(enszband vorhanden sein, in wel chem die Seitenbandamplitude die Träger- amplitude wesentlich überschreiten kann.
In bezug auf den nun reduzierten Träger treten also Modulationsgrade > 1 auf. Der maxi male Modulationsgrad m wird höchstens gleich dem Reduktionsfaktor n. Die Reduk tion des Trägers kann so erfolgen, dass vom Generator G eine Teilspannung uG abgenom men wird, die der ursprünglichen Träger spannung uT möglichst genau in Gegenphase zugesetzt wird.
Der Reduktionsfaktor n kann zweckmässig so gewählt werden, dass er der vorgesehenen maximalen Überschreitung der Summe der Amplituden der beiden Seiten wellen gegenüber der Trägeramplitude ent spricht. n kann auch als das durchschnitt- liche Amplitudenverhältnis der gelegentli chen hohen Modulationsspannunger zu den häufigen mittleren Modulationsspannungen angesehen werden.
In der Praxis kann n etwa 3 bis 10 betragen, doch braucht n nicht auf diese Werte beschränkt zu bleiben. Die Ausgangsspannungen des Trägerreduktors T. gelangen auf den Übertragungsregler R.
Im Spannungsvergleicher S wird die am Reduktor T auftretende Seitenbandampli- tude mit der Amplitude des Trägers ent sprechend den momentanen Werten ihrer Umhüllungskurven verglichen. Erreicht bei einer bestimmten Aussteuerung die Summe der Amplituden der beiden Seitenwellen. die Höhe der Trägeramplitude, so ist in bezug auf den Senderausgang der Modulationsgrad 7n <I>=1</I> erreicht.
Der Modulationsgrad, am Senderausgang gemessen, kann bis zum u fachen Betrag überschritten werden, ohne dass Verzerrungen auftreten. Erst bei Über schreiten des Modulationsgrades <I>m =</I> n tre ten Verzerrungen auf. Diese rühren dann vom Modulator M her, da dessen höcbstzu- lässiger Modulationsgrad überschritten wird.
Überschreitet die Aussteuerung den Mo dulationsgrad m =1, so muss der Übertra gungsregler R betätigt und das Übertra gungsmass heruntergesetzt werden. Dies ge schieht dadurch, dass eine Regulierspannung uR als Mass der Überhöhung der Seitenband- spannung im Spannungsvergleicher S er zeugt wird, sobald bei Zweiseitenbandmodu- lation die Summe der Amplituden der beiden Seitenwellen die Trägeramplitude erreicht oder diese überschreitet.
Der Reguliervor gang folgt den Musik- oder Sprachübertra- gungen laufend ungefähr nach der Ampli- tudenumhüllungslzurve der Modulationsspan- nung, ist also dauernden Schwankungen un terworfen. Die Raschheit, mit der der Re guliervorgang der Umhüllungskurve folgt, ist von der Zeitkonstanten der Regulierung abhängig.
Diese kann zwischen einer und mehreren hundert Millisekunden lieber.. Ent sprechend dem zeitlichen Verlauf von m wird somit der Übertragungsfaktor des Über- i rayungsreglers B durch die Steuerspannung rtr laufend nachreguliert. Bei kleinen und .nittleren Aussteuerungen, also 7n, < 1 ist der l'bertragungsfaktor von R konstant; er hat hier ausserdem seinen Höchstwert.
Eine Än derung, und zwar eine Reduktion, tritt dann ein, wenn der Modulationsgrad in > 1 wird. Der Spannungsvergleicher S und der Über tragungsregler I, sind zweckmässig so auf einander abgeglichen, dass der Übertragungs faktor umgekehrt proportional dem Modu- la.tionsgrad in, abnimmt. Infolgedessen nimmt auch die Trägerspannung umgekehrt propor tional dem Modulationsgrad ab, dagegen bleibt die Seitenbandspannung us im Gebiet <I>in ></I> 1 konstant.
Die so regulierten Spannun gen gelangen auf den Ausgangsverstärker V und von da auf die Ausgangsschaltung, z. B. eine Antenne A.
Der Vorgang bei der Verstärkungsgrad- regelung ist in dem Diagramm Fig. 2 näher erläutert. Auf der Abszisse ist der Modu- lationsgrad, auf der Ordinate sind alle übri- @@ en interessierenden Grössen des:
Senders aufgetragen. Der Spannungsvergleicher S- und der Verstärkungsregler R sind so auf einander abgeglichen, dass nach Überschrei- ten eines Modulationsgrades von m = 1 eine Verringerung des Übertrabgungsfaktors um gekehrt proportional dem momentanen Mo- dulationsg rad erfolgt.
In dem Aussteuer gebiet. kleiner 3Todulation, also in < 1, ist die Trägerspannung uT, nach Reduktion der Mo- dulatorträgerspannung zco auf den ia-ten Teil konstant.
