CH205338A - Stromrichter für Starkstrom mit mechanisch bewegten Kontakten. - Google Patents

Stromrichter für Starkstrom mit mechanisch bewegten Kontakten.

Info

Publication number
CH205338A
CH205338A CH205338DA CH205338A CH 205338 A CH205338 A CH 205338A CH 205338D A CH205338D A CH 205338DA CH 205338 A CH205338 A CH 205338A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
contacts
auxiliary
converter according
current
auxiliary ignition
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hermes Patentverwertun Haftung
Original Assignee
Hermes Patentverwertungs Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hermes Patentverwertungs Gmbh filed Critical Hermes Patentverwertungs Gmbh
Publication of CH205338A publication Critical patent/CH205338A/de

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02MAPPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
    • H02M1/00Details of apparatus for conversion
    • H02M1/20Contact mechanisms of dynamic converters

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)

Description


  Stromrichter für Starkstrom mit mechanisch     bewegten    Kontakten.    Es sind bereits viele     Einrichtungen    be  schrieben, die den Zweck verfolgen, Wechsel  strom mit     Hilfe    von mechanisch bewegten  Kontakten in Gleichstrom umzuformen oder  umgekehrt, und Hilfsmittel,     beispielsweise     sich sättigende     Drosselspulen,    vorgesehen, die  in Reihe mit den Kontakten liegen und dazu  dienen sollten, die Ausbildung von Schalt  feuer zu verhindern. Die genannten Einrich  tungen haben sich jedoch praktisch nicht be  währt, weil die vollständige Unterdrückung  des Schaltfeuers mit den bekannten Mitteln  nicht gelungen ist.

   Bildet sich     nun    aber bei  derartigen Umformern im Normalbetrieb  beim Schalten jedesmal     ein        Fünkchen    aus,  und sei es noch so winzig, so wird der Ab  brand der Kontaktstücke infolge der sehr  hohen Schalthäufigkeit schon nach verhält  nismässig kurzer Betriebszeit so gross, dass  der Umformer nicht mehr einwandfrei ar  beitet.  



  Erst in-letzter Zeit ist eine Einrichtung       vorgeschlagen    worden, mit der es gelingt, das    Schaltfeuer an den mechanischen Kontakten  beim Ausschalten vollständig zu     unterdrük-          ken,        und    die es infolgedessen gestattet, einen  mit mechanischen     Kontakten    ausgerüsteten  Stromrichter, wie Versuche gezeigt haben,  mehrere Monate lang im Betrieb zu halten,

         ohne    dass wesentliche     Abbranderscheinungen     an den     Kontakten        auftraten.    Bei     der    vorge  schlagenen     Anordnung    sind mit den Kon  takten Schaltdrosseln in Reihe geschaltet.  Diese sind Drosselspulen mit einem Eisen  kern, der aus     einer    hochwertigen Eisensorte  von grosser     Permeabilität    besteht, und dessen       Magnetisierungskurve    einen scharfen     Sätti-          gungsknick    aufweist.

   Wicklung und Kern  querschnitt     sind    derart bemessen, dass der  Kern     nur    bei sehr     kleinen    Strömen in der  Nähe des Nulldurchganges des ihn durch  fliessenden     Wechselstromes        ungesättigt    ist.     Die          Sättigung    tritt im Verlaufe der     Wechsel-          stromperiode        bereits        beim          eines     geringen Bruchteils des Nennstromes sprung  haft     ein,    beispielsweise je nach den übrigen      Bedingungen unterhalb des 10. oder des 100.

    oder eines noch kleineren Teils des Nenn  stromes. Durch die Schaltdrossel wird die  Kurve des     -\Veehselstromes    derart verzerrt,  dass in der Nähe des     Stromnulldurchganges          jedesmal    eine stromschwache Pause eintritt,  während welcher der Strom praktisch den  Wert Null hat, und die wenigstens so lang  ist,     da.ss    für die Trennbewegung der Kon  takte eine ausreichende Zeit zur Verfügung  steht, um die Kontakte in eine solche Ent  fernung voneinander zu bringen, dass sie von  der wiederkehrenden Spannung nicht mehr  durchschlagen werden kann.

   Ist die Betriebs  spannung an sich hoch, beträgt sie zum Bei  spiel mehr als 10 V, so werden weitere Mit  tel angewandt, um bei Beginn der Kontakt  trennbewegung die an der Trennstrecke ent  stehende Spannung zunächst auf einem ge  ringen Wert von wenigen Volt zu halten und  ihren Anstieg erst zuzulassen, nachdem die  Kontakte sich soweit voneinander     entfernt     haben, dass keine     Rücl@zündung    mehr mög  lich ist.

