CH239281A - Abgeschirmtes Hochfrequenzkabel. - Google Patents

Abgeschirmtes Hochfrequenzkabel.

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CH239281A
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frequency cable
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wire
helically wound
polyisobutylene
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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  Abgeschirmtes     Hochfrequenzkabel.       Bei der Konstruktion sogenannter abge  schirmter     Hoehfrequenzkabel    gehen die Be  strebungen dahin, die Kapazität zwischen  dem (den)     Innenleiter(n)    und der äussern Ab  schirmung, die im Falle eines einzigen Innen  leiters als Rückleiter (Aussenleiter) dient, so  viel     wie    möglich herabzusetzen. Wenn man  den Raum zwischen dem (den)     innern          Leiter(n)    und der     Abschirmung    mit irgend  einem Isolierstoff ausfüllt, z.

   B. mit einem  thermoplastischen     Kunststoff    auf der Basis  von     Polyvinylchlorid    oder     Acetyleellulose,     so hat die verhältnismässig grosse     dielektrische     Konstante der     genannten    Isolierstoffe zur  Folge, dass die Kapazität zu gross wird, es sei  denn, dass man den Abstand zwischen dem  (den)     innern        Leiter(n)    und der Abschirmung  für die Praxis unbrauchbare Abmessungen  annehmen     lä,sst.    Ausserdem hat ein solches  Kabel ganz bedeutende     dielektrische    Ver  luste.  



  Eine Lösung kann in der bereits bekann  ten     Luftraumisolation    gefunden werden. Der    Raum     zwischen    dem (den)     innern        Leiter(n)     und der Abschirmung ist dann nur teilweise  mit irgendeinem festen Isolierstoff gefüllt,       und    es wird ein möglichst grosser Teil des  genannten Raumes von Luft eingenommen.  



  Man kann dies z. B. dadurch erzielen,  dass der (die)     innere(n)    Leiter     mit        einem     System von Drähten,     Bgndern    oder     Streifen     von Papier oder     Cellulosederivaten    umgeben  wird (werden). Man erhält dann eine Isola  tion, die im trockenen     Zustand        ausreichende     elektrische     Eigenschaften    hat. Die     dielek-          trische        Konstante    einer     Papier-Luftraum-          isolation    beträgt etwa 1,6.

   Ein grosser  Nachteil dieser Bauart besteht aber in der       beträchtlichen    Feuchtigkeitsempfindlichkeit,  die es erforderlich macht, sehr kostspielige  Massnahmen bei der Herstellung zu treffen.  Es soll nicht nur das mit     Papierisolation    her  gestellte Kabel vor Eindringen von Feuchtig  keit durch     Anordnung    eines umhüllenden  Bleimantels geschützt werden, sondern es  muss ausserdem, vor Anordnung des Bleiman-           tels,    sämtliche Feuchtigkeit aus der Papier  isolation entfernt werden.  



  Bei einer andern bekannten Lösung des  Problems wird (werden) der (die)     innere(n)     Leiter mit einem bezüglich der Drahtstärke  des Innenleiters sehr viel weiteren Rohr aus  einem mehr oder weniger     nachgebigen    Isolier  material umgeben, und um dieses Rohr wird  dann die Abschirmung     bezw.    der Aussenleiter  herum angeordnet. Für dieses nachgiebige  Material werden z. B. thermoplastische Stoffe  auf der Basis von     Polyvinylchlorid    und       Äthy        lcellulose    verwendet.

   Die auf diese  Weise hergestellten Kabel haben ziemlich  brauchbare     Betriebskapazitäten,    aber die     di-          elektrischen        Verluste    solcher Kabel sind  nicht besonders günstig. Ausserdem ist. der  Temperaturbereich, innerhalb dessen diese  Kabel ohne Gefahr für Beschädigung oder  Formänderung verwendet werden können,  verhältnismässig klein und fällt gewiss nicht  ausserhalb des     zwischen        -10     C und     -i-    80  C  liegenden Bereiches. Dies beschränkt die Ver  wendbarkeit der mit diesen Werkstoffen her  gestellten     Hochfrequenzkabel.     



  Nach einer ebenfalls bekannten Lösung,  die in elektrischer und mechanischer Hinsicht  zu viel besseren Ergebnissen führt. wird das       obenerwähnte    Isolierrohr durch eine aus       Polysty        ren    bestehende Schraube ersetzt. Die       dielektrischen    Verluste, ebenso wie die     di-          elektrische        Konstante    des     Polystyrens,        sind     sehr niedrig und praktisch nicht abhängig  von Feuchtigkeit.

