CH246293A - Elektrischer Apparat mit einer Einrichtung zur Dämpfung von Oberschwingungen in der Spannungskurve eines Stromkreises. - Google Patents

Elektrischer Apparat mit einer Einrichtung zur Dämpfung von Oberschwingungen in der Spannungskurve eines Stromkreises.

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CH246293A
CH246293A CH246293DA CH246293A CH 246293 A CH246293 A CH 246293A CH 246293D A CH246293D A CH 246293DA CH 246293 A CH246293 A CH 246293A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K3/00Circuits for generating electric pulses; Monostable, bistable or multistable circuits
    • H03K3/02Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses
    • H03K3/53Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses by the use of an energy-accumulating element discharged through the load by a switching device controlled by an external signal and not incorporating positive feedback

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  • Supply And Distribution Of Alternating Current (AREA)

Description


  Elektrischer Apparat mit     einer    Einrichtung zur     Dämpfung    von     Oberschwingungen     in der     Spannungakurve""eines        Stromkreises.       Die in mehrstufigen Stossgeneratoren  nach der     Margschen    Schaltung erzeugten  Stosswellen hoher Spannung     besitzen    mehr  oder weniger starke     Oberschwingungen,     namentlich während der Frontdauer der  Welle.

   Stark     mit    Oberschwingungen behaf  tete     Gleichspannungsstösse    haben grossen Ein  fluss auf     Überschlags-        bezw.    Durchschlags  spannungen .des Prüfobjektes. Bei     Messung     der     Spannung    mittels Kugelfunkenstrecke,  die     bei    genügend kleinem Zeitverzug des       Überschlages    (erreichbar durch frisches Po  lieren der Kugeloberflächen und eventuelle  Bestrahlung mit kurzwelligem Licht) norma  lerweise auf den höchsten Scheitelwert .der       Spannungskurve    anspricht,

       wird    -der Wert       Stossspannungs-    plus     Oberschwingungsampli-          tude    gemessen,     statt        des        Scheitelwertes.    der  Grundwelle.

   Erfolgt nun nicht gleichzeitig  mit der     Spannungsmessung    eine     Aufnahme     der Kurve     mit    dem     Kathodenstrahloszillo-          graph,    so ergibt sich aus der     Messung    an der       Kugelfunkenstrecke    eine höhere Stossspan  nung,     als    dem     Scheitelwert    der     Grundwelle     entspricht.

   Aus diesen     Gründen    ist in den  Vorschriften des VDE     "Über    die     Erzeugung     von hohen Stossspannungen" eine     Bestimmung     enthalten, wonach die Amplitude der     Ober-          sehwingungswelle    nicht .grösser als 5 % des  Scheitelwertes der     Grundwelle    sein darf.  



  Die Ursache der Entstehung dieser Ober  schwingungen ist folgende: Ein mehrstufiger       Stossspannungsgenerator    nach     Margsüher            Schaltung    besteht im wesentlichen aus einer  Anzahl     Kondensatoren,    die in Parallelschal  tung aufgeladen werden und sich in Serie  schaltung. über Funkenstrecken entladen. Bei  dem     Inseriegehen    der einzelnen Stufen wird  ihr Anfangs: auf ein     Endpotential    gehoben.

    Hierbei werden die Streukapazitäten der  Stufen gegen Erde und gegeneinander, die  meist um mehrere Grössenordnungen kleiner  sind als die betreffenden Stosskapazitäten zu  meist     in    periodisch gedämpften Schwingun  gen aufgeladen, da die in Reihe mit den       Funkenstrecken    liegenden     Dämpfungswider-          s:tände,    deren Grösse durch     Belastungskapa-          zität    und Frontdauer der Welle gegeben ist,  nur ein     aperiodisches    Schwingen des Haupt  kreises bei der     kürzestengewünsühten    Front  dauer gewährleisten müssen.