   Zu diesem     Zweeh    wird zu jeder Un  terbrechungsstrecke ein Nebenpfad parallel  geschaltet, der vorzugsweise     kapazitive    Wi  derstände enthält. Über den Nebenpfad wird  beim Ausschalten der Kontakte mindestens  ein Teil des Stromes aufrechterhalten, so     da.ss     in dem Augenblick, wo sich die Kontakte  öffnen, nur eine verschwindend kleine Rest  spannung an ihnen auftritt.

   Der übrige Teil  der wiederkehrenden Spannung liegt unter  dessen an den mit der Unterbrechungsstrecke  in Reihe geschalteten Impedanzen, insbeson  dere an der Schaltdrossel, die sich in diesem  Augenblick gerade in ungesättigtem Zustand  befindet und infolgedessen einen sehr hohen  induktiven Widerstand besitzt, demgegen  über der     Widerstandswert    des Nebenpfades  nur einen geringen Bruchteil darstellt. Mit  dieser Anordnung gelingt es, wie erwähnt,  das Schaltfeuer beim     Ausschalten    vollständig  zu unterdrücken.  



       i1Zit    der vorliegenden Erfindung wird nun  die genannte Einrichtung so verbessert, dass  sie in einem Unterbrecher für hohe Betriebs  spannungen bis zu mehreren 1000 V verwen-         det    werden kann, so dass damit bei Verwen  dung mehrerer     L:        nterbrecher    Stromrichter ge  baut werden können, mit denen auch die  höchsten derzeit gebräuchlichen Spannungen  bis zu mehreren     10O        k-'    beherrscht     werden.     



  Überschreitet die Spannung an zwei     me-          cha        nisch    bewegten Kontakten eine bestimmte  Höhe, die von den äussern Umständen, ins  besondere von der Beschaffenheit der Kon  takte und von dem sie umgebenden     lbTedium     und dessen Zustand,     vorzugsweise    vom       Druck,    abhängig ist, so schlägt bei gegen  seitiger Annäherung der Kontakt bereits ein  Funke über, durch welchen ein Stromüber  gang hervorgerufen wird, bevor die Kontakte  vollständig miteinander in Berührung kom  men.

   Bei der grossen Schalthäufigkeit eines  Stromrichters werden durch diese Funken  ebenfalls     Abbranderscheinungen    hervorgeru  fen, so dass ein Dauerbetrieb unmöglich ist.  Zur Vermeidung dieses Nachteils sind nach  der Erfindung     Hilfszündeinrichtungen    vor  gesehen, über welche die erneute Stromüber  tragung am Schluss der Sperrzeit kurz vor  dem     Schliessungsaugenblick    der Kontakte ein  geleitet wird.

   Diese     Hilfszündeinrichtungen     brauchen nur für den Bruchteil des Nenn  stromes bemessen zu werden, der während der  stromschwachen Pause von der im     un",esätti((r-          ten    Zustand befindlichen     Schaltdrossel        durch-          ,e     <B>0'</B> lassen wird. Dadurch     unterscheidet    sich die  Erfindung     beispielsweise    von den bekannten       Vorkontakten    für     Leistungsschalter,    die unter  Umständen für kurze Zeit den gleichen  Strom zu führen haben wie die Hauptkon  takte und daher dementsprechend gross be  messen sein müssen.

   Die     Hilfszündeinrich-          tungen    nach der Erfindung dagegen sind  stets schon durch die Hauptkontakte über  brückt, bevor beim Eintritt des Sättigungs  zustandes der Schaltdrossel deren Wider  standswert     auf    einen     Bruchteil    dessen herab  sinkt, den sie im ungesättigten Zustande hat,  und damit der Anstieg des Stromes be  ginnt.  



  In den Zeichnungen sind verschiedene  Ausführungsbeispiele für die Erfindung dar  gestellt.     Fig.    1 zeigt ein einpoliges Schalt-      Schema der     Gesamtanordnung,        Fig.    2 eine be  sondere     Ausführungsform    der     Hilfszündein-          richtung,    ebenfalls schematisch,     Fig.    3 eine:

    konstruktive Einzelheit in vergrössertem  Massstab; die     Fig.    4 und 5 zeigen Kontakt  anordnungen für Stromrichter hoher und  höchster Spannungen in schematischer Dar  stellung;     Fig.    6 ist das Gesamtschaltbild  eines Stromrichters;     Fig.    7 ist ein für eine  bestimmte Gesamtanordnung eines     Strom-          riehters    geltendes     Spannungsvektordiagramm.     



