CH201744A - Elektrisches Entladungsgefäss. - Google Patents

Elektrisches Entladungsgefäss.

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CH201744A
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    • H01J1/00Details of electrodes, of magnetic control means, of screens, or of the mounting or spacing thereof, common to two or more basic types of discharge tubes or lamps
    • HELECTRICITY
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    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J2893/00Discharge tubes and lamps
    • H01J2893/0048Tubes with a main cathode
    • H01J2893/005Cathodes

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Description


  Elektrisches Entladungsgefäss.    Bei gebräuchlichen dampfgefüllten Ent  ladungsgefässen, bei denen das Kathoden  metall infolge der durch den Lichtbogen er  zeugten hohen Temperaturen verdampft, be  vorzugt man Quecksilber als Kathodenmate  rial, weil es immer wieder zur Kathode zu  rückfliesst, nachdem es verdampft und an  den gekühlten Wandungen des Gefässes kon  densiert ist.  



  Nachteilig dabei ist die Notwendigkeit  grosser Abkühlungsflächen, vor allem aber  der Energieverlust, der durch die Wärmeab  fuhr nach aussen entsteht.  



  Bei einem Entladungsgefäss gemäss der  Erfindung sind diese Nachteile wesentlich  geringer. Gemäss der Erfindung ist ein elek  trisches Entladungsgefäss     mit        lichtbogenarti-          ger    Entladung mit einer Kathode versehen,  die einen Emissionsbelag aus einem Alkali  metall oder     Erdalkalimetall    besitzt. Die  Kathode bildet     mindestens        einen    Teil der  Begrenzung des Entladungsraumes. Das    ganze Gefäss ist derart     ausgebildet,    dass die  Kathode mit Ausnahme der durch den an  setzenden     Lichtbogen    aufgeheizten Stelle  kühl bleibt.

   Für die emittierende Schicht  eignen sich wegen ihrer geringen Austritts  arbeit und sonstigen passenden Eigenschaf  ten besonders Kalium und Natrium. Aber  auch     Lithium,    Cäsium und     Rubidium        können     verwendet werden, desgleichen auch die     Erd-          alkalimetalle        Calcium,        Strontium    und Ba  rium.  



  Als Trägerstoffe für die Aufnahme des  Emissionsbelages kommen insbesondere Halb  leiter in Betracht, vor     allem    solche, die bei  der Stromführung entweder überhaupt nicht  elektrolytisch zersetzt werden, oder bei denen  wenigstens keine störende Zersetzung ein  tritt, bei denen also insbesondere kein Sauer  stoff oder keine Halogene frei werden.  



  Den Metallen sind die Halbleiter deshalb  vorzuziehen, weil sie die Wärme weniger  schnell ableiten, so dass sich ein     Brennfleck         mit hoher Temperatur auf kleinstem Raum  ausbilden kann. Schlechte Wärmeleiter mit  hoher     Elektronenaustrittsarbeit    haben über  dies den Vorteil, dass die     Austrittsarbeit    der  auf ihnen gebildeten einatomigen Schichten  des Kathodenmaterials durch Polarisierung  herabgesetzt. wird. Als Trägerstoffe eignen  sich daher     Karbide,        Boride,        Nitride.        Silicide     der verschiedensten Metalle, insbesondere der  hochschmelzenden Metalle, z. B. von Wolf  ram oder Titan.

   Insbesondere kommt     Sili-          ciumborid    oder     Siliciumkarbid        (Karborund)     in Betracht. Das     Karborund    hat nicht allein  den Vorteil, dass es auch bei normalen Tem  peraturen die Eigenschaften eines Halbleiters  hat, sondern auch weil es sehr     billig    und sehr  fest ist. Auch seine natürliche raube Ober  fläche scheint vorteilhaft zu sein. Wahr  scheinlich ist auch seine elektronegative Ei  genschaft von Bedeutung.  



