CH213968A - Verfahren zur Wärmebehandlung von Metallen. - Google Patents
Verfahren zur Wärmebehandlung von Metallen.Info
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Description
Verfahren zur Wärmebehandlung von Metallen. Die Vergütung von Legierungen durch Glühen bei hohen Temperaturen mit ansehlie- ssendemAbschrecken wird meist derart durch geführt, dass die Legierung zunächst in einem Glühofen oder in einem Bad von geschmol zenen Salzen (Salpeter, Chromale und der gleichen) geglüht und -anschliessend in Was ser, zuweilen auch in 01 oder ähnlichen schwerverdampfenden Flüssigkeiten, ab geschreckt wird.
Bei der Vergütung von Aluminiumlegie rungen durch Glühen in einem Salzbad mit anschliessender Abschreckung in Wasser ist beobachtet worden, .dassi die so behandelten Werkstik,ke, insbesondere Bleche, eine ober flächliche Fleckenbildung zeigen, für deren Beseitigung gelegentlich, auch schon Mass nahmen vorgeschlagen wurden.
So. wurde zum Beispiel empfohlen, d!em für die Glü- hung verwendeten Bad aus geschmolzenem Salpeter Chromale zuzusetzen in der An nahme, dass die Fdeekenbil.dung auf den An- griff der Werkstücke durch die bei längerer Benutzung des Glühbades gebildeten Zer- setzungsprodukte des Salpeters zurückzu führen sei.
Durch diese Massnahme ist die Fleckenbildung zwar wesentlich verringert, jedoch nicht völlig beseitigt worden.
Es wurde- nun gefunden, @dass auch die Zusammensetzung -des Abschreckbades von erheblichem Einfluss auf die Fleckenbildung ist.
Zwar ist beim Einbringen von Werk stücken, zum Beispiel Blechen, mit völlig sauberer Oberfläche in reines Wasser eine Fleckenbildung nicht zu erwarten. Es, lässt sich jedoch im praktischen Betrieb nicht ver meiden, dass -den abzuschreckenden Blechen oberflächlich nicht unerhebliche Reste der für die Glühung verwendeten Salzschmelze an haften, die zugleich, mit den Blechen in das Abschreckwasser gelangen und dessen Zu sammensetzung im. Laufe der Zeit derart ver ändern,
dass es fortschreitend alkalischere Reaktion zeigt. Eine solche Alkalisierung des Abschreckwassers tritt nicht nur dann ein, wenn die für die Glühung verwendete Salz schmelze an sich schwach alkalische Reaktion aufweist, sondern überraschenderweise auch dann, wenn die Alkalinität der Salzschmelze durch Zusatz von sauer reagierenden Salzen,
beispielsweise Bichromaten, bis zur neutralen Reaktion ausgeglichen wurde. Möglicherweise ist die leztere Erscheinung auf eine in Be rührung mit Wasserdampf eintretende Zer setzung des meist den Hauptbestandteil des Glühbades bildenden Salpeters unter Bildung von Stickoxyden und freiem Alkali zurück zuführen.
Die Fleckenbildung ist nun un mittelbar durch die Alkalinitä,t des Ab schreckwassers bedingt und nimmt mit stei gender A@lka.linität des letzteren zu.
In Auswertung dieser Erkenntnis. wurde weiter gefunden, daB die durch die Zusam mensetzung der Abschrecklösung bedingte Fleckenbildung vermieden wird, wenn, gemäss vorliegender Erfindung, der pH -Wert der Abschrecklösung, beispielsweisse durch Zusatz von Säuren, zweckmässig Mineralsäuren, dau ernd unter 7 gehalten wird.
Vorzugsweise werden hierzu Säuren ver wendet, die die gleichen Anionen aufweisen, wie sie in der für die Glühung verwendeten Salzschmelze vorhanden sind.
So kann. man zum Beispiel bei der Verwendung von Gltih- bädern, die aus Salpeter mit einem Zusatz an Chromaten bestehen, die Ansäuerung des Abschreckwassers mit Hilfe eines Zusatzes von Chromsäure vornehmen, wobei der Säure zusatz so bemessen wird., dass der pH -Wert der Abschrecklösung nahe unterhalb 7 ge legen ist, d. h.
also. da.B noch gewisse Anteile an Monochromat neben Dichromat im Ab- schreckwasser enthalten bleiben.
Da die Menge der im Laufe der Zeit. in der Abschrecklösung sich lösenden Salzreste eine nicht unerhebliche ist und bei Verwen dung teurer Glühsalzen eine beachtliche Ver lustquelle darstellt, erweist es sich als zweck mässig, die Salze aua der Abschrecklöeung zurückzugewinnen.
Zu diesem Zwecke wird, um eine genügende Anreicherung dieser Salze im Abschreckbad zu ermöglichen. dessen Vo- lumen möglichst konstant gehalten, indem jeweils nur die Verdampfungsverluste durch Frischwasser ergänzt werden. Eine solche fortschreitende Anreicherung der Abschreck- lösung an gelösten Salzen ist füT die Ab- schreckwirkung desselben ohne Nachteil.
Durch entsprechende Wahl der zur Einstel lung des pH-Wertes dem Abschreckwasser zuzusetzenden Säuren gelingt es dabei, schon im Abschreckbad das Konzentrationsver hältnis der Salze dem im Glühbad einzuhal tenden anzugleichen; Voraussetzung ist. hier für natürlich, dass auch das für die Glühung verwendete Salzgemisch neutrale oder schwach saure Reaktion aufweist.
Nach ge nügender Anreicherung kann dann die Ab- sch@recklösung eingedampft und so ein Salz gemisch gewonnen werden, welches dank seiner Zusammensetzung unmittelbar für die Nachspeisung der Salzglühbäder Verwen dung finden kann.
Beispiel: Für die Vergütung von Blechen aus einer Aluminiumlegierung bei<B>500'</B> C wird ein Salzschmelzbad der Zusammensetzung: <B>65%</B> NaNO, 30 % gNOa 5 % R,CrO" verwendet.
Das zunächst nur mit Frischwasser be schickte Abschreckbad von 20 m3 Inhalt ent hält nach Behandlung von 18000 m2 Blechen 61,6 gll Na 34,8 g!1 g' 201,2 g/1 NOs' 6,7 gn N02, 10,7 gjl W0," und besitzt einen pH -Wert von 8,2.
Zur Ein stellung des pH -Wertes auf nahe an 6 wer den dem Bad 75 kg Salpetersäure (40 ö HNOg) oder 35 kg Chromsäureanhydrid zugesetzt, wodurch gleichzeitig das Konzen- trationsverhältnis der @im Absehreekwasser enthaltenen Salze ungfähr demjenigen ent spricht, das auch das Glühbad' aufweist,
so daB nach Eindampfen des Abschreckbadee das zurückgewonnene Salz (6300 kg) unmit telbar zur Nachspeisung -des Glühbades ver wendet werden kann.
Im praktischen Betrieb wird man die Zu gabe von Salpetersäure bezw. Chromsäure natürlich nicht erst nach Erreichung der Höchstkonzentration, sondern in kleineren Teilmengen und in kürzeren Zeitabständen vornehmen, um den px -Wert des Abschreck- wassers dauernd unterhalb 7 zu halten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Wärmebehandlung von Metallen, insbesondere Leichtmetallen, durch Glühen der Metalle in einem Salzschmelzbad auf Salpetergrundlage mit anschliessender Abschreckung in einem wässrigen Medium. dadurch gekennzeichnet, dass ider p,1-Wert der Abschrecklösungdauernd unterhalb 7 ge halten wird. UNTERANSPRüCHE: 1.Verfahren nach, Pateetanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Einstellung des pH -Wertes des Abschre:ckbaades durch Zusatz solcher Säuren erfolgt, welche die gleichen Anionen wie die Salze im Glühbad enthalten. 2.Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Rückgewinnung sich anreichern der Salze durch Eindampfen und Wieder verwendung derselben für die Nachspeisung des Glühbades die Zusätze zum Abschreckbad so bemessen werden"dass das Konzentrations- verhältnis der Salze dem im Cyüühbad einzu- haltenden etwa entspricht. . 3.Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, .dass der p$ -Wert der Abschreck- lösung bei etwa 6 gehalten wird.
Applications Claiming Priority (1)
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