  In     Fig.    1 ist 11 eine     Wechselstromquelle,     12     und    13 sind die Kontakte, deren mecha  nischer Antrieb in der Zeichnung- nicht mit  dargestellt ist. In Reihe mit den Kontakten.  liegt die Schaltdrossel 14, deren Eisenkern  15 die oben beschriebenen Eigenschaften be  sitzt. Er- ist mit einer besonderen, aus     einer     Gleichstromquelle 16 gespeisten Erregerwick  lung 17 versehen, die dazu dient, die Schalt  drossel in einen bestimmten     Vormagnetisie-          rungszustand    zu versetzen. Eine Eisendros  sel 20 verhindert das Eindringen von Wech  selstrom in den Gleichstromkreis.

   Durch     Ver=          änderung    der     Vormagnetisierung    mittels  eines regelbaren     Widerstandes    18 findet man  leicht einen passenden Wert, bei welchem  völlige     Funkenfreiheit    an den     Kontakten     herrscht. Ausserdem können damit     Strom:.     und Spannung: am Verbraucher 19 durch Än  derung der     Vormagnetisierung    geregelt wer  den.

   Um     einen    möglichst weiten Regel  bereich zu erzielen, empfiehlt es sich, die  Phasenlage der     Kontaktöffnungs-    und Schlie  ssungszeiten     verstellbar    zu machen, beispiels  weise durch Verwendung eines- Synchron  motors mit     verdrehbarem    Ständer, und diese:       Verstelleinrichtung@    mit dem Regelorgan des  Widerstandes 18 mechanisch zu kuppeln.  Damit kann eine Regelung bis zum. Nullwert  von Strom und Spannung bei völlig funken  freiem Arbeiten der Kontakte über den gan  zen     Regelbereich:    erzielt werden.  



  Parallel zu den     Hauptkontakten    12 und  13 sind zwei Nebenpfade geschaltet, deren  jeder aus einem Kondensator 21     bezw.    23  und einem     ohmschen    Widerstand 22     bezw.    24  besteht.

   Der Widerstand 24. ist verhältnis-    mässig klein ,und dient dazu, den Strom  stoss aus dem     Kondensator    2'3 beim Einschal  ten der     Hauptkontakte    12, 13 zu     begrenzen.     Der Widerstand 22 ist vergleichsweise gross  und erfüllt die Aufgabe, beim     Offnen    der       Hauptkontakte    12;

   13 das Einschwingen der       widerkehrenden    Spannung     zu    dämpfen. 25  ist die     Hilfszündeinrichtung.    Diese ist mit  dem nicht gezeichneten Antrieb so. verbun  den, dass sie jedesmal kurz vor dem     Schlie-          ssungsaugenblick    der Kontakte einen Strom  übergang einleitet und öffnet, bevor der  Hauptkontakt öffnet:

    Die     Hilfszündeinrichtung    kann aber auch  stattdessen aus einer gesteuerten oder uri  gesteuerten     Entladungsstrecke    bestehen, ins  besondere sind dafür     lIochvakuumglühventle     geeignet.- Diese brauchen nur für den von  der Schaltdrossel in     ungesättigtem    Zustand  durchgelassenen Strom bemessen. zu sein. Es       werden    daher auch für grosse Stromstärken  -von mehreren 100     Amp.    nur kleine Ventile  von der     handelsüblichen    Grösse und Bauart  benötigt.

   Die Anwendung solcher Ventile  ist wirtschaftlich besonders- lohnend für Be  triebsspannungen in der Grössenordnung von       10G        kV        und    mehr.  



       Trnterhalb    dieser Grenze liegende Span  nungen     können.    mit billigeren Mitteln durch       Anwendung    mechanischer-     Hilfselektroden     beherrscht werden, die     mittels    eines     synchron     laufenden mechanischen Antriebes einander  bis auf Bruchteile eines Millimeters genähert  werden. Auch sie brauchen     nur    für den von  der Schaltdrossel in ungesättigtem Zustand  durchgelassenen Strom bemessen zu sein.  Eine derartige     Einrichtung    ist beispielsweise  in     Fig.    3 dargestellt: Sie     besteht    aus einem.

    einfachen metallenen     Kontaktsegment    26, das  durch einen isolierenden Halter 27 an     einer          synchron        angetriebenen    Welle 28     befestigt     ist. An seiner Bahn ist das feste Kontakt  stück 29 derart angeordnet, dass die beiden       Segmente,    sich beispielsweise bis auf 0,3 mm  nähern, kurz bevor sich die dazu gehörigen  Hauptkontakte schliessen.. Die Stromübertra  gung wird dann durch einen zwischen den  Kontaktsegmenten 26 und 29 überspringen-      den Funken mit nachfolgendem kleinen  Lichtbogen eingeleitet und dadurch die Span  nung zwischen den Kontakten 12 und 18 auf  einen ungefährlichen Wert herabgesetzt.