       Lm    eine Kathode mit     Karborund    als Trä  gerstoff herzustellen, kann man Teilchen aus  gestossenem oder gemahlenem     Karborund    in  das Entladungsgefäss lose auf den Boden des  Entladungsgefässes einlagern. Das Entla  dungsgefäss selbst kann aus Eisen sein.

   Ist  das     Karborund    genügend grobkörnig, so     kann     man es durch ein darüber gespanntes Ge  flecht aus leitendem oder     isolierendem    Mate  rial auch an der     Wandung    des Gefässes     zi.-          sammenhalten.    Eine weitere Befestigungs  möglichkeit für     das    den Träger bildende     Sili-          zium-Karbid    besteht darin, dass es fein zer  kleinert ist und in eine Glasur als zusam  menhängende Schicht eingeschmolzen wird.

    Es kann auch hinter einer durchlochten  Wand aus Glas, Quarz, Porzellan oder son  stigem keramischem Material     aufgeschüttet     werden oder hinter     Silitstäben,    die     genügend     eng     nebeneinander    gesetzt sind. Das als emit  tierendes Material dienende Metall wird am  besten auf den Trägerstoff unter     Luftab-          schluss        aufdestilliert.    Ist die Oberfläche des  Trägerstoffes so uneben, wie z.

   B. die des  aufgeschütteten     Karborundums,    so hat das  Aufdampfen auch den Vorteil, dass zahl  reiche Übergangsstellen mit     einatomiger     Schicht entstehen, an denen der Brennfleck         besonders    leicht ansetzt. Er greift aber auch  auf     stärkere    Schichten über, an denen er, wie  es scheint, eine so starke     Verdampfung    her  vorrufen kann, bis auch nur eine einatomige  Schicht überbleibt. Diese wird dann     iin    all  gemeinen aus den     3l.etallvorrä.ten    der     Nach-          barschi.clltcn    stets von neuem ersetzt.  



  Die     Gasfüllung    des     Entladungsgefässes          besteht        zweckmässigerweise    aus einem Gas  oder einem Dampf, der     sich    auch in     kaltern     Zustand des Gefässes nicht     niederschlägt,          Argon.          vorzugsweise    aus Edelgas, z. B. aus  Der Druck bei gewöhnlicher Temperatur  kann etwa 0,02 bis 30     rnm    Quecksilbersäule       betragen;    zum Beispiel ermöglichen Drücke  zwischen     ;)    und 10 mm Quecksilbersäule  einen sicheren Betrieb.

   So lässt sich in einem       Entladungsgefäss,    bei dem der Träger aus  grobkörnigem     Karborund,    das     Kathoden-          ina,terial    aus Kalium besteht, der Lichtbogen  auch bei kalter :Kathode bereits mit einer  Spannung     voll        etwa    50 bis 7 0 Volt zünden.       Um    die     Ziindspannung        noch        weiter        Herabzu-          setzen,        luinn    eine besondere     Zündanode    vor  gesehen werden.

   Der Spannungsabfall im       brennenden.    Lichtbogen beträgt nur 5 bis 7  Volt selbst dann, wenn die Aussenwandung  des Gefässes     auf    eine Temperatur von 0   C       abgekühlt    wird. Die     Wärnicentwichlung    und  der Energieverlust sind entsprechend gering.  Sobald dagegen ein     geeigneter    Ansatzpunkt  für den Lichtbogen nicht     mehr        vorhanden    ist,  zum Beispiel weil eine zu. dicke Schicht des  Kathodenmaterials den Trägerstoff völlig  zudeckt, steigt der     Spannungsabfall    etwa  auf das Dreifache.  



       Bei    Verwendung von Natrium als emit  tierendem Material beträgt die     Zündspan-          nung    infolge der höheren Austrittsarbeit un  ter sonst gleichen     Bedingungen    etwa 150 bis  170 Volt und die     Brennspannung    etwa     1f)     Volt. Man wird daher das Kalium     bev        or-          zugen,    es sei denn, dass man aus den im fol  genden erörterten Gründen Natrium verwen  det.  



