CH220284A - Steuereinrichtung an Zweitakt-Einspritzbrennkraftmaschinen. - Google Patents

Steuereinrichtung an Zweitakt-Einspritzbrennkraftmaschinen.

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CH220284A
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CH
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pressure
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piston
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Saurer Aktiengesellscha Adolph
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Saurer Ag Adolph
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    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
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Description


  Steuereinrichtung an     Zweitakt-Einspritzbrennkraftmaschinen.       Die Erfindung bezieht sich auf eine  Steuereinrichtung an     Zweitakt-Einspritz-          brennkraftmaschinen    mit grossem Drehzahl  bereich     und    mit unmittelbar angetriebenem  Spül- und Ladegebläse, bei denen zwischen  dem Arbeitszylinder und dem Auspuffkanal  ein bewegliches     Abschlussorgan    vorgesehen  ist, das von der Maschine unter Zwischen  schaltung einer die     Verschiebung    des Schliess  zeitpunktes ermöglichenden     Verstellvorrich-          tung    angetrieben wird.  



  Bei     Zweitaktmaschinen    ist es bekannt,  den Schliesszeitpunkt der     Auslassöffnung    vor  den Schliesszeitpunkt der     Einlassöffnung    zu  legen, um hierdurch eine Nachladung des       Arbeitszylinderraumes    zu erreichen. Bei der  vorgenannten Maschinengattung wurde ins  besondere schon vorgeschlagen, den Schliess  zeitpunkt des     Auslasskanals    in Abhängigkeit  von der Motordrehzahl selbsttätig so zu ver  schieben, dass mit sinkender Motordrehzahl  der Abschluss des Auspuffes früher erfolgt.  Hierdurch wird bei kleinem Spülverlust der  höchstmögliche     Aufladedruck    erreicht.

      Weiterhin ist eine Anordnung bekannt  geworden, bei welcher die den Schliesszeit  punkt verstellende Vorrichtung von einer       Membrandose    so beeinflusst wird, dass bei zu  nehmender Betriebshöhe, das heisst bei ab  nehmendem Aussenluftdruck, der Abschluss  des Auspuffes vorverlegt wird.  



  Erfindungsgemäss werden die Vorteile der  beiden bekannten Einrichtungen gleichzeitig  auf einfache Weise dadurch erreicht, dass der  Schliesszeitpunkt für das     Auspuffabsperr-          organ    selbsttätig in Abhängigkeit von der  durch das Gebläse geförderten Luftmenge so  verstellt wird, dass bei abnehmender Luft  menge der Abschluss des Auspuffes früher  erfolgt. Die vom Gebläse geförderte Luft  menge ist nämlich sowohl von der Motor  drehzahl als auch vom Aussenluftdruck ab  hängig, und zwar nimmt sie mit sinkender  Drehzahl und     abnehmendem    Aussenluftdruck  ab, so dass bei der erfindungsgemässen Steuer  einrichtung die Verstellung des Schliesszeit  punktes im Sinne beider     bekannten    Ausfüh  rungen erfolgt.

   Die     Verstellvorrichtung    wird      dabei vorteilhaft von einem federbelasteten  Steuerorgan betätigt, welches unter der Ein  wirkung einer von der geförderten Luftmenge  abhängigen Druckhöhe steht. Beispielsweise  kann hierzu der mit. der geförderten Luft  menge sich ändernde     Aufladedruck    oder der  Unterdruck eines im Ansaugstutzen des Ge  bläses angebrachten     Venturirohres    verwendet  werden.  



  Auf der Zeichnung sind mehrere Aus  führungsbeispiele der Steuereinrichtung nach  der Erfindung dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt eine Ausführungsform der  Steuereinrichtung an einer     Brennkraft-          maschine    in     teilweisem.    senkrechtem Quer  schnitt.  



       Fig.    2 ist die Seitenansicht der     Fig.    1  in teilweisem Längsschnitt.  



       Fig.    3 ist ein zugehöriges Schaubild.       Fig.    4 ist ein Längsschnitt durch eine Ma  schine mit einer weiteren Ausführungsform  der Steuereinrichtung.  



