CH209986A - Richtantenne. - Google Patents

Richtantenne.

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CH209986A
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CH
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polarized waves
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Inventor
Aktiengesellschaft C Lorenz
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Lorenz C Ag
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  Richtantenne.    Es sind Richtantennen bekannt, welche  aus Einzelantennen aufgebaut sind, die zur  Beseitigung von     Peilfehlern    nur die vertikal  polarisierten Wellen aufnehmen     bezw.    aus  strahlen. Zur Unterdrückung der horizon  talen Komponente dienen eine Reihe von  Massnahmen, die teils     in    der Ausbildung der  Einzelantennen selbst, teils in der     Anwendung     von Abschirmungen bestehen. Die bekann  teste Antenne dieser Art ist die sogenannte       Adcockantenne,    die aus vier senkrechten, in  den Ecken eines Quadrates stehenden Einzel  antennen besteht, welche kreuzweise mitein  ander verbunden sind.

   Die Wirkungsweise  dieser Antennensysteme beruht darauf, dass  eine Vertikalantenne nur vertikal polari  sierte Wellen empfangen     bezw.    ausstrahlen  kann, während sie auf horizontal polarisierte  Wellen nicht anspricht. Um zu verhindern,  dass die horizontalen Verbindungsleitungen       zwischen    den Vertikalantennen eine empfan  gende     bezw.    strahlende Wirkung besitzen,  wodurch sich eine starke horizontale Kom-         ponente    ergeben würde,

   werden diese Ver  bindungsleitungen bei den     bekannten    Anord  nungen mit     einer    Abschirmung versehen       bezw.    zur Verstärkung der     Abschirmwir-          kung    in die Erde vergraben.  



  Die geschilderten Antennenanlagen arbei  ten, sofern sie sorgfältig aufgebaut     sind,        ein-          wandfrei.    Es hat sich jedoch gezeigt, dass  in gewissen Fällen das     gewünschte    Ergeb  nis nicht erreicht wird. Dies ist, wie Unter  suchungen ergeben haben, auf folgende  Gründe zurückzuführen.  



  Eine vertikale Antenne besitzt nur     dann     die Eigenschaft,     ausschliesslich    vertikal po  larisierte Wellen aufzunehmen,     wenn    sie frei  im Raum angeordnet ist. Wird sie jedoch  auf den Erdboden aufgestellt, so zeigt sich,  dass sie nicht nur ausschliesslich auf die ver  tikale Komponente anspricht, sondern auch  für horizontal polarisierte Wellen empfind  lich ist. Dieser     Störeinfluss    ist darauf zurück  zuführen, dass die elektrischen Konstanten  des Erdbodens nicht nach allen Seiten gleich-      mässig sind.

   Jede Ungleichmässigkeit in der  Leitfähigkeit des Erdbodens bewirkt, dass die  elektrischen Feldlinien teilweise gegen die  Erdfläche geneigt sind, so dass sich ein un  symmetrisches     Feldlinienbild    ergibt. Eine  Vertikalantenne verhält sich. deshalb     -auf    un  gleichem Boden elektrisch so, als ob sie im  freien Raum     bezw.    auf idealem Boden schief  stünde.  



  Zum Ausgleich dieser Fehler wird der  Erfindung gemäss vorgeschlagen, das Anten  nensystem nicht direkt auf dem in der Regel       inhomogenen    Erdboden aufzustellen, son  dern auf einem ebenen, aus homogenem lei  tendem Material grosser Masse gebildeten  Grund aufzubauen, in den ausserdem die  horizontalen Verbindungsleitungen eingebet  tet sind.  



  Die erfindungsgemässe Massnahme bedeu  tet, dass man sich eine künstliche, aus homo  genem Material bestehende Erde schafft, die  demzufolge keine Ungleichmässigkeiten ent  hält. Die elektrischen Feldlinien stehen auf  der künstlichen Erde vollkommen senkrecht  und das     Feldlinienbild    ist symmetrisch. Eine  darauf aufgestellte Vertikalantenne wirkt  ebenso, als ob sie im freien Raum stünde.  Ein derartiges Antennensystem kann also nur  vertikal polarisierte Wellen aufnehmen. wäh  rend die Horizontalkomponente völlig unter  drückt ist. Durch die Einbettung der Ver  bindungsleitungen in diese homogene Erde er  reicht man den zusätzlichen Vorteil, dass die  Abschirmung derselben ebenfalls eine voll  kommene ist und auch diese nicht mehr  strahlen und empfangen können.  