       Entladungsgefässe    gemäss der Erfindung  dienen insbesondere als Gleichrichter. Da  mit auch bei höheren Stromstärken     keine         Rückzündung     eintritt,    empfiehlt es sich, die  Anoden zum Beispiel durch Drosselung der       Wärmeabfuhr    auf so hoher Temperatur zu       halten,    dass     kein    Metalldampf auf ihnen  kondensiert.     Allerdings    würden sich bei ho  hem     Partialdruck    einatomige Schichten des  Kathodenmaterials auch auf heissen Anoden  niederschlagen und würden bei der hohen  Temperatur dann ausgezeichnet emittieren.

    Aus diesem Grunde wird zweckmässig die  Kathode so weit gekühlt, dass der Partial  druck des     emittierenden    Stoffes     bestimmte,     zulässige Grenzen nicht überschreitet; denn  ein Vorteil der Erfindung besteht gerade       darin,    dass infolge der geringen Wärmeent  wicklung eine ausreichende Kühlung der  Kathode leicht durchzuführen ist.

   Wenn. es  notwendig ist, die Sperrspannung noch wei  ter zu erhöhen, so empfiehlt es sich, statt  Kalium Natrium als emittierenden Stoff zu       verwenden,    das wegen     seines    geringeren       Dampfdruckes    auch eine höhere Sperrspan  nung zu erzielen     gestattet.    Cäsium und     Rubi-          dium    weisen zwar eine noch geringere Aus  trittsarbeit als Natrium und Kalium auf,  eignen sich aber für Gleichrichter weniger  gut, weil ihr höherer Dampfdruck die Bil  dung     einatomiger    Schichten auf den Anoden  flächen mehr begünstigt.  



  Das Entladungsgefäss kann so eingerich  tet werden, dass alle seine Teile mit Aus  nahme der Anoden und ihrer Isolation als  Kondensationsflächen wirken, und sobald  sich Metallschichten auf ihnen niedergeschla  gen haben, auch als Kathodenoberflächen  dienen können. Um das zu erreichen, kann  die gesamte Gefässwandung mit Ausnahme  der Anoden und ihrer Isolation aus zusam  menhängendem, leitendem Material, z. B.  aus Eisen hergestellt werden. Eine derartige  Ausbildung der Entladungsgefässe kann auch  bei andern Kathoden und Gasfüllungen von  Wert sein.  



  Ausführungsbeispiele für ein Entladungs  gefäss gemäss der Erfindung sind in der bei  liegenden Zeichnung dargestellt, und zwar  zeigt     Fig.    1 ein Entladungsgefäss     mit    einer  Anode. In ein eisernes Rohr 1 ist     ein.        eiserner       Deckel 2 luftdicht eingesetzt. Als Stromzu  führung zur Anode 3 dient ein Stab 4 aus  einem Material, dessen     Wärmeausdebnungs-          koeffizient    sich zu     Einschmelzungen    mit  Glas eignet, z. B. das unter dem Namen     Ko-          var    bekannte Metall.

   Eine Buchse 5 aus dem  gleichen Material ist in den Deckel 2 luft  dicht     eingesetzt,    und die eingeschmolzene  Glaspackung 6 dichtet die Anodenzuführung  ab. Die Anode 3 selbst     kann    aus gewöhn  lichem Eisen hergestellt sein.    Nachdem das Entladungsgefäss soweit  fertiggestellt und auch mit dem Absauge  stutzen 7 versehen worden ist, wird der Bo  den 8 eingeschweisst. Er trägt die lose auf  geschütteten     Karborundkristalle    9.

   Das nun  mehr geschlossene Entladungsgefäss wird  dann ausgepumpt, und durch die     Pumpöff-          nung    7     wird    beispielsweise Kalium hinein  destilliert, das sich zunächst auf der ganzen       innern    Oberfläche des Gefässes niederschlägt.  Sobald dann     Argongas    eingefüllt ist, so dass  der Druck 5 bis 10 mm     Quecksilbersäule    be  trägt, kann der     Pumpstutzen    zugelötet wer  den.  



