CH200514A - Leichtstoffbauteil. - Google Patents
Leichtstoffbauteil.Info
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Description
Leichtstoffbanteil. Gegenstand der Erfindung ist ein Leicht- stoff bautei7 .
An einen Leichtstoffbauteil, wie er etwa zum Bau von, Luftschiffen und Flugzeugen verwendet wird, ist zunächst die Forderung zu stellen,,dass er grosse Festigkeit bei leich tem Gewicht, vielseitige Konstruktionsmög- lichkeiten und grosse Beständigkeit :
gegen die Atmosphärilien aufweist. Diese Forderungen werden von den bisherigen Bauteilen aus Holz oder Metallen nur teilweise bezw. unge nügend erfüllt.
Die zweite und wichtigere Forderung be- steht darin, dass, der Bauteil sich aus seinen Elementen:
rasch aufbauen lässt, damit zum Beispiel der Wert eines Flugzeuges nicht wie heute überwiegend in den zum Aufbau notwendigen Arbeitsstunden liegt und der Preisdes Baustoffes weit zurücksteht.
Gemäss der vorliegenden Erfindung zeich net sich der Leichtstoffbauteil durch mehrere aus zellulose@derivathaltigem Material be- stehende Rohre aus, welche mit Hilfe eines Lösungsmittels für Zellulosederivat zusam- mengeklebt sind.
An sieh, sind aus Zellulosederivaten und aus mit solchen imprägnierten oderdurch- tränkten Faserstoffen bestehende Rohre be kannt.
Die vorliegende Erfindung liegt je doch in der raschen und festhaftenden Ver leihung mehrererderartiger Rohre zu einem ein einheitliches. Ganzes bildenden idealen Leiehtstoffbauteil.
Für die Rohre können neben Zellulose- fasern auch natürliche oder künstliche Asbest, tierische Fasern usw., sowie
Gewebe oder sonstige Verarbeitungsprodukte solcher Fasern verwendet sein, die mit einem Zellulosederivat imprägniert oder durchtränkt sind.
Vorzügliche Eigenschaften weisen die Rohre auf, wenn in den besagten Leichtstoff Metallcbrähte oder Metallgewebe eingelagert oder eingegossen sind.
Die einzelnen Rohre als solche können durch Giessen, Pressen, Aufwickeln oder Verkleben von Folien hergestellt sein. Als Zellulosedemivate kommen alle bekannten Derivate in Betracht,
wobei sich Aoetyl- zellulose wegen ihrer geringen Brennbarkeit und ihrer Wasserfestigkeit am besten. be währt hat. Ferner ist. Nitrozellulose ausge zeichnet geeignet, insbesondere dann, wenn derselben etwas Aoetylzellulose zugesetzt und damit ihre Entflammbarkeit beseitigt ist. Als Lösungsmittel können z.
B. Aceton, Metylalkohol und dergl. verwendet sein, wo bei im allgemeinen je nach der Viskosität Anteile von 5--25 % ausreichen.
Vorteilhaft sind dem Lösungsmittel ge- ringe Mengen von Essigsäure, Ameisensäure oder dergl. zugesetzt, da hierdurch eine noch bessere Quellung und noch schnellere Haf tung erzielt wird.
Die einzelnen Rohre können kreisrunden, ovalen oder vieleckigen Querschnitt aufwei sen und zum Beispiel auch konisch sein. Sie können zum Beispiel längs einer Mantellinie miteinander verklebt sein. Es können aber auch solche Rohre zu gitterartigen Trägern zusammengefügt sein.
Die zusammengeklebten Rohre können von einem sie ;gemeinsam umhüllenden Mantel aus Zellulosederivat, z. B. einer Zellulosse- aoetatfolie oder aus, mit einem solchen im prägnierten oder durchtränkten Faserstoff, z.
B. einer Papierbahn, umkleidet sein, wo ,durch der Leichtstoffbauteil besonders viel- s-citig verwendbar wird.
Ferner können die in den Rohren und die zwischen diesen, sowie deren etwaigem Mantel vorhandenen Hohlräume völlig oder teilweise mit einer porösen Substanz, z. B.
erstarrtem Leimschaum, ausgefüllt sein, was zur Verminderung der Dwrchbiegungsmög- lichkeit beiträgt.
Die Oberfläche der Leichmtoffbauteile, also der Rohre bezw. des Mantels kann mit einem wassserfasten Lack, z.
B. Gummilack, überzogen sein. Ganz besonders vorteilhaft sind jedoch den Zellulosederivaten - sei es denjenigen, die den eigentlichen Baustoff
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bringen -von in einem Lösungsmittel aufge löstem undd mit Pigmenten versetztem Zellu- losederivat gebildeten Schicht überzogen sein kann.
Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungs form, bei welcher ,der Leichtstoffbauteil aus den Rohren 8 und 9 gebildet ist, die bei 10 durch Anwendd,ung eines freien oder mit Zell ulosederivaten !durchsetzten Lösungsmit- tels zu einem T-Stück zusammengeklebt sind.
Fig. 4 zeigt im Querschnitt eine weitere Ausführungsform, bei welcher die in der vorerwähnten Weise hergestellten Rohre 11, 12.
und 13 durch die mit ihnen verklebten rohrförmigen Streben 14, 15 und 16 verbun den sind und,das so entstandene Gerippe von dem aufgeklebten, es umhüllenden Mantel 17 umkleidet ist,
dessen Oberfläche in der vorerwähnten Weise besonders behandelt sein. kann. Der innere Hohlraum 1$ kann ebenso wie die Innenräume der Rohre 11 bis 1,3 und die der ,Streben 14 bis 16 mit einer porösen Substanz, z. B. erstarrtem Leim schaum, ausgefüllt sein.
Fig. 5 zeigt eine besonders für Flugzeug- konstruktionen geeignete Ausführungsform, bei welcher ,die auf eine,dder vorbeschriebenen Weissen hergestellten Rohre<B>A</B> bis 2'1 für die Haupttragholme konisch ausgeführt und zur Erzielung einer grossen Tragfestigkeit nach dem Dreieckprinzip zusammengestellt sind.
Die Rohre der dreieckigen Pyramisde sind in Abständen durch. Querstreben 22 ge geneinander abgestützt, die ihrerseits, eben falls .durch Rohre aus 7,ellulosederivaten oder mit solchen imprägnierten oder durch tränkten Faserstoffen bestehen, und mit den Rohren<B>19</B> bis 21.
mittels eines freien ode ar mit Zellulosederivaten durchsetzten Lösungs- mittels zusammengeklebt sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Leischtstoffbauteil, gekennzeichnet durch mehrere aua, zellulosederivathaltigem Mate- rial bestehende Rohre, welche mit Hilfeeines Lösungsmittels für Zellulosederivat zusam- mengeklebt ;sind.UNTEILANSE UtiC$I: 1. Leichtstoffbauteil nach Patentanspruch. .dadurch gekennzeichnet, dass das Lö- sungsmittel 7jellulosedeTivat in gelöster Form enthält.2. Leiohtstoffbauteil nach Patentans@pruoh, dadurch ,gekennzeichnet, dass die zusarn- mengeklebten Rohre von einem sie ge meinsam umhüllenden, aus zellulose- derivathaltigem Material bestehenden Mantel umkleidet sind. 3.Leichtstoffbauteil nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Mantel aus Zellulose- derivat besteht. 4. Leichtstoffbauteil nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass .der Mantel aus zellulose@ 4erivathaltigem Faserstoff besteht. 5.Leichtstoffbauteil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Roharen vorhandenen Hahlräume mit einer porösen Substanz ausgefüllt sind.6. Leichtstoffbauteil nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass ausser den in den Rohren vorhandenen Hohlräumen auch die zwischen ihnen und dem Mantel vor handenen Hohlräume mit einer porösen Substanz ausgefüllt sind. 7.Leichtstoffbauteil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dessen Oberfläche mit einem wasserfesten Lack überzogen ist. B.Leiehtstoffbauteil nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, ,dadurch gekenn- zeichnet, dass die Oberfläche des Man tels mit einem wasserfesten Lack über zogen ist. 9.Leichtstoffbauteil nach Patentanspruch, ,dadurch gekennzeichnet, sdass, die Rohre aus Zelluloseclerivat und Pigmente ent- haltendem Material bestehen. 10.Leichtstoffbauteil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Lö- sungssmittel Pigmente zugesetzt sind.11. Leichtsstoffbauteil nach Patentanspruch und Unteranspruchen 1 und <B>10,</B> dadurch gekennzeichnet, da,B die Pigmente dem im ILösungsmittel in gelöster Form. ent- haltenen Zellulosederivat zugesetzt sind.12. Leiohtstoffbauteil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, daB, die Ober fläche der zusammengeklebten Rohre mit einer durch Aufbringen von in einem Lösungsmittel aufgelöstem und mit Pigmenten versetztem Zelluloee- derivat gebildeten Schicht überzogen ist. 13.Leiohtstoffbauteil nach Patentanspruch und Unteraprunch 2, dadurch gekenn- zeichnet,dass der Mantel mit einer durch Aufbringen von in einem Lösungsmittel aufgelöstem und mit Pigmenten versetz- tem Zellulosederivat gebildeten Schicht überzogen ist.
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1937
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