CH237262A - Elektrischer Widerstand. - Google Patents
Elektrischer Widerstand.Info
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Classifications
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Description
Elektrischer Widerstand. Zur Herstellung elektrischer Widerstände mit negativem Temperaturkoeffizienten sind mehrere Kombinationen von Fe30, mit Dop peloxyden, die ähnlich wie Fe304 Spinell- struktur aufweisen, vorgeschlagen worden. Es ist jetzt gefunden worden, dass die Kombination Fe0-Fe20g-Mg0-A1203 von be sonderem Vorteil ist, sofern die Ausgangs stoffe in eine aus einer gleichmässigen Spi- nellphase bestehende Masse übergeführt wer den, und zwar derart, dass die Masse bei einer Temperatur von annähernd 500 C nicht mit einer zweiten Phase übersättigt ist. Es ist zu :diesem Zweck im allgemeinen erforder lich, dass die Gesamtmenge an zweiwertigen zu der Gesamtmenge an dreiwertigen Oxy den in einem Molekularverhältnis steht, das nicht oder nur wenig von 1 verschieden ist. Ist diese Bedingung erfüllt, so wird bei Betriebstemperaturen über 500 C keine Aus scheidung einer zweiten Phase auftreten, die zu unerwünschten Veränderungen des Wi derstandes führen würde. In bezug auf den Bereich unter 50<B>0</B> C ist zu bemerken, dass beim Widerstandswerkstoff nach der Erfin dung die Ausscheidungsgeschwindigkeit einer zweiten Phase unterhalb von 50,0 C sehr ge ring ist. Im Zusammenhang mit Vorstehendem wird man bei der Herstellung der Wider stände die Umstände bei der Erhitzung, das heisst die Temperatur und den Partialdruck des Sauerstoffes im umgebenden Gas, zweck mässig derart wählen, dass das für .die er wähnte Bedingung erforderliche Molekular- veThältnis Fe0 : Fe203 in der Masse erreicht wird. Damit während der nachfolgenden Ab kühlung dieses Verhältnis möglichst weit gehend aufrechterhalten bleibt, kann man schnell abkühlen unter gleichzeitiger Ver drängung der sauerstoffhaltigen Atmosphäre durch ein indifferentes Gas oder sowohl die Heizung als auch die schnelle Auskühlung in einer Atmosphäre vornehmen, bei welcher der PartialdTuck des Sauerstoffes bei Absinken der Temperatur abnimmt, zum Beispiel in einem Gemisch aus Stickstoff und Wasser dampf. Der spezifische Widerstand der Wider stände nach der Erfindung ist im wesent lichen durch das 11ischungsverhältnis der Be standteile, und zwar vorwiegend durch den Gehalt an Eisenoxyd in Spinellform bedingt. Dieser Gehalt beträgt im allgemeinen zweck Erzielung praktisch brauchbarer ,Werte des spezifischen Widerstandes weniger als 50 Mol %. Der Widerstand nach der Erfindung hat den Vorteil, dass bei höherer Belastung keine chemischen Umwandlungen (zum Beispiel Abspaltung von Sauerstoff bei Belastung im Vakuum oder in einem indifferenten Gas. Oxydierung unter Wirkung des Luftsauer- stoffes) stattfinden, in deren Folge der Wi derstandswert sieh ändern würde. Diese vor teilhafte Eigenschaft steht offenbar finit dem Vorhandensein des l1agnesiaspinell.s im Zu sammenhang, der an sich nicht oxy dierbar oder reduzierbar ist und einen so hohen Schmelzpunkt besitzt, dass bei hohen Tem- peraturen die Diffusions- und die Reaktions geschwindigkeit des Mischkristalls mit Fe0 -I- Fe#!03 gering ist. Wegen des besonderen, beschränkten Zii- fiammensetzungsbereiches des quaternären Systems 11,0-Al_03-Fe0-Fe.03 nach der Er findung erzielt man ferner, wie bereit: ange deutet, den Vorteil, dass auch nicht bei hohen Belastungstemperaturen der Widerstand eine Veränderung erfährt, die durch eine sonst erfolgende Ausscheidung einer zweiten Phase bedingt sein könnte. Ausserdem ist der Temperaturkoeffizient des Widerstandes nach der Erfindung für einen gegebenenWert des spezifischenl@Tider- standes besonders stark negativ. Der Schmelzpunkt der 'lasse kann bei gleichem Widerstandswert in Abhängigkeit von der Zusammensetzung noch etwas schwan ken. Die höchstschmelzenden und chemisch. beständigsten Massen ergeben sich, wenn das 14tolekularverhältnis 141g0 : A10., in der Nähe von 1 liegt. In diesem Falle ist es erforderlich, auch ein Molekularverhältiiis Fe0 : Fe@03 in der Nähe von 1 anzustreben. Schwankunbcn im Partialdruck des Sauer stoffes in der Atmosphäre, wie sie bei der Herstellung auftreten können, ergeben bei auf diese Weise zusammengesetzten Nas sen nur geringe Verschiedenheiten in dein Wert des spezifischen Widerstandes, was sich techniseli in dem Vorteil einer grossen Reproduzierbarkeit auswirkt. Da das Verhältnis Fe0 : Fez0, durch die Walil der Gasatmosphäre und der Erhit- zungstemperatur geregelt werden kann, kön nen als Ausgangsstoffe für die 1Viderstrqnde gemäss der Erfindung alle Formen des Eisen oxyds und gegebenenfalls auch Eisenpulver verwendet werden. Das 11g0 + A10., kann ganz oder teilweise als Magnesiaspinell an- gewendet. werden. Auch können die betreffen den Oxyde zu einem kleinen Teile von andern Oxyden isomorph ersetzt werden. Falls ein Ausgangsgemisch bei sehr hoher Temperatur sintert, kann es zum Beispiel aus Herstel- lungsgriinclen erw üns-clit sein, eine geringe Menge eines die Sinterung begünstigenden Mittels anzuwenden. Die Widerstände nach der Erfindurng können zum Beispiel zum Beseitigen von Spannung,stössen und als Ausgleiehwider- stände Anwendung finden. Die Erfindung ist nachstehend an Hand zweier Ausführungsbeispiele näher erläutert. <I>Beispiel 1:</I> Auf rund 1000 C geglühtes 141g0 und AL;O, in einem Molekularverhältnis 1:1 werden mit Fe",0" in einer eisernen Kugel- inülile mit Wasser gemahlen. Die Zusammen setzung des Ausgangsgemisches ist dabei der art gewählt worden, dass sich eine Masse er gibt, bei der das Verhältnis zwischen der An zahl von Grammolekülen Mg0 -!- A1=03 (be rechnet als Mo-A1,0,) und der Anzahl von Grammolekülen Eisenoxyds (berechnet als Fe.,0,) 21/-, beträgt. _Die Masse wird sodann durch Zusatz eines organischen Bindemittels in Form von Stübchen von 7 mm Durchmes cer und 8 mm Länge gepresst und während <B>30</B> -Minuten auf 1570 C in einer Atmosphäre von durch Wasser von 40 C geführtem Stick stoff erhitzt. Die Erhitzung wird in einem elektrischen Ofen in einem Schiffchen aus Thoriumoxyd durchgeführt, welcher Werk steif nicht merklich mit dem Widerstands stoff reagiert. Nachher wird in der Weise schnell abgekühlt, dass das Schiffchen in einen kalten Teil des Ofens geschoben wird. Der Widerstandswert bei Zimmertempe ratur eines so erhaltenen Stäbehens beträgt 2500 ,n. Bei Belastung mit 100 mA eines solchen Widerstandstäbchens, das mit Nickel zuleitungsdrähten von 0,5 mm Stärke ver sehen ist, ist die Spannung über dem Wider stand 13 V (Widerstand 130, SZ). Infolge Be lastung mit 6 V steigt die Temperatur in der Mitte des Stäb: chens bis auf annähernd 500 C, während der Widerstandswert bis zu 13<B>2</B> abnimmt. Bei dieser sehr hallen Be lastung in Luft während 24 Stunden bleibt der Widerstandswert bei einer l@Zessgenauig- kPit von 1 % unverändert. Beispiel <I>2:</I> Die Zusammensetzung des Ausgangsge misches ist mit Ausnahme des Verhältnisses MgA1204 : Fe30" das in diesem Falle 2 : 1 ist, ganz gleich derjenigen des Beispiels 1 ge wählt worden. Diese Masse wird darauf un ter Verwendung eines organischen Bindemit tels in Form von Röhren von 12 mm Innen durchmessier und 16 mm Aussendurchmesser gepresst. Diese Röhren werden in einem senk recht angeordneten Ofen aufgehängt und während 30 Minuten auf 1540 C in einer Stickstoffatmosphäre mit l /o Sauerstoff er hitzt. Dann wird die sauerstoffhaltige Atmo sphäre durch reinen trockenen Stickstoff ver trieben und die Röhren werden schnell in der Weise abgekühlt, dass man sie nach rund 30 Sekunden in einen kalten Teil des Ofens fallen lässt. Nach Innen- und Aussenversilbe rung und Zerlegung der Röhre in Stücke von 40 mm Länge erhält man Widerstände von einem Werte von 10 ,S2 bei 30 C und von 1,8 ,SZ bei 100 C.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCIIE : I. Elektrischer Widerstand mit negati vem Temperaturkoeffizienten, der Fe0, Fe203, Mgo und A1,03 enthält und aus einer homogenen Spinellphase besteht, die bei einer Temperatur von rund 500 C nicht mit einer zweiten Phase übersättigt ist.II. Verfahren zur Herstellung eines Wi derstandes nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Bildung einer aus Fe0, Fe,03, MgO und A1,03 zusammen gesetzten Spinellphase erforderlichen Stoffe in fein zerteilten Zustand gebracht, innig ge mischt, sodann geformt werden, worauf der Formkörper bei einer solchen Temperatur und einem solchen Partialdruck des Sauer stoffes der umgebenden Atmosphäre erhitzt und derart ausgekühlt wird,dass die Gesamt menge der zweiwertigen zu der Gesamtmenge der dreiwertigen Oxyde in einem Molekular verhältnis steht, das s o wenig von 1 verschie den ist, dass die homogene Spinellphase, die entsteht, bei .einer Temperatur von rund 500 C nicht mit einer zweiten Phase über sättigt ist. UNTERANSPRUCH: Widerstand nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das MolekulaTver- hä,ltnis Mg0 : A1,03 mindestens annähernd gleich 1 ist.
Applications Claiming Priority (1)
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