   Für     Kreise    mit       konzentrierten        Grundelementen        gilt    für den  aperiodischen Grenzwert des     Dämpfungs-          widerstandes:     
EMI0001.0062     
    Die grösste     -Oberschwingungsdämpfung          wird    dadurch erreicht, dass jeder     Stufe    ein  Teil des     Gesamtdämpfungswiderstandes    zu  geteilt wird.

   Der auf eine     Stufe    entfallende       'feil    des Widerstandes genügt aber im allge  meinen nicht, um ein     aperiodisches    Aufladen  der Streukapazität der betreffenden Stufe zu  gewährleisten,     wie    folgende     Grössenordnuilgs=          betrachtung    erläutert:

        Lässt     mann    die Streukapazität zunächst  ausserhalb der Betrachtung, so ergibt sich  beispielsweise bei einer Stosskapazität von       '70    000     pF    und einer     Induktivität    von 2,6     ,uH     pro Stufe als     aperiodischer        Grenzwiderstand          R.ph    = 12     Q.    Damit nun aber die Streu  kapazität, die im vorliegenden Fall 80     pF     betragen möge, schwingungsfrei aufgeladen  wird,

   ist ein 30mal grösserer Widerstand       R@po    =     360        S2        erforderlich.     



  Die     Oberschwingungsamplitude    wird im  Verhältnis zum Scheitelwert der Grundwelle  um so grösser, je kleiner die     Belastungs-    und  Stosskapazität im     Verhältnis    zur Streukapa  zität     ist.    Dies ist im allgemeinen der Fall,  je höher die Spannung der Anlage ist.  



  Zur Verkleinerung der Oberschwingungen  im äusseren Stosskreis hat     mann    bereits vorge  schlagen, in die den inneren     Generatorteil     abgrenzenden Funkenstrecken eine Zeitver  zögerung einzubringen, z. B. in Form einer  Funkenstrecke mit     inhomogenem    Feld (Spit  zen- oder Nadelfunkenstrecke), so dass die       Obersehwingungen    schon erheblich abklingen,  bevor der äussere Stosskreis mit der Belastung  angeschaltet wird. Da der Zeitverzug einer  solchen Funkenstrecke mit     irrhomogenem     Feld     eine    starke Streuung aufweist, ist die       Oberschwingungsamplitude    nicht bei allen  Stosswellen gleich stark gedämpft.

   Man hat  ferner angegeben, den Zeitverzug durch Fun  kenstrecken mit homogenem Feld (Kugel  funkenstrecken), also normalen Schaltfunken  strecken dadurch zu erreichen, dass     mann    die  Reihenfolge des     Durchzündens    der einzelnen  Stufen zeitlich genau staffelt, und zwar so,  dass die Stufe auf Erdpotential zuerst zündet,  dann die nächst höhere, und so weiter bis  schliesslich die höchste Stufe angeschaltet  wird, worauf beim Ansprechen der :den Ge  nerator abgrenzenden letzten Funkenstrecke  das Höchstpotential an den Belastungskreis  angelegt wird.

   Dies     ergibt    sich, wenn mann  der     untersten    Stufe die kleinste und jeder       folgenden    höheren     Stufe    eine etwas grössere  Schlagweite der Schaltfunkenstrecken zu  ordnet.  



       Gegenstand    der     Erfindung    ist nun ein    elektrischer Apparat mit einer Einrichtung  zur Dämpfung von Oberschwingungen in der  Spannungskurve eines Stromkreises, bei wel  chem erfindungsgemäss die Einrichtung aus  einem Widerstand besteht, der aus elektrisch  parallel geschalteten Leitern unterschied  lichen Leitwertes zusammengesetzt ist, der in  dem Stromkreis eingeschaltet ist, in dem eine  Grundschwingung wenig, die Oberwellen da  gegen     stark    gedämpft werden sollen, wobei  diese unterschiedliche Dämpfung durch die  bei wachsender Frequenz infolge     Skineffektes     erfolgende Zunahme :des Widerstandswertes  erzielt wird.  



