Verfahren zur Herstellung einer Kopiervorlage für Druckzwecke. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zur Herstellung einer Kopiervorlage für Druckzwecke.
Es ist bekannt (s. auch die amerikanische Patentschrift Nr.<B>1992)</B> 0l7), einen mit Schreibmaschine geschriebenen Zeilensatz durch einen mechanischen Dehnungsvorgang zeilenweise auszuschliessen, das heisst auf gleiche Länge zu bringen, um .auf diese Weise eine umdrnekfähige Kopiervorlage zu erhalten. Dieses Verfahren hat zur Voraus setzung, dass ein dehnungsfähiger Werkstoff, zum Beispiel ein Kreppapier, Träger der geschriebenen Zeilen ist, und dass für jede einzelne Zeile ein besonderer Streifen aus diesem Werkstoff vorgesehen wird.
Der Nachteil dieses bekannten Verfah rens ist in erster Linie .darin zu sehen, dass durch die Dehnung des Zeilenträgers die Ge fahr besteht, unscharfe Konturen der ausge schlossenen Zeilen zu erhalten. Dies ist ein mal auf die Nachgiebigkeit des Werkstoffes an sich zurückzuführen, zum andern darauf, dass keine Gewähr dafür gegeben ist, dass der Werkstoff ,sich bei der Dehnung über .seine ganze Länge hinweg gleichmässig ,dehnt.
Ein weiterer Mangel besteht in ,der Um ständlichkeit des Verfahrens, da mit der Schreibmaschine nicht ein durchgehendes glatt, sündern einzelne Streifen beschrieben werden. Auch ist es erforderlich, .dass das Verfahren mit besonderer Sorgfalt durchge führt wird, da unbedingt vermieden werden muss, dass der ausgeschlossene Schreibmasehi- nensatz ,durch die verschiedenen,
an die Ge- schicklichkeit des Arbeiters besonders. hohe Anforderungen stellenden: Handhabungen eine für die Weiterverwendung im Kopierverfah ren ungeeignete Form erhält, sei es beispiels- weise, dass der mechanische Dehnungsvor gang etwas zu weit getrieben wird und wie der teilweise rückgängig gemacht werden muss, sei es,
dass durch ein zu schnelles Deh nen der Werkstoff beschädigt oder noch un gleichmässiger gedehnt wird.. Alle diese Schwierigkeiten werden erfin dungsgemäss dadurch überwunden, dass die Längenänderung der Zeilen auf optischem Wege erfolgt. Dies lässt sich beispielsweise so durchführen, dass der auf einem durch gehenden Blatt maschinengeschriebene Text. zeilenweise durchleuchtet bezw. angestrahlt wird, mit dem Erfolg, dass die zwischen dem Sehreibmasehinenblatt und der liebtempfind- liehen.Anordnung, z.
B. einem Film, der als Kopiervorlage dient, vorgesehene optische Einrichtung die Zeilen in übereinstimmen der, gewünschter gleicher Länge ohne merk bare Änderung der Höhe der einzelnen Zeilen auf der Kopiervorlage abbildet.
Irgendwelche aus der 'Werkstoffbeschaffenheit sieh erge benden Zufälligkeiten können bei einem sol chen Verfahren vermieden werden, und es kann für eine einwandfreie Wiedergabe der Zeilen in der Kopiervorlage zweckmä.ssiger- weise dadurch eine Gewähr gegeben werden, dass die geschriebenen Buchstaben oder Typen in einer sehr dünnen, lichtundurchlässigen Fläche die Unterlage, beispielsweise das Schreibmaschinenblatt, abdecken.
und da durch eine sehr scharfe Abgrenzung der durchtretenden oder reflektierten Lichtstrah- lenbündel bewirken. In diesem Falle liegt auch ein wesentlicher Unterschied gegen über dem aus der deutschen Patentschrift Nr.
639475 bekannt gewordenen Verfahren zum Ausschliessen bei Lichtsetzmaschinen. In dieser Patentschrift wird nebenher ein Vor schlag angegeben, der darin besteht, die un- ausgeschlossene gesetzte Zeile durch ein Spe- ziaobjektiv in solcher Weise zu reproduzie ren, ,dass die Zeile ihre Masse nur in der Längsrichtung vergrössert.
Es liegt im Wesen der Lichtsetzmaschinentechnik und der un- ausgeschlossenen gesetzten Zeile, da.ss sclia- blonenartige einzelne Körper durch Neben- einanderreihung zu der jeweiligen Zeile zu sammengefügt werden.