   In  dem Augenblick, wo sich die     Hauptkontakte     schliessen, erlischt der     Lichtbogen    an der       Hilfszündeinrichtung.    Die Hauptkontakte  werden vor     Abbrand    vollständig bewahrt.  An ihnen findet daher stets eine vollkommen  einwandfreie Stromübertragung statt. An den  Hilfselektroden 26 und 29 wird zwar von  dem Lichtbogen ein geringer     Abbra,nd    her  vorgerufen.

   Dieser ist jedoch auch für eine  sehr lange Betriebsdauer ungefährlich, weil  die Stromstärke des Lichtbogens durch die in  ungesättigtem Zustand befindliche Schalt  drossel auf einen ganz geringen Wert be  grenzt ist, und weil an die Oberflächen  beschaffenheit der Kontaktsegmente 16 und  29 nicht so hohe Anforderungen gestellt wer  den wie beispielsweise an die Oberflächen  beschaffenheit der Hauptkontakte, an denen  ein hoher Strom durch unmittelbare metalli  sche     Berührung    übertragen wird. Die Hilfs  elektroden werden vorteilhaft verhältnis  mässig stark bemessen, damit eine Material  reserve für den     Abbrand    vorhanden ist. Sie  werden beispielsweise nach     Fig.    3 als Klotz  elektroden 26 und 29 aus Kupfer hergestellt.

    Der     Abbrand    verteilt sich dann auf grosse  Flächen.. Damit ist die     Betriebsfähigkeit     für lange Zeit sichergestellt, ohne     dass    die  Hilfselektroden ausgewechselt zu werden  brauchen. Für einen     Stromrichter,    der mit  Drehstrom gespeist wird, ist es zweckmässig,  die     Hilfszündeinrichtung    doppelpolig auszu  gestalten, wie es in     Fig.    2 dargestellt ist,  wobei die beiden Elektroden 26 leitend mit  einander verbunden sind, und sie für alle  drei Phasen zu verwenden, deren feste Kon  takte am Umfang der     Bewegungsbahn    in  regelmässigen Winkelabständen angeordnet  sind.

   Die zu einer Phase gehörenden festen  Kontakte U, U',     bezw.        V,        Ir'        bezw.   <I>W, W'</I>  stehen sich dabei um 180   gegenüber.  



  Um die Drehzahl der     Hilfselektrodenein-          richtung    auf einen Bruchteil herabzusetzen,  wird diese vorteilhaft als     gezahnte    Scheibe    ausgeführt und derart synchron angetrieben,       da.ss    jedesmal kurz vor dem Schliessungs  augenblick der Hauptkontakte ein Zahn der  festen Hilfselektrode     gegenübersteht.    Die  Zeit zwischen dem Augenblick, in dem die  Hilfselektroden sich einander soweit genähert  haben,     da,ss    ein Funken überspringt und dem  Augenblick, in dem die Hauptkontakte sich  berühren, darf nur einen Bruchteil der Dauer  der stromschwachen Pause ausmachen.

   An  derseits muss die     Überschlagsspannung    der  Hauptkontakte in dem Augenblick, in dem  gezündet werden soll, noch grösser sein als  die der     Hilfsschalteinrichtung.    Aus diesen  beiden Bedingungen ergeben sich die erfor  derlichen     Geschwindigkeiten    der Hauptkon  takte und der     Hilfselektrodeneinrichtung.     



  Für Spannungen in der Grössenordnung  bis 100     kV    empfiehlt es sich, jede Unter  brechungseinrichtung aus     mehreren    in Reihe       geschalteten        Abhebekontakten        mtsammen-          zusetzen,    wobei jeder     Abhebekontakt    aus  zwei     nebeneinanderliegenden    festen Kontakt  stücken und einer beweglichen     Kontakt-          briieke    besteht.

   Die an der gesamten Unter  brechungseinrichtung auftretende Spannung  wird auf die     einzelnen    hintereinander ge  schalteten     Unterbrecbungsstrecken    gleich  mässig verteilt, indem     Impedanzen,    insbeson  dere     Kondensatoren,    parallelgeschaltet wer  den, welche     gleichzeitig    die Aufgabe des  obenerwähnten     Parallelpfades    erfüllen.

