CH247681A - Verfahren zur Herstellung eines zur Veredlung künstlicher Textilien, insbesondere Azetatseide, dienenden beständigen Mittels. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines zur Veredlung künstlicher Textilien, insbesondere Azetatseide, dienenden beständigen Mittels.

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CH247681A
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CH
Switzerland
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monohydric alcohol
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acetate silk
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English (en)
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Italiana Societa Rhodiaceta
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Rhodiaceta Italiana Soc
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/01Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with natural macromolecular compounds or derivatives thereof
    • D06M15/15Proteins or derivatives thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines zur Veredlung     künstlicher        Textilien,     insbesondere     Azetatseide,    dienenden beständigen     Mittels.       Auf dem Gebiete der Textilstoffe, insbe  sondere der künstlichen Textilien, ist es zur  Erhöhung der     Widerstandsfähigkeit    gegen  die Manipulationen in der Weberei und Wir  kerei bekanntlich notwendig, die Fäden mit  einer Deckenschicht zu versehen, welche die  Einzelfasern     aneinanderklebt    und dem Faden  einen     mechanischen    Schutz bietet.  



  Diese Handlung wird Schlichten genannt  und hat bekanntlich nicht nur die Aufgabe,  die einzelnen, den Faden bildenden Fasern.  unter sich zu verkleben, sondern auch den  Faden selbst gegen die mechanischen Bean  spruchungen, welchen er im Fertigungsgange  ausgesetzt ist, zu schützen. Die Schlichte  muss genügend elastisch sein, um sich den       Verformungen    des Fadens ohne Risse anzu  passen, und sich mit einfachen Mitteln voll  ständig entfernen lassen, damit sie beim  nachfolgenden Färben und Veredeln des Ge  webes keinen schädlichen Einfluss ausüben  kann.  



  Um dieses Ziel zu     erreichen,    werden be  kanntlich verschiedene polymere oder     poly-          merisierbare    Stoffe, wie Leinöl,     Amide,     tierische und vegetabilische Gelatine, oder   < euch synthetische Polymere angewandt.  



  Im besonderen Falle der     Azetatseide,    bei  welcher neben einem geringen     Wasserauf-          nahmevermögen    des Fadenstoffes auch eine  grössere oder kleinere, zur Bekämpfung der       statischen        Elektrizität    notwendige     blmenge       vorhanden ist, hat sich die Schlichte auf  Grund von in organischen Lösungsmitteln  aufgelöstem oder in Wasser     emulgiertem     Leinöl, vorzugsweise von     wässrigen    Klebstoff  lösungen, allgemein     eingeführt.     



  Wird-bei     Azetatseide    das Schlichten auf       Kettschlichtmaschinen        ausgeführt,    so kann  das Textilmaterial auch mit wasserlöslichen  Stoffen verklebt werden, während beim       Strangschlichten    wasserlösliche Stoffe im  allgemeinen nicht verwendet werden können.  



  Infolge des geringen     Eindringvermögens     der     wässrigen    Lösungen in das     Fadeninnere     werden an Stelle der den Faden bildenden  Einzelfasern die Fäden selbst     aneinanderge-          klebt,    wodurch sich das für die weitere Ver  arbeitung notwendige Winden der Stränge  auf die Spulen äusserst kostspielig und       schwierig    gestaltet.  



  Es wurde nun gefunden, dass sich     wässrige     Lösungen tierischer und vegetabilischer  Kolloide beim Schlichten auch     strangförmi-          ger        Azetatseide    vollkommen eignen, wenn.  diesen Lösungen ein Stoff zugesetzt wird,  der die Fähigkeit besitzt, den Klebstoff in  das Innere des Fadens zu tragen.  



  Es wurde nun gefunden, dass sehr zufrie  denstellende Ergebnisse erzielt werden, wenn  als     Eindringmittel    einwertige, bis zu drei       Kohlenstoffatome    enthaltende Alkohole der  Fettreihe mit verzweigter oder     unverzweigter     Kette verwendet werden.

        Es     wird    auf diese Weise ein vollkomme  nes Schlichten der     Einzelfasern    bewerkstel  ligt,     ohne    die einzelnen Fäden unter sich zu  verkleben, die dabei mit einem filmartigen,  geschmeidigen und mechanisch widerstands  fähigen Überzug versehen     werden,    welcher  das Garn gegen die bei der     nachfolgenden     Verarbeitung auftretenden     Beanspruchungen     schützt.  