  Mit     Hilfe    eines Gleichstromes wird nun  mehr zwischen der Kathode 9 und der Anode  3 ein Lichtbogen erzeugt, der die Anode auf  hohe Temperatur bringt, so dass der Nieder  schlag des Kaliums wieder     in    Dampfform  übergeht. Bei der darauffolgenden Abküh  lung behält die Anode 3 infolge der schlech  teren     Wärmeableitung    ihre Temperatur am  längsten bei, so dass sich das Kalium an den  Wandungen und insbesondere auf der Kar  borundmasse 9 niederschlägt. Durch diesen  Niederschlag werden auch die lose einge  schütteten Kristalle leicht     aneinander    ge  schweisst.

      Das Entladungsgefäss nach     Fig.    2 unter  scheidet sich im wesentlichen dadurch, dass  nicht nur der Boden, sondern auch die zylin  drische     Wandung    mit     Karborundkristallen     bedeckt ist, so dass jeder Teil der Wandung  mit Ausnahme des Deckels als     kathodischer     Ansatzpunkt für den     Lichtbogen    dienen  kann. Ein zylindrisches     Drahtnetz    14 ist      oben an einem Winkelring 12 befestigt:. Ein  Zwischenboden 13, ebenfalls aus Draht  gewebe, schliesst den Zylinder unten ab.

   Der  zwischen dem Eisenrohr 11 und dem Draht  netz 14 bleibende Hohlraum ist mit     Narbo-          rundkristallen    ausgefüllt, die auch den Bo  den 13 des Drahtnetzes bedecken, wobei wäh  rend des Einfüllens das ganze Gefäss auf den  Kopf gestellt ist. Darauf wird der Zylinder  boden 15 eingeschweisst, der das Gefäss luft  dicht abschliesst, ebenso wie der Deckel 1.6.  



  Bei dem in     Fig.    ? gezeichneten Ausfüh  rungsbeispiel ist der Boden und die Seiten  wand mit dem Trägerstoff ausgekleidet.  Man kann die Innenseite des Deckels eben  falls in dieser Weise auskleiden, so dass die  Entladung auch am Deckel ansetzen kann,  falls sich hier emittierender Stoff nieder  schlägt. Es bleibt dann nur die Anode und  ihre Isolation vom Trägerstoff und vom  emittierenden Stoff frei. In der Zeichnung  ist nur eine Anode 17 dargestellt, die andern  beiden Anoden sind auf einem Kreis um die  Gefässachse um 120   versetzt zu denken. Die  luftdichte Befestigung der     Anodeneinfiih-          rungen    18 kann ebenso wie bei     Fig.    1 herge  stellt sein.

   Die Anodenzuführung 19 ist mit  Eindrehungen versehen, um die Wärmeab  leitung von der Anode zur     Einschmelzstelle     herabzusetzen.  



  Es ist bereits bekannt, dass die     Elektro-          nenaustrittsarbeit    von kompakten Schichten  der     Alkalimetalle    kleiner ist als die der     Erd-          alkaJimetalle,    und     da.ss    dieser Unterschied  auch bei einatomigen Schichten der     adsor-          bierten        3letalle    vorhanden ist.

   Trotzdem  haben Kathoden von     Alkalimetallen    sowohl  in kompaktem wie auch in     adsorbiertem    Zu  stande der letzteren bisher nur für lichtelek  trische Zwecke in grösserem Umfange tech  nische Verwendung gefunden-, denn Glüh  kathoden, die durch     adsorbierte        Alkali-          metalle    aktiviert wurden, zeigten trotz ihrer  geringen     Elektronenaustrittsarbeit    erst bei  ziemlich hohen Temperaturen eine für die  Anwendung beispielsweise in Gleichrichter  röhren ausreichende     Elektronenemissions-          dichte,

      und bei diesen hohen Temperaturen    erwies sich die Lebensdauer der     adsorbierten          Schichten    für eine technische Verwendung  als zu gering. Eine höhere Lebensdauer  würde man erst erreichen, wenn man den  Dampfdruck des     Alkalimetalles    so hoch  wählte, dass die gleiche Anzahl von Ato  men, die den Träger infolge der Verdamp  fung verlassen, in der gleichen Zeit aus dem  umgebenden Gase wieder ersetzt wird.