       Fig.    5 ist ein Längsschnitt durch Steuer  organ der     Verstellvorrichtung.     



  Bei der Ausführungsform nach     Fig.    1 be  wegt sich in dem Arbeitszylinder 1 der Ar  beitskolben 2. Der Zylinder 1 ist mit einem       Lufteinlasskanal    3 versehen, der mit den in  der Zylinderwand vorgesehenen Schlitzen 4 in  Verbindung steht, die für den Eintritt der  Spül- und Ladeluft in den Zylinder dienen.  Der     Einlasska.nal    3 wird durch ein von der  Maschine angetriebenes     Drehkolbengebläse    5  mit Luft beliefert.

   Durch eine entsprechende  Ausbildung der     Einlassschlitze    4 ist erreicht,  dass die Spülluft den Zylinder 1 etwa in  der eingezeichneten Richtung durchströmt  und die Verbrennungsgase durch die in der  gegenüberliegenden Zylinderwand angebrach  ten     Auslassschlitze    6 in den Abgaskrümmer  7     ausschiebt.    Der Arbeitskolben 2 legt beim       Abwärtsgang    zunächst die     Auslassschlitze    6  frei, so dass die Verbrennungsgase im Zy  linder sich vollends entspannen können. Dann  legt der Kolben die     Einlassschlitze    4 frei, so  dass die vom Gebläse 5 geförderte Spülluft  in den Zylinder einströmen kann.

   Der Spül  vorgang ist nun so lange im Gange, bis nach    Umkehr im untern Totpunkt der Kolben beim  Aufwärtsgang die     Einlassschlitze    4 wieder  schliesst. Es ist nun aber ersichtlich, dass  dann immer noch die     Auslassschlitze    6 offen  stehen. Erst nach einer weiteren Aufwärts  bewegung des Arbeitskolbens 2 werden auch  die     Auslassschlitze    6 geschlossen.  



  Zwischen dem Abschluss der     Einla.ss-          schlitze    4 und der     Auslassschlitze    6 wird vom  Kolben 2 ein Teil der frischen Zylinder  ladung nach der     Auslassseite    zu aus dem Zy  linder geschoben. Ohne besondere Massnahmen  ist eine Nachladung des Zylinders also nicht  möglich. Die hierbei erzielbare Leistung ist  deshalb ohne besondere Vorkehrungen sehr  beschränkt. Um nun ein grösseres Luft  gewicht im Zylinder zurückhalten zu können,  ist im Auspuffkanal 7 ein von der Maschine  aus angetriebenes Absperrorgan 8 eingebaut.  



  Bei der dargestellten Ausführungsform  besteht dieses Absperrorgan aus einer Dreh  klappe 8, die mit der Drehzahl der Maschine  umläuft. Mit dieser an sich bekannten Mass  nahme ist ermöglicht, die Verbindung zwi  schen Auspuffkanal 7 und Zylinder 1 zu       unterbrechen,    bevor vom Arbeitskolben beim  Aufwärtsgang desselben die     Einlassschlitze    4  und die     Auslassschlitze    6 geschlossen werden.  Vom Augenblick des     Abschlusses    des Aus  puffkanals 7 durch die Drehklappe 8 bis zum  Abschluss der     Einlassschlitze    4 durch den Ar  beitskolben 2 kann Luft vom Gebläse 5 in  den Zylinder nachgefüllt, also     nachgeladen     werden.  



  Die Anordnung eines Absperrorganes im  Auspuffkanal verhindert somit das sonst in  der Periode zwischen Abschluss der Einlass  schlitze 4 und der     Auslassschlitze    6 durch  den Arbeitskolben 2 auftretende     Ausschieben     frischer Zylinderladung in den Auspuffkanal  und ermöglicht sogar bei entsprechender Aus  bildung ein Nachladen von Luft in den Zy  linder, so dass der Druck im Zylinder von dem  dort während des Spülvorganges herrschen  den Wert angenähert auf den im     Einlasskanal     3 vom Gebläse 5     erzeugten    Druck gesteigert  werden kann.

