CH242575A - Verfahren zum Abziehen und Nachbehandeln von Kunstfäden und Kunstfasern. - Google Patents
Verfahren zum Abziehen und Nachbehandeln von Kunstfäden und Kunstfasern.Info
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Description
Verfahren zum Abziehen und Nachbehandeln von Kunstfäden und Kunstfasern. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Abziehen und Nach behandeln von trocken gesponnenen Kunst fäden und Kunstfasern, bei welchem das rohe Faserbündel durch mindestens einen Ejektor aus dem Spinnschacht ununterbrochen abge zogen, darauf über mit Fadenvorschubvor- richtungen versehene rotierende Walzen ge führt und hierbei mit Salzlösung behandelt,
dann durch eine geeignete Streckvorrichtung und schliesslich durch einen mit verdünnter Säure gespeisten Ejektor geleitet wird.
Die Ejektoren können dem Faserbündel gleichzeitig auch einen gewissen Drall und eine gewisse Verstreckung geben. Auch nach oder bei Passieren des letzten Ejektors ist eine nochmalige Verstreckung des.
Fadens von Vorteil. ' Die bisher verwendete diskontinuierliche Aufwicklung des trocken ersponnenen Roh faserbündels mittels Haspeln,- Spulen oder dergleichen ist unwirtschaftlich, weil dabei ein grosser Vorteil des Trockenspinnens -der Viskose, der in der kontinuierlichen hohen Abzugsgeschwindigkeit liegt, nicht ausge nutzt wird. Denn das Wechseln der Haspel und die Weiterbehandlung durch Koagulie- ren mit Salzlösung, Strecken,
Säuren usw. der von den Haspeln abgewickelten ,Stränge erfordert viel Handarbeit und erschwert die Gewinnung genügend gleichmässiger Pro dukte.
Das nachstehende; an Hand eines Beispiels erläuterte Verfahren ermöglicht, das trocken ersponnene Fadenbündel kontinuierlich abzu ziehen und weiterzubehandeln. Das Faden bündel wird nach Verlassen des Spinnschach tes mittels mindestens einem mit koagulie- render Salzlösung (z. B.
Kochsalzlösung) ge speisten Ejektor abgezogen und in eine an den Ejektor anschliessende Rinne (oder Rohr) befördert, in der es mit der Salzlösung wei- tE,rfliessend noch weiter koaguliert und aus gewaschen wird. Von der Rinne wird das Fadenbündel dann auf irgendwelche Wasch- vorrichtungen geleitet, wo Kochsalzlösung das Koagulieren und Auswaschen vollendet..
Diese Waschvorrichtungen bestehen aus Wal zen, die mit beliebigen Fadenvorschubeinrich- tungen, welche die Fadenbündel in zahl reichen Windungen weiterführen, versehen sind, während die Kochsalzlösung ihnen ent- gegenströmt.
Von der Waschwalze werden die Faden bündel auf eine beliebige Streckvorrichtung kontinuierlich weitergeleitet. So können z. B. die Fadenbündel zunächst über eine Galette oder ein Walzenpaar geführt werden und dann. durch eine zweite Galette oder zweites Walzenpaar mit grösserer Umfangsgeschwin- digkeit als das erste geführt und dadurch gestreckt werden. Demselben Zweck können auch zwei nebeneinanderliegende rotierende, kegelförmige Walzen dienen.
Leitet man das Fadenbündel. über ein solches Kegelpaar, so klettert das Bündel von selbst zu den höheren Stellen. (zu den dickeren Enden der Kegel) und wird dabei gleichmässig vorgeschoben und allmählich gestreckt.
Schliesslich wird das Fadenbündel mittels eines andern Ejektors, der mit verdünnter Säure (beispielsweise 0,5%iger Salzsäure) ge- sl@eist wird, zwanglos.
weiterbefördert, ge gebenenfalls unter erneuter Verstreckung. Die weitere Behandlung, das heisst Waschen, Appretieren, Trocknen usw., erfolgt in übli cher Weise, wobei gegebenenfalls auch Ejek- toren zur Weiterbeförderung benutzt werden, die mit entsprechenden-Behandlungsflüssig- keiten gespeist sind. Die Spinngeschwindig keit kann durch Veränderung des Druckes im. ersten Ejektor geregelt werden. So wurde z.
