CH199893A - Einrichtung an Messgeräten für mehrstufige Regelung, zum Betätigen von Schaltorganen. - Google Patents

Einrichtung an Messgeräten für mehrstufige Regelung, zum Betätigen von Schaltorganen.

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CH199893A
CH199893A CH199893DA CH199893A CH 199893 A CH199893 A CH 199893A CH 199893D A CH199893D A CH 199893DA CH 199893 A CH199893 A CH 199893A
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Inventor
Aktien-Gesellschaft Hart Braun
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Hartmann & Braun Ag
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Description


  Einrichtung an Messgeräten für     mehrstufige    Regelung, zum Betätigen  von Schaltorganen.    Die Erfindung betrifft eine Einrichtung  zum Betätigen von Schaltorganen, welche  an Messgeräten für mehrstufige Regelung  angebracht ist.  



  Die Zeichnung veranschaulicht zwei Aus  führungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes  in schaubildlicher Darstellung. Beim Aus  führungsbeispiel nach     Fig.    1 bezeichnet 1 die  bewegliche Spule eines beliebigen     Messwerkes     mit dem Zeiger 2, welcher ein Druckstück 3       trägt.    Die Zeigerspitze     spielt    vor einer Skala,  die hier nicht dargestellt ist. Zur Steuerung  von Schaltwippen wird ein dreiarmiger Hebel  5 benutzt, welcher um die Achse 4 drehbar  ist. Der Hebel 5 wird durch eine Kurven  scheibe 7, welche auf einer Rolle 6 des  Hebels 5 läuft, in regelmässigen Zeitabstän  den bewegt. Die Kurvenscheibe 7 sitzt auf  einer Welle 8, die ihrerseits durch einen  nicht dargestellten Motor angetrieben wird.  



  Wenn sich die Welle 8 in der einge  zeichneten Pfeilrichtung weiterdreht, so wird    die Rolle 6 nach kurzer Zeit in die Ver  tiefung der Kurvenscheibe 7 einfallen. Diese  Bewegung wird durch den Zug der Schrau  benfeder 35 verursacht. Bei einer     Bewegung     des Hebels 5 kann die Hülse 13 unter der  Wirkung der Feder 16 nachrücken, da sich  der Bund 15 an der Rolle 17 des Hebel  armes 18 abstützt und 18 und 5 sich gemein  sam bewegen. Die Hülse 13 ist auf der  Welle 8 nur verschiebbar angeordnet; da  gegen wird eine Drehung gegen die Welle 8  durch einen Stift 14 verhindert. Der Hebel  5 wird nun so lange bewegt, bis das Hebel  ende 9 auf der Unterlage 11 aufstösst. Bei  weiterer Bewegung der Kurvenscheibe 7  wird der Hebel 5 wieder angehoben und in  seine Grundstellung gebracht.  



  Die soeben beschriebene volle Bewegung  kann der Hebel 5 jedoch nur dann ausführen,  wenn das Druckstück 3 des Zeigers 2 von  dem Hebelende 9 entfernt ist. Tritt dagegen  das Druckstück 3 unter das Hebelende 9,      so kann der Arm 5 nur eine ganz, kurze Be  wegung ausführen, da sich dann das Ende  auf das Druckstück 3 abstützt.  



  Um nun eine abgestufte Bewegung des  Armes zu erzielen, ist in das Hebelende 9  ein Stift 10 eingesteckt. Wenn sich bei  ständiger Auf- und     Abbewegung    des Hebels  5 der Zeiger mit dem Druckstück 3 langsam  dem Hebel 5 nähert, so wird das Druckstück  zunächst nicht unter das Hebelende 9, son  dern unter den Stift 10 treten. Dadurch wird  die mögliche Bewegung des Hebels 5 auf  die Hälfte begrenzt. Je nach der Stellung  des Druckstückes 3 wird der Hebel 5 also  einen grossen, mittleren oder kleinen Weg  machen können.  



  Die Hülse 13, welche infolge des Stiftes  14 sich ständig mit der Welle 8 dreht, trägt  einen     Fortsatz    19. Dieser     Fortsatz    kann bei  seiner Drehung je nach der Stellung der  Hülse 13 eine der Wippen 20, 21 oder 22  umlegen. Durch Gegenfedern 24 werden die  Wippen im allgemeinen in     ihrerLage    gehalten.  



  Falls nun der Hebel 5 mit seinem Ende  9 sich auf das Druckstück 3 abstützt, so  macht auch der Arm 18 beim Einfallen der  Rolle 6 in der Kurvenscheibe 7 nur eine  kurze Bewegung. Die Hülse 13 wird des  halb nur um eine kurze Strecke verschoben,  so dass der     Fortsatz    19 bei weiterer Drehung  der Welle 8 die Kontaktwippe 22 umlegt.  Steht dagegen der Zeiger 2 so, dass das  Hebelende 9 bis auf die Unterlage 11 her  abgehen kann, so bewegt sich der Arm 18  soweit, dass die Hülse 13 durch die Feder  16 ganz nach vorn geschoben wird. Infolge  dessen greift nunmehr der     Fortsatz    19 unter  die Wippe 20. In gleicher Weise wird die  Wippe 21 bewegt, wenn der Stift 10 am  Hebelende 9 sich auf das Druckstück 3 legt.  