   Ist bei Maschinen dieser Bau  art der Antrieb des Absperrorganes während      des Betriebes nicht verstellbar, so erfolgt  bei jeder Drehzahl der Abschluss des Aus  puffkanals im gleichen Punkt des ,Steuer  diagrammes. Bei     raschlaufenden    Maschinen,  die in einem grossen Drehzahlbereich zu lau  fen haben, ergibt sich infolge der bei kleiner  Drehzahl ungünstigen Spül- und     Auflade-          v        erhältnisse    ein sehr schlechter Drehmoment  verlauf.  



  Bei der Ausführungsform nach     Fig.    1  und 2 wird von dem unmittelbar von der Ma  schine     angetriebenen    Gebläse 5 die Spül- und  Ladeluft durch eine     Leitung    den einzelnen  Zylindern zugeführt. Diese Leitung, in wel  cher der Spül- und Ladedruck     P$    herrscht,  steht nun über eine Leitung 49     (Fig.    1) mit  dem     Druckluftzylinder    50     (Fig.    2) in Verbin  dung, in welchem als Steuerorgan ein Druck  kolben 51 dicht     eingepasst    ist. Der Druck  kolben kann auch durch eine Biegehaut er  setzt werden.

   Vor dem Kolben 51 herrscht  immer der Spül- und Ladedruck     P5.    Hinter  dem Kolben ist eine Druckfeder 52 vorge  sehen, die dem Spüldruck entgegenwirkt. Der       s    Kolben 51 ist über eine Stange 53 mit dem  Hebel 14 verbunden, der in eine     Mtnehmer-          rille    der     Verstellmuffe    10 eingreift, so dass  je nach Lage des Kolbens 51 die Verstell  muffe 10 eine bestimmte Stellung einnimmt  und jeder Drehzahl der Maschine ein be  stimmter Schliesspunkt des Absperrorganes 8  im Auspuffkanal 7 zugeordnet ist. Je nach  Höhe des Spül- und Ladedruckes befindet  sich der Kolben 51 in einer bestimmten  Gleichgewichtslage. Sinkt infolge Drehzahl  abfalles der Spüldruck, so verschiebt die Fe  der 52 den Kolben 51.

   Gleichzeitig wird das  im Auspuffkanal vorgesehene Absperrorgan  beim Absinken des Spüldruckes so verstellt,  dass es den Auspuffkanal früher absperrt.  Der totale Zeitquerschnitt für den Spülluft  durchfluss wird dadurch verkleinert. Die pro  Arbeitsspiel durch die Maschine strömende  Luftmenge nimmt ab, der Spüldruck     steigt     wieder an. Steigt infolge anwachsender Dreh  zahl der Spüldruck an, so wird der Kolben  51 nach rechts bewegt, und das     Absperrorgan     im     Auspuffkanal    wird so verstellt, dass des-    sen Abschluss später erfolgt.

   Der Gesamtzeit  querschnitt für den     Spülluftdurchfluss    wird  wieder vergrössert, die pro Arbeitsspiel durch  den Motor strömende     Spülluftmenge    nimmt  wieder zu, und der Spül- und Ladedruck  fällt.  



  Je nach Wahl der Charakteristik der  Druckfeder 52 ist das Gesetz, nach welchem  sich der Spül- und Ladedruck für die Ma  schine über den     ganzen    Drehzahlbereich ver  hält, beeinflussbar. In     Fig.    3 ist beispiels  weise eine solche Federcharakteristik darge  stellt, wobei als Abszisse der Weg s des Kol  bens 51 und damit auch der     Verstellwinkel     a für das Absperrorgan aufgetragen sind, als  Ordinaten die Spannung F der Feder 52 und,       weil    sich stets ein     Gleichgewichtszustand    ein  stellen wird, der Spüldruck     Pe*.    Je flacher  die Charakteristik der Feder 52 ist,     umso     weniger sinkt der Spüldruck mit abnehmen  der Drehzahl der Maschine ab.