   Wenn  aber ein solcher hoher Dampfdruck im gan  zen Gefäss herrschen würde, so würden auch  die Anoden des     Gleichrichtergefässes    durch       adsorbierte        Alkalia.tome    aktiviert werden,  und da die Anoden, um eine Kondensation  des verdampften Kathodenmaterials auf  ihnen zu vermeiden, im     Betriebe    auf höheren  Temperaturen gehalten werden müssen, so  würde ihre     glühelektrische    Emission ausrei  chen,     uni        Riiclzziindungen    einzuleiten.  



  Diese Schwierigkeit kann dadurch über  wunden werden, dass die gesamte benötigte  Elektronenemission von     einem        Lichtbogen-          brennfleck    getragen wird, der räumlich so  eng begrenzt ist,     class    die Temperatur der  Kathode als     Ganzes    leicht in niedrigen Gren  zen gehalten werden kann. Das von dem       Brennfleck    verdampfende     Alkalimetall    kon  densiert daher sofort wieder auf nahe be  nachbarten kälteren Bezirken der Kathoden  oberfläche, so dass der mittlere     Alkalipartial-          druck    im Gefäss durch die Verdampfung  nicht erhöht wird.  



  Eine solche räumliche Beschränkung  der durch den     Brennfleck    erzeugten hohen  Temperatur ist aber nur möglich, wenn ein  Trägerstoff von ausreichend geringer Wärme  leitfähigkeit     verwendet    wird. Die elektrische  Leitfähigkeit muss trotzdem ausreichen, um  den Entladungsstrom ohne schädlichen Span  nungsverlust dein Brennfleck zuleiten zu       können.    In unmittelbarer Nähe des heissen  Brennfleckes stellt sich ein ziemlich hoher       Partialdruck    des emittierenden Stoffes ein,  so dass die etwa zerstörte einatomige Schicht  sofort wieder an     derselben    Stelle oder in un  mittelbarer Nachbarschaft ersetzt wird.

   Diese  Einengung des     Gebietes    gesteigerten Partial  druckes auf kleinstem Raum wird wesentlich      begünstigt, wenn man die Diffusionsge  schwindigkeit durch Anwendung hoher  Drücke des Füllgases     in    der Grössenordnung  von mindestens 10-z mm Quecksilber herab  setzt.  



  In vielen Fällen wird es sich als vorteil  haft erweisen, die Kathode durch besondere  Einrichtungen kühl zu halten     und    so die  Wirkung der     erfindungsgemässen    Anordnung  noch zu verbessern. Man verwendet in diesem  Falle als Kathode vorzugsweise einen im In  nern des elektrischen Entladungsgefässes vor  gesehenen Kühler, dessen Oberfläche in der  beschriebenen Weise mit einer Trägerschicht  und einem auf diese aufgebrachten elektro  nenemittierenden Stoff versehen     ist.     



  Die     Ausbildung    der Oberflächen mit elek  tronenemittierenden Schichten wird zweck  mässig auf     gewisse    Wandteile des Entla  dungsgefässes ausgedehnt, so dass beispiels  weise bei vorübergehenden Störungen der       Kühlmittelzufuhr    auch diese     Wandungsteile     die Funktion der Kathode     wenigstens    zeit  weise     übernehmen        können,    ohne dass ein Über  greifen des     Lichtbogenansatzpunktes    auf die  Gefässwand zu einer stärkeren     Erhöhung    des       Alkalidampfdruckes    führen muss.

