CH242546A - Verfahren zur Herstellung von mit Öffnungen versehenen keramischen Isolierplatten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von mit Öffnungen versehenen keramischen Isolierplatten.

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CH242546A
CH242546A CH242546DA CH242546A CH 242546 A CH242546 A CH 242546A CH 242546D A CH242546D A CH 242546DA CH 242546 A CH242546 A CH 242546A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B11/00Apparatus or processes for treating or working the shaped or preshaped articles
    • B28B11/12Apparatus or processes for treating or working the shaped or preshaped articles for removing parts of the articles by cutting

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press-Shaping Or Shaping Using Conveyers (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von mit     Öffnungen        versehenen    keramischen Isolierplatten.    Bei der     Herstellung    von     plattenförmigen     keramischen     Isolierplatten,    in denen auf ge  ringem Abstand Öffnungen     vorhanden    sein  müssen, durch     Pressen.    in einer     Matrize    mit  nachfolgendem Sintern, hat es sich     heraus-          gestellt,    dass man     bisweilen    auf Schwierig  keiten stösst.

   In derartigen Fällen, bei denen  in der     Matrize    Stifte vorgesehen sind, um  die     erwähnten    Öffnungen entstehen zu lassen,  lässt sich die Masse schwierig in genügender  Menge zwischen die in der     Matrize    vorhan  denen Stifte     bringen,    was eine     verringerte     Homogenität zur Folge hat.

   Die auf diese  Weise entstandene     Inhomogenität        gibt    beim       Sintern.    zu einer unregelmässigen Schrump  fung     und        zu    Formveränderungen Anlass,  während auch eine störende Verringerung des  Zusammenhanges des     ungesinterten    Produk  tes auftreten kann.

   Bei     Anwendung    einer       pulverförmigen    keramischen Masse macht  sich ausserdem der     Übelstand    geltend,     däss     die Masse zwischen die Stifte     und,die    Wände  der für diese Stifte in der Matrize vorhan-    denen Hohlräume gelangt, was auf die Dauer  das Abbrechen der Stifte beim     Pressen    zur  Folge haben kann.     Dieser    Übelstand wäre  gegebenenfalls durch oft .     wiederhöltes.    Rei  nigen der     Matrize    zu beseitigen, aber dies  geht mit Zeitverlust bei der Herstellung der  Gegenstände einher:

    Die     Erfindung    hat den Zweck, die dem  genannten     Formgebungsverf        ahren    anhaften  den Übelstände zu     beseitigen,    und sie betrifft  ein Verfahren zur     Herstellung    von mit     Öff-          nungen,    versehenen keramischen Isolierplat  ten, bei dem die Formgebung in zwei Stufen       bewerkstelligt    wird.  



  Gemäss der Erfindung wird eine     kerami-          sähe    Masse hergestellt, welche man zunächst  zu flachen Gebilden von der für die     Isolier-          plänen    erforderlichen Stärke     vorformt,     welche dann durch Stanzen der     Umrissform     und der Öffnungen     in    die gewünschte end  gültige Form gebracht werden, wobei man so  verfährt,     da.ss    die zu stanzende keramische  Masse die dazu     erforderliche        Konsistenz    be-      sitzt, worauf die so erhaltenen Formkörper       sinternd    erhitzt werden.  



  Gemäss einer     Ausführungsform,    die ins  besondere     im-        Hinblick    auf Massenherstellung  vorzugsweise     angewendet    wird, wird eine       knetbare    keramische Masse unter     Anwendung     einer     Strangpresse    oder durch Walzen zu       einer        Platte    oder einem Band vorgeformt;

    dann wird die     Weichheit    der Masse verrin  gert, zum Beispiel durch Eintrocknung oder  bei Anwendung eines ,     polymerisierbaren          Bindemittels    durch     Polymerisatiön    des:. letz  teren, bis die zum Stanzen geeignete     Kon-          sistenz    entstanden ist:  Der Gegenstand kann auch durch Pressen  einer trockenen oder einer     etwas    befeuchteten  Masse in einer Matrize vorgeformt werden,  worauf die Masse erweicht wird, z.

   B. durch       Befeuchtung    oder bei     Anwendung        eines.    bei  Erhitzung erweichenden     Bindemittels    durch  Erhitzung, bis die zum Stanzen .geeignete  Konsistenz     entstanden    ist. Es ist ferner mög  lich, bei dem Pressen in einer Matrize von  einer     keramischen    Masse mit     :einer        derartigen          Konsistenz    auszugehen, dass sie nach dem  Pressen sofort zum     Stanzen    geeignet ist.  



  Die     Einstellung    der Konsistenz der     vor-          geformten    Platte ist derart durchzuführen,  dass einerseits die Masse nicht mehr so weich  ist, dass störendes     Festkleben    an der     Stanz-          vorriehtung        auftritt    und anderseits die  Festigkeit und der     Zusammenhang    für die       Stanzbearbeitung    noch     ausreichend    sind.  



  Man wird durch das Verfahren- gemäss  der     Erfindung    in Stand gesetzt, auf     einfache          Weise    und mit .geringem Ausfall sehr     dünne,     genügend kräftige keramische Plättchen ver  wickelter Gestalt, z. B. mit einer Stärke von  005 mm und sogar     noch-weniger,    herzustellen.  In manchen Fällen     können    die Gegenstände  gemäss der Erfindung in der Elektrotechnik,       wie    z. B. beim     Aufabstandhalten    von Elek  troden in     Entladungsröhren    und bei der Her  stellung von     Kondensatoren,    Glimmer nütz  lich ersetzen.  