   Der zulässige  Druckverlauf und damit die     anzuwendende     beste Federcharakteristik hängt natürlich von  der     Gebläsecharakteristik    und dem für guten  Spülverlauf bei jeder Drehzahl     notwendigen          Spülüberschuss    ab. Es kann auch durch Kom  bination mehrerer Federn die Charakteristik  den Verhältnissen der Maschine angepasst wer  den. Die Federcharakteristik kann auch da  durch beeinflusst werden, dass die rechte Seite  des     Kolbens    51 noch zusätzlich mit einer im       bestimmten    Verhältnis zu einer Betriebsgrösse  der Maschine stehenden Druckquelle     in    Ver  bindung gesetzt wird.  



  Die     Fig.    4 zeigt schematisch eine Zwei  taktmaschine, bei welcher die Verstellung des  Absperrorganes im Auspuff in Abhängig  keit eines auf der Ansaugseite des Gebläses       in    einem     Venturirohr    erzeugten Unterdruckes  erfolgt. Für dieses Beispiel ist eine Zwei  taktmaschine mit     Längsspülung    gewählt, bei  der im Arbeitszylinder zwei gegenläufige,  von zwei Kurbelwellen     angetriebene    Arbeits  kolben die Steuerung der an beiden Enden  des Zylinders vorgesehenen Einlass-     bezw.          Auslassöffnungen    besorgen.

   Durch Verset  zung der an sich starr über Gestänge, Zahn  räder oder Kette     gekuppelten    beiden Kurbel-      wellen kann wohl ein unsymmetrisches  Steuerdiagramm und damit eine     Nachlade-          periode    erzielt werden.

   Es ist. aber wieder  eine Veränderung des Schliesszeitpunktes der  vom obern Kolben gesteuerten Auspuff  schlitze in Abhängigkeit von einer Betriebs  grösse der Maschine nicht möglich, weil dies  einerseits mechanisch eine zu komplizierte  Bauart ergeben     würde    und weil anderseits  durch Verstellung des Schliesszeitpunktes der       Auslassschlitze    auch wieder die Steuerzeiten  für den     Auslassbeginn    und damit der Vor  ausla,sswinkel verändert werden würde, und  zwar so, dass derselbe mit     steigender    Dreh  zahl kleiner ausfallen würde. Dies ist un  statthaft, da für eine steigende Drehzahl eher  eine Vergrösserung des Vorauswinkels anzu  streben ist.  



  Auch bei einer solchen Maschine bleibt  also, da die angedeutete Verstellung nicht in  Frage kommt, der totale Zeitquerschnitt über  den ganzen Drehzahlbereich konstant. Wenn  die Maschine über einen grossen Drehzahl  bereich zu arbeiten hat, so würde sich eine  schlechte Zusammenarbeit zwischen Gebläse  und Maschine bemerkbar machen, da auch bei  ihr mit sinkender Drehzahl der Spülüber  druck stark abfällt und der     Spülüberschuss     ansteigt und die damit verbundenen Nach  teile sich einstellen werden.  



  Im Auspuffkanal 7 ist hier wieder ein  Absperrorgan vorgesehen, in diesem Falle ein  mit der Drehzahl der Maschine dauernd um  laufender Schieber 36. Der     Antrieb    dieses  Drehschiebers erfolgt von der Kurbelwelle       bezw.    von der von dieser angetriebenen     Ge-          bläsewelle    aus mittels einer Steuerkette 37.  Die Verstellung der Steuerzeiten des Dreh  schiebers 36 gegenüber der Kurbelwelle ist  durch eine an sich bekannte Vorrichtung er  zielt. Die Antriebskette 37 ist über zwei  auf einer Schwinge 38 gelagerte Rollen ge  leitet.

   Durch Schwenken der Schwinge 38  um ihren Drehpunkt in Pfeilrichtung wird  der treibende Kettenteil verkürzt und der  ablaufende Teil der Kette verlängert, so dass  der Abschluss des Auspuffkanals durch den  Drehschieber 36 später erfolgt. Die Schwinge    38 wird durch einen     Verstellhebel    39     ver-          schwenkt.    Der Hebel ist durch eine Stange  40 mit einem Steuerorgan, das hier als Biege  haut 41 ausgebildet ist, verbunden. Auf der  Oberseite der Biegehaut herrscht Atmo  sphärendruck.

