CH237189A - Verfahren und vorrichtung zur Herstellung eines lösbaren, elektrischen Kontaktes an Metallgegenständen, die in elektrolytischen Bädern zu behandeln sind. - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur Herstellung eines lösbaren, elektrischen Kontaktes an Metallgegenständen, die in elektrolytischen Bädern zu behandeln sind.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines lösbaren, elektrischen Kontaktes an Metallgegenständen, die in elektrolytischen Bädern zu behandeln sind. Bei der Behandlung von Metallgegen ständen in elektrolytischen Bädern, z. B. in der Galvanostegie oder bei der anodischen Oxydation von Leichtmetallen, bedient man sich verschiedener Arten von metallischen Klemmen oder sonstigen Vorrichtungen zur Herstellung des Kontaktes zwischen dem zu behandelnden Gegenstand und der Strom zuleitung. Das Arbeiten mit den bekannten Kontaktvorrichtungen ist oft umständlich. Dies kommt beispielsweise vor, wenn sich die Metallteile während der Behandlung mit einer elektrisch mehr öder weniger isolierenden Schicht überziehen, was z.
B. bei der elektro lytischen Oxydation des Aluminiums der Fall ist, weil es dann notwendig ist, nach jedem Lösen des Kontaktes die Kontaktfläche der Vorrichtung zu reinigen. Bei manchen Klem men besteht der Nachteil, dass die Herstellung und das Lösen des Kontaktes verhältnis mässig viel Zeit beanspruchen.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung, welche diese Nachteile nicht aufweisen. Erfindungs gemäss wird der stromzuführende Kontakt teil mit Hilfe eines Saugnapfes, der minde stens teilweise aus elastischem Werkstoff be steht und die Kontaktstelle des stromzufüh renden Teils umgibt, mit dem zu behandeln den Gegenstand in elektrisch leitende Verbin dung gebracht. Der Saugnapf hat hierbei eine doppelte Aufgabe: er hält die Kontaktfläche des stromzuführenden Teils in elektrisch lei tender Verbindung mit dem zu behandelnden Gegenstand und verhindert den Zugang des Elektrolyts zur Kontaktfläche. An dieser können daher weder Korrosionen noch Schichtbildungen stattfinden.
Der :Saugnapf mit der Kontaktvorrichtung ist leicht zu lösen und kann sofort, ohne Zwischenreini gung der Kontaktfläche, wieder benützt werden.
Damit die Kontaktstelle der Stromzufüh rung auch nach der elektrischen Behandlung trocken bleibt, wird der Kontakt zweckmässig erst nach Herausnahme des Gegenstandes aus dem Bad gelöst. Vor Weiterbenützung kann es vorteilhaft sein, den vorstehenden Rand des Saugnapfes abzuwischen.
Selbstverständlich muss der Kontakt an einer solchen Stelle des zu behandelnden Me tallgegenstandes bewerkstelligt -erden, die nicht der elektrolytischen Behandlung unter worfen zu werden braucht.
Die Befestigung der mit dem Saugnapf versehenen Stromzuführung kann z. B. da durch erreicht werden, dass der elastische, als Hohlkörper ausgebildete Saugnapf gegen den Gegenstand so angedrückt wird, dass die Luft aus dem Hohlraum weitgehend ausgepresst wird. 14Ian kann aber auch den Saugnapf mit einer Saugvorrichtung, z. B. mit einer -Was serstrahl- oder einer andern Vakuumpumpe. verbinden und die Luft aus dem Hohlraum des Saugnapfes aussaugen.
Die Zeichnung veranschaulicht drei Aus führungsformen der Vorrichtung zur Durch führung des erfindunsgemässen Verfahrens.
Abb. 1 zeigt die' Stromzuführung mit Saugnapf ohne Vakuumleitung. Der Strom <B>21</B> 1 ist an einem Ende aus gebohrt und mit einem Kontaktstift 2 ver sehen, der unter der Wirkung einer Feder 3 steht. 4 ist ein Saugnapf aus Gummi. Drückt man nun den Stromzuführungsbolzen gegen den zu behandelnden Metallgegenstand, so wird der hohle Saugnapf flach gepresst und der Kontaktstift in die Höhlung des Bolzens zurückgeschoben, wie in Abb. 2 gezeigt. Da die ausgetriebene Luft nicht mehr unter den Saugnapf gelangen kann, bleibt die Vorrich tung am Gegenstand haften. Der Kontakt stift steht dabei unter Federdruck, was die elektrische Verbindung zwischen den Strom zuführungsbolzen und dem zu behandelnden Gegenstand gewährleistet.
Nötigenfalls muss die zum Aufliegen kommende Oberfläche des Saugnapfes mit Glyzerin, Fett oder derglei chen eingerieben werden.
Die Abb. 3 zeigt eine Kontaktvorrich tung, die -mit einer Saugleitung verbunden werden muss. Zur Herstellung des Kontaktes wird das Stromzuführungsrohr 5 mit dem an seinem Ende befindlieben Saugnapf 6 auf den zu behandelnden Gegenstand gesetzt. Durch Wegsaugen der Luft durch das Rohr hindurch entsteht ein Unterdruck, der ein Anpressen des Saugnapfes und der Kontakt fläche 7 des Stromzuitihrungsrohres 5 gegen den zu behandelnden Gegenstand verursacht. Sobald die in Abb. 4 gezeigte Stellung er reicht ist, kann die Verbindung mit der Saug vorrichtung, z.
B. durch Drehen eines Hah nes, unterbrochen werden; man kann sie aber auch während der ganzen elektrolytischen Behandlung bestellen lassen.
Es ist selbstverständlich möglich, eine .Mehrzahl solcher Saugkontaktvorrichtungen zii vereinigen und gemeinsam mit der Saug leitung zu verbinden, wie beispielsweise in Abb. 5 dargestellt ist.
Abgesehen davon, dass beim erfindungs gemässen Verfahren keine Veränderung der Kontaktfläche des stromzuführenden Teils durch den Elektrolyt stattfindet, besteht der Vorteil, da,ss die Herstellung und das Lösen der Verbindung sehr rasch vor sich gehen können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung eines lösbaren, elektrischen Kontaktes an Metallgegenstän den, die in elektrolytischen Bädern zu be handeln sind, dadurch gekennzeichnet, dass der stromzuführende Kontaktteil mit Hilfe eines Saugnapfes, der mindestens teilweise aus elastischem Werkstoff besteht und die F Kontaktstelle des stromzuführenden Teils umgibt, mit dem zu behandelnden Gegen stand in elektrisch leitende Verbindung ge bracht wird. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Saugnapf gegen den zu behandelnden Gegenstand so angedrückt wird, dass Luft aus dem Hohlraum des Sailgnapfes ausgepresst wird und der Saugnapf an i Gegenstand haften bleibt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Luft mit Hilfe einer Sau,vorriehtung aus dem Saugnapf entfernt wird. PATENTANSPRUCH Il.Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kontaktstelle des stromzuführenden Kontaktteils mit einem Saugnapf umgeben ist, der mindestens teil weise aus elastischem Werkstoff besteht und zur Befestigung des stromzuführenden Teils mit dem zu behandelnden Gegenstand sowie zur Fernhaltung des Elektrolyts von der Kontaktstelle dient.UNTERANSPRÜCHE: 3-. Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbil dung des Saugnapfes, dass er durch Andrük- ken gegen den zu behandelnden Gegenstand zum Haften gebracht wird. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie zum An schluss an eine .Saugvorrichtung ausgebildet ist, mittels der die Luft aus dem Saugnapf entfernt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH237189T | 1943-12-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH237189A true CH237189A (de) | 1945-04-15 |
Family
ID=4459823
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH237189D CH237189A (de) | 1943-12-07 | 1943-12-07 | Verfahren und vorrichtung zur Herstellung eines lösbaren, elektrischen Kontaktes an Metallgegenständen, die in elektrolytischen Bädern zu behandeln sind. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH237189A (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1200637B (de) * | 1960-12-10 | 1965-09-09 | Volkswagenwerk Ag | Galvanisiergestell |
| US3411125A (en) * | 1966-11-08 | 1968-11-12 | James J. Hill | Vacuum retained electric probe |
| US4685752A (en) * | 1986-10-06 | 1987-08-11 | Costar Lowell W | Electrical connector |
| DE9417744U1 (de) * | 1994-11-04 | 1995-02-09 | Strecker, Günther, 74080 Heilbronn | Klammartige Haltevorrichtung für Tauchgalvanisierung |
| EP1156550A1 (de) * | 2000-05-15 | 2001-11-21 | National Starch and Chemical Investment Holding Corporation | Elektrischer Verbinder mit Saugnapf |
-
1943
- 1943-12-07 CH CH237189D patent/CH237189A/de unknown
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1200637B (de) * | 1960-12-10 | 1965-09-09 | Volkswagenwerk Ag | Galvanisiergestell |
| US3411125A (en) * | 1966-11-08 | 1968-11-12 | James J. Hill | Vacuum retained electric probe |
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| DE9417744U1 (de) * | 1994-11-04 | 1995-02-09 | Strecker, Günther, 74080 Heilbronn | Klammartige Haltevorrichtung für Tauchgalvanisierung |
| EP1156550A1 (de) * | 2000-05-15 | 2001-11-21 | National Starch and Chemical Investment Holding Corporation | Elektrischer Verbinder mit Saugnapf |
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