  Es ist möglich, vorgeformte Gegenstände  mit einer derart weichen     Konsistenz    ent  stehen zu lassen,     @dass    beim Stanzen die Rän-    der der erhaltenen     Gegenstände        bezw.    von     in     ihnen vorhandenen     Öffnungen    auf der     einen     Seite     scharf    und auf der andern Seite ab  gerundet werden. In bestimmten Fällen,     wie     z.

   B. bei der Montage von Elektroden, lässt  sich dieser Umstand mit Vorteil ausnutzen,  da die Elektroden von der     abgerundeten        Seite     her leicht in die Öffnungen     eingeführt    wer  den können.  



  Die Erfindung sei nachstehend an Hand  einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert.    <I>Beispiel 1:</I>  250g     Magnesiumogyd    und 10 g     Traganth     werden mit 45     ,g    Wasser innig vermischt. Die  erhaltene knetbare Masse wird mit     Hilfe     einer     Strangpresse    -zu Bändern von 1 zu 8 zu  50.0 mm vorgeformt, die     dann    während     etwa:          1O    Minuten bei Zimmertemperatur an der  Luft (relative Feuchtigkeit<B>50%)</B> getrocknet  werden.     .Aus    den auf     diese    Weise :

  eingetrock  neten Bändern     werden    Blättchen von 20 zu  8 mm gestanzt, die mit Öffnungen von     etwa     0,5     mm    auf     gegenseitigen    Abständen schwan  kend     zwischen    etwa 1/4 bis zu einigen Milli  metern versehen sind.

   Die erhaltenen Plätt  chen werden schliesslich     gesintert.            Beispiel   <I>2:</I>  100 g     Speckstein,    10g     Polystyren,    20 -     g-          Styren    und 1 g     Benzoylperogyd        werden    innig  vermischt.     Dann    wird die erhaltene knetbare  Blasse mit Hilfe einer     Strangpresse    zu Bän  dern vorgeformt.

   Es wird dann eine halbe  Stunde auf 50  C erhitzt, wobei .die Masse  durch     Polymerisation        weniger    weich und  dazu     geeignet    wird, durch Stanzen der Um  rissform und der Öffnungen in die endgültige  Form gebracht zu werden. Schliesslich wer  den .die Gegenstände gesintert.

      <I>Beispiel 3:</I>  120 g Speckstein, 60g Kaolin und 20 g       Bentonit    werden mit 50 g Wasser gemischt,  bis eine     knetbare    Masse :erhalten     wird.    Diese  Masse wird mit     $ilfe    einer     Strangpresse    zu       Bändern    vorgeformt,     aus-    denen     sofärt        Platt-          chen    und in denselben     Öffnungen    ausgestanzt  werden.

   Die Plättchen werden     dann        gesintert.              Beispiel.:     200     g    Speckstein werden mit 30 g Paraf  fin in 5     %iger    Lösung in     Tetrachlorkohlen-          stoff    gemischt. Nach Verdampfung des:     Lö-          sungsmittels        wird    ein trockenes Pulver er  halten, aus dem sich in einer Matrize Platten  von 1 zu 8 zu 200     mm    pressen lassen.

   Nach  Erhitzung auf 50  C sind die vorgeformten  Platten dazu geeignet, aus ihnen kleine Plätt  eben und     in.    diese     Öffnungen    zu stanzen.       Dann.    werden die     Plättchen    gesintert.  



       Beispiel   <I>s:</I>  180 g Speckstein und 20g Kaolin werden       mit    2,5g     Methylcellulose        und    25g Wasser  gemischt und dann in einer Matrize zu Plat  ten gepresst. Es wird dann mit Dampf be  handelt, bis die Masse eine geeignete Weich  heit besitzt, worauf die Gegenstände durch  Stanzen der     Umrissform    und der     Öffnungen     in die endgültige Form gebracht und ge  sintert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: ' I. Verfahren zur Herstellung von mit Öffnungen versehenen keramischen Isolier platten, dadurch gekennzeichnet, dass eine keramische Masse hergestellt wird, welche zunächst zu flachen Gebilden von der für die Isolierplatten erforderlichen Stärke ge formt wird, die dann durch Stanzen der Um rissform und der Öffnungen in die endgültige Form gebracht werden, wobei man so ver= Fährt, dass die zu stanzende keramische Masse die dazu erforderliche Konsistenz besitzt., worauf die erhaltenen Formkörper sinternd erhitzt werden.
    II. Isolierplatte, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die keramische Masse mit Hilfe einer Strangpresse zu Bän- därn geformt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die zum Stanzen erforderliche Konsistenz durch Eintrock nung erhalten wird. 3. Isolierplatte nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ihre Ränder auf der einen Seite scharf und auf der andern Seite abgerundet sind.
CH242546D 1940-08-21 1941-08-19 Verfahren zur Herstellung von mit Öffnungen versehenen keramischen Isolierplatten. CH242546A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE971277C (de) * 1951-06-14 1958-12-31 Siemens Ag Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von ferromagnetischen Kernen, Halbleiterwiderstaenden, dielektrischen Koerpern od. dgl.

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE971277C (de) * 1951-06-14 1958-12-31 Siemens Ag Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von ferromagnetischen Kernen, Halbleiterwiderstaenden, dielektrischen Koerpern od. dgl.

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