CH211971A - Kompensationsmessanordnung, bei der eine in Abhängigkeit von der Messgrösse einen Strom regelnde Impedanz von einem ein Mess- und Kompensationssystem enthaltenden Einstellgerät beeinflusst wird. - Google Patents
Kompensationsmessanordnung, bei der eine in Abhängigkeit von der Messgrösse einen Strom regelnde Impedanz von einem ein Mess- und Kompensationssystem enthaltenden Einstellgerät beeinflusst wird.Info
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Description
Eompensationsmessanordnung, bei der eine m Abhängigkeit von der Messgrosse einen Strom regelnde Impedanz von einem ein MeB-und Kompensationssystem enthaltenden Einstellgerät beeinflusst wird.
Bei den nach der Intensitätsmethode ar- beitenden liompensationsmessanordnungen gelangen zur Einstellung eines genügend starken, der Messgrosse proportionalen Kompen- sationsstromes besondere als Verstärker wir- kende Hilfsmittel zur Verwendung, für die gewöhnlich entweder ein von der Messgrosse gesteuerter Hilfsmotor oder ein Rohrenver- stärker vorgeschlagen wurde. Die Verwen- dung eines Hilfsmotors oder eines Röhren- verstärkers erfordert jedoch eine dauernde Überwachung dieser Teile.
Die Erfindung bezieht sich nun auf eine Kompensationsmessanordnung, bei der eine in Abhängigkeit von der Messgrosse einen Strom regelnde Impedanz von einem ein Mess-und Eompensationssystem enthalten- den Einstellgerät beeinflusst wird. Gemäss der Erfindung bewirkt der durch die Impedanz geregelte Strom die Vormagnetisierung einer im Kompensationskreis liegenden Regeldrossel. Die Impedanz, die ein Widerstand, ein Variometer oder auch ein anderes die Zustandsänderung eines Stromkreises bewirkendes Mittel ist, kann über eine Gleich- riebteranordnung mit der auch das Kompen- sationssystem speisenden Wechselstromquelle verbunden sein.
Die Regeldrossel kann unter anderem auch in einer Brückenschal- tung liegen.
In der Zeichnung sind in den Fig. 1 bis 4 mehrere Ausführungsbeispiele des Er findungsgegenstandes dargestellt.
Die Fernmessanordnung nach Fig. 1 enthält in der Gebestelle ein, beispielsweise als Ferraristrieb ausgebildetes, mit einem Messsystem 1 und einem lÇompensationssystem 2 versehenes Einstellgerät 3, einen parallel zum Eompensationssystem 2 liegenden Nebenschluss 4, einen vorzugsweise als Ringrohr- widerstand ausgebildeten Widerstand 5, eine Gleichrichteranordnung 6 in Graetz'scher Schaltung, eine Regeldrossel 7 mit einer Gleichstromwicklung 8 und einer Wechsel stromwicklung 9, eine Wechselstromquelle 10 und in der Empfangsstelle eine Gleichrichter- anordnung 11 in Graetz'seher Schaltung und ein Anzeigeinstrument 12.
Bei in Betrieb befindlicher Anlage übt das den Messstrom führende Messsystem l auf die Ferrarisscheibe 13 ein Drelimoment aus, so da¯ diese um einen der Messgrosse entsprechenden Winkel gedreht wird und den Ringrohrwiderstand 5 verstellt.
In dem Stromkreis dieses Widerstandes 5 wird dann ein Strom eingestellt, der der Messgrösse pro- portional ist und durch die Gleicbstrom- wicklung 8 der Regeldrossel 7 fiesst. Auf diese Weise wird die Vormagnetisierung der Regeldrossel in Abhängigkeit von der meus- grosse und damit auch der in der Wechsel stromwicklung 9 fliegende Wechselstrom entsprechend geändert.
Dieser Kompensations- wechselstrom, der in dem Kompensations- system 2 die jeweilige Kompensation in be kannter Weise bewirkt, wird über die Fernleitung 14 der Gleichrichteranordnuug 11 zugeführt, die ihn in einen von dem Anzeigeinstrument 12 gemessenen Gleichstrom umformt.
Die Schaltanordnung nach Fig. 2 macht für die Einstellung des die Vormagnetisie- rung der Drosselspule 7 ändernden Stromes von einem Variometer 15 Gebrauch, dessen Kopplungsverhältnis von dem vom Aless-und Kompensationsstrom beeinflussten Einstell- ger-ät 3 geändert wird. Die Verweudung eines Variometers hat den Vorteil, dass es ein ausserordentlich kleines Rückdrehmoment auf das Einstellgerät aus bt.
F r den Fall, da¯ in der Geberstelle eine elektrische Stromquelle nicht zur Ver fügung steht, kann eine Schaltung getroffen werden, wie sie in Fig. 3 dargestellt ist.
In dieser Schaltung befindet sich die Wechselstromquelle 10 in der Empfangsstelle. F r die Speisung der Gleichstromwicklung 8 wird dann der Spannungsabfall der Wechselstromwicklung 9 der Regeldrossel 7 benutzt.
Einen noch hoheren Verstärkungsgrad als bei den Schaltanordnungen nach den Fig. 1 bis 3 erreicht man mit einer an sich be kannten Brückenschaltung nach Fig. 4. Hier befinden sich die Regeldrossel 7 in einem Zweig 16, sowie das Kompensationssystem 2, die Wechseistrom-Messinstrumente 12, 12 1 und die Fernleitung 14 in dem Diagonalzweig 17 der Br ckenanordnung.
Der Verstärkungsgrad der Drosselanord nung hängt von der Gruge des Neben schlusses, sowie von den Abmessungen und dem verwendeten Material der Drosselspule ab. Da die Fernmessung nach einer Kompen- sationsmethode erfolgt, ist diese von Wider standsänderungen in der ¯bertragerleitung, Änderungen der Charakteristik der Regeldrosse, des Ringrohrwiderstandes und der Gleichrichter, als auch von Schwankungen der Hilfsstromquelle unabhängig. Bei nor maler Längsvormaglletisierung entsteherl im Wechselstrom Oberwellen, die fälschend auf das Messergebnis einwirken,
falls das An zeigeinstrument und das Einstellgerät verschieden auf diese Oberwellen reagieren. Man wird daher zweckmässigerweiae mit einer quer- vormagnetisierten Regeldrossel arbeiten.
Die Verwendung einer Regeldrossel wie beschrieben hat gegenüber andern bisher verwendeten Verstärkermitteln, beispielsweise Röhrenverstärkern, vor allem den Vorteil grosser Einfachheit und Billigkeit. Auch besitzt die Drosselspule praktisch keinerlei der Abnutzung unterworfene Teile, was nicht zu unterschätzen ist.
Zwecks Summierung mehrerer Messwerte braucht man bei den Anordnungen nach den Fig. 1 und 3 die einzelnen Gleichrichter- anordnungen der Empfangsstelle lediglieh nur in Serie mit dem Messinstrument be ziehungsweise parallel zu diesem zu schalten.
F r die Fernmessung von Lieferungs-und Bezugsgrossen befindet sich der Nullpunkt des Anzeigeinstrumentes zweckmässig in der Mitte, wobei in der Geberstelle auf die Ferrarisscheibe des Einstellgerätes ein vom Messsystem erzeugtes, dem Messwert Null entsprechendes, konstantes Grunddrehmoment einwirkt. Auf diese Weise wird dann auch gleichzeitig eine Störanzeige von Leitungs- unterbriichen und dergleichen durch das An- zeigeinstrument erreicht.
Selbstverständlich ist die Kompensations- messanordnung nicht nur fiir die Fermes- sung von MessgröBen geeignet. Sie kann vielmehr auch überall dort verwendet werden, wo verhältnismässig schwache Strombe für die Betätigung von Messgeräten höherer Leistung verstärkt werden müssen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Kompensationsmessanordnung, bei der eine in Abhängigkeit von der Messgrosse einen Strom regelnde Impedanz von einem, ein Mess-und Kompensationssystem enthaltenden Einstellgerät beeinnusst wird, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Impedanz geregelte Strom die Vormagnetisierung einer im Kompensationskreis liegenden Regeldrossel ändert.UNTERANSPR'tt'CHE : 1. Messanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Impedanz ein Widerstand ist.2. Messanordnung nach Unteranspruch l, da durch gekennzeichnet, dass der Widerstand ein Ringrohrwiderstand ist.3. Messanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Impedanz ein Variometer ist.4. Messanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Impedanz über eine Gleichrichteranordnung mit der auch das Kompensationssystem speisenden Wechselstromquelle verbunden ist.5. Messanordnung nach Unteransprueh 4, da durch gekennzeichnet, dass die Regeldrossel in einem Zweig einer Brückenschaltung liegt.6. Messanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Einstell gerät ein Ferrarissystem ist.7. Messanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Regeldrossel in einem Fernmesskreis liegt.8. Messanordnung nach den Unteransprüchen 4 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselstromquelle auf der Empfangs seite des Fernmesskreises vorgesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH211971T | 1939-11-01 |
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| CH211971A true CH211971A (de) | 1940-10-31 |
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ID=4447587
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH211971D CH211971A (de) | 1939-11-01 | 1939-11-01 | Kompensationsmessanordnung, bei der eine in Abhängigkeit von der Messgrösse einen Strom regelnde Impedanz von einem ein Mess- und Kompensationssystem enthaltenden Einstellgerät beeinflusst wird. |
Country Status (1)
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2767377A (en) * | 1952-06-07 | 1956-10-16 | Bell Telephone Labor Inc | Compensated electrical rectifier and meter |
| DE1181321B (de) * | 1962-09-21 | 1964-11-12 | Siemens Ag | Wechselspannungs-Stufenkompensator |
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1939
- 1939-11-01 CH CH211971D patent/CH211971A/de unknown
Cited By (2)
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