  Die jeweils angehobene     Kontaktwippe     sperrt sich selbst an der Klinke 26, welche  um die Achse 27 drehbar ist und     unter    der  Wirkung einer Feder 28 steht. Eine gesperrte  Klinke bleibt solange in der gekippten Lage,  bis eine zweite Wippe gekippt wird. Durch  die dabei erfolgende Bewegung der     Blinke     26 wird die erste Wippe wieder     frei        gegeben       und durch die Feder 24 in die Grundstellung  zurückgeholt.  



  Die Wippen 20, 21 und 22 bewirken in  an sich bekannter Weise elektrische Schalt  vorgänge, zum Beispiel dadurch, dass auf  ihnen     Queeksilberschaltröbren    angeordnet sind.  Von den Wippen 20 bis 22 können aber  auch irgend welche mechanische Vorgänge  eingeleitet werden.  



  Der Stift 10 am Hebelende ist einstell  bar, so dass     derjenige    Bereich, in welchem  der Hebel 5 nur die halbe Bewegung macht,  nach Belieben grösser oder kleiner gemacht  werden kann. In sinngemässer Erweiterung  lassen sich auch noch mehr Schaltstufen aus  führen. Damit nicht bei plötzlichen Änderun  gen der zu regelnden Grösse der Zeiger 2  unter dem Hebel 5 hindurch schwingen kann  und dadurch die den Grenzwert nach oben  hin regelnde     Sdbaltstufe        übersprungen    wer  den kann, ist an dem Hebel 5 ein     Fortsatz     12 angebracht, der den Zeiger in solchen  Fällen abfängt und die Umlegung der Schalt  wippe 22 veranlasst.  



  Durch das in     Fig.2    dargestellte Aus  führungsbeispiel des     Gegenstandes    der Erfin  dung wird noch eine     Störungsmöglicbkeit     ausgeschlossen. Wird nämlich die Zuleitung  zur Spule 1 des     Messwerkss    unterbrochen, so  würde der Zeiger 2 in seine Nullstellung  zurückgeben und dadurch dem Hebel 5 stets  den vollen Ausschlag ermöglichen, selbst  wenn zum Beispiel die Temperatur des vom  Instrument zu kontrollierenden 'Ofens schon  zu hoch gestiegen     isst.        Dadurch    würde die  Energiezufuhr zum     Ofen    überhaupt nicht  unterbrochen und damit eine     Überhitzung     eingeleitet werden.  



  Zur Vermeidung     dieees    Mangels ist ein  Bügel 30     vorgesehen,    der in den Achsen 31  und 32 drehbar     gelagert    ist. Dieser Bügel  30 wird zusammen mit dem Hebel 5 bewegt,  da das Ende     8$    des Hebels gabelförmig  über den Bügel     greift.    Am Zeigernullpunkt  trägt der Bügel 30 einen     Fortsatz    34. Geht  nun durch Unterbrechung oder eine andere  Störung der Zeiger 2     plötzlich    auf den Null  punkt     zurück,    so tritt     das        Druckstück   <B>8</B>      unter den     Fortsatz    34.

   Dadurch kann der  Bügel 30 und damit auch der Hebel 5 nur  einen kleinen Weg machen, so dass mittels  der Wippe 22 derselbe Schaltvorgang ein  geleitet wird, als wenn sich das Druckstück  3 vollständig unter das Hebelende 33 bewegt  hätte. Zum Beispiel kann man auf diese  Weise bewirken, dass bei plötzlichem Zurück.  gehen des Zeigers auf Null die Energiezu  fuhr zu dem Ofen sofort unterbrochen wird,  oder man kann bewirken, dass in diesem  Fall ein besonderes Signal ertönt, welches  auf die Störung aufmerksam macht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung an Messgeräten für mehrstu fige Regelung, zum Betätigen von Schalt organen, dadurch gekennzeichnet, dass eine auf einer sich drehenden Welle verschieb bare, sich mit der Welle drehende Hülse je nach dem Zeigerausschlag so verschoben wird, dass dadurch das gewünschte Schalt organ betätigt wird, zum Zwecke der Ein schaltung oder Ausschaltung einer Regelstufe. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei plötzlichem Zurück- gehen des Zeigers auf den Nullpunkt, welches durch Störungen verursacht wird, ein Schaltvorgang eingeleitet wird. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei plötzlichem Zu rückgehen des Zeigers auf den Nullpunkt, welches durch Störungen verursacht wird, ein Signal gegeben wird. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die sich drehende Hülse mittels eines Hebedaumens (19) auf Wippen sitzende Kontakte betätigt. 4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine betätigte Wippe durch eine Klinke in der Arbeitsstellung gesperrt wird, bis eine andere Klinke betätigt wird. 5. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Überspringen der den Grenzwert nach oben hin regelnden Schaltstufe bei plötzlichen Änderungen der zu regelnden Grösse durch einen Fort satz (12) am Hebel (5) verhindert wird.
CH199893D 1937-01-23 1937-12-30 Einrichtung an Messgeräten für mehrstufige Regelung, zum Betätigen von Schaltorganen. CH199893A (de)

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