   Beim Ar  beiten mit stärkeren Emissionsströmen wird  es zweckmässig sein, für die     betreffenden     Wandteile ebenfalls eine     besondere    Kühlung  vorzusehen.  



  Der Abstand zwischen Innenkühler und  Anode muss so gross gewählt werden, dass die  Diffusion des an der Ansatzstelle des Licht  bogens verdampfenden Alkalis zur Anode  hin bei dem herrschenden Druck des Füll  gases     genügend    behindert ist.  



  Als Kühlmittel dienen zweckmässig strö  mende Flüssigkeiten, beispielsweise Öl, strö  mende Luft oder     dergl.,    wobei eine     mittlere     Kathodentemperatur von maximal 200   C  nicht     überschritten    werden darf, damit der  mittlere     Partialdruck    des Alkali nicht so  hoch wird, dass auf den Anoden Alkali  metalle angereichert werden. Die Verwen  dung von Wasser als Kühlmittel ist besser  zu vermeiden, mit Rücksicht auf die Explo-         sionsgefahr,    die infolge des     Vorhandenseins     von metallischem Kalium im Entladungs  gefäss bei etwaigen     Undichtigkeiten    der  Kühlvorrichtung auftreten kann.

   Die     Wan-          dungsquerschnitte    des Gefässes und des In  nenkühlers sind so zu bemessen, dass sie gege  benenfalls die vollständige     Stromleitung    der  fliessenden Entladungsströme     übernehmen     können,     ohne    dass die Temperatur auf dem  Leitungswege die Maximaltemperatur von  200   C überschreitet.  



  Der Innenkühler steht vorzugsweise mit  besonderen, ausserhalb des Entladungsgefässes  gelegenen     Kühlvorrichtungen    in Verbindung.       Seine    Ausbildung erfolgt beispielsweise der  art, dass der Umlauf des Kühlmittels nir  gends     behindert    ist, so dass gegebenenfalls  ein selbsttätiger Wärmeaustausch des     Kühl-          mittels        in    freier Konvektion mit dem Flüs  sigkeitsinhalt beispielsweise von Kühlflügeln  erfolgen kann.  



  In     Fig.    3 ist als     Beispiel    ein Entladungs  gefäss     mit    einer gekühlten Kathode schema  tisch wiedergegeben. Die     Wandung    21 des  Entladungsgefässes besitzt eine     Einbuchtung     22, die durch ein in Richtung der Pfeile     strö-          mendes        Kühlmittel    gekühlt wird.

       Die    mit  dem     Gefässinnern    in     Berührung    stehende  Oberfläche der     Einbuchtung    22 ist von der       aktiven    Schicht 23 aus Alkali oder     Erd-          alkalimetall    auf einer Unterlage von     Sili-          ziumkarbid    bedeckt. Um ein sicheres Haften  dieser Stoffe an der Oberfläche der     Einbuch-          tung    zu gewährleisten, ist diese mit einer  netz- oder korbartigen metallischen Umhül  lung 24 versehen.

   Ebenso sind grosse Teile  der übrigen Gefässwandung mit einer aktiven  Schicht 25 versehen, damit sie mindestens       vorübergehend,    beispielsweise bei einer zeit  weisen     Unterbrechung    der     Kühlmittelzufuhr,     zum     kathodischen    Ansatzpunkt des Licht  bogens geeignet sind. Die     Durchführungen     27 der Anode 26 sind möglichst abgedeckt       gegenüber    dem übrigen Entladungsraum,     nm     sie gegen Ablagerung von Alkali zu schüt  zen.  



  In     Fig.    4 ist ein     Ausführungsbeispiel     dargestellt, bei dem eine zusätzliche Aussen-           kühlung    für die Wandteile der Röhre vor  gesehen ist. Wenn auch die Kondensation des       aktivierbaren    Alkali beim Vorhandensein  eines Innenkühlers naturgemäss grösstenteils  an den stark gekühlten Oberflächenteilen  dieses Innenkühlers stattfindet, so wird man  zweckmässig doch bei stärkeren Belastungen  eine zusätzliche Kühlung auch der übrigen  Wandteile vorsehen, damit der mittlere Par  tialdruck des Alkali auf alle Fälle in erträg  lichen Grenzen gehalten wird.  