Die Seitenbandspannung us nimmt proportional mit dem Modulationsgrad zu, und zwar bis zum Schnittpunkt mit der Pegellinie der Trägerspannung ivrr. Bei nor- maler Modulation würde us bis zum Schnitt punkt mit der Pegellinie der Trägerspan nung ij" linear zunehmen. Nach Überschrei ten des Modulationsgrades m = 1 tritt der Übertragungsregler R in Funktion, wodurch eine Änderung des Übertragungsfaktors er folgt.
Die dadurch veränderten Grössen sind mit einem "' bezeichnet. Die Trägerspannung u-,. bleibt nicht mehr konstant, sondern nimmt nach der Kurve
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ab. Die Seiten bandspannung us* verläuft aus dem gleichen Grunde nicht mehr wie us proportional in, sondern bleibt auf dem konstanten Wert us*.
Als Spannungsvergleicher können in be kannter Weise zwei Spitzenspannungsmesser zusammengeschaltet werden. Der eine folgt der Amplitudenumhüllungskurve der Nieder frequenzspannung und der andere derjenigen der Modulatorträgerspannung. Die Einstell zeit muss so gewählt werden, dass die Regu lierspannung der Umhüllungskurve der Eingangsspannung möglichst naturgetreu folgt. Sie muss möglichst klein sein, wobei jedoch zu beachten ist, dass sie den tiefsten Eingangsfrequenzen noch nicht unmittelbar folgen kann. Durch eine konstante Vorspan- nun.g kann erreicht werden, dass die Regu lierspannung erst dann wirksam wird, wenn.
der Modulationsgrad in<I>=</I> 1 überschritten wird. Als Verstärkungsregler R können z. B. in bekannter Weise Regelpentoden verwen det werden. Durch Anwendung von strom abhängigen Widerständen ist es immer mög lich, den Verstärkungsgrad des Verstär kungsreglers so auf den Aussteuerungsmes- ser abzustimmen, dass bei jedem Aussteue- rungsgrad mit 7n, > 1 der Übertragungsfak tor wenigstens angenähert proportional
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wird.
Der Aufbau und die Arbeitsweise des Empfängers ist in Fig. 3 dargestellt. Die hochfrequenten Schwingungen u1 gelangen von der Antenne E auf den Hochfrequenz- verstärker V, und werden hier in bekannter Weise verstärkt. Die verstärkte Empfangs spannung u.. gelangt auf einen Übertragungs- regler R und von da als eine in bestimmter Weise regulierte Spannung u5 auf den De- modulator D.
Vom Demodulator gelangen die erhaltenen Niederfrequenzschwingungen u" auf den Niederfrequenzverstärker V2 und von da in den Verbraucherkreis, z. B. einen Lautsprecher L. Am Hochfrequenzverstärker TT, wird ausserdem eine vorverstärkte Emp fangsspannung u3 abgenommen.
In dieser Empfangsspannung ist der lIochfrequenzträ- ger enthalten, der zur Regulierung des Über tragungsreglers R und zur Synchronisierung des Trägergenerators G benutzt wird. Die Regulierung des Übertragungsreglers R kann beispielsweise erfolgen, indem die Empfangs spannung ac3 auf einen Modulator M gegeben wird. Die erforderliche konstante Hilfsspan nung ets mit der gleichen Frequenz wie der Träger wird dem Trägergenerator G entnom men.
Dem Modulator !TI kann nun eine Gleichspannung a s,, als Regulierspannung für der; Regler R entnommen werden.
Unter Zwischenschaltung eines Tiefpassfilters T zwecks Vermeidung störender Einflüsse der Seitenbänder gelangt diese auf den Über tra- gungsregjer R. Der Übertragungsfaktor des Übertragungsreglers R wird somit in Ab hängigkeit der Höhe des Trägerspannungs- anteils in der Empfangsspannung u3 regu- liert. Da im Sender der Träger bei kleinen und mittleren <RTI
ID="0006.0046"> Modulatoraussteuerungen, also bei Modulationsgraden zwischen 0 und 1, konstant bleibt, erfolgt im Empfänger keine Änderung der Verstärkung. Bei Überschrei ten eines Modulationsgrades m =1 wird im Sender, entsprechend der Kurve UT* der Fig. 2, der Träger umgekehrt proportional zum Modulationsgrad reduziert, was zur Folge hat, dass auch im Empfänger der Über- tragungsfaktor des Reglers geändert wird.
Der Regler R, arbeitet so, dass sein Übertra- gungsfaktor etwa im gleichen Verhältnis an steigt, wie die Amplitude des Trägers UT* abnimmt. Die Seitenbandspannung, welche in der verstärkten Empfangsspannung atz enthalten ist und beim Modulationsgrad m > 1 durchwegs einen konstanten Pegel aufweist, wird nun im Regler proportional dem Sendermodulationsgirad m verstärkt.
