CH198564A - Antriebseinrichtung mit Reduktionsgetriebe. - Google Patents
Antriebseinrichtung mit Reduktionsgetriebe.Info
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Description
Antriebseinrichtung mit Beduktionsgetriebe. Die Erfindung betrifft eine Antriebsein richtung mit Reduktionsgetriebe und ist ins besondere, jedoch nicht ausschliesslich, für elektrische Abstimmvorrichtungen, wie bei spielsweise veränderliche Kondensatoren in Radioempfangsgeräten, gedacht.
Sie bezweckt insbesondere die Schaffung einer Antriebseinrichtung mit einem ein fachen und dennoch wirksamen Friktions- reduktionsgetriebe, in welchem die gewünscb- ten Kontaktzustände zwischen den miteinan der in Eingriff stehenden Flächen aufrecht erhalten werden.
Sie ist dadurch gekenn zeichnet, dass eine Antriebsspindel, ein auf dieser Spindel angeordnetes getriebenes Glied in Form einer Hülse, welches einen Kugel lagerkäfig für als Planetenräder dienende Ku geln bildet, und ein loses, mit einer den ge nannten Käfig umgebenden, sich verjüngen den Bohrung versehenes Reaktionsglied vor handen sind, wobei die Wand der Bohrung die Kugeln berührt, und Mittel vorgesehen sind, welche das Reaktionsglied in achsialer Richtung derart beeinflussen, dass es die Ku geln gegen die Spindel drückt.
Die Erfindung ist nachstehend anhand einer beispielsweisen Ausführungsform, wel che in der beiliegenden Zeichnung darge stellt ist, ausführlich beschrieben.
In der Zeichnung zeigt: Fig. 1 eine teilweise im Schnitt gezeigte Ansicht der Antriebseinrichtung, und Fig. 2 eine Draufsicht dieser Einrichtung. Wie aus der Fig. 1 hervorgeht, ist die Antriebsspindel 1 in einer Platte 2, welche beispielsweise zur Wandung eines zur Auf nahme der Einrichtung dienenden Gehäuses gehören oder einen Teil eines Chassis eines Radioempfangsgerätes bilden kann, drehbar gelagert. Diese Spindel ist gegen achsiale Verschiebungen durch einen Stellring 3 und eine Schulter 4 gesichert.
Eine zwischen der Schulter 4 und das Lager eingefügte Fiber scheibe 5 dient zur Gewährleistung eines weichen Ganges und zur Aufnahme des Achsdruckes.
Auf der Antriebsspindel 1 sitzt ein ge triebenes Glied in Form einer Hülse 6, die mit einer Rille 6a versehen ist, die zur Auf nahme eines nachgiebigen Bandes oder Ka bels, welches zur Übertragung der Bewegung auf die zu steuernde Vorrichtung dient, vor gesehen ist. Das hülsenförmige Glied 6 ist mit Öffnungen versehen, in denen die in einer Rille 9 der Spindel rollenden Kugeln 7 un tergebracht sind. Die Hülse 6 dient somit als Kugelkäfig für die Kugeln 7, welche als Pla netenräder wirken. Das Reaktionsglied zu diesem Planetengetriebe bildet ein Ring 8, welcher die Hülse 6 in deren oberem Teil um gibt und mit einer sich wenigstens über einen Teil derselben verjüngenden Bohrung ver sehen ist.
Der Ring 8 ist mit dem verjüngten Teil lose auf die Kugeln aufgesetzt, derart, dass, wenn auf den Ring ein Druck in Richtung der Achse ausgeübt wird, die Ku geln durch den Ring gegen die Rille 9 der Spindel gedrückt werden. Dieser Druck wird durch eine Blattfeder 11 ausgeübt, die mittels einer Schraube 12 am Teil 2 befestigt ist und mit dem gabelförmigen Ende auf den Ring 8 einwirkt, wie dies der Zeichnung entnom men werden kann. Der Federdruck kann durch eine Schraube 13 geregelt werden. Diese Feder dient gleichzeitig dazu, den Ring 8 durch Reibung am Drehen zu verhindern, falls die Einrichtung als Reduktionsantrieb wirken soll.
Da das Reaktionsglied nicht starr befestigt ist und der Druck auf den Ring geregelt werden kann, läss t sich ein leichter, stossfreier Gang erzielen, und gleich zeitig kann durch eine Neueinstellung sowohl die Wirkung irgendwelcher Abnützung kom pensiert, als auch der Gang den jeweiligen Verhältnissen angepasst werden. Diese Kon struktion bietet Gewähr für eine lange Lebensdauer.
Bei der dargestellten Antriebseinrichtung kann die Hülse 6 auch ohne Geschwindig keitsreduktion direkt durch die Spindel 1. an getrieben werden. Zu diesem Zwecke ist die Spindel 1 mit einer Bohrung versehen, die zur Aufnahme eines Stiftes 1a dient, welcher aus der Spindel hervorragt und mit einem auf der Hülse vorgesehenen Ansatz 6 b zu sammenwirkt. Sobald dieser Stift beim Drehen der Spindel den Ansatz 6b der Hülse berührt, so wird die Hülse 6 direkt gedreht, wobei allerdings auch der Ring 8 mitgenom men werden kann, und zwar entgegen der durch den Federdruck bestimmten Reibungs kraft.
Wie ersichtlich, wirkt die Einrichtung nur dann als Reduktionsantrieb, wenn der Stift la vom Ansatz 6b abgehoben wird. Wird die Einrichtung beispielsweise in einem Radioempfangsgerät zur Steuerung eines Abstimmorganes verwendet, so kann, falls der Stift la den Ansatz 6b noch nicht berührt, infolge der Reduktionswirkung zuerst nur eine verhältnismässig langsame Abstimmbe- wegung erzielt werden.
Sobald aber der Stift auf den Ansatz trifft, kommt der direkte Antrieb zur Wirkung, wodurch eine relativ schnelle Abstimmbewegung erzielt -wird. Diese wird solange weitergeführt, bis die ge wünschte Stellung in der Abstimmung er reicht worden ist, das heisst, bis diese Stel lung um einen kleinen Betrag überschritten worden ist, worauf die Spindel im umgekehr ten Drehsinn gedreht wird, wobei der Stift vom Ansatz abgehoben wird und nun Nvieder das Reduktionsgetriebe zur Wirkung kommt, so dass nun eine scharfe Einstellung der ge wünschten Stellung durchgeführt werden kann.
Für den direkten Antrieb ist eine Schmie rung der zusammenwirkenden Flächen der Feder 11 und des Ringes 8 erwünscht. Zu diesem Zweck ist der obere Teil des Ringes 8 derart ausgebildet, dass zwischen ihm und der Hülse 6 eine ringförmige Öffnung frei bleibt, durch welche Fett oder ein sonstiges Schmiermittel aus dem durch den Ring 8 ge formten Kugellagergehäuse, das unten durch eine Kappe 10 abgeschlossen ist, herausdrin gen kann.
Zweckmässigerweise wird die Vorrichtung mit einem eigenen Gehäuse mit Wandungen 2 versehen, so dass es als eine getrennte Ein- heit an dem die zu steuernden Organe auf weisenden Apparat montiert, und falls nötig, leicht ausgewechselt werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Antriebseinrichtung mit Reduktionsge triebe, dadurch gekennzeichnet, dass eine An triebsspindel, ein auf dieser Spindel abgeord netes getriebenes Glied in Form einer Hülse, welches einen Kugellagerkäfig für als Pla netenräder dienende Kugeln bildet, und ein loses, mit einer den genannten Käfig um gebenden, sich verjüngenden Bohrung ver- sehenes Reaktionsglied vorhanden sind, wo bei die Wand der Bohrung die Kugeln be rührt, und Mittel vorgesehen sind, welche das Reaktionsglied in achsialer Richtung derart beeinflussen, dass es die Kugeln gegen die Spindel drückt. UNTERANSPRÜCHE: 1.Antriebseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das lose Re aktionsglied durch Reibung mit einer Fe der in Eingriff steht und durch diese in achsialer Richtung durch Druck beein- flusst wird, wobei zwecks Einstellung die ses Druckes die Feder einstellbar ist.2. Antriebseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das lose Re aktionsglied durch Reibung mit einer Blattfeder in Eingriff steht und durch diese in achsialer Richtung durch Druck beeinflusst wird, wobei diese Feder an einem Ende befestigt ist und mit einer Einstellvorrichtung versehen ist, durch welche der Druck auf das Reaktionsglied geregelt werden kann. 3. Antriebseinrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ge nannte Einstellvorrichtung aus einer Ein stellschraube besteht, die die Blattfeder fasst. 4.Antriebseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugeln in einer in der Spindel vorgesehenen Rille rollen, und dass ein Drucklager für die ' Spindel vorgesehen ist, welches einen mit einer gegen eine Schulter der Spindel an liegenden Fiberscheibe versehenen Sitz aufweist. 5. Antriebseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Mittel vorhanden ist, um das getriebene Glied mittels der Antriebsspindel direkt und mit gleicher Geschwindigkeit zu drehen.6. Antriebseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine fortge setzte Drehung der Antriebsspindel das getriebene Glied und das Reaktionsglied als eine Einheit drehen. 7. Antriebseinrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Antriebsspindel ein Ansatz angebracht ist, der auf seinem Umlaufweg einen am getriebenen Glied vorhandenen Ansatz fassen kann.B. Antriebseinrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Antriebsspindel ein Ansatz angebracht ist, der auf seinem Umlaufweg einen am getriebenen Glied vorhandenen Ansatz fassen kann. 9. Antriebseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das lose Re aktionsglied mit einem Durchgangsweg für ein Schmiermittel versehen ist, durch welchen das Schmiermittel aus dem In nern des Reaktionsgliedes nach der Flä che gelangen kann, an der die Beeinflus sungskraft ansetzt.10. Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Getriebe organe in einem Gehäuse untergebracht sind, so dass die Antriebsvorrichtung als Ganzes mittels des Gehäuses an dem die durch die Vorrichtung zu steuernden Organe tragenden Apparat befestigt wer den kann.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB198564X | 1936-08-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH198564A true CH198564A (de) | 1938-06-30 |
Family
ID=10136340
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH198564D CH198564A (de) | 1936-08-22 | 1937-08-20 | Antriebseinrichtung mit Reduktionsgetriebe. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH198564A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1166933B (de) * | 1962-12-21 | 1964-04-02 | Vorwerk & Co Elektrowerke Kg | Einstellvorrichtung fuer einen Drehkondensator |
-
1937
- 1937-08-20 CH CH198564D patent/CH198564A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1166933B (de) * | 1962-12-21 | 1964-04-02 | Vorwerk & Co Elektrowerke Kg | Einstellvorrichtung fuer einen Drehkondensator |
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