   Ein  Beispiel für eine derartige Unterbrechungs  einrichtung ist in     Fig.    4     dargestellt.    Die  festen     Kontaktstiicke    sind hier mit 11.2 und  112', 212 und 212', 312 und 31<B>'</B> usw. be  zeichnet, die beweglichen Kontaktbrücken  mit 113, 213 und 313 usw. Zu jeder Trenn  strecke ist ein     Kondensator   <B>121</B>     bezw.    121',  221     bezw.    221' usw. parallel geschaltet,  denen je ein     Dämpfungswiderstand    122, 122',  222, 222' usw. vorgeschaltet ist.

   Die Kon  densatoren sind untereinander gleich, ebenso  die     Dämpfungswiderstände.    Sie brauchen alle  nur für den schwachen Strom bemessen zu  sein, der von der Schaltdrossel (entsprechend  14, 15,     Fig.    1) in ungesättigtem Zustand  durchgelassen wird, da während der Zeit,      in der die Schaltdrossel gesättigt ist, die  Hauptkontakte geschlossen sind. Die beweg  lichen Kontaktbrücken 113, 213,     313    usw.  werden gemeinsam angetrieben und besitzen  je eine     Feineinstellvorrichtung,    mit der ein  genau gleichzeitiges Öffnen und Schliessen  sämtlicher hintereinander geschalteter Unter  brechungsstrecken eingestellt werden kann.

    Die     Hilfszündeinrichtung    25 ist nur einmal  vorhanden und     überbrückt    sämtliche hinter  einander geschalteter     Unterbrechungsstrecken.     Zur     gleichmässigen    Verteilung der Spannung  können auch     ohmsche    Widerstände oder  Drosselspulen allein vorgesehen sein. Es  kann auch eine Drosselspule verwendet wer  den, welche in gleichen Abständen     Anzap-          fungen    besitzt, und von der je ein Abschnitt  einer Unterbrechungsstrecke parallelgeschal  tet ist.

   Es sind auch beliebige Kombina  tionen von     ohmschen    Widerständen, Drosseln  und Kondensatoren verwendbar, bei denen  durch geeignete Bemessung und Abstimmung  erreicht werden kann, dass die     Trennstrecken          funkenlos    geöffnet werden.

      Um den Stromrichter für noch höhere  Spannungen, beispielsweise für die höchsten  erreichbaren Spannungen von mehreren  100     kV    geeignet zu machen, werden nach       Fig.    5 jeweils mehrere     hintereinandergeschal-          teter    Unterbrechungsstrecken zu Gruppen  zusammengefasst<B>(</B>110, 210 usw.), deren jeder  eine eigene     Hilfsentzündeinrichtung    125, 225  usw. parallelgeschaltet ist, und die Kontakt  gruppen ebenso wie die     Hilfszündeinrichtun-          gen    untereinander wiederum in Reihe ge  schaltet.

   Die     Kontaktgruppen    110, 210 sind  in     Fig.    5 vereinfacht dargestellt, sie sind  sinngemäss nach     Fig.    4 zu vervollständigen.    Zwecks Erleichterung der Isolierung  kann man auch die speisenden Transformator  wicklungen der Länge nach unterteilen und  jedem Wicklungsteil eine Kontaktgruppe  nebst     Schaltdrossel    und Parallelpfad zuord  nen, welche mit ihm unmittelbar verbunden  ist. Die Gesamtschaltung besteht dann also  aus     hintereinandergeschalteten    Teilanordnun  gen, von denen jede eine Teilwicklung des    Transformators und die dazugehörige Kon  taktgruppe mit Zubehör umfasst.

   Man kann       hierbei    die Spannungsvektoren der einzelnen  Wicklungsteile jeder Phase durch Querwick  lungen, deren Spannungsvektoren eine von  einander abweichende     Richtung    haben, in der  Phase     gegeneinander    um einen geringen Win  kelbetrag verschieben.     Eine    derartige Schal  tung ist beispielsweise in     Fig.    6 dargestellt.  In dieser ist 30 die Primärwicklung eines  Speisetransformators. Die Sekundärwick  lung ist unterteilt und besteht für jede der  drei Phasen aus den Teilen 31, 32, 33 und  34.

   Die Wicklungsteile 31     und    33     sind        in     der dargestellten     Schaltung    mit je einem auf  einem andern Schenkel des Transformators       liegenden    Wicklungsteil 32 verbunden. Die  Wicklungsteile 32 sind also die obenerwähn  ten Querwicklungen. Es ergibt sich infolge  dessen für die     Speisespannung    der Unter  brechungseinrichtungen ein     Vektordiagramm     nach     Fig.    7. In diesem ist 35 der Spannungs  vektor der Wicklungen 31     bezw.    33.