  Der die Kathode bildende Innenkühler  37 in     Fig.    4 ist als ebener Ringkühler aus  gebildet, dem zum Zwecke gleichmässiger  Kühlung das Kühlmittel an der Innenseite  zugeleitet wird, was durch die Pfeilrichtung  angedeutet ist. Der zusätzliche     Aussenkühler     ist mit 38     bezeichnet;    im übrigen sind auch  hier grosse Teile der Oberfläche der Gefäss  wandung mit der aktiven Masse 35 über  zogen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrisches Entladungsgefäss, gekenn zeichnet durch eine mit einem Emissions belag aus einem Alkalimetall oder Erda.11,iali- meta11 versehene Kathode, welche mindestens einen Teil der Begrenzung des Entladungs raumes bildet, wobei die gesamte Anordnung derart getroffen ist, dass die Kathode finit Ausnahme der durch den ansetzenden Licht bogen aufgeheizten Stelle kühl bleibt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Elektrisches Entladungsgefäss nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das emissionsfähige Metall auf einen Trägerstoff aufgebracht ist, welcher den elektrischen Strom leitet und ein schlech terer Wärmeleiter ist als die Metalle. 2. Elektrisches Entladungsgefäss nach dein Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das emissionsfähige Metall auf einen Trägerstoff aufgebracht ist, welcher aus einer Metalloidverbindung besteht.. 3.
    Elektrisches Entladungsgefäss nach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, da,ss der Träger- der Emissionsschicht eine muhe Oberfläche besitzt, auf welche eine kompakte Schicht des emissionsfähigen Metalles aufgebracht ist, die indessen mir so hoch ist, dass die Vorsprünge der muhen Oberfläche herausragen. 4. Elektrisches Entladungsgefäss nach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus Siliziumkarbid be steht. 5. Elektrisches Entladungsgefäss nach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus Siliziumborid be steht. 6.
    Elektrisches Entladungsgefäss nach Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das den Träger bildende Silizium karbid fein zerkleinert und in eine Gla sur als zusammenhängende Schicht ein geschmolzen ist. 7. Elektrisches Entladungsgefäss nach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerstoff in körniger Form durch ein darübergespanntes Geflecht an der Wandung des Gefässes zusammenge halten wird. B. Elektrisches Entladungsgefäss nach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerstoff in körniger Form hinter iiebeneinandergesetzten Silitstäben zusammengehalten wird. 9.
    Elektrisches Entladungsgefäss nach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerstoff hinter einer durch lochten Wand aus Glas zusammengehal ten wird. 10. Elektrisches Entladungsgefäss nach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerstoff hinter einer durch lochten Wand aus keramischem Material zusammengehalten wird. 1.1. Elektrisches Entladungsgefäss nach dem Patentanspruch, gekennzeichnet durch eine Gasfüllung, deren Druck über 10-2 mm Quecksilbersäule beträgt. 12.
    Elektrisches Entladungsgefäss nach Un teranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck der Gasfüllung so ge wählt ist, dass er zur Bildung eines Lichtbogens in kaltem Zustande der Kathode bei einer Spannung von höch stens 170 Volt ausreicht. 1.3. Elektrisches Entladungsgefäss nach Un teranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasfüllung aus Edelgas besteht. 14. Elektrisches Entladungsgefäss nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode mit einer Kühleinrich tung versehen ist. 15. Elektrisches Entladungsgefäss nach dem Unteranspruch 14, dadurch gekennzeich net, dass als Kathode ein im Innern des Gefässes vorgesehener Kühler dient.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2488772A (en) * 1946-12-07 1949-11-22 Hartford Nat Bank & Trust Co Electric discharge tube
US2528033A (en) * 1946-07-16 1950-10-31 Dudley B Clark Power rectifier tube

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