CH247702A - Verfahren zur Abtrennung von Gasen aus Gasgemischen. - Google Patents

Verfahren zur Abtrennung von Gasen aus Gasgemischen.

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CH247702A
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Aktiengesellschaft Dona Chemie
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Donau Chemie Ag
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/14Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols by absorption
    • B01D53/18Absorbing units; Liquid distributors therefor

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Description


  



  Verfahren zur Abtrennung von Gasen aus Gasgemischen.



   Die Abtrennung von Gasen aus Gasgemischen wird technisch meist in der Art durchgeführt, dass man das Gasgemisch mit einem für das abzutrennende Gas spezifisch wirkenden Losungsmittel behandelt, sodann das Gas aus dem Lösungsmittel wieder austreibt und das Lösungsmittel wieder zur Lösung des Gases verwendet usw. Das   Austrei-    ben des Gases wird meist durch Erwärmung und/oder Anwendung eines Unterdruckes gegenüber dem bei dem Lösungsvorgang herrschenden Druck vorgenommen.



   Um das nach dem Lösungsvorgang verbleibende Restgas weitgehend frei vom abzutrennenden Gas zu erhalten, ist es not  wendig,    die Entgasung des Lösungsmittels möglichst vollständig durchzuführen, da das im Lösungsmittel nach der Entgasung noch gelöste Gas die weitere   Lösungsmöglichkeit    bei den gegebenen Temperatur-und Druckverhältnissen entsprechend herabgesetzt. Zur Erzielung einer ausreichenden Entgasung ist zunächst die Anwendung eines möglichst hohen Vakuums zweckmäBig, welches jedoch durch die praktisch tragbare Grösse der Vakuumpumpe bezw. deren Stromverbrauch begrenzt ist.

   Um eine   Uberdimensionierung    der Vakuumpumpe zu umgehen, kann man entweder das zu entgasende Lösungsmittel anwärmen, was bei Tiefkälteabsorption wirtchaftlich meist nicht tragbar ist, oder die Entgasung in mehreren Stufen durchführen.



  Durch letztere MaBnahmen muss aber eine erhebliche   Mehraufwendung    und   Komplikation    an Apparaturen und Maschinen in Kauf genommen werden.



   Demgegenüber wurde ein Verfahren entwickelt, das die kontinuierliche Abtrennung von Gasen aus Gasgemischen mittels eines umlaufenden flüssigen Lösungsmittels ohne wesentlichen Mehraufwand von Apparaturen und Energien gestattet. Nach diesem   Verfah-    ren wird vom entgasten Lösungsmittel ein Teilstrom abgezweigt, dieser auf tiefere Temperatur gebracht und zur Nachabsorption des bereits mit mindestens dem Hauptteil des umlaufenden Lösungsmittels behandelten Gasgemisches verwendet, worauf der   Losungsmittel-Teilstrom    wieder mit dem Hauptstrom vereinigt wird. Hierdurch kann bei geeigneter Durchführung eine praktisch vollständige Trennung des Gasgemisches erreicht werden.



   Ein nach diesem Prinzip arbeitendes Trennungsverfahren ist aus beiliegender Zeichnung ersichtlich : Das Lösungsmittel wird in einen bei 3 in den   Hauptabsorber    2 eintretenden Hauptstrom und einen bei 5 in den Nachabsorber 4 eintretenden kälteren Teilstrom geteilt. Das zu trennende Gasgemisch tritt bei   1    in den Hauptabsorber 2 ein, wo es von den vereinigten Strömen gewaschen wird, worauf es im Nachabsorber 4 vom kälteren Teilstrom nachgewaschen wird.



  Die nicht gelösten   Restgase    verlassen bei 6 die Apparatur. Das von der Kolonne ab flieBende Lösungsmittel wird in den Entgaser 7   hochgesaugt,    das ausgetriebene Gas durch die Vakuumpumpe 8 abgeführt, wÏhrend das entgaste Losungsmittel durch das Fallrohr 9 über die Vorlage 10 von der   Lösungsmittelpumpe    11   hochgedrückt    wird und als   Lösungsmittel-Hauptstrom    bei 3 als   Teilstrom iiber    den Kühler 12 bei 5 in die   Absorptionskolonne    eintritt.



   Beispiel 1 :
Ein Gasgemisch, bestehend aus 80 % Cl2, 8 % CO2, 7 % H2, 4 % N2, 1 % O2, wird mit    umlaufenden Hexachlorbutadien gewaschen,    wobei der Hauptstrom eine Temperatur von   -10  und    der Teilstrom (25 % des Hauptstromes eine solche   von-20  besitzt.    Das vom Absorber abfliessende Lösungsmittel, das eine Temperatur   von-8  angenommen    hat, wird   in einen Entgasungsbehalter hochge-    saugt, bei einem Vakuum von   80%    entgast und sodann  ber eine Umlaufpumpe erneut dem Absorber zugeführt. Es werden 97, 3% des eintretenden Chlorgases gewonnen.



   Beispiel 2 :
Ein 20 % Acetylen enthaltendes Gasgemisch wird in einer kontinuierlichen Absorptionslage mit umlaufendem Aceton bei -40  berieselt und mit einem auf-60  gekühlten Teilstrom   (20%    des   Hauptstromes)    nachgewaschen. Das aus dem Absorber ablaufende, mit   Acetylen beladene Lösungsmit-    tel wird nach indirekter Aufwärmung auf -40¯ druch das in die Apparatur eintretende Gas unter einem Vakuum von 75% entgast. Das gewonnene Acetylen hat einen Gehalt von 98 %.



   Beispiel 3 :
R¯stgase mit einem Gehalt von 7 % SO2 werden mit umlaufendem Wasser bei   30'*    berieselt, mit einem auf   2  gekühlten    Teilstrom (30 % des   Hauptstromes)    nachgewaschen. Das aus dem Absorber ablaufende, mit   SO2    beladene Wasser wird unter   80% igem Vakuum    entgast. Das gewonnene Gas enthÏlt 97 % SO2.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Abtrennung von Gasen aus Gasgemischen durch Absorption wenig stens einer Komponente mittels eines umlaufenden flüssigen Lösungsmittels, dadurch gekennzeichnet, da? man vom entgasten Losungsmittel einen Teilstrom abzweigt, diesen auf tiefere Temperatur bringt und zur Nachabsorption des bereits mit mindestens dem Hauptteil des umlaufenden Losungsmit- tels behandelten Gasgemisches verwendet, und dass man sodann den Losungsmittel-Teil- strom wieder mit dem Hauptstrom vereinigt.
CH247702D 1942-03-19 1943-03-03 Verfahren zur Abtrennung von Gasen aus Gasgemischen. CH247702A (de)

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