   Ausserdem ist die Druck  festigkeit einer     Polystyrenschraube    vorzüg  lich zu nennen, und es ist auch die Biegsam  keit der bei Biegung im wesentlichen auf  Drehung belasteten Schraube ausreichend.  Gegenüber all diesen guten Eigenschaften  besteht aber der Nachteil, dass auch hier der  Temperaturbereich, innerhalb dessen die Ver  wendung ohne Beschädigung oder Deforma  tion möglich ist, verhältnismässig klein ist.  Die untere Grenze des Temperaturbereiches  liegt im vorliegenden Fall zwar niedriger als  im obengenannten Fall, aber die obere Grenze  übersteigt auch nicht weit 80  C und be  stimmt nicht 100  C.

   Oberhalb dieser Tempe-         ratur    erweicht nämlich das     Polystyren,    und  das Kabel, das seine mechanische Festigkeit  dem Vorhandensein der     Polystyrenschraube     verdankt, wird leicht eine dauernde Form  änderung erfahren, wodurch     natürlich    die  elektrischen Eigenschaften und namentlich  die Kapazität beeinflusst werden.  



  Ein Isolierstoff, der vermöge seines ehe  mischen Aufbaus ausserordentliche gute elek  trische Eigenschaften hat, sehr wenig feuch  tigkeitsempfindlich und daher ausserordent  lich dazu geeignet ist, die oben bereits er  wähnten Isolierstoffe zu ersetzen,     ist    auf der  Basis von     Polyisobutylen    mit einem zu  diesem Zweck vorteilhaften     Molekulargewicht     von 100 000 bis 200 000 aufgebaut.

   Dieser  Stoff hat als Kohlenwasserstoff eine nied  rige     dielektrische    Konstante und sehr nied  rige     dielektrische    Verluste; die     dielektrische     Konstante ist von der Grössenordnung von  2,5 und die     dielektrischen    Verluste sind über  einen grossen     Temperatur-    und Frequenz  bereich praktisch konstant.

   Der Verlust  winkel beträgt 0,0002.     Angesichts    der me  chanischen     Eigenschaften    des     Polyisobu-          tylens,    insbesondere der sehr     geringen     Druckfestigkeit dieses Kohlenwasserstoffes,  ist es aber nicht     möglich,    das     Polyisobutylen     ohne besondere Verstärkung im Kabel zu  verwenden, mit Rücksicht auf die Anfor  derung, dass die Druckfestigkeit des Kabels  und also die Beständigkeit gegen Form  änderungen möglichst gross sein soll, neben  einer möglichst geringen Kapazität,

   mög  lichst geringer     dielektrischer        Verluste    und  einer möglichst geringen     Feuchtigkeitsemp-          findlichkeit.     



  Die Erfindung bezieht sich auf ein abge  schirmtes     Hochfrequenzkabel    mit mindestens  einem Innenleiter, der von einem Isolierstoff  rohr, dessen     Licht -eite    ein Vielfaches des       Innenleiterdurchmessers    beträgt, umgeben  und durch dieses Rohr und die von diesem  eingeschlossene Luft von der Abschirmung  isoliert ist.

       Erfindungsgemäss        besteht    das  zwischen dem (den) innern     Leiter(n)        und    der  Abschirmung liegende     Isolierstoffrohr    aus       Polyisobutylen,    vorzugsweise     aus    einem sol-           chen    mit einem     Molekulargewicht    von 100 000  bis 200 000, das zur Erzielung der erforder  lichen     Druckfestigkeit    mit einem schrauben  förmig gewundenen Verstärkungsdraht     aus     federndem Stoff umgeben ist, der im Tempe  raturbereich von -50  C bis     -I-180     C seine  Federkraft beibehält.  



  Der schraubenförmig     gewundene    Verstär  kungsdraht kann aus einem Stahldraht be  stehen, um den dann die Abschirmung     bezw.     der     Aussenleiter    herumgelegt werden kann.  Wenn an die Verluste und die Dämpfung sehr  hohe     Anforderungen    gestellt werden, so wird  man als federnder Stoff vorzugsweise nicht  ein     ferromagnetisches    Material,     sondern    statt  der     Stahldrahtschraube    einen schrauben  förmig gewundenen Hartkupferdraht oder in  manchen Fällen einen     schraubenförmig    ge  wundenen     Hartbronzedraht    wählen.