   Der Raum 42 unter der Biege  haut ist über Leitung 43     rnit    dem     Venturi-          rohr    44     verbunden;    dieses     Venturirohr    ist  in die     Ansaugleitung    4] des von der Ma  schine     angetriebenen    Spül-- und Ladegebläses  46 eingeschaltet.  



  Je nach der pro Zeiteinheit vom Gebläse  <B>.</B>     -tue        -esa,ii-teiiLiiftniengestellisiehimVenturi-        L,          rohr    44 ein     bestimmi:erl\nterdruelz    ein, der sich  über die Leitung 43 dem Raum 42 unter der  Biegehaut 41 mitteilt. Die Biegehaut steht  auch unter der Einwirkung einer     Rückstell-          feder    47. Je nach der vorn Gebläse angesaug  ten Luftmenge nimmt: die Biegehaut 41 eine  bestimmte     Lage    ein.

   Steigt die Drehzahl der  Maschine und damit die vom Gebläse an  gesaugte     Luftmenge,    so nimmt der Unter  druck im     Venturirohr    44 und damit im Raum  42 zu, der atmosphärische Druck auf der  Oberseite der Biegehaut vermag diese ent  gegen der     Spannung    der Feder 47 nach unten  zu drücken, so     dass    der Hebel 39 durch die  Stange 40 nach unten gezogen wird. Die  Schwinge 38     wird    entgegen dem Uhrzeiger  sinn     verschwenkt.    wodurch der treibende Ket  tenteil verkürzt: und der ablaufende Teil ver  längert wird. Der Drehschieber 36 sperrt  daher den Auspuffkanal 7 erst später ab.  



  Da die     Verst;ellvorrichtung    zu ihrer Be  tätigung unter Umständen grössere Kräfte  verlangt, als sie von den beschriebenen       Steuerorganen    der     Verstellvorrichtung    unter  Wahrung vernünftiger Abmessungen auf  gebracht werden können, kann sinngemäss  eine an sich bekannte Servoeinrichtung ein  geschaltet werden.  



  In     Fig.    5 ist beispielsweise eine solche  Möglichkeit für die Maschine nach     Fig.    1  und 2     schematisch    dargestellt. Der in diesem  Fall verhältnismässig klein ausführbare Steuer  kolben 54, der einerseits über die Leitung 49  mit der     Spülluftleitung    in Verbindung und  damit unter dem Spüldruck     P"    steht, ander-           seits    durch die den     Spüldruckverlauf    bestim  mende Feder 55 belastet ist, hat eine Kolben  stange 56, die mit zwei     kleinen    Vorsteuer  kolben 5 7 und 58 versehen ist. Diese gleiten  in einem mit dem Kraftkolben 59 verbundenen  Steuerzylinder 60.

   Der     Vorsteuerkolben    58       steuert    die im Steuerzylinder 60 vorgesehenen  <B>(</B>     .)ffnunben    61, durch die dem Druckraum 62       vor    dem Kraftkolben 59 die zum Antrieb die  ses letzteren notwendige Druckflüssigkeit zu  geführt oder entzogen wird. Durch die Lei  tung 63 und im Steuerzylinder 60 vorgese  hene     Offnungen    64 wird die     Hilfsdruckflüs-          sigkeit    (z. B. Schmieröl vom     Schmierölkreis-          lauf    oder jedes andere vorhandene hydrau  lische Druckmittel) hinter den Vorsteuer  kolben 58 gebracht.

   Der Kraftkolben 59 ist  auf der Gegenseite durch eine     Rückstellfeder     65 belastet. Der Kraftkolben 59 steht auch  durch die Kolbenstange 66 mit der an der  Maschine zur Verstellung des Absperrorganes  im Auspuffkanal vorgesehenen Vorrichtung  in fester Verbindung.  



  Senkt sich der Spüldruck P" so schiebt  die Feder 55 den Steuerkolben 54 und damit  den     Vorsteuerkolben    58 nach rechts, so dass  die     Offnungen    61 freigelegt werden, da  durch ist der Druckraum 62 über den Zylin  der 60, die Öffnungen 64 und den Ringraum  67 mit der Leitung 63 in Verbindung gesetzt,  so dass Druckflüssigkeit nachfliessen kann.  Der Kraftkolben 59 wird nun durch die  Druckflüssigkeit ebenfalls nach rechts     ver-          sehoben.    Bei dieser Bewegung werden die       (ffnungen    61 durch die Verschiebung des  mit dem Kraftkolben verbundenen, als  Steuerschieber wirkenden Zylinders 60 wieder  geschlossen.

