Verfahren zum Verkapseln von Flaschen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verkapseln von Flaschen, insbesondere verkorkten Flaschen, für das bisher allge mein Metallfolien, in erster Linie Staniol- folien, verwendet wurden. Bei dem bestehen den Verbot der Verwendung von Metall kapseln entstand die Frage, ob man auf das Verkapseln der Flaschen verzichten kann oder einen vollwertigen Austauschstoff für Metallfolien zum Verkapseln von Flaschen suchen muss.
In Fachkreisen herrscht all gemein die Ansicht, dass man auf Flaschen kapseln nicht verzichten kann, weil die Flaschen, beim Hantieren in den Kellern an den Flaschenmündungen leicht defekt und damit für den weitern Gebrauch untauglich werden, -,wenn sie nicht durch gute Kapseln geschützt sind und weil nach der Erfah rung bei unverkapselten Weinflaschen der Flaschenweinkonsum erschreckend zurück geht, da die traditionelle Kapsel am Flaschenkopf vielfach die Anregung zum Weinverbrauch bietet.
Ein vollwertiger Austauschstoff für Metallfolien zum Verkapseln von Flaschen muss eine genügende Festigkeit und Dehn barkeit besitzen, damit er am Flaschenkopf als Kapsel angebracht werden, kann, ohne dass dabei besondere Anforderungen an die Aufmerksamkeit und Geschicklichkeit des Personals gestellt werden.
Weiter ist erfor derlich, dass Flaschenkapseln aus solchem Austauschstoff wenigstens in trockenen Kellern nicht ihre Festigkeit verlieren, son dern selbst nach längerer Lagerung voll kommen einwandfrei und tadellos erhalten bleiben, und dass dabei der Verschluss, Pfropfen und Flaschenkopf vollkommen trocken bleibt, dass sich also am Pfropfen keinerlei Zersetzungen irgendwelcher Art zeigen. Von .dem Austauschstoff wird ferner eine grosse Haftfähigkeit beim Verkapseln trockener Flaschen verlangt.
Allen diesen Forderungen wird gemäss der vorliegenden Erfindung dadurch ent sprochen, dass als Austauschstoff für Metall- folien bei der Verkapselung von Flaschen ein Klebestreifen mit Trockenklebstoff- schicht aus Kreppapier Verwendung findet.
Klebestreifen aus Kreppapier besitzen eine Dehnbarkeit, die bei der Verkapselung von Flaschen das dichte Anschmiegen und An haften an den Flaschenkopf ermöglicht. -,Mit der Trockenklebstoffschicht, die zur Her stellung eines Klebestreifens aus dem Krepp papier dient, wird überdies bezweckt, die als Austauschstoff für Metallfolien notwendige Festigkeit des Klebestreifens zu erlangen. Als Trockenklebstoff wird zweclzmässig eine Komposition auf der Basis von Kautschuk harz verwendet, die beispielsweise aus 2'0 Teilen Kautschuk, 11 Teilen Dammar- harz, 8 Teilen.
Kolophonium und 140 Tei len Petroleumbenzin zusammengesetzt ist. Die Trockenklebstoffschicht ermöglicht die sichere Haftung des Kreppapiers an der Ver wendungsstelle und kann als Zwischenlage zwischen dem Flaschenkopf und dem Krepp- papier eine Isolierschicht bilden, welche jede Feuchtigkeit von dem Flaschenkopf fernhält und anderseits verhütet, da.ss das Kreppapier bei Durchfeuchtung leicht zer rissen werden kann.
Die Troekenklebstoff- schicht auf dem Kreppapier kann also ausser ihrem eigenen Zweck, eine unverrückbare Verkapselung der Flasche herbeizuführen, dem Sonderzweck dienen, das Kreppapier in seiner Festigkeit zu verstärken und damit vor dem Zerreissen zu bewahren.
In wirtschaftlicher Beziehung kann die Verwendung von Kreppapier-Klebestreifen mit Trockenklebstoffschicht zum Verkapseln von Flaschen billiger sein als die von Metallfolien.
Die Verkapselung von Flaschen mittel Klebestreifen mit Troekenklebstoffschicht aus Kreppapier kann aber auch den Vorteil bieten, dass die Kapsel nur einmal verwen det werden kann und infolgedessen keine Möglichkeit vorliegt, sie zu Fälschungen zu verwenden.
Das erfindungsgemässe Verfahren zum Verkapseln von Flaschen mittels aus Krepp- papier bestehenden Klebestreifen mit Trok- kenklebstoffsehielit wird im folgenden an Hand der Zeichnung beispielsweise erläutert, welche eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens darstellt, die selbst nicht Gegen stand der Erfindung ist.
Fig. 1 zeigt die Vorrichtung in Vorder ansicht und Fig. 2 im Grundriss.
In dem auf der Grundplatte a befind lichen Lagerbock b ist in einer Aussparung c die aus mit einer Trockenklebstoffschicht versehenem Kreppapier bestehende Klebe streifenrolle<I>d</I> mittels der Tragzapfen<I>f</I> des Wickeldornes e in den Lagerschlitzen g drehbar und kann von unten her abgewickelt werden..
Der Klebestreifen i. wird über die Führungsbahn 1a so weit abgezogen, dass er den gerundetem A.usselinitt k und die runde Vertiefung f überbrückt. Die zu verkapselnde Flasche wird von Hand mit ihrem Kopf von oben in die Vertiefung t, gedriiekt. Der Flaschenkopf nimmt;
dabei den Klebestreifen mit, der am Korken und an der Flaschen halsmündung festklebt, so dass beim Ein dringen des Flasebenkopfes in die zweck- mit einem elastischen Futter ausge- ä <B><U>*</U></B> m ssi kleidete Vertiefung f der über die Flaschen- miindung liiiiaiisi-agende Teil des Klebe streifens gefältelt,
also zu einer denFlaschen- kopf umschliessenden und daran festkleben den Kappe gestaltet wird. Die Flasche wird dann aus der Vertiefung t herausgehoben und mit dem an ihr haftenden. Klebestreifen i auf der Gleitbahn 1 mit dem Kopf nach unten bis an den Anseb'lag <I>in</I>, bewegt.
Dabei wird ein Messer u passiert, das bei -seinem Verschwenken in den Schlitz s hinab den Klebestreifen i abschneidet, der während der Ben-egun-- der Flasche über die Gleitbahn l von der Rolle d abgezogen worden ist, so dass er erneut den gerundeten Ausschnitt k bis an den. Seblitz s reichend überbrückt.
Zur Vollendung der Verkapselung der Flasche wird diese in waagrechter Lage (Fig. 2) mit dem Flaschenkopf auf das den runden Aussebnitt 1,: überbrückende Ende des Klebestreifens gebracht, so, dass der Ea: schenkopf an der als Anschlag dienenden Seitenbacke o anliegt.
Wird nun die Flasche mit ihrem Kopf und dem Barunterliegen den: Klebestreifen: in den Ausschnitt k ge drückt, so kann durch Drehen der Flasche das am Kopf derselben haftende Ende des Klebestreifens zum dichten Umschlingen des Flaschenkopfes gebracht werden. Dabei wird der Rand der die Flaschenmündung ab- deckenden: Kreppapierkappe ringsherum dicht umschlossen..
Nach dem Herausheben des Flaschen- kopfes aus dem Ausschnitt k wird,dieFlasche über die Gleitbahn 1 bewegt, .damit der mit geführte Klebestreifen i durch Abziehen von der Rolle<I>d</I> den Ausschnitt 7c erneut über brückt. Mittels des Messers n wird schliesslich der Klebestreifen i ;abgetrennt und ,das freie Ende desselben von Hand unter Druck um den Flaschenkopf herumgelegt.
Damit ist,die durch den ersten: Streifenabschnitt gebildete Kappe bis an die Flaschenmündung oder in geringem Abstande davon ringsherum umschlungen.
Bei der Verkapselung der nächsten Flasche wiederholt sich das beschriebene Spiel mittels der Vorrichtung. Die beschriebene Verkapselung kann auch bei Flaschen Verwendung finden, .die mittels eines Ersatzpfropfens. (Piäzkorken) verscMossen werden.
Die ausserordentliche Zähigkeit des zur Verkapselung benutzten Klebestreifens mit T.rockenklebstoffschicht aus Kreppapier, .der ohne weiteres trocken festklebt, ermöglicht einen so festen Halt des verkapselten Ersatzpfropfens, dass auch kürzere, gegebenenfalls aus Holz herge stellte Pfropfen verwendet werden können, ohne Gefahr des Herausspringens aus dem Flaschenhals beim Anstossen an den Pfrop fen bezw. bei in .der Flasche auftretendem Druck.