CH211366A - Selektive elektrische Steuervorrichtung. - Google Patents

Selektive elektrische Steuervorrichtung.

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CH211366A
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Automatic Telephone El Limited
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Automatic Telephone & Elect
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  • Circuit Arrangements For Discharge Lamps (AREA)

Description


  Selektive elektrische Steuervorrichtung.    Die vorliegende Erfindung betrifft eine  selektive elektrische     Steuervorrichtung    zur       Ausführung    von     Schaltbewegungen    mittels  eines einem elektrischen Verteilungsnetz  überlagerten     Hochfrequenzstromes.    Eine sol  che Vorrichtung kann     vorteilhafterweise    zur  Steuerung von Strassenlampen, Schaufenster  beleuchtungen, Wasserheizungen und ähn  lichen Einrichtungen von einer Zentralstelle  aus verwendet werden.  



  In bekannten Vorrichtungen dieser Art  werden die Steuerströme gewöhnlich an einer  Verteilungsstelle an das Netz übertragen, und  an jeder Steuerstelle ist eine     Ansprechvor-          richtung,    die nur auf Ströme von bestimmter  Frequenz     anspricht,    an die Netzleiter ange  schlossen. Gewöhnlich wird ein grosser Teil  der zur Erzeugung des Steuersignals benötig  ten über das Netz gesandten Energie von der  jeweiligen Netzbelastung absorbiert, und da  mit die Grösse und infolgedessen der Preis des  Signalerzeugers niedrig gehalten werden kann,    ist es     erforderlich,    dass die     Ansprechvor-          richtungen    äusserst empfindlich sind.

   Ausser  dem muss jede dieser     Vorrichtungen    nur     auf     einen kleinen Teil der Signale einer Mehrzahl  von     verschiedenen    Signalen ansprechen, wel  che für die     verschiedenen    erforderlichen  Steuervorgänge übertragen werden, und  gleichzeitig müssen die Vorrichtungen gegen  falsche     Betätigung    durch parasitische Sprung  wellen, welche bei elektrischen     Stromvertei-          lungsnetzen    häufig vorhanden sind, geschützt  sein.

   ,  Bei einer andern bekannten Steuervorrich  tung der eingangs geschilderten Art können  die verschiedenen benützten Steuersignale  alle die gleiche Hochfrequenz besitzen, wo  bei die selektive     Steuerung    dadurch erzielt  wird, dass der     Hochfrequenzstrom    mit einer  charakteristischen Kadenz     unterbrochen    wird,  das heisst     in    einer bestimmten Reihenfolge  von     eventuell        untereinander    verschiedenen, im  Vergleich zur     Hochfrequenzperiode    meist sehr      langen     Unterbrechungen.    Die     Ansprechvor-          richtungen,

      welche zum Beispiel als feder  gesteuerte     langsam        schwingende    Unruheräder  ausgebildet und zweckmässig alle auf die in  Frage kommende Hochfrequenz elektrisch ab  gestimmt sein können, sind auf eine oder  mehrere bestimmte Kadenzen, entsprechend  der     Steuerfunktion,    die sie durchzuführen  haben, mechanisch abgestimmt. Die Erfin  dung bezweckt nun die Schaffung einer       Steuervorrichtung    mit einer     Ansprechvor-          richtung    der zuletzt erwähnten Art, welche  äusserst empfindlich, selektiv und gegen fal  sche Betätigung geschützt ausgeführt werden  kann.  



  Erfindungsgemäss besitzt jede     Ansprech-          vorrichtung    eine gittergesteuerte     Gasentla-          dungsröhre,    so dass, wenn der Steuerstrom,  dessen Stärke innerhalb weiter Grenzen vari  ieren kann, das Gitter beeinflusst, ein kon  stanter Strom von den Netzleitern über die       andern    Elektroden der     Gasentladungsröhre     fliesst, um einen Elektromagneten zu erregen,  der ein mechanisches     Vibrationssystem    in  Bewegung versetzt, dessen Periode einer be  stimmten Kadenz entspricht, welches bei An  regung     mit    dieser Kadenz die Schaltbewe  gung bewirkt.  



  Die beiliegende Zeichnung zeigt das Ver  bindungsschema einer     Ansprechvorrichtung,     die einen Teil einer     beispielsweisen        Ausfüh-          rungsform    der erfindungsgemässen     Steuervor-          richtung    bildet.  



  Das elektrische Verteilungsnetz wird als       Vierleiter-Dreiphasensystem    angenommen und  die verschiedenen     Ansprechvorrichtungen    be  finden sich zwischen einem der Phasenleiter  1, 2, 3     und    dem neutralen Mittelleiter N, wo  bei die dargestellte     Ansprechvorrichtung    zwi  schen dem Phasenleiter 3 und dem neutralen  Leiter eingeschaltet ist.

   Die Erregerwicklung  10 des Elektromagnetes, der das auf die Ka  denz ansprechende nicht gezeichnete     Vibra-          tionssystem    anregt,     ist    über die Hauptleiter  in Reihe mit einer     Dreielektroden-Gasent-          ladungsröhre    11 geschaltet, welche eine mitt  lere     Gitterelektrode    aufweist. die     zwischen     im wesentlichen identischen, äussern Elektro-    den liegt.

   Widerstände     B1    und     R2,    welche  über die Röhre verbunden sind, bilden ein  Mittel, um das Gitter der Röhre an ein in der  Mitte     zwischen    demjenigen der beiden Plat  ten liegendes Potential anzuschliessen. und  unter diesen Bedingungen wird die Röhre  nicht durchschlagen, auch wenn sie an die ge  samte Spannung der Hauptleiter gelegt wird.  Der normale Widerstand der Röhre 11 ist  für alle praktischen Zwecke unendlich und  derjenige der in Reihe geschalteten Wider  stände     R,    und     R2    ist sehr gross, so dass der  ständige     Stromfluss    durch die Wicklung 10  so klein ist, dass er     vernachlässigbar    wird.  



  Die übrigen in der Zeichnung dargestell  ten Teile können am besten durch die Be  trachtung der Wirkungsweise der Vorrichtung  beim Empfang eines Steuersignals verstanden  werden. Alle Signale in der beschriebenen  Vorrichtung sollen die gleiche Hochfrequenz,  aber verschiedene Kadenzen besitzen, je nach  ihrem Bestimmungszweck. Der Empfänger  stromkreis mit dem Kondensator Cl und der       Induktanz        L1    ist auf Hochfrequenz abge  stimmt und daher wird der Empfängerstrom  kreis für alle empfangenen Signale mit  schwingen     und    dadurch eine Wechselspan  nung über den Kondensator     Cl    erzeugen, wel  che in bezug auf die empfangene     Signalspan-          nung    gross ist.

   Diese wird über den Kupp  lungskondensator     C,    zu der     Primärwicklung     des Transformators     T1    geleitet, wobei die In  duktanz     L2    und die Kapazität     C3    in Verbin  dung mit dem Kondensator     C2    dazu dienen,  die Abstimmung der ganzen Anordnung so  zu schärfen, dass unerwünschte Frequenzen  abgewiesen werden. Der Transformator     T,     hat ein grosses     Aufwärts-Transformierungs-          verhältnis    von der Primär- zur Sekundär  spule, und es entsteht daher eine vergrösserte  Wechselspannung im Gitterstromkreis der  Röhre 11.

   Diese Spannung bewirkt während  jeder halben Periode der     Hauptleiterspan-          nung    eine Erhöhung des Potentials zwischen  dem Gitter und einer der     Platten    in einem  solchen Ausmass, dass ein teilweiser Durch  schlag der Röhre. gefolgt von einem voll  ständigen Durchschlag, erfolgt.

        Die sich ergebende Verminderung des Wi  derstandes der Röhre gestattet während jedes       Hochfrequenzimpulses    der Kadenz den Fluss  eines starken Stromes durch die Windung 10,  und wenn die Kadenz des empfangenen Si  gnals der Periode entspricht, auf welche das       Vibrationssystem    abgestimmt ist, so wird  letzteres mit der Zeit eine genügende Bewe  gung hervorbringen, um nicht dargestellte  Kontakte zu schliessen und die gewünschte  Schaltung herbeizuführen.  



  Die     Vorrichtung    ist von einem Signal, das  nicht eine richtige Kadenz besitzt, nicht be  einflussbar, und     Sprungwellenfrequenzen     können durch die elektrische     Abstimmvor-          richtung    unschädlich gemacht werden, wenn  sie nicht Signalfrequenz besitzen, und wenn  sie mit der Signalfrequenz übereinstimmen  oder in ihrer Nähe liegen, so haben sie keine  Wirkung, da sie keine Kadenz besitzen.  



  Es ergibt sich aus der vorangehenden Be  schreibung, dass die Benützung einer     Gasent-          ladungsvorrichtung    die Erhaltung     einer     maximalen     Empfindlichkeit    ermöglicht, in  dem sie nur infolge eines Potentials, der  Gitterspannung, in Tätigkeit gebracht wird.  Ausserdem erhält die auf die Kadenz an  sprechende Vorrichtung immer den gleichen  Strom, ohne Rücksicht auf die Stärke des  empfangenen Signals, so dass sie nicht von  besonders empfindlicher     Konstruktion    zu  sein braucht, da sie immer genügend Be  triebskraft erhält.

   Anderseits kann die Gas  entladungsröhre ebenfalls als Begrenzungs  vorrichtung     betrachtet    werden, um zu ver  hindern, dass eine der     Ansprechvorrichtungen,     besonders eine solche, die in der Nähe des  Senders liegt, überlastet und möglicherweise  beschädigt oder sogar durch ein Signal oder  einen Parasiten von übermässiger Stärke  falsch betätigt wird. Die Benützung von       Gasentladungsröhren    in dieser Weise ermög  licht, auch die Filterstromkreise äusserst se  lektiv zu machen, infolge der Abwesenheit  von Dämpfung auf denselben,     und    dadurch  wird ein wirtschaftlicher und zuverlässiger  Betrieb ermöglicht.

      Die zur Verwendung gelangende Gasent  ladungsröhre wird     vorzugsweise,eine    mit Neon       gefüllte        Dreielektrodenröhre    sein, da     in    die  sem Falle keine     Drahtheizungsvorrichtung     benötigt wird. Es kann aber auch eine Gas  entladungsröhre von der Art der     Glüh-          kathodenröhren,    welche beispielsweise Queck  silberdampf benützen, verwendet werden.  



  Da die     Ansprechvorrichtungen    immer den       cr    e       iclien    Betriebsstrom erhalten, so können  die verschiedenen Kadenzen näher beieinan  der liegen als es bisher der Fall war, wenn       unmittelbar    von den Signalen     betätigte    Vor  richtungen verwendet wurden.

   Mit der be  schriebenen     Einrichtung    ist es möglich,     eine     grössere Anzahl von     selektiven        Steuerfunk-          tionen    mit einer einzigen Signalfrequenz zu  erhalten als früher, da praktisch eine gewisse  maximale     Pulsierungsgrenze    besteht, für wel  che die     Kadenzenvorrichtungen    ansprechen.  Es können, wenn erforderlich, zwei und mehr  Signalfrequenzen verwendet werden, um die  Zahl der Steuerfunktionen noch weiter zu  erhöhen. .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Selektive elektrische Steuervorrichtung zur Ausführung von Schaltbewegungen mit tels eines einem elektrischen Verteilungsnetz überlagerten Hochfrequenzstromes, der mit einer charakteristischen Kadenz unterbrochen wird, dadurch gekennzeichnet, dass jede An sprechvorrichtung eine gittergesteuerte Gas entladungsröhre aufweist, so dass, wenn der Steuerstrom das Gitter beeinflusst, ein kon stanter Strom von den Netzleitern über die andern Elektroden der Gasentladungsröhre fliesst, um einen Elektromagneten zu erregen, der ein mechanisches Vibrationssystem in Be wegung versetzt, dessen Periode einer be stimmten Kadenz entspricht,
    und welches bei Anregung mit dieser Kadenz die Schalt bewegung bewirkt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Steuervorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasent- ladungsröhre eine Dreielektroden - Neon röhre ist, die eine zwischen gleichartigen äussern Elektroden angeordnete zentrale Gitterelektrode aufweist. 2. Steuervorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass der Gitterstromkreis auf die Hochfrequenz des Steuerstromes abge stimmt ist.
    3. Steuervorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass im Gitterstromkreis ein Auf wärtstransformator angeordnet ist. 4. Steuervorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass ein Spannungsteiler über die äussern Elektroden verbunden und die Gitterelektrode in seinem Mittelpunkt an geschlossen ist.
CH211366D 1938-06-08 1939-05-13 Selektive elektrische Steuervorrichtung. CH211366A (de)

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GB130439X 1939-04-13

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