CH217005A - Zur Ablenkung eines konvergenten Abbildungsstrahlenbündels dienendes Spiegelsystem. - Google Patents

Zur Ablenkung eines konvergenten Abbildungsstrahlenbündels dienendes Spiegelsystem.

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CH217005A
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Zeiss Firma Carl
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Zeiss Carl Fa
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    • G—PHYSICS
    • G02—OPTICS
    • G02B—OPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B7/00—Mountings, adjusting means, or light-tight connections, for optical elements
    • G02B7/18—Mountings, adjusting means, or light-tight connections, for optical elements for prisms; for mirrors

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Description


  Zur Ablenkung eines konvergenten Abbildungsstrahlenbündels dienendes Spiegelsystem.    Die     Abbildungsstrahlengänge    zahlreicher  optischer     Messinstrumente    werden mit Hilfe  von Spiegelsystemen, die aus Planspiegeln  oder     Spiegelprismen    bestehen, aus ihrer ur  sprünglichen Richtung abgelenkt. Als Bei  spiele solcher Geräte sei auf die bekannten  Entfernungsmesser verwiesen.

   Der Aufbau  eines Entfernungsmessers ist     beispielsweise     folgender: Ein Aussenrohr umhüllt alle opti  schen Teile des     Gerätes.    An den Enden     dieses     Aussenrohres findet der Eintritt der     Ab-          bil,dungsstrahlenbünd-el    durch Spiegelsysteme  statt, welche diese Bündel in die     Richtung    der  Basis des Entfernungsmessers ablenken. Der  mittlere Teil des     Aussenrohres    trägt     eine     Platte, an welcher ausser einigen hier nicht  in Betracht kommenden Teilen ein oder zwei  Okulare so befestigt     sind,    dass     ihre    Achsen  senkrecht zur Basis stehen.

   Im, Aussenrohr  ist ein Innenrohr in zweien seiner Quer  schnitte     kardanisch    gelagert, wodurch er  reicht wird, dass sich Biegungen des  Aussenrohres im allgemeinen nicht auf das    Innenrohr übertragen. Das Innenrohr trägt  an     ,seinen    Enden die Entfernungsmesser  objektive und     ist    in seinem mittleren     Teil     kastenförmig ausgestaltet.

   In diesem     kasten-          förmigen    Teile ist ein     sogenannter        Prismen-          stuhlderart    angeschraubt, dass er zu     Justie-          rungszwecken    vor dem endgültigen Fest  schrauben rechtwinklig zur     Innenrohrachse     um kleine Beträge verschoben werden kann.

    Der     Prismenstuhl,    ist aus dem Werkstoff  hergestellt, aus welchem auch das Innenrohr  besteht, und enthält das     Okularspiegelsystem,     welches mit einer oder mehreren     Messmarken     versehen ist und die     Abbillclungsstrahlen-          bündel        in        die    Richtung der     Okularachse    oder       Okularachsen    ablenkt,

   wobei die     Messmarke     so in der     Okularbildebene    angeordnet     is.t"dass     sie dem     Beobachter    als eine in den zu beob  achtenden Raum hineinprojizierte Marke er  scheint und     infolgedessen    bei     stereoskopischer     Beobachtung die beiden     Messmarken    zu einer  in dem Beobachtungsraum liegenden Marke  verschmelzen.

        Während einseitige Erwärmung des  Aussenrohres zwar Biegungen     des    Aussen  rohres, aber nicht     des    Innenrohres zur Folge  hat, wirken sich die täglichen und jahres  zeitlichen Temperaturschwankungen und  mechanische Einflüsse     (Erschütterungen     usw.) auch auf das Innenrohr aus.

   Ist der  Werkstoff     aller    Teile nicht vollkommen  gleich und innerhalb der     Einzelteile    nicht  homogen, dann ergeben die Temperatur  schwankungen Formveränderungen.     Diese     verursachen Änderungen der Abstände der  zu den beiden     Abbildungsstrahlengängen    ge  hörenden Spiegelflächen der     Okularspiegel-          systeme    und der     Messmarken    voneinander.

    Die an den Entfernungsmesser zu     stellenden     Genauigkeitsforderungen sind     bereit\    dann  nicht mehr erfüllbar, wenn die     Abstands-          änderungen    mehr als einen     Ta.usendstelsmilli-          meter    betragen. Dasselbe gilt,     wenn    die eine  Spiegelfläche oder beide gemeinsam eine  Verschiebung von dieser Grösse     senkrecht    zur  Achse     tles    Innenrohres erfahren.

   Eine Ände  rung des Abstandes zwischen dem im Aussen  rohr liegenden     Winkelspiegelsystem    und  der     Messmarke    spielt, da das     Winkelspiegel-          system    in parallelstrahligen Strahlenbündeln  liegt, für die Genauigkeit keine Rolle. Es  gelingt zwar, durch eine besonders sorg  fältige Behandlung den Werkstoff des Innen  rohres und des     Prismenstuhls    genügend  homogen herzustellen, dagegen sind Unter  schiede zwischen den Ausdehnungskoeffi  zienten des     Primenstuhls    und des     Okular-          spiege'lsystems,        welchee    in der Regel aus  Glas hergestellt ist, unvermeidlich.

   Ausser  dem ist die Verbindung zwischen diesen bei  den Teilen bisher nicht einwandfrei ausführ  bar gewesen, denn eine mechanische Be  festigung durch Anpressen erzeugte Span  nung, und etwa angewandte Kittschichten  unterlagen dem Einfluss von Feuchtigkeit  und Wärme.  



  Die Erfindung betrifft ein zur     Ablen-          kungeines    konvergenten     Abbildungsstrahlen-          bündels    dienendes Spiegelsystem,      -elches     mit einer     11Tessmarke    und mit einem Träger  starr verbunden und mittels des Trägers in    einem optischen Messgerät gelagert ist.

   Es  zeichnet sich     dadurch    aus, dass die Achse der       Lagerung    durch das von dem Spiegelsystem  erzeugte virtuelle Bild des Schnittpunktes  der optischen Achse des     Abbildungssystems     mit der     Messmarkenebene    hindurchgeht und  so gerichtet ist, dass die Messung von einer  Verdrehung des Spiegelsystems um die  Achse der     Lagerung    unabhängig ist. Der       Erfindungsgedanke    ist dabei keineswegs auf       Spiagelsys:teme    mit nur einer     Spiegelfläche     beschränkt: er ist mit dem gleichen Vorteil  auch bei Spiegelsystemen anwendbar, in  denen das Abbildungsstrahlenbündel beliebig  oft reflektiert wird.

   Es ist     schlistverständlich,     dass man zweckmässig den Träger aus     dem-          ,selben    Stoff     herstellen    wird, aus welchem  das     Spiegelsystem    besteht. oder aus einem  Stoff, der den gleichen Ausdehnungskoeffi  zienten hat, damit nicht zwischen dein  Träger und dem     Spiegelsystem    durch Tempe  raturschwankungen verursachte     Spannungen     auftreten, die     beispielsweise    Krümmungen  der Spiegelebene bewirken können.

   Der  Träger, das Spiegelsystem und die     Messmarke     bilden einen starren     Körper,    und alle auf  irgendeine Weise hervorgerufenen Verlage  rungen dieses     starren    Körpers in dem     Mess-          gerät    können nur in Drehbewegungen um die  genannte Achse und in geradlinigen Ver  lagerungen bestehen.

   Bei allen Drehbewe  gungen bleibt aber der Punkt, in dem die  Drehachse die Ebene schneidet, in der der  Achsenstrahl zur     Messmarkenebene    hin ab  gelenkt wird, das virtuelle Bild des Schnitt  punktes der optischen Achse mit der     Mess-          markenebene,    und die     Messmarke    und der zu  gehörige Bildpunkt     sind    gleichen Verlage  rungen unterworfen.

   Verlagerungen der  Drehachse in Richtung des Achsenstrahls  des in das     Spiegelsystem    eintretenden<B>Ab-</B>  bildungsstrahlenbündels wirken sich bei dem  eingangs betrachteten Entfernungsmesser,  sowie bei andern Messgeräten, nicht schädlich  aus, solange das Auge     des    Beobachters seine       normale    Lage nicht ändert,     bei    der die  Augenachse mit der optischen Achse des zur  Beobachtung der     Messmarke    und     des    Bildes           dienenden;

      Okulars zusammenfällt, die senk  recht auf     .dem    Achsenstrahl des, in das       Spiegelr,ystem    eintretenden     111bbildungs-          strahlenbündels    steht. Bei den letztgenannten  Verlagerungen     trennen!    sich zwar Marke und  Bildpunkt voneinander, jedoch stets in Rich  tung der     optischen        Okularachse.    Die dabei  auftretende     Parallaxe        ist    auf die Messung  ohne Einfluss,

   und die damit verbundene ge  ringe     Abweichung    von der     Okularbildebene     wird unschwer durch die     Abkommodation     des beobachtenden Auges     überwunden.    Da  gegen     würden        Verlagerungen    in Rich  tung der     Drehachse,    also rechtwinklig zur       ebengenannten    Richtung     Messfehler    hervor  rufen, weil bei diesen     Verlagerungen    die     Bild-          punkte    seitlich zur optischen     Okularachse     und damit auch seitlich zur Marke auswan  dern.

   Derartige Verlagerungen     in,    Richtung  der Drehachse würden auftreten, wenn sich       das:    Gerät,     in    dem das Spiegelsystem be  festigt ist, durchbiegt. Diese     Durchbiebgungen     können jedoch, wie schon eingangs. erwähnt,  durch     Anwendung    eines Innenrohres ver  mieden werden, welches an den     Durchbiegun-          gen    des Aussenrohres nicht in schädlichem  Masse teilnimmt.  



  Wie Versuche gezeigt haben, gelingt es  durch Verwendung des. der Erfindung ent  sprechenden Spiegelsystems, die sich     infolge     thermischer und mechanischer Einflüsse auf  das Messgerät ergebenden schädlichen Ver  lagerungen des     Spiegelsystems,    die bisher im  allgemeinen stets mehr als einen Hundert  stelsmillimeter betrugen, auf die Grösse eines       Tausendstelsmillimeters    herabzusetzen.  



  In .der Zeichnung     sind    zwei Ausführungs  beispiele der Erfindung dargestellt.     Fig.1     zeigt das erste Beispiel im Mittelschnitt im  Grundriss. In     Fig.2    ist das     zweite    Aus  führung Beispiel im     Grundriss    dargestellt.       Fig.    3 gibt eine Ansicht dieses Beispiels     in     Richtung     -des.        Pfeils    A der     Fig.    2,     Fig.    4 eine  Ansicht in Richtung ,des     Pfeils    B der     Fig.    2  wieder.  



  Beim     ersten;    Beispiel     (Fig.1)    besteht das  Spiegelsystem aus einem Planspiegel a mit       spiegelnder    Oberfläche, der mit einem Träger    b     und        einem    Zeiger c fest verbunden     ist.    Das  Spiegelsystem ist dazu bestimmt, ein von  einem optischen     System    d     erzeugtes,    konver  gentes     Abbildungsstrahlenbündel        rechtwink-          lig    abzulenken.

   Beim Fehlen des Spiegel  systems würden sich die     Abbildungstrahlen     in einem Punkt e der Achse des Abbildungs  strahlenbündels. vereinigen.     Dieser    Punkt e  ist das virtuelle Spiegelbild eines Punktes, f,  der durch die Spitze des Zeigers c     bezeichnet     ist und in der     Objektivbil.debene    Hegt. Der  Punkt e ist ein     Achsenpunkt    eines Bolzens  g, der auf der durch den einfallenden     und    den       gespiegelten    Achsenstrahl bestimmten Ebene  senkrecht     steht    und zur Befestigung des  Trägers b mit dem Spiegel a in .dem in Frage  kommenden Gerät bestimmt ist.  



  Das zweite Ausführungsbeispiel     (Fig.2          bis    4)     ist    ein     Okularspiegeleystem    eines  stereoskopischen Entfernungsmessers. Als  spiegelndes Element dient hierbei ein Glas  prisma     lz,

      dessen     spiegelnde    Fläche     unter    45    zur Eintrittsrichtung des Achsenstrahls eines  von     ein=em    Entfernungsobjektiv i erzeugten  konvergenten Abbildungsstrahlenbündels ge  neigt und zum Zwecke der Bildumkehr in  der Höhenrichtung als Dachfläche     au6gebil-          det        ist.    Das Prisma     h    ist mit einem Träger       \erkittet,

      der aus zwei planparallelen     Platten          k    aus demselben Glas     besteht.    Beim Fehlen  des     Spiegelsystems    würden sich die     Abbil-          dungsstrah'len    in einem Punkte     l    .der Achse  des.

       eintretenden        Abbildungsstrahlenbündels          vereinigen,    der zwischen den beiden Glas  platten<I>k</I>     liegt.    In diesem Punkt     l    steht die  Achse eines     in.    Bohrungen der Glasplatten     k          befestigten    Bolzens na senkrecht auf der  durch den eintretenden und den     zurückge-          worfenen        Achsenstrahl        bestimmten    Ebene.

    Der Bolzen     in    :dient zur Befestigung des  Spiegelsystems im     Prismenstuhl    am Innen  rohr des Entfernungsmessers. Der Punkt     l     ist unter Berücksichtigung des längeren  Weges der     Strahlen    im Glas das     virtuelle     Bild des Punktes     n    der     Strahlenaustritts-          fiäohe    des Prismas     h.    Diese Strahlenaus  trittsfiäche     ist    die     Objektivbildebene    und     is-t     mit     einer        Messmarke    c     

  ausgestattet,    die zum      Schutz gegen Beschädigungen mit einem  Glasplättchen p     bedeckt    ist.  



  Infolge der Lagerung     da,s        Trägern   <I>k, k</I>  mittels des Bolzens     i>>,    kann das     Spiegel-          system    lediglich Drehungen um die Achse  des Bolzens     m@    ausführen,     bei    denen das vom       Objektiv        i    erzeugte Bild und die Marke o  die gleiche     Verlagerung        erfahren.    Es     würde     also bei diesen Drehbewegungen keine Ver  schiebung zwischen dem Bild und der Marke       auftreten,

      und die     Winkelmessung    wird dem  zufolge nicht     verfälscht,    auch wenn der<B>Ab-</B>  lenkungswinkel der     Spiegelring    von 90 " ver  schieden ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zur Ablenkung eines konvergenten Ab- bildungsstrahlenhündel9 dienendes Spiegel system, welches mit einer Messmarke und mit einem Träger starr verbunden und mittels des Trägers in einem optischen Messgerät ge lagert ist, dadurch gekennzeichnet,
    dass die Achse der Lagerung durch das von dem Spiegelsystem erzeugte virtuelle Bild des Schnittpunktes der optischen Achse des Ab- bildungssystems mit der Messmarkenebene hindurchgeht und so gerichtet ist, dass die Messung von einer Verdrehung des Spegel- systems um die Achse der Lagerung unab hängig ist.
CH217005D 1939-02-09 1940-01-27 Zur Ablenkung eines konvergenten Abbildungsstrahlenbündels dienendes Spiegelsystem. CH217005A (de)

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CH217005D CH217005A (de) 1939-02-09 1940-01-27 Zur Ablenkung eines konvergenten Abbildungsstrahlenbündels dienendes Spiegelsystem.

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