   Diese  setzen sich mit den Vektoren 32'     bezw.    34'  zu den resultierenden     Spannungen    36     bezw.     37 zusammen, die gegeneinander um     einen     geringen Winkelbetrag verschoben sind. Da  durch wird die Welligkeit des Gleichstromes  herabgesetzt, der dem Stromrichter entnom  men werden kann.

   Die     Schaltung    nach     Fig.    6  wird vervollständigt durch die Schaltdrosseln  14, 15, die entsprechend     Fig.    1 mit einer       regelbaren        Vorerregung        ausgestattet    sind, die  aber der besseren Übersicht halber in     Fig.    6  weggelassen ist. -Die Kontaktgruppen nebst  Zubehör sind vereinfacht dargestellt und  sinngemäss nach     Fig.    4 zu ergänzen. Als       Hilfszündeinrichtungen    sind - bei dem in       Fig.    6 dargestellten Beispiel Hochvakuum  rohre 125'     bezw.    225' usw. dargestellt.

   Beim  Betrieb als Gleichrichter oder Wechselrichter  liegt     beispielsweise    an der     Sternverbindung     der     Hilfswicklungen    32     bezw.    34 der Plus  pol, an den ebenfalls durch eine gemeinsame  Leitung zusammengefassten äussern Enden  der     Kontakteinrichtungen    der Minuspol. Mit  Hilfe der Leitung 35 sind die beiden Teile  des Stromrichters hintereinander geschaltet.      An den Leitengen 36, 37 wird dann der  Gleichstrom abgenommen     bezw.    zugeführt.  



  Ein vorteilhafter Aufbau eines derartigen       Höchstspannungsstromriehters    ergibt sich  beispielsweise dadurch, dass die einzelnen       hintereinandergeschalteten    Kontakte und     Kon-          tal,tgruppen    über der sie gemeinsam antrei  benden Welle in einander gleichen baulichen  Einheiten     reihenweise        nebeneinander        ange-          c;rdnet    sind.

   Je nach der Höhe der Betriebs  spannung wird dann eine grössere oder klei  nere Anzahl derartiger Baueinheiten neben  einandergereiht, ohne     da.ss    grundsätzliche  Unterschiede zwischen einem Stromrichter  gegebener Spannung und einem solchen für  beispielsweise doppelt so hohe Spannung be  stehen. Der gemeinsame Antrieb von einer  Welle aus erfolgt hierbei vorteilhaft über  Nocken- oder     Exzenteranordnungen,    bei  spielsweise nach Patent Nr. 202967. Auch  die übrigen in diesem     Patent    beschriebenen  Einrichtungen eignen sich zur Verbindung  mit der vorlegenden Erfindung.  



  Eine hohe Betriebssicherheit wird dadurch  erreicht, dass ein Stromrichter der oben be  schriebenen Art mit einer Anzahl in Reihe  geschalteter Kontakte in einem unter nor  malen Atmosphärendruck stehenden, mit ge  reinigter Luft beschickten Raum aufgestellt  ist. Der Stromrichter muss dann zwar mit  einer grösseren Anzahl von Kontakten aus  gestattet sein, als wenn er sich in einem unter  erhöhtem Druck stehenden Raum befände.  Dem steht aber der Vorteil gegenüber, dass  die Überschlagspannung     zwischen    den unter  Atmosphärendruck stehenden Kontakten  durch gelegentliche, nicht gänzlich vermeid  bare Verschmutzung nicht in so hohem  Masse herabgesetzt wird wie bei einem unter  Überdruck stehenden Kontakt.

   Ausserdem  ist der unter Atmosphärendruck stehende  Stromrichter durch etwa vorkommende Rück  zündungen an einen einzigen von vielen  Kontakten weniger gefährdet als ein unter  erhöhtem Druck stehender     Stromrichter,    der  eine geringere Anzahl von Kontakten besitzt,  durch Überschläge an einen dieser Kontakte.  Zudem fällt bei Aufstellung     unter    normalem         Atmosphä.ren@druck    die Gefahr weg, die     bei     erhöhtem Druck durch den Druckabfall in  folge von     Undichtheiten    oder infolge des Ver  sagens der Druckanlage entstehen kann.

   Bis  lang war der     praktische    Betrieb eines     Höehst-          spannungsstromrichters    mit einer grossen An  zahl in Reihe geschalteter Kontakte nicht für  längere Dauer durchführbar, weil die Kon  takte     Beschädigungen,    - insbesondere durch       Abbrand    erlitten, die ein häufiges Auswech  seln der Kontaktstücke und damit ein Still  setzen des ganzen     Stromrichters    nötig mach  ten.