   Es ist  zweckmässig, diesen schraubenförmig gewun  denen Draht aus federndem Material unter  der eigentlichen Abschirmung     bezw.    dem       Aussenleiter        anzubringen,    weil hierfür in  vielen Fällen zur Erzielung der erforder  lichen Biegsamkeit eine     Umflechtung    dünner  weicher Kupferdrähte verwendet wird, oder  in manchen Fällen Aluminiumdrähte.

   Falls  die Abschirmung unmittelbar auf dem     Poly-          isobutylenrohr    angeordnet und um dieses der  Verstärkungsdraht herum angeordnet wird,  so kann beim Biegen des Kabels die Abschir  mung     bezw.    der     Aussenleiter    verhältnismässig  leicht eine Formänderung erleiden, so dass  z. B. das Isolierrohr eingedrückt oder     in     ernstlichen Fällen sogar durchgedrückt wird,  wodurch     Kapazitätsänderungen    auftreten  werden.  



  Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs  gegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt.  Es ist darin der innere Kupferleiter     mit    1 be  zeichnet, der in manchen Fällen mit einer  Emailleschicht     ausgestattet    sein kann. Dieser  Innenleiter 1 ist von einem viel weiteren  Rohr aus     Polyisobutylen    2 umgeben, um  welches ein schraubenförmig     gewundener     Hartkupferdraht 3 liegt.     Eine    auf diesem an  geordnete     Umflechtung    von weichem Kupfer  draht ist mit 4 bezeichnet, und     darüber    liegt    gegebenenfalls eine     Umflechtung    von Papier  oder Textil, z.

   B.     Baumwolle.    Das Ganze  kann weiter mit einem wasservertreibenden  und     fäulnisverhütenden        Imprägniermittel     imprägniert werden, z. B. Asphalt. Der       Innenleiter    1 befindet sich lose im Rohr  2 und wird an bestimmten Stellen vom letz  teren unterstützt. Es ist auch möglich, den       innern    Leiter an besonders     angeordneten          Stützteilen,    z. B. Scheiben aus Isolierstoff,  zu     befestigen.     



  Das Kabel nach der     Erfindung    hat ausser  ordentlich gute elektrische Eigenschaften.  Die     dielektrische    Konstante dieser     Polyiso-          butylen-Luftraumisolation    liegt unterhalb  jener einer     Papier-Luftraumisolation,    und es  sind die Verluste sehr     gering.    Neben diesen  vorzüglichen     elektrischen    Eigenschaften hat  das     erfindungsgemässe    Kabel     ausserordentlich     gute mechanische     Eigenschaften,    mit dem  besonderen     Vorteil,    dass der Temperatur  bereich,

   innerhalb dessen das Kabel ohne  Gefahr für Beschädigung oder dauernde  Formänderungen verwendbar ist, sehr aus  gedehnt ist und wenigstens zwischen -50  C  und     -I-180     C liegt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Abgeschirmtes Hochfrequenzkabel mit mindestens einem Innenleiter, der von einem Isolierstoffrohr, dessen Lichtweite ein Viel faches des Innenleiterdurchmessers beträgt, umgeben und durch dieses Rohr und die von diesem eingeschlossene Luft von der Abschir mung isoliert ist, dadurch gekennzeichnet,
    daB das zwischen dem Innenleiter und der Abschirmung liegende Isolierstoffrohr aus Polyisobutylen besteht, das zur Erzielung der erforderlichen Druckfestigkeit mit einem schraubenförmig gewundenen Verstärkungs draht aus federndem Stoff umgeben ist, der im Temperaturbereich von -50 C bis -I-180 C seine Federkraft beibehält.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Hochfrequenzkabel nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Polyisobutylen ein solches mit einem Mole- kulargewicht von 100 000 bis \?00 000 ver wendet ist. ?. Hochfrequenzkabel nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, daB der schraubenförmig gewundene Verstärkungs draht aus hartem Kupferdraht besteht. 3. Hochfrequenzkabel nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, daB der schraubenförmig gewundene Verstärkungs draht aus hartem Bronzedraht besteht.
CH239281D 1942-02-02 1943-02-01 Abgeschirmtes Hochfrequenzkabel. CH239281A (de)

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