   Der Kraftkolben kommt zum  Stillstand und hat genau den gleichen Weg  zurückgelegt wie der Steuerkolben 54.  



  Steigt der Spüldruck     Pg,    so wird der  Steuerkolben 54 nach links gedrückt, durch  den V     or.steuerkolben    58 werden die     Offnun-          gen    61 freigelegt, und der Druckraum 62  wird mit einem Raum 68 in Verbindung     ge-          -#etzt,    der durch Bohrungen mit dem Raum  69 hinter dem Kraftkolben in Verbindung  steht. Der Raum 69 ist aber drucklos und    an eine     Rücklaufleitung    70 für die Druck  flüssigkeit angeschlossen.

   Durch die Feder  65 wird nun der Kraftkolben 59 nach links  bewegt, wobei die Druckflüssigkeit durch die       Gffnungen    61 nach Raum 68 und von da  nach dem drucklosen Raum 69 und dem  Rücklauf 70 verdrängt wird. Die Verstell  vorrichtung für das Absperrorgan im Aus  puffkanal, mit dem der Kraftkolben 59 über  die Stange 66 in Verbindung     steht,    wird im  Sinne     eines    späteren Schlusses des     Absperr-          organes    verstellt.

   Der Kraftkolben bewegt  sich wieder so weit, bis die an dem mit ihm       laufenden    Steuerzylinder 60 vorgesehenen  Öffnungen 61 wieder vom     Vorsteuerkolben    58  geschlossen werden; er hat dann genau den  gleichen Weg nach links ausgeführt wie der       Steuerkolben    54.  



  Die     Charakteristik    der Feder 55     bestimmt     also auch die Bewegung des Kraftkolbens  59. Die Bewegungsvorgänge     werden    vom  Druck der Hilfsflüssigkeit nicht     beeinflusst,     vorausgesetzt, dass derselbe gross genug ist,  um überhaupt eine Bewegung des Kraft  kolbens gegenüber den     Verstellwiderständen     zu veranlassen. Sinngemäss     kann    die oben  beschriebene Einrichtung auch für die in       Fig.    4 dargestellte Maschine Verwendung  finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Steuereinrichtung an Zweitakt-Einspritz- brennkraftmaschinen mit grossem Drehzahl bereich und mit unmittelbar angetriebenem Spül- und Ladegebläse, bei denen zwischen dem Arbeitszylinder und dem Auspuffkanal ein bewegliches Abschlussorgan vorgesehen ist, dass von der Maschine unter Zwischen schaltung einer die Verschiebung des Schliess zeitpunktes ermöglichenden Verstellvorrich- tung angetrieben wird, dadurch gekennzeich net, dass der Schliesszeitpunkt selbsttätig in Abhängigkeit von der vom Gebläse geförder ten Luftmenge so verstellt wird,
    dass bei ab nehmender Luftmenge der Abschluss des Aus- lasses früher erfolgt. UNTERANSPRVCHE <B>1.</B> Steuereinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellung des Schliesszeitpunktes mittels eines feder belasteten Steuerorganes erfolgt, welches unter der Einwirkung des Spül- und Lade druckes steht. 2. Steuereinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellung des Schliesszeitpunktes mittels eines feder belasteten Steuerorganes erfolgt, welches unter der Einwirkung eines auf der Ansaug- seite des Gebläses in einem Venturirohr er zeugten Unterdruckes steht. 3.
    Steuereinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerorgan die Verstellvorrichtung für das Absperr organ in der Auspuffleitung über einen von einem an der Maschine vorhandenen Druck mittel bewegten Kraftkolben betätigt.
CH220284D 1941-05-28 1941-05-28 Steuereinrichtung an Zweitakt-Einspritzbrennkraftmaschinen. CH220284A (de)

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