   Dieses Hindernis ist beseitigt, da mit  den oben angegebenen Mitteln ein derart ein  wandfreier Dauerbetrieb jedes einzelnen  Kontaktes gewährleistet ist, dass eine stän  dige Wartung nicht erforderlich ist und ein  Stillegen des Stromrichters zum Auswechseln  eines Kontaktes nur noch in seltenen Aus  nahmefällen vorkommt, die nicht häufiger  sind als Betriebsstörungen, die auch bei an  dern Geräten vorkommen können.  



  Der Erfindungsgegenstand wird vorteil  haft in     Verbindung    mit in den Patenten  Nr.     19.8525    und     2!029e66    beschriebenen Ein  richtungen verwendet, die dadurch verbessert,       insbesondere    für höhere Spannungen geeignet  gemacht werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Stromrichter für Starkstrom mit mecha nisch bewegten Kontakten, welche mit einer Schaltdrossel in Reihe geschaltet sind, deren aus einer hoehNvertigen Eisensorte von grosser Permeabiiität bestehender Kern nur bei sehr kleinen Strömen in der Nähe des Nulldurch- ganges ungesättigt ist und sieh bereits beim Überschreiten eines geringen Bruchteils des Nennstromes sprunghaft sättigt, und zu denen, ein Nebenpfad parallel geschaltet ist,
    über welchen beim Ausschalten der Kontakte mindestens ein Teil des Stromes aufrecht erhalten wird derart, dass in dem Augenblick, wo sich die Kontakte öffnen, nur eine ver schwindend kleine Restspannung an ihnen auftritt, so dass die Ausbildung von Schalt feuer vollständig unterdrückt ist, dadurch ge; kennzeichnet., dass die erneute Stromübertra- gung am Schluss der Sperrzeit kurz vor dem Schliessungsaugenblick der Kontakte über be sondere Hilfseinrichtungen eingeleitet wird.
    UNTERANSPRüCHE: 1. Stromrichter nach Patentanspruch für Spannungen in der Grösslenordnung von 100 kV und darüber, dadurch gekenn zeichnet, dass die Hilfszündeinrichtiwgen aus gesteuerten Entladungsstrecken be stehen, welche für den von der Schalt drossel in ungesättigtem Zustand durch gelassenen Strom bemessen sind. 2.
    Stromrichter nach Patentanspruch für Spannungen in der Grössenordnung bis 100 kV, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfszündeinrichtungen aus Hilfs- elektroden mit Synchronantrieb bestehen, die sich einander bis auf Bruchteile eines Millimeters nähern und für den von der Schaltdrossel in ungesättigtem Zustand durchgelassenen Strom bemessen sind. 3. Stromrichter nach Unteranspruch 2, da .durch gekennzeichnet, dass die Hilfselek troden als Klotzkontakte ausgebildet sind. 4.
    Stromrichter nach Unteranspruch 2, da durchgekennzeichnet, dass ,die bewegliche Hilfselektrode als gezahnte Soheibe aus geführt und derart synchron angetrieben ist, dass jedesmal kurz vor .dem Schlie ssungsaugenblick der Hauptkontakte ein Zahn der festen Hilfselektrode gegen übersteht. 5.
    Stromrichter nach Patentanspruch für Spannungen in der Grössenordnung bis 100 kV, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfszündeinrichtung. mehrere in Reihe geschaltete Abhebekontakte überbrückt, von,denen jeder aus zwei nebeneinander liegenden festen Kontaktstücken und einer beweglichen Kontaktbrücke besteht,
    und dass die an der Hilfszündeinrichtung auftretende Spannung auf die einzel nen hintereinandergeschalteten Unter brechungsstrecken mittels parallelgeschal teter Impedanzen gleichmässig verteilt ist. 6.
    Stromrichter nach Unteranspruch 5, ins besondere für Hochspannungen von meh- reren 100 kV, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils mehrere hintereinander geschaltete Unterbrechungsstrecken zu Gruppen zusammengefasst sind, und dass, jeder Gruppe eine Hilfszündeinrichtung parallelgeschaltet ist,
    wobei die Kontakt- gruppen ebenso wie die Hilfszündeinricb.- tungen untereinander wiederum. in Reihe liegen.
    7. Stromrichter nach Unteranspruch 6, des sen speisende Transformatorwicklungen der Länge nach unterteilt sind, dadurch gekennzeichnet"dass jedem Wicklungsteil eine mit ihm unmittelbar verbundene Hilfszündeinrichtung nebst.
    zugehöriger Kontaktgruppe .Schaltdrossel und Par allelpfad zugeordnet ist, und dass, die aus je einem Wicklungsteil und der zugehöri gen Kontakt- und Hilfszündeinrichtung bestehenden Teilanordnungen als solche miteinander in Reihe geschaltet sind.
    B. Stromrichter nach Unteranspruch 7, da ,durch gekennzeichnet, dass die Span nungsvektoren der einzelnen Teilanord nungen jeder Phase durch Querwicklun- gen, deren Spannungsvektoren eine von einander abweichende Richtung haben, in der Phase gegeneinander um einen ge- ringen Winkelbetrag verschoben sind.
    9. Stromrichter nach Patentanspruch für beliebig hohe Spannungen, dadurch :ge kennzeichnet, dass die einer Hilfszünd- einrichtung zugeordneten Kontakte und Kontaktgruppen längs der sie antreiben den Welle in einander ,gleichen baulichen Einheiten reihenweise nebeneinander an geordnet sind. 10.
    Stromrichter nach Unteranspruch 5, da ,durch gekennzeichnet, dass die Hilfs- zündeinrichtung und. die von ihr über brückten Kontakte in einem unter nor malem Atmosphärendruck stehenden, mit gereinigter Luft beschickten Raum auf gestellt sind.
CH205338D 1937-07-17 1938-07-11 Stromrichter für Starkstrom mit mechanisch bewegten Kontakten. CH205338A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE205338X 1937-07-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH205338A true CH205338A (de) 1939-06-15

