Vergrösserungsgerät für photographische Zwecke. Gegenstand der Erfindung ist ein Ver grösserungsgerät für photographische Zwecke, das sich dadurch auszeichnet, dass alle Mittel zum Betrachten und Halten des zu durch lichtenden Schichtträgers und zum Halten, Belichten und Auswerfen des zu belichtenden Schichtträgers so angeordnet sind, dass sie von einer Welle aus gesteuert werden kön nen.
Die Welle kann mit einem Betätigungs hebel (Hand- oder Fussantrieb) versehen und mit Kurbeln, Nocken, Hebeln und Schaltern ausgerüstet sein zum Steuern der für den Vergrösserungsvorgang erforderlichen Teile, zum Beispiel der Mattscheibe, des Kopierlich tes, der Andruckplatte usw.
In der Zeichnung ist eine Ausführungs form des Erfindungsgegenstandes beispiels weise dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 das Vergrösserungsgerät von der Seite gesehen im Schnitt in der zum Aus suchen des zu vergrössernden Negativs ge eigneten Stellung, Fig. 2 einen Grundriss des Hebelschalt- werkes nach Fig. 1, Fig. 3 eine Seitenansicht des Vergrösse rungsgerätes in der Kopierstellung mit Auf zug und Auslösevorrichtung für die Kopier uhr.
Die von der Lichtquelle 1 ausgehenden Lichtstrahlen gelangen durch ein Wärme- schutzfilter 27 und den Kondensor 2 auf das auf dem Führungsrahmen 3 liegende Ne gativ 4. Das Negativ 4 wird durch eine An druckplatte 5 während des Kopiervorganges fest angedrückt. Die Plandruckplatte 5 liegt beim Aussuchen des zu vergrössernden Nega tivs lose auf dem Negativ.
Das vergrösserte Bild des Negativs wird durch das Objektiv 6 auf die Mattscheibe 7 geworfen, wo es von dem vor dem Vergrösserungsapparat Sitzen den bequem betrachtet werden kann. Die Mattscheibe 7 ist fest verbunden mit einer Plandruckplatte 8, die zum Andrücken des zu belichtenden Schichtträgers (Papiers) 9 an den in der Bildebene liegenden Rahmen 10 dient. Ein Finger 11 hält das Papier 9 wäh rend des Anklappens der Platte 8 an den Rahmen 10 fest. Die in einem Winkel zu einander angeordneten Platten 7 und 8 sind in einem Träger 12 gelagert.
Der Teil 12a besitzt einen Schlitz 13, in den ein am He bel 14 gelagerter Stift 15 eingreift. Der He bel 14 sitzt an der Hauptantriebswelle 16, die durch einen Handgriff 17 betätigt wird. Der Stift 15 greift in einen Schlitz 18, der im Hebel 19 vorgesehen ist und betätigt dadurch den Papierfinger 11, der an dem Hebel 19 be festigt ist. Auf der Hauptwelle 16 ist auch noch ein Nocken 20 befestigt, der mittels des an ihm anliegenden Stiftes 21 und des Hebels 5a die Druckplatte 5 entgegen der Wirkung der Feder 22 an das Negativ 4 drückt.
An dem Steuerdaumen 23, der gleichfalls auf der Welle 16 gelagert ist, liegt ein um die Achse 25 drehbarer Hebel 24 an. Mittels des Hebels 24 wird das Gestänge 26 betätigt, an dem eine Streuscheibe 27a und ein Wärme schutzfilter 27 gelagert ist. Je nach der Stel lung des Handgriffes 17 befindet. sich ent weder die Streuscheibe 27a oder das Filter 27 im Strahlengang des Vergrösserungsgerätes. An der Hauptwelle 16 ist ferner ein Sektor 28 angebracht, auf dem zwei Quecksilberschal- ter 29 und 30 befestigt sind.
Je nach der Stellung des Handgriffes 17 wird in den Stromkreis der Lampe 1 ein Widerstand 31 gelegt (vergleiche, Fig. 1) oder dieser Wider stand ist durch den Schalter 29 überbrückt und die Lampe 1 liegt direkt am Netz (ver gleiche Fig. 3). Ein Winkel 32 an der Hauptwelle 16 spannt über eine Stange 33 die Kopieruhr 34 und gibt diese auch im ge eigneten Augenblick über die Klinken 35, 36 zur Belichtung frei.
Die Wirkungsweise des Vergrösserungs gerätes ist folgende: Das Negativ 4 wird zwischen die Druck platte 5 und den Führungsrahmen 3 gelegt und so lange verschoben bis auf der Matt scheibe 7 das gewünschte Bild in vergrösser tem 'lNfassstabe erscheint. Diese Stellung ist in Fig. 1 veranschaulicht.
Die dazugehörige Lage des Handgriffes 17 ist strichpunktiert gezeichnet. Entsprechend dieser Stellung des Handgriffes 17 und damit des Schalters 30 liegt in dem Stromkreis der Lampe 1 der Widerstand 31, so dass die Lampe 1 nicht mit voller Lichtstärke brennt. Ferner wird durch den Steuerdaumen 23 der Hebel 24 angeho ben, so dass im Lichtkegel die Wärmeschutz scheibe 27 liegt.
Die optische Anordnung im Vergrösserungsgerät ist jetzt so, dass mit ge richtetem Licht gearbeitet wird, und zwar bei reduzierter Netzspannung, was der Lebens dauer der Lampe zugute kommt, und bei gleichzeitiger Wärmeabsorption des in Rich tung auf den Kondensor geworfenen Lichtes. Die Druckplatte 5 wird durch das Gestänge 5a, 21, das durch den Nocken 20 von der Hauptwelle 16 gesteuert wird, entgegen der Wirkung der Feder 22 vom Negativ 4 abge hoben, so dass das Filmband in der Filmbahn leicht bewegbar ist.
Durch das Hebelgestänge 12-19 wird die Mattscheibe 7 in der Bild ebene gehalten, während die Andrucktafel 8 die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Stellung ein nimmt. Der Papierfinger 11 wird durch das gleiche Gestänge an das Papier 9 bezw. an die Tafel 8 gedrückt, sobald der Handgriff 17 entgegen der Pfeilrichtung A bewegt wird.
Bei dieser Bewegung wird zunächst die Kopierlampe 1 durch Unterbrechung des Quersilberfadens im Schalter 30 gänzlich ausgeschaltet und später durch Überbrük- kung des Widerstandes 31 durch den Schal ter 29 an die volle Netzspannung gelegt, wie Fig. 3 zeigt.
Bei dieser Bewegung wird ferner durch Vermittlung des Nockens 20 und des Steuerdaumens 23 die Wärmeschutz scheibe 2 7 durch ein Streufilter 27a ersetzt und die Druckplatte 5 fest gegen das Nega tiv 4 gepresst, so dass nunmehr der Vergrösse rungsapparat mit gestreutem Licht arbeitet. Inzwischen hat die Mattscheibe 7 und die Andrucktafel 8 die in Fig. 3 gezeigte Lage eingenommen und der Winkel 32 die Stange 33 herabgedrückt und die Kopieruhr 34 ge spannt. Die Klinke 35 ist so gestaltet, dass ihre Spitze über die Spitze des Hebels 36 steigen kann.
An dem Umkehrpunkt beginnt die Kopieruhr selbsttätig zu laufen, und zwar so lange, wie es der vorher eingestell ten Zeit entspricht. Nach Ausführung der Be lichtung wird der Hebel 17 über die Aus gangsstellung hinaus in Richtung des Pfeils A bewegt (vergleiche Fig. 1) wodurch die Andrucktafel 8 angehoben (vergleiche ge strichelte Lage) und das belichtete Papier 9 in einen eigens dafür vorgesehenen Ablege korb fällt.