  Es sei darauf hingewiesen, dass man be  reits Drahtnetze oder dergleichen als     Erd-          gebilde    verwendet hat. Diese haben sich je  doch in der Praxis als nicht homogen er  wiesen, da sie durch Oxydationsvorgänge  wechselnde Leitfähigkeit besitzen. Ausser  dem besitzen sie keine grosse Masse, sondern  werden unter Umständen durch die Sende  schwingung zum Mitschwingen angeregt.  



  Besonders günstig wird die neue Anten  nenanordnung, wenn man diese über einem  Behälter mit einer leitenden Flüssigkeit an-    ordnet. Es genügt zum Beispiel bereits ein  grosser     M'asserbehälter,    in dem zur weiteren  Verbesserung der Wirkung Salze aufgelöst  werden, die die Leitfähigkeit des Wassers  erhöhen. Da angenommen werden kann, dass  die Flüssigkeit vollkommen homogen ist,  wirkt der Wasserspiegel als vollkommen  ebene Erde, die keinerlei Feldverzerrungen  bewirken kann.  



  Die Erfindung ist.     prinzipmässig    an Hand  von Abbildungen näher erläutert, und zwar  ist in     Abb.    1 ein Querschnitt einer beispiels  weisen Ausführungsform der neuen     Anten-          iienanordnung    dargestellt und     in    der     Abb.    2  der Grundriss desselben Systems.  



  Auf dem Gelände, auf dem das Anten  nensystem aufgestellt werden soll, wird der  Behälter 1 ausgehoben, der mit einem     homo-          .;enen    leitenden Material A ausgefüllt wird.       Auf    dieser künstlich aufgebauten Erde wer  den die Vertikalantennen 2, 2"     bezw.    3, 3'  aufgestellt. die durch die künstliche Erde  lediglich vertikal polarisierte Wellen aufzu  nehmen     bezw.    abzustrahlen imstande     sind.     Die horizontalen     Verbindungsleitungen    4       bezw.    4' sind in der Abschirmung 5     bezw.    5'  innerhalb der künstlichen Erde verlegt.

   Die  Empfangs-     bezw.    Sendestation ist. mit 6 be  zeichnet, deren Ausbildung jedoch für das  Wesen der Erfindung ohne Bedeutung ist,  so dass hierüber nichts Näheres ausgesagt zu   erden braucht. Am einfachsten wird die  Anordnung, wenn der Behälter 1 mit Was  ser oder einer andern     leitenden    Flüssigkeit  angefüllt wird.  



  Man kann die     Anordnung    in vereinfachter  Weise auch so aufbauen, dass man dem Erd  boden unterhalb des Antennensystems künst  lich eine gleichmässige Leitfähigkeit gibt.  Dies kann zum Beispiel dadurch geschehen,  dass man den Erdboden fortwährend mit einer  Flüssigkeit, z. B. Wasser. tränkt. Man be  nutzt hierzu zum Beispiel ein Rohrsystem,  das unterhalb der Antenne verlegt wird und  das dem Erdreich die Flüssigkeit in gleich  mässiger     Verteilung    zuführt. Besonders ge  eignet sind für diesen Zweck die zur Ent  wässerung bekannten Drainagerohre.      Die Erfindung ist bei allen bekannten  Antennensystemen für Sende- und Empfangs  zwecke anwendbar, die lediglich vertikal  polarisierte Wellen aufnehmen     bezw.    aus  senden sollen.

   In bezug auf die Wellenlänge  bestehen keine Beschränkungen. Es sind  lediglich die Ausmasse des Erdgebildes je  weils der verwendeten Wellenlänge anzupas  sen. Besonders vorteilhaft ist die Erfindung  bei Kurzwellen- und Ultrakurzwellensyste  men, da die Dimensionen der künstlichen  Erde hier klein bleiben können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Richtantenne, bestehend aus Einzelanten nen, welche nur vertikal polarisierte Wellen aufnehmen bezw. ausstrahlen, dadurch ge kennzeichnet, dass das Antennensystem auf einem ebenen, aus homogenem leitendem Ma- terial grosser Masse gebildeten Grund auf gebaut ist, in den ausserdem die horizontalen Verbindungsleitungen eingebettet sind. UNTERANSPRÜCHE: 1.. Richtantenne nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Antennen system auf einem Behälter mit einer lei tenden Flüssigkeit aufgebaut ist, in der die horizontalen Verbindungsleitungen lie gen. 2.
    Richtantenne nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorge sehen sind, um das Erdreich, auf dem das Antennensystem aufgebaut ist, mit einer leitenden Flässigkeit gleichmässig zu trän ken.
CH209986D 1937-12-20 1938-12-16 Richtantenne. CH209986A (de)

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CH209986D CH209986A (de) 1937-12-20 1938-12-16 Richtantenne.

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