Die Abbildung einer solchen Zeile erfolgt dadurch, dass das Licht strahlenbündel nacheinander durch die Hohl räume der einzelnen Schablonen hindurchge worfen wird (s. hierzu auch Klimsch, Jahr- buch des graphischen Gewerbes, Jahrgang 1940, Band 33, Seiten 245-253, insbeson- dere S. 249).
Abgesehen davon, dass der in der Liehtsetzmaschinentechnik notwendige Setzvorgang das Verfahren sehr umständlich macht, führt der geschilderte Durehleueh- tungSvorgang zu einer weniger scharfen Ab bildung auf der Kopiervorlage als bei dein Verfahren gemäss der Erfindung. Diese Un schärfe beruht darauf, dass die Umgrenzung der Hohlräume der einzelnen .Schablonen zu einer stärkeren Beugung des Lichtes, also zu einer weniger scharfen Abgrenzung der Lichtbündel führt als in dem Fall, in wel chem eine sehr dünne, lichtundurchlässige Schicht den Weg der Lichtstrahlen behin dert.
Zweckmässig wird zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens ein anamor- photisches bezw. pankratisclies Linsensystem benutzt, wobei lediglich an einer optischen Messvorriehtung die jeweilige Zeilenlänge eingestellt zu werden braucht, um die Aus lösung der Belichtung des Zeilentriägers zu betätigen. Das erfindungsgemässe Verfahren ermöglicht im übrigen eine hohe Betriebs sicherheit und eine grosse Arbeitsgeschwin digkeit:.
Zur Veranschaulichung des erfindungsge mässen Verfahrens ist in der Zeichnung bei spielsweise schematisch eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens in einer Ab bildung gezeigt.
1 ist der Träger der ungleich langen, zum Beispiel mit Schreibmaschine geschriebenen Zeilen. Bei " ist eine Lichtquelle und bei 3 eine Schlitzblende oder dergleichen angedeu tet-. 4 gibt die Optik wieder, und bei 5 ist die Kopiervorlage in Form eines endlosen Bandes veranschaulicht.
Die Arbcitstveise ist folgende: Von der Lichtquelle 2 ausgehend, wird ein chtrch den Schlitz der Schlitzblende 3 be- ;grenztes flaches Liebtst.rahlenbündel auf den 7eilentrüger 1 geworfen. Das Liehtstrahlen- biitidel durchsetzt den Zeilenträger und ge langt in die Optik 1, die das Lichtbündel nunmehr gegen die Kopiervorlage ä hinleitet.
Vor der Kopiervorlage ist ein nicht gezeig- ter Schlitzverschluss vorgesehen, der ein Mass der Zeilenlänge trägt und das Lichtbündel abfängt. Die durchleuchtete Zeile erscheint auf dem Verschluss und wird durch Verän derung der Stellung der Optik auf die Mass länge gebracht. Nach Öffnen :des .Schlitz- verschlusses trifft das, Lichtbündel auf die Kopiervorlage 5, wo eine Zeile 6 in der be stimmten gewünschten Länge abgebildet wird. Dieser Vorgang wiederholt sich für jede der Zeilen des Zeilenträgers 1, so dass sieh, wie .die Abbildung auch andeutet, auf der Kopiervorlage 5 jeweils gleich lange Zei len vorfinden.
Die Höhe dieser Zeilen bleibt unverändert.
Dieses optische Verfahren lässt sich auch insofern abwandeln, als man, wie in der Zeichnung punktiert angedeutet, die Licht quelle 2' und die dazugehörige Schlitzblende 3' auf der gleichen Seite in bezug auf den Zeilenträger 1 anordnen kann wie die Optik. Als Werkstoff für den Zeilenträger 1 wird man in diesem Falle zweckmässig einen licht reflektierenden Werkstoff verwenden. Das Strahlenbündel gelangt dann durch Reflexion zur Optik 4 und von dort zu der Xopier- vörlage 5.
Die Kopiervorlage kann beispielsweise unmittelbar für das Offsetdruckverf.ahren ausgenutzt werden, so dass sieh mit Hilfe des vorbeschriebenen Verfahrens, vom einfachen, auf einem durchgehenden Schreibmaschinen- bogen befindlichen Schreibmaschinensatz aus gehend, ohne Anwendung von Setzmaschinen und unter Ausschluss von mechanischen Dehnungsvorgängen,ein einwandfreies Druck werk herstellen lässt.