  Der Widerstand besteht aus zwei oder  mehreren parallel geschalteten     Leitern    aus  Stoffen mit unterschiedlichem spezifischem  Widerstand, die einander umhüllen können.  



  Beispielsweise kann der Widerstand bei  kleinen Widerstandswerten aus einem Draht  als Seele und einem Überzug aus einem an  dern Metall bestehen, wobei Seele und Über  zug verschiedenen Leitwert besitzen. Es  können auch     hochohmige    Widerstände ver  wendet werden, :die aus Schichten von     gra-          phithaltigen    oder     silitähnlichen    Stoffen mit  unterschiedlichem Leitwert aufgebaut sind.  Gegebenenfalls können auch Flüssigkeiten  für den Widerstand     verwendet    werden. Die  einzelnen Leiter können dabei nur an ihren  Enden elektrisch verbunden sein oder auf  ihrer ganzen Länge in Kontaktberührung  stehen.  



  Widerstände dieser Art besitzen die  Eigenschaft,     dass    in Abhängigkeit von der  Frequenz der Oberschwingung der     Spannung     zufolge des bekannten     Skineffektes    eine Än  derung des     Gesamtwiderstandswertes        eintritt.     Dies erklärt sich daraus, dass die im Wider  stand vorhandenen parallelen Stromfäden von  Magnetfeldern umgeben .sind, die nach dem       Lenzschen    Gesetz Ströme erzeugen, welche  an der Oberfläche des Widerstandes den ur  sprünglichen Stromfäden gleichgerichtet, in  seinem Innern aber ihnen entgegengesetzt ge  richtet sind, so     da.ss    der resultierende Strom  an der Oberfläche am grössten ist und nach  innen abnimmt.

   Je nach Wahl des spezifi-      sehen Widerstandes der verwendeten Mate  rialien sowie deren Schichtdicke lässt sieh für  den jeweiligen Verwendungszweck ein ge  eigneter     Frequenzgang    erreichen.  



  Bei einer Stosswelle von einer Mikro  sekunde Frontdauer gemäss dem früher be  handelten Beispiel und einem     Dämpfungs-          widerstand    pro Stufe von     R    = 95     d2    beträgt  die Frequenz der Oberschwingung:  
EMI0003.0006     
    worin  
EMI0003.0007     
         1s    und wobei     co    die     Kreisfrequenz    der gedämpf  ten Schwingung,       a),    die Kreisfrequenz der     ungedämpften          Schwingung,    sowie         ss    die     Dämpfungskonstante    bezeichnet.

      Widerstände dieser Art sind nicht auf die  Anwendung für die als Beispiel angeführten  Stossgeneratoren beschränkt, um die Ruf  ladung der vorhandenen Streukapazitäten  aperiodisch     bezw.        hyperaperiodisch,    also  schwingungsfrei     herbeizuführen,    sondern sie  sind in vielen Fällen mit Vorteil anwendbar.  Beispielsweise in der Hochspannungstechnik  da, wo im allgemeinen aus spannungstechni  schen Gründen die Anwendung von Sperr  kreisen oder     Tiefpassfiltern    ausgeschlossen  ist.  



  Hochgespannte Wechselspannung wird  üblicherweise mit einem     Scheitelwert-Mess-          instrument,    also zum Beispiel der Kugelfun  kenstrecke, gemessen, während die Angabe  der Spannung in     Effektivwerten    erfolgt.

    Diese errechnet man aus dem Scheitelwert  durch Division mit     @/2.    Eine solche     Rechnung     setzt aber gut     sinusförmigen    Verlauf der  betreffenden Spannungskurve voraus,     was     bei sehr hohen     Spannungen    nur     bei.grössten     Einheiten zutrifft, während normalerweise  der Kurvenverlauf durch die während jeder  Periode nach Überschreiten der Anfangsspan  nung schlagartig einsetzende Koronaentla-         dung.durch    Oberschwingungen stark verzerrt  wird.  