  Gegenstand des Patentes ist ein Verfahren  zur     Herstellung    eines zur Veredlung künst  licher     Textilien    und besonders     Azetatseide     dienenden beständigen Mittels, dadurch ge  kennzeichnet, dass man einer Lösung eines       organischen    Kolloides einen einwertigen Al  kohol der Fettreihe mit höchstens drei     Koh-          lenstoffatomen    einverleibt.  



  Nach     diesem    Verfahren wird ein wesent  licher     wirtschaftlicher    und praktischer Vor  teil erreicht, denn die durch das Leinöl ge  bildete Haut kann unter gewissen Umständen       verschiedenartige        Übelstände        verursachen     dadurch, dass sich die     Oxydationsprodukte    des  Leinöls sehr fest auf dem Faden ansetzen,  was     hingegen    bei Verwendung von tierischen       Geladnen    nicht der Fall ist, da deren Film  durch einfaches     Eintauchen    in laues Wasser  restlos vom Faden wieder     entfernt    werden  kann.  



  Zur Förderung der Schlichtwirkung kön  nen den Gelatine- und Alkoholgemischen  selbstverständlich auch andere Stoffe, wie       Benetzungsmittel    (z. B.     Natriumalkylnaph-          thalinsulfonat),        gärungsverhindernde        Mittel     (z. B.     p-Ogybenzoesäuremethylester)    oder  .     gelatinierverhindernde    Mittel (z. B. Kali  salpeter, Harnstoff), einzeln oder vereint,  zugesetzt werden.

      <I>Beispiel 1:</I>  6 kg tierische Gelatine  2 kg Harnstoff  0,05 kg     Natriumalkylnaphthalinsulfonat     0,15 kg     p-Oxybenzoesäuremethylester     7 kg     denaturierten    Alkohol  75 kg Wasser.    Dieses     Mittel    kann wie folgt verwendet wer  den: 10 kg     Azetatseide    in     Strangform        werden     darin eingetragen und 1 Stunde bei einer  Temperatur von 50  gelagert. Die so behan  delte     Kunstseide    wird zentrifugiert und bei  einer Höchsttemperatur von 70  getrocknet.       Derart    behandelte Fasern können nunmehr  einer weiteren Verarbeitung     unterzogen     werden.

    



  <I>Beispiel 2:</I>  6 kg     tierische    Gelatine  2 kg     Kalisalpeter     5 kg     Äthylenglykol     0,05 kg     p-Oxybenzoesäuremethylsulfonat     7 kg     Propylalkohol     75 kg Wasser.  



  Dieses     Mittel    wird in ähnlicher Weise wie  im Beispiel 1 dargelegt gebraucht.  



  <I>Beispiel 3:</I>  2 kg     Agar-Agar     0,5 kg     Thioharnstoff     0,15 kg     Natriumalkylnaphthalinsulfonat     7 kg     Isopropylalkohol     75 kg Wasser.  



       Gebraucb    ähnlich wie im Beispiel 1.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines zur Ver edlung künstlicher Textilien, insbesondere Azetatseide, dienenden beständigen Mittels, dadurch gekennzeichnet, dass man einer Lösung eines organischen Kolloides einen einwertigen Alkohol der Fettreihe mit höch stens drei Kohlenstoffatomen einverleibt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der einwertige Alkohol zwei Kohlenstof f atome enthält. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der einwertige Al kohol drei Kohlenstoffatome enthält. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass einer Lösung von Gelatine und einwertigem Alkohol ein Benet zungsmittel zugesetzt wird. , 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass einer Lösung von Gelatine und einwertigem Alkohol ein gärungsverhinderndes Mittel zugesetzt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass einer Lösung von Gelatine und einwertigem Alkohol ein gela- tinisierungsverhinderndes Mittel zugesetzt wird.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass einer Lösung von Gelatine und einwertigem Alkohol Benet- zungsmittel, gärungsverhindernde und gela- tinisierungsverhindernde Mittel zugesetzt werden.
CH247681D 1943-12-30 1945-02-12 Verfahren zur Herstellung eines zur Veredlung künstlicher Textilien, insbesondere Azetatseide, dienenden beständigen Mittels. CH247681A (de)

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