B. die Abzugsgeschwindigkeit durch eine leichte Druckerhöhung der Kochsälz1ösung von<B>1,3</B> auf 1,5 Alm. von 220 auf 260 miNin. erhöht.
Wenn man hinter den ersten mit Koch salz arbeitenden Ejektor einen zweiten Ejek- tor einschaltet und diesen mit stärkerem Zug arbeiten lässt;
so wird das Fadenbündel zwi schen dem ersten und zweiten Ejektor ge streckt, wobei man gegebenenfalls eine Fa- denbremse zwischen den beiden Ejektoren einschalten kann. Auf diese Weise kann man durch Nachschaltung eines oder mehrerer Ejektoren die Wasch- und Streckvorrichtun gen, die oben beschrieben wurden, entlasten.
Auch hinter dem mit Salzsäure betriebenen Ejektor kann ein weiterer Ejektor mit grösse rer Zugkraft zwecks Verstreckung eingeschal tet werden, gegebenenfalls: werden Ejektoren verwendet, die durch schraubenförmige Ge staltung der innern Seite des Ausflussrohres der Flüssigkeit eine drehende Bewegung und dadurch dem Fadenbündel einen Drall geben.
Zweckmässig wird wirtschaftliche Zirku lation sämtlicher Bäder nach dem Gegen stromprinzip vorgesehen. Es, ist zweckmässig, den ersten Ejektor mit schon angebrauchter, etwas alkalischer Salzlösung zu betreiben, da solche Salzlösung besser den trockenen Faden benetzt. Auch empfiehlt sich unter Umstän den die Zufügung von Netzmitteln.
Da die Verstreckbarkeit der Fäden von der Fadendicke, der Konzentration und Zu sammensetzung der angewandten Salzlösun gen sowie von der Einwirkungszeit und Ein wirkungstemperatur abhängt, muss man die Lösungen bezw. die Entfernung der mit Kochsalzlösung betriebenen Ejektoren von einander so einstellen können, dass der opti male Streckungseffekt erzielt wird. Zu die sem Zweck mass man die Ejektoren so ein bauen, dass ihre Entfernung voneinander ge ändert werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Abziehen und Nachbehan deln von trocken gesponnenen Kunstfäden und Kunstfasern, dadurch gekennzeichnet; dass das rohe Faserbündel durch mindestens einen Ejektor aus- dem Spinnschacht ununter brochen abgezogen, darauf über mit Faden vorschubeinrichtungen versehene rotierende Walzen geführt und hierbei mit Salzlösung behandelt,dann durch eine Streckvorrichtung und schliesslich durch einen mit verdünnter Säure gespeisten Ejektor geleitet wird.-UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass das Faserbündel durch mindestens zwei unmittelbar hinter dem Spinnschacht angeordnete Ejektoren ab gezogen wird, welche mit steigendem Zug arbeiten und so das Faserbündel strecken. 2.Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Ejektoren dem abgezogenen Faden gleichzeitig einen Drall erteilen. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass der erste Ejektor mit Salz lösung gespeist ist. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-3, dadurch gekennzeich net, dass der Faden nach Passieren des mit Säure gespeisten letzten Ejektors nochmals v erstreckt wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-4, dadurch gekennzeich net, dass der erste Ejektor mit bereits ge brauchter, etwas alkalischer Salzlösung be trieben wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-5, dadurch gekennzeich- ret, dass die Flüssigkeit zum Antrieb des ersten Ejektors Netzmittel enthält. 7.Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-6, dadurch gekennzeich net, dass das Faserbündel zwischen dem er sten Ejektor und der eigentlichen Waschvor- richtung durch eine mit abfliessender Lösung beschickte Abzweigvorrichtung geleitet wird, und zwischen je zwei Ejektoren Fadenbrem sen eingeschaltet sind.
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| CH242575D CH242575A (de) | 1943-05-28 | 1944-05-27 | Verfahren zum Abziehen und Nachbehandeln von Kunstfäden und Kunstfasern. |
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1944
- 1944-05-27 CH CH242575D patent/CH242575A/de unknown
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