Im untern Aussteuerungsgebiet, m < 1, ist diese Proportionalität zum vorneherein vorhanden, da ja hier der normale Amplitudenmodula- tionsvorgang nicht verändert wird. Die Folge davon ist, dass die Seitenbandspannung über die ganze Aussteuerung von m = 0 bis n linear mit dem Modulationsgrad des Senders verläuft.
Für die Demodulierung der Hochfrequenzspannung at,, muss dem Demo- dulator D eine konstante Trägerspannung u, zugeführt werden. Diese Trägerspannung wird einem internen Trägergenerator G ent nommen. Der Generator G wird durch eine Steuerspannung at, aus einer Vorrichtung F nach Frequenz und Phase mit dem Träger anteil der Spannung 2t3 synchronisiert. Aus dem Generator G wird der Synchronisie- rungseinrichtung F die erzeugte Frequenz t, als Vergleichsgrösse zurückgeführt.
Die Trä gerspannung %, die dem Demodulator<I>D</I> zugeführt wird, muss immer grösser sein als die Eingangsspannung u" damit nichtlineare Verzerrungen sicher vermieden werden. Die Spannung ur, enthält ebenfalls noch einen Trägerspannungsanteil, der sich zur Träger spannung u., einfach addiert. Der Aufbau des Verstärkers TT, ist grundsätzlich gleichgültig. Er kann z. B. als Gradausverstärker, er kann aber auch als Überlagerungsverstärker ge baut sein.
Der Verstärker kann auch eine automatische Schwundregulierung enthal ten. In diesem Falle ist diese z. B. in die Eingangsstufen des Verstärkers V, einzu bauen, und zwar so, dass sie vor der Abnahme stelle für die Regulierspannung at, zur Wirk samkeit kommt. Die Schwundregulierung wird bei kleinem Modulationsgrad vorwie gend durch den Träger und bei grossem Mo- dulationsgTad vorwiegend durch die Seiten bandspannung beeinflusst. Auf diese Weise ist die Schwundregulierung nur gering, prak tisch vernachlässigbar, von der Aussteuerung abhängig.
Der Abnahmeort für die Steuer spannung % ist so gewählt, da-ss der Träger anteil gross gerug ist, um eine betriebssichere Synchronisierung des Generators G zu er möglichen. Es sind noch weitere Ausführungsbei spiele der Erfindung möglich. Es ist zum Beispiel beim Sender auch möglich, den dem Regler R folgenden Verstärker Y wegzu lassen. In diesem Fall arbeitet der Regler R direkt auf den Ausgangskreis A.
Ferner kann die Reduktion des Trägers uo nach dem Modulator 37 auch so erfolgen, dass Siebmit tel nachgeschaltet sind, die auf den Träger abgestimmt sind und auf diesen dämpfend einwirken.
Ferner kann die Regulierung der Seiten ba.ndamplitude auch so vorgenommen wer den, dass ihr Wert für einen den Wert 1 über steigenden Modulationsgrad sich mit diesem etwas erhöht. Dies ist ohne Senderübersteue- rung möglich, da ja die Trägerleistung mit steigendem Modulationsgrad abnimmt und somit für die Seitenbandamplitude eine ent sprechend grössere Aussteuerung zulässig ist. Man erreicht so eine noch bessere Senderaus- nützung.
In der Senderschaltung Fig. 1 braucht die an sich konstante Vergleichsspannung u,' nicht unbedingt dem Trägerreduktor T bezw. dem Generator G entnommen zu werden. An ihrer Stelle kann eine konstante Gleichspan nung treten, die einer besonderen Spannungs quelle entnommen wird.
Hält man diese Spannung auf unveränderlichem Wert, so kann durch Ändern der Trägerreduktion er reicht werden, dass die den Trägerverlauf darstellende Kurve uT höher oder tiefer zu liegen kommt, dementsprechend verläuft auch das Kurvenstück uT*. Die beiden Be triebsfälle sind in der Fig. 2a dargestellt. Kurve b zeigt die Trägerhöhe bei geringerer und Kurve a zeigt den Fall für stärkere Re duktion. Der Fall a hat praktische Bedeu tung, wenn der Energieaufwand für den Träger noch weiter reduziert werden soll gegenüber der Seitenbandenergie.
Für viele Zwecke kann es von Vorteil sein, Sender und Empfänger zusammen mit den bekannten Dynamikreglern zu verwen den. Solche Dynamikregler verändern das Übertragungsmass auf der Niederfrequenz- seife. Ihre Steuerung erfolgt meistens in Ab hängigkeit der zu regelnden Durchgangs- Spannung. Diese Regelung kann aber auch in Abhängigkeit der Regulierspannung des Senders oder des Empfängers erfolgen.