CH192547A - Verfahren zur Herstellung vollständig ausgeschrumpfter Kunstseide im direkten Arbeitsgang. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung vollständig ausgeschrumpfter Kunstseide im direkten Arbeitsgang.

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CH192547A
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Feldmuehle A G Vorm Rorschach
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Feldmuehle A G Vorm Loeb Schoe
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    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D11/00Other features of manufacture
    • D01D11/04Fixed guides

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung vollständig ausgeschrumpfter Kunstseide  im direkten Arbeitsgang.    Bei der     Fertigstellung    von auf Spulen  gesponnener Kunstseide im sogenanntendi  rekten Arbeitsgang, d. h. unter Umgehung  des Haspelns und der Nachbehandlung im  Strang, auf der normalen starren Spinnspule,  erhält man eine Kunstseide, die bezüglich  Anfärbbarkeit und Dehnung ungleichmässig  ist; dies rührt daher, dass die Fäden auf den  starren Spulen beim Trockenprozess nicht  richtig ausschrumpfen können und je nach  der Lage mehr oder weniger     verstreckt    sind  und infolgedessen auch verschiedenes Aus,  färbevermögen besitzen.  



  Man hatte nun erwartet, durch Verwen  dung von Spinnspulen, die nach Art von  Haspeln mit Stegen ausgerüstet sind, oder  die Form von Manschetten haben oder der  gleichen und ein     Entspannen    der Kunst  seidenwickel gestatten, die Nachteile, die       sieh    aus der Verwendung starrer Spulen er  geben, zu beheben.  



  Aber auch hier     zeigte    es sich, dass die  Kunstseide noch immer nicht die erforder  liche Gleiehmässigkeit besitzt.    Diese Ungleichmässigkeit hat je nach Be  nutzung d er Art des Spinnorganes verschie  dene Ursachen.  



  Auf den meisten Entspannungsspulen  lassen sich die Wickel nur     äusserst    schwer  abdichten; die Seide wird dabei verklemmt;  die Durchdringung der Wickel von den  Behandlungsflüssigkeiten ist unregelmässig,       stellenweise    dringt zu viel, an andern     Stellen     zu wenig Flüssigkeit durch die Fadenlagen.  



  Bei vielen Vorrichtungen, speziell bei  den nach     Art    von     Manschetten    ausgebildeten  Aufnahmeorganen     ist    die Entspannung der  Wickel ungleichmässig; es erfolgen leicht       Verstreckungen.    Bei andern Vorrichtungen  werden die Fadenlagen     leicht    verwaschen;  die Fäden werden     unterwaschen    und ver  klemmen sich ,dabei, was ein äusserst schlech  tes     Abzwirnen    und daher wieder     Ver-          streckungen        zur    Folge hat.  



  Das     schwierigste    Problem bildet aber im  mer das Abdichten der für die beweglichen       Entspannungsteile    erforderlichen Öffnungen  im     Spulenkörper    und man hat daher zur Lö-      sung dieses Problems eine mit seitlich auf  steigenden Rändern versehene Spule     kon-          struiert,    bei     welcher    die beweglichen Ent  spannungsstege durch diese schrägen Ränder  hindurchtreten und w o durch Abstützung  des Fadenwickels auf diesen schrägen Rän  dern eine Abdichtung durch den Faden  wickel selbst besorgt wird.

   Der Erfolg schien  gesichert, doch es zeigte sich,     dass    auch hier  wieder Schwierigkeiten auftreten, die die  Erzeugung einer einwandfreien gleichmässi  gen und ausgeschrumpften Kunstseide noch  nicht gestatten. Diese Schwierigkeiten be  ruhen darauf, dass hei der normal     besponne-          nen    Spule ein gleichmässiges Durchwaschen  des Wickels nicht möglich ist.  



  Es wurde nun     gefunden,    da erst die  Benutzung dieser mit Seitenrändern     versehe-          nen    Entspannungspule in Verbindung mit  einer ganz speziellen Bewicklungsart zum  Erfolge führt und die Erzeugung einer  gleichmässig ausgeschrumpften und bezüglich  Anfärbbarkeit und Dehnung gleichmässigen  S S eide gestattet.  



  Die besondere Bewicklungsart beruht auf  einem durchgehend porösen Aufbau des  Kunstseidenwickels. Der Aufbau dieser  porösen Wicklung geschieht dadurch, dass  man eine sogenannte Wabenwicklung her  stellt, welche von dem innern Teil des     Wik-          kels    bis zum äussern Teil von wasserdurch  lässigen Kanälen durchzogen ist. Dabei muss  die poröse Wabenwicklung mit dem an sich  bekannten zunehmenden Fadenleiterhub auf  Spinnspulen mit     verstellbarem    Zylinder und  seitlich, sich     nach    aussen erweiternden festen  Rändern aufgewickelt werden.  



  Dieses erfordert präzis konstruierte An  triebsorgane für Spule und Fadenführer und  entsprechende Übersetzungsräder, welche eine  derartige Wicklung zu erzeugen     imstande     sind.  



  Die zur Ausführung des Verfahrens er  forderliche Entspannungsspule ist in Fig.l  und 4 in einem Ausführungsbeispiel darge  stellt, und zwar zeigen:  Fig. 1 einen Längsschnitt der Spule,  Fig. 2 die dazugehörige Stirnansicht und    Fig.3 und 4 verschiedene Einzelheiten.  In Fig. 5 ist eine bewickelte Entspan  nungsspule angedeutet, die obere Hälfte im  Schnitt und die untere Hälfte in Ansicht.  Der     Mantel    der Spule besteht aus einem  zylindrischen Teil 1 und den beiden seit  lichen Rändern 2 und 3, die nach innen stei  ler und nach aussen flacher sind. In den seit  lichen Rändern 2 und 3 sind unmittelbar  über dem zylindrischen Teil 1 gleichmässig  verteilt radiale Schlitze 8 vorgesehen, in  denen Längsstäbe 4 angeordnet sind.  



  Die Stäbe 4 ragen zu beiden     Seiten     durch die Ränder 2, 3 hindurch und sind  dort, wie Fig. 3 erkennen lässt, