CH210576A - Textilprodukt und Verfahren zu dessen Herstellung. - Google Patents

Textilprodukt und Verfahren zu dessen Herstellung.

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CH210576A
CH210576A CH210576DA CH210576A CH 210576 A CH210576 A CH 210576A CH 210576D A CH210576D A CH 210576DA CH 210576 A CH210576 A CH 210576A
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Naamlooze Vennootsch Octrooien
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Description


  Textilprodukt und Verfahren zu dessen Herstellung.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Tex  tilprodukt, welches dadurch gekennzeichnet  ist, dass es aus einer Mischung von Asbest  fasern und langen feinen Glasfasern besteht.  



  Dieses Textilprodukt kann in Form von  Faserbändern, Garnen, Zwirnen, Geweben,       Gewirken,    Filzen oder dergleichen ausgeführt  werden, die     vornehmlich    zur Herstellung von  elektrischen Isolierungen, Wärmeisolierun  gen, Schallisolierungen, Dichtungen, Dich  tungsscheiben, Reibungselementen, Füllstof  fen für künstliche     Baukörper,    Platten  abstandhaltern für Akkumulatoren und ähn  lichen Gegenständen geeignet sind.  



  Asbestfasern für sich und Glasfasern für  sich besitzen gewisse Mängel, durch die sich  eine Beschränkung ihrer Anwendung auf  technischem Gebiet ergibt. Asbestfasern sind  verhältnismässig kurz und nur wenig zugfest,  so     dass    sich starke     Garne    oder Gewebe aus  ihnen nicht herstellen lassen. Deshalb hat  man     bisher    organische Fasern, wie beispiels-    weise Baumwolle, oder auch feine Metall  drähte mit den Asbestfasern zusammen ver  arbeitet, wobei die organischen Fasern und  die Drähte dazu     dienen,    den hergestellten       Garnen    den     nötigen    Halt und die nötige Zug  festigkeit zu verleihen.

   Die     organischen.    Fa  sern verringern aber die Widerstandsfähig  keit gegen Hitze und Chemikalien, während  Metalldrähte jene Produkte für elektrische  Isolierungen unbrauchbar machen und auch  zufolge schwieriger Herstellungsverfahren  und mangelnder Biegsamkeit derartiger Pro  dukte andern Produkten ohne Drähte unter  legen sind. Glasfasern allein leiden bis zu  einem gewissen Grade noch     darunter,        @dass     sie nicht die gewünschte Dehnbarkeit und  Knitterfestigkeit besitzen.  



  Durch die, gemeinsame     Verwendung    von  Asbestfasern und Glasfasern gemäss der Er  findung     lassen    sich     nun    Produkte herstellen,  die sehr biegsam, weich, stark, flammen  sicher, hitzebeständig,     fäulnisbeständig    und      widerstandsfähig gegen chemische Angriffe  sind.  



  In einem solchen Produkt sorgen die lan  gen feinen Glasfasern, die mit den Asbest  fasern ineinander greifen, gedreht oder ge  zwirnt sind, für die nötige Zug- und Druck  festigkeit, so     @dass    die Produkte allen üblichen  Behandlungen unterworfen werden können.  Die Asbestfasern geben dem Produkt Weich  heit, Biegsamkeit und Nachgiebigkeit. Sie  bilden eine elastische Lagerung für die Glas  fasern, durch welche die auftretenden Be  anspruchungen in dem Produkt. verteilt wer  den. Die weichen Asbestfasern verringern  auch die gegenseitige Reibung der Glasfasern  und verhüten dadurch gegenseitige     Abnutzung     und Bruch der Fasern.

   In einem Produkt aus  Asbest- und Glasfasern liegen naturgemäss die  Glasfasern auch nicht mehr geradlinig     ge-          streckt,    sondern sie liegen in Schrauben-, Wel  len- oder ähnlichen Linien, wodurch sich für  das Produkt als solches eine erhöhte Dehnbar  keit und Biegsamkeit ergibt. Die vorstehen  den Enden der kurzen Asbestfasern ermögli  chen auch ein inniges     Ineinandergreifen    und  Filzen mit den Glasfasern.  



  Nachstehend werden beispielsweise einige  Produkte gemäss der Erfindung sowie Ver  fahren und Vorrichtungen zu ihrer Herstel  lung unter Bezugnahme auf die anliegende  Zeichnung     beschrieben.     



  In der Zeichnung zeigen:       Fig.    1 eine     schematischeDarstellung    einer  Vorrichtung zur Herstellung eines Garnes  aus Glas- und Asbestfasern,       Fig.    2 eine Draufsicht eines Teils dieser  Vorrichtung,       Fig.    3 eine schematische Darstellung einer  andern Ausführungsform einer Vorrichtung  zur Herstellung von Garn aus Glas- und  Asbestfasern,       Fig.4    eine weitere Ausführungsform  einer solchen Vorrichtung,       Fig.5,    6, 7, 8 und 9 Ansichten von  Teilen von Garnen oder Geweben gemäss der  Erfindung.  



  Je nach den herzustellenden     Produkten     können kurz- oder langfaserige Asbeste be-    nutzt werden. Auch können     verschiedene     Arten von Glasfasern     Verwendung    finden.  Sie können verschiedene Durchmesser und  Länge haben. Zweckmässig besitzen sie einen  Durchmesser von weniger als etwa 0,00075 cm,       und    zwar kann dieser bis zu 0,00025 cm  oder noch tiefer heruntergehen. Die Länge  der Glasfasern liegt zweckmässig     über    3 ein  und kann auch viele Meter betragen oder  praktisch endlos sein.  



  Zur Herstellung von Garnen können die       Ashestfasern    und die Glasfasern gemischt  auf eine     Krempelmaschine    gebracht werden,  auf welcher ein Vermengen, Richten und  Kämmen der Fasern erfolgt. Aus dem ent  stehenden     Krempelband    lassen sich dann  Garne durch Verspinnen herstellen, wobei  die Glasfasern den Garnen die     gewünschte     Starke und Zugfestigkeit verleihen, während  sie durch die Asbestfasern die erforderliche  Biegsamkeit, Weichheit und Geschmeidigkeit  erhalten.

      Den Garnen können geeignete Binde- und  Schlichtmittel, wie     Stärke,    Asphalt, Wachs,  Latex, Gummi, Gelatine, 0:1, Kunstharz,  Lacke, Stearin, Teer, Seife, Casein,     Zellulose-          derivate    oder dergleichen,     zugesetzt    werden.  Die Garne können zu ein- oder mehrschich  tigen Geweben verarbeitet und aus ihnen die  eingangs erwähnten Gegenstände hergestellt        erden.     



  Die Herstellung der Garne     '1ä        sst    sich bei  spielsweise auch in der Weise durchführen,  dass zunächst in bekannter Weise ein Faden  aus möglichst langen,     beispielsweise    endlosen  Glasfasern erzeugt und dieser mit einem ge  eigneten Binde- oder Klebmittel überzogen  wird und ihm dann, zum Beispiel auf einem  endlosen Förderband, die Asbestfasern in der  Weise zugeführt werden, dass diese sich um  den Glasfaden gegen. Um einen innigen Zu  sammenhang der Asbest- und Glasfasern zu  erlangen, kann dem Glasfaden, während ihm  die Asbestfasern zugeführt werden, eine  Drehung erteilt werden.

   Ein in dieser Weise       hergestelltes    Garn ist durch die     Fig.    8 ver  anschaulicht, in welcher 11 den Faden aus      Glasfasern und 12 die Hülle     aus    Asbest  fasern bezeichnet.  



  An Stelle des Fadens 11 kann man auch  ein Faserband benutzen, welches aus Glas  fasern     besteht,    die mehr oder weniger     inein-          andergreifen    und vornehmlich, jedoch nur  unvollständig, parallel zueinander liegen.  Ein solches Faserband kann wiederum mit  einem Klebstoff überzogen und dann die       Asbestfasern        demselben    zugeführt werden.  



  Wie in     Fig.    9 veranschaulicht,     können    die  Garne auch in der Weise hergestellt werden,  dass Streifen 13 aus Asbestpapier oder -filz  mit Fäden 14 aus langen     feinen    Glasfasern       verzwirnt    werden: Beider Herstellung eines  solchen Garnes ist es zweckmässig, die Glas  fasern einer Streckung zu unterwerfen, so       da.ss    sie sich besser in die     Asbestfasern    ein  betten und die letzteren hauptsächlich die  Aussenseite des     Garnes    bilden.  



  Die Garne können auch die in     Fig.    6 ge  zeigte Ausführung besitzen, gemäss welcher  Asbestgarne oder     -vorgarne    40 mit nur aus       Glasfasern    bestehenden Fäden 41 zusammen  gedreht sind.     Asbestgarne    bestehen in der  Regel nicht     laus    reinen     Asbestfasern,    ins  besondere wenn es     )sieh    um kurzfaserigen  Asbest handelt. Mit dem Asbest ist vielmehr  zur Erzielung der nötigen Stärke bei der  Herstellung ein gewisser     Prozentsatz    von  organischen     Fasern,    wie Baumwolle, Wolle,  Hanf, Jute oder dergleichen, gemischt.

   Wer  den gemäss der Erfindung     Garne    aus einer  solchen Asbestmischung in     Verbindung    mit       Glasfasern    hergestellt, so ist es ohne grosse  Bedeutung, wenn beim späteren Gebrauch  der betreffenden     Garne    oder der aus ihnen  hergestellten Gewebe oder Gewirke die or  ganischen     Fasern    durch Hitze oder Säure  zerstört werden, weil das Glas unversehrt  bleibt und somit die Stärke und Widerstands  fähigkeit der     Garne,    Gewebe usw. erhält.  



  Eine besonders geeignete Art der Her  stellung von     Garnen    aus Asbestfasern und  Glasfasern ist durch die     Fig.    1 veranschau  licht. In dieser Figur bezeichnet 15 eine Vor  richtung, durch welche Glasfasern aus einer  geschmolzenen Masse durch Ausziehen mit-         tels    Gasströmen erzeugt werden. Eine solche  Vorrichtung ist beispielsweise in der schwei  zerischen Patentschrift Nr. 176295 beschrie  ben. Unterhalb der Vorrichtung 15 ist eine  durchlässige, sich bewegende Unterlage 17  vorgesehen, die     in    dem gezeigten     Ausfüh-          rungsbeispie!l    den Umfang einer auf einer  Welle 19 sich drehenden Trommel 18 bildet.

    Innerhalb der Trommel ist unter dem     obern     Teil der Unterlage 17 eine Saugkammer 20  gebildet, welche an eine Saugleitung 22 an  geschlossen ist. Der hierdurch erzeugte Saug  zug zieht die von der Vorrichtung 15 kom  menden     Glasfasern    21 nach unten und be  wirkt, dass die Fasern .sich auf der Unterlage  17 in Form eines     Flores        ablegen    und auf ihr  mit einer gewissen Kraft gehalten werden.  Von der Unterlage 17 wird der Flor 30 als  Faserband oder     Garn    23 durch einen     Füh-          rungstrichter    25 hindurch abgezogen und  dann einer Wickelspule 26 zugeführt.

   Ist  eine     Richtungsänderung    in     jder    Bewegung des       entstehenden.    Garnes 23     erforderlich,    so kann  hierzu eine     Nutenrolle    27 Verwendung fin  den. Vor der Wickelspule 26 ist zweckmässig  eine hin- und hergehende Führungsöse 28  vorgesehen, durch welche das     Garn        beire     Aufwickeln auf die Spule 26 zu einem gleich  mässigen Wickel auf dieser verteilt wird.  



  Unterhalb der Stelle, an welcher :der Flor  30 zu einem Faserband gezogen wird, läuft  ein     Förderriemen    31, der beispielsweise als  Abnehmer von einer     Asbestkrempel    kommt  und     Asbestfasern    33 zuführt, die in der  Längsrichtung des Riemens 31 mehr oder  weniger parallel angeordnet     bezw.    gekämmt  liegen, und auf     diese    Weise derart in (die  Glasfasern des Bandes 30 eingebracht wer  den,     .dass    :sie sich mit diesem vermischen und  vereinigen.

   Bei dieser Ausführung besitzen  die     Glasfasern    vor dem Einbringen der       Asbestfasern    reichlich     Zwischenräume,    in  welche die     Asbestfasern    sich leicht hinein  legen können. Beim ziehen des     Flores    zum  Band oder Garn 23 ziehen die     Glasfasern     sich zusammen, so dass sie die     Asbestfasern     fest     zwischen    sich halten und diese sich mit  ,den Glasfasern verschlingen.

        An geeigneter Stelle,     beispielsweise    ober  halb des     Flores    30, kann eine Sprühvorrich  tung 35 zum Aufbringen eines geeigneten  Binde- oder Klebmittels auf die Fasern vor  gesehen sein.  



  Das aus Asbest- und Glasfasern herge  stellte Garn kann gegebenenfalls auch Streck  behandlungen     unterworfen    werden. Eine  Mehrzahl von gestreckten oder nicht     gestreck-          ten    Garnen können zu einem Zwirn, wie in       Fig.    5 gezeigt, zusammengedreht werden.  



  Die Vorrichtung nach     Fig.3    unterschei  det sich im wesentlichen von der nach     Fig.    1  dadurch,     @dass    die Asbestfasern in die Glas  fasern eingebracht werden, während diese  als Flor auf der Unterlage liegen, also bevor  sie zu einem Faserband gezogen werden. In  der     Fig.3    bezeichnet 45 den Apparat zum  Erzeugen der Glasfasern mit einem Gebläse  47, durch welches die. Fasern 46 ausgezogen  werden. Der aus dem Gebläse 47 kommende  Gasstrom führt die Fasern nach unten und       lest    sie in Form eines Flors auf einem sieb  artigen     Förderband    48 ab.

   Dabei geht der  Gasstrom durch das Förderband 48 hindurch  in eine Saugkammer 49, in welcher durch  einen Saugventilator B ein gewisser Unter  druck erzeugt wird. Dieser Unterdruck unter  stützt das Ablesen und Halten der Fasern  auf dem Förderband 48. Auf den Flor 50  wird mittels einer geeigneten Vorrichtung 51  ein Binde- oder Klebmittel aufgesprüht. Die  ses     Aufbringen    des Binde- oder Klebmittels  kann auch während der Erzeugung der Fa  sern oder während des Abziehens des     Faser-          ba.ndes    aus dem Flor erfolgen.  



  Oberhalb des Förderbandes 48 ist ein  Speisetrichter 55 vorgesehen, durch den  Asbestfasern 54 zugeführt werden, die sich in  einer Schicht auf dem Flor 50 ablegen, wobei  sie sieh schon teilweise mit den Glasfasern  des Flors verschlingen. Die Speisevorrichtung  für die Asbestfasern kann von irgendeiner  geeigneten Art sein. Gemäss der Zeichnung  gelangen die Asbestfasern aus dem Trichter  55 auf ein umlaufendes Förderband 53 und  von diesem in einen Führungsschacht. 56, aus  dem     dieAsbestfasern    auf     denGlasfaserflor50       fallen.

   Der mit den Asbestfasern überdeckte       Glasfaserflor    50 wird von dem Förderband  48 ab- und durch einen Führungstrichter 57  hindurch zu einem Faserband zusammen  gezogen, 'in welchem sich die zugesetzten  Asbestfasern innig mit den Glasfasern ver  binden und verschlingen. Von dem Führungs  trichter 57 aus geht das Band über eine       Nutenrolle    58 mit etwa V-förmigem Nuten  querschnitt. In der Nute der letzteren wird  das Faserband noch stärker     zusammengefasst     und zu einem starken Garn 59 verdichtet.  Das Garn 59 geht durch eine Führungsöse 60  und wird auf einer Spule 61 zu einem     Wik-          kel    aufgewunden. Das entstehende Garn  kann den üblichen Textilbehandlungen unter  worfen werden.

   Es     '.lässt    sich zu mehr oder  weniger stark gedrehten Garnen, Zwirnen  und Geweben verarbeiten.  



  Bei der Ausführung nach     Fig.4    wird  ähnlich wie bei den bereits beschriebenen  Vorrichtungen wiederum ein     Flor    65 von  Glasfasern auf einer durchlässigen Unterlage  63     gebildet.    Dieser wird durch einen Füh  rungstrichter 66 hindurch als Faserband ab  gezogen und einer Faltvorrichtung zugeführt,  die beispielsweise aus einer     diaboloähnlichen     Rolle 67 besteht, deren Nute einen     V-förmi-          gen    Querschnitt besitzt.

   An der     Eintrittseite     der Nute der Rolle 67 ist ein Leitstück 68  vorgesehen, unter welches hindurch ein  Asbestgarn oder     -vorgarn    69 in die Rollennut  und damit in die offene Falte des Faserban  des eingeführt wird. In halbgefalteter     Form     gelangt das Faserband mit dem Asbestgarn  unter eine Führung 72 von bogenförmigem       Querschnitt,    durch welche die aufstehenden  Flanken des gefalteten Faserbandes zusam  mengebracht und vollständig um das Asbest  garn herumgelegt werden. Die Zuführung  des Asbestgarnes 69 kann von einem auf  einer Welle 71 befindlichen Wickel 70 er  folgen.  



  Die     Faltvorrichtung    hat den doppelten  Zweck, das mehr oder weniger flache Faser  band zu einem runden festeren Querschnitt  zu verdichten und gleichzeitig das Asbest  garn oder     -vorgarn    als gern in das Faser-      band einzubetten. Auch dieses     Garn    besitzt  die oben beschriebenen     Eigenschaften    und  kann zu den angegebenen Zwecken Verwen  dung finden.  



  Alle erfindungsgemässen Garne können  zu Geweben, wie ein solches beispielsweise  in     Fig.    7 dargestellt ist, verarbeitet     werden.     In diesem Gewebe können -die     Kettfäden    73  und die     Schussfäden    74 aus Garnen gleicher  Art. und Beschaffenheit bestehen. Die Fäden  können aber     auch,die    verschiedenen Ausfüh  rungen besitzen, die vorstehend beschrieben  worden sind. Das Gewebe kann auch der Art  sein, dass die Kettenfäden 73 ganz aus Asbest  und die     Schussfäden    74 ganz aus Glasfasern  bestehen, oder umgekehrt, oder es können in  Kette und Schuss beliebige Kombinationen  von Fäden aus beiden Faserarten vorhanden  sein.  



  Ausser Asbestfasern und Glasfasern :lassen  sich     natürlich    auch andere anorganische Fa  sern mit gleichen oder gleichartigen Eigen  schaften im Sinne der Erfindung miteinan  der verarbeiten.  



  Der Patentschutz soll sich nicht auf das  Versetzen der Fäden, Garne oder Gewebe mit  Schlichte- oder Bindemitteln erstrecken.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Textilprodukt, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer Mischung von Asbest fasern und langen feinen Glasfasern be steht. II. Verfahren zur Herstellung eines Textil- pro,duktes gemäss dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein lockerer Flor von langen feinen Glasfasern ge bildet, eine Menge von Asbestfasern mit diesem Flor zusammengebracht und aus der Mischung beider Fasern durch Zie hen ein Faserband erzeugt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Textilprodukt nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Glas fasern vornehmlich, jedoch unvollkom men parallel liegen und über- sowie in einandergreifen. L. \Textilprodukt nach dem Patentanspruch I und dem Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dassdasselbe aus einem Faserband besteht, in welchem die Asbestfasern zwischen den langen Glas fasern verteilt liegen. 3.
    Textilprodukt nach dem Patentanspruch I und dem Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass dasselbe aus einem Garn besteht, in welchem die Asbest- und Glasfasern zu einem starken Faden ge dreht sind. 4. Textilprodukt nach dem Patentanspruch I und dem Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass dasselbe aus einem Garn besteht, in welchem ein Faden aus langen feinen Glasfasern von einer Schicht ineinandergreifender Asbestfa sern umgeben ist.
    5. Textilprodukt nach dem Patentanspruch 1 und dem Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dassdasselbe aus einem Garn besteht, welches einen Kern von Asbestfasern (Asbestgarn) besitzt, der vollständig von einem Band vornehmlich, jedoch unvollkommen parallel liegender und ineinandergreifender langer, feiner Glasfasern umhülllt ist.
    6. Textilprodukt nach dem Patentanspruch I und dem Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass dasselbe aus einem Zwirn besteht, in welchem Asbestvor- garn und Fäden aus langen feinen Glas fasern miteinander verzwirnt ,sind. 7. Textilprodukt nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass es aus einem Zwirn besteht, in welchem ein Streifen Asbest papier und ein Faden aus langen feinen Glasfasern miteinander verzwirnt sind. B.
    Textilprodukt nach dem Patentanspruch I und dem Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, @dass es aus einem Gewebe besteht, dessen Fäden aus Asbestfasern und langen feinen Glasfasern bestehen. 9. Textilprodukt nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die in ihm verwendeten Glasfasern einen Durch- messer von nicht mehr als etwa 0,00075 cm besitzen. 10. Verfahren nach dem Patentanspruch Il. dadurch gekennzeichnet, dass der lockere Flor von langen feinen Glasfasern fort bewegt und ausgezogen wird und wäh renddessen die Asbestfasern verteilt in den Flor eingebracht werden. 11.
    Verfahren nach dem Patentanspruch IL dadurch gekennzeichnet, dass das erzeugte Band aus Glas- und Asbestfasern zur Bildung eines festen Garnes gedreht. wird. 12. Verfahren nach dem Patentanspruch Ir und,den Unteransprüchen 11 und 12, da durch gekennzeichnet, dass das Ein bringen der Asbestfasern in den Glas- fa.serflor in der Weise erfolgt, dass die Asbestfasern sich mit den Glasfasern verschlingen. 13.
    Verfahren nach dem Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass ein aus einem Flor von Glasfasern gezogenes Band einem sich fortbewegenden Asbest garn zugeführt, mit diesem weiterbewegt und währenddessen zu einer Hülle um das Asbestgarn herumgefaltet wird. 14. Verfahren nach dem Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildung des Glasfaserflores erfolgt, indem ein die Fasern mit sich führender Gasstrom die Fasern auf einer sich fortbewegenden gasdurchlässigen Unterlage zur Ablage bringt.
CH210576D 1937-05-22 1938-05-20 Textilprodukt und Verfahren zu dessen Herstellung. CH210576A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE958707C (de) * 1952-12-23 1957-02-21 Niedersaechsische Treibriemenw Fallhammer-Riemen, der aus mehreren miteinander durch eine Bindekette verbundenen Gewebelagen besteht

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE958707C (de) * 1952-12-23 1957-02-21 Niedersaechsische Treibriemenw Fallhammer-Riemen, der aus mehreren miteinander durch eine Bindekette verbundenen Gewebelagen besteht

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