Family

ID=5786674

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH205338D CH205338A (de) 1937-07-17 1938-07-11 Stromrichter für Starkstrom mit mechanisch bewegten Kontakten.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH205338A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE761248C (de) * 1940-11-10 1954-03-01 Aeg Periodisch gesteuertes Kontaktgeraet mit parallel zu den Kontakten geschaltetem Kondensator

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE761248C (de) * 1940-11-10 1954-03-01 Aeg Periodisch gesteuertes Kontaktgeraet mit parallel zu den Kontakten geschaltetem Kondensator

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0116275B1 (de) Blindleistungskompensator
DE709656C (de) Wechselstromschalteinrichtung mit mechanisch bewegten Kontakten
DE699717C (de) Mit mechanischen Kontakten arbeitende Schalteinrichtung
DE3910010A1 (de) Vakuum-trennschalter
DE623439C (de)
DE473336C (de) Anordnung zur Begrenzung oder Verminderung des Stromes in einem Teil eines Leitungsnetzes durch Einschaltung eines Nebenschlusses zu dem zu schuetzenden Netzteil
DE2137082A1 (de) Anordnung zur strombegrenzenden unterbrechung von gleich- und wechselstroemen hoher spannung
CH205338A (de) Stromrichter für Starkstrom mit mechanisch bewegten Kontakten.
DE963711C (de) Kontaktumformer fuer Starkstrom
DE692706C (de) Anordnung zur Erzeugung von Wechselstrom durch Gas- oder Dampfstroemungen
DE696909C (de) Stoerschutzvorrichtung fuer periodisch betaetigte Kontakteinrichtungen, insbesondere fuer mechanische Stromumformer
DE661342C (de) Einrichtung zum elektrischen Punkt- oder Punktnahtschweissen unter Verwendung gesteuerter Dampf- oder Gasentladungsstrecken
DE1017248B (de) Wechselstromschalteinrichtung
DE736513C (de) Schalteinrichtung zum Unterbrechen und Schliessen eines Stromkreises
DE930882C (de) Schaltanordnung zur Umformung von Starkstrom
AT160691B (de) Stromrichter für Starkstrom mit mechanisch bewegten Kontakten.
DE932974C (de) Kontaktumformer fuer Starkstrom
AT160908B (de)
DE724222C (de) Umformungsanordnung zur Energieuebertragung zwischen einem Einphasenwechselstromsystem und einem Gleichstromsystem
CH222893A (de) Schaltanordnung zur Umformung von Starkstrom.
DE758237C (de) Schaltanordnung zur regelbaren Bestimmung des Zuendzeitpunktes von Lichtbogen-Stromrichtern
DE751923C (de) Stufentransformatoranordnung, insbesondere fuer Wechselstrom-fahrzeuge
DE732830C (de) Schaltanordnung fuer elektrische Hochleistungsschalter
DE917856C (de) Elektrischer Umformer
DE965879C (de) Kontaktumformer