  Weiter werden zufolge der überwiegend       kapazitiven    Last von Hochspannungstrans  formatoren die     generatorseitigen    Oberschwin  gungen stark vergrössert auf die Oberspan  nungsseite     übersetzt.    Die Oberwellen, die  normalerweise Frequenzen von grössenord  nungsmässig     l03-104    Hz haben, also sich  von der Grundfrequenz um mehrere Grössen  ordnungen unterscheiden, können durch die  beschriebenen Widerstände in     sorgfältiger          iWeise    von der     Scheitelwertmesseinrichtung     ferngehalten werden.  



  Weiter eignen sich auch die Widerstände  zum Schutz von     Hochspannungsgeräten    vor  Wanderwellen und hochfrequenten Schwin  gungen, zum Beispiel als Schutzwiderstand  zwischen Prüftransformator und Prüfobjekt.  Erfolgt ein     Über-        bezw.        Durchschlag    des  letztgenannten, so bricht an diesem innerhalb  sehr kurzer     Zeit    die Spannung zusammen;  dieser Spannungszusammenbruch erzeugt eine  über den     Schutzwiderstand    gegen den Trans  formator laufende     Wanderwelle    meist grosser  Stirnsteilheit, die Anlass zu Durchschlägen  der     Eingangswindungen    zur Folge haben  kann.

   Eine     Sperrung    dieser Wanderwelle  durch     Zwischenschaltung    einer Drosselspule  ist im     allgemeinen    erfolglos, da so rasch ver  änderliche Vorgänge fast rein     kapazitiv,    also  durch die     Windungskapazität    der Drossel  spule übertragen werden.  



  Oft ist auch selbst in Niederspannungs  kreisen eine Anwendung von     Induktivitäten     zu Sperrzwecken infolge von Resonanz  erscheinungen nicht möglich. Auch in diesen  Fällen sind     Widerstände    der beschriebenen  Art mit     Vorteil        verwendbar.     



  Anstatt die den Widerstand bildenden  Leiter mit unterschiedlichem Leitwert so zu       gruppieren,    dass sie einander umhüllen, kön  nen die Leiter auch abwechselnd neben- oder  übereinander gestapelt sein. Es können auch  mehrere solcher Stapel aus Leitern mit unter  schiedlichem     Leitwert    zu einem Widerstands  körper beliebigen Querschnittes     gruppiert     sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII: Elektrischer Apparat mit einer Einrich- tung zur Dämpfung von Oberschwingungen in der Spannungskurve eines Stromkreises, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung aus einem Widerstand besteht, der aus elek trisch parallel geschalteten Leitern unter- schiedlichen Leitwertes zusammengesetzt ist.
    .der in dem Stromkreis eingeschaltet isst, in .dem eine Grundschwingung wenig, die Ober wellen dagegen stark gedämpft werden sol len, wobei diese unterschiedliche Dämpfung durch die bei wachsender Frequenz infolge Skineffektes erfolgende Zunahme des Wider standswertes erzielt wird. UNTERANSPRüCHE 1.
    Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Widerstand aus mindestens zwei parallel geschalteten Leitern mit unterschiedlichem spezifischem Leitwert zusammengesetzt ist, -die einander zugekehrte Flächen besitzen. 2. Apparat nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Leiter des Widerstandes metallisch sind. 3. Apparat nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Leiter des Widerstandes graphithaltige Stoffe sind. 4.
    Apparat nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Leiter des Widerstandes aus silitartigen Stoffen be stehen. 5. Apparat nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Leiter des Widerstandes Flüssigkeiten sind. 6. Apparat nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass .die Leiter des Widerstandes auf ihrer ganzen Länge in Kontaktberührung stehen. 7. Apparat nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Leiter ein ander umhüllen.
CH246293D 1944-08-09 1944-08-09 Elektrischer Apparat mit einer Einrichtung zur Dämpfung von Oberschwingungen in der Spannungskurve eines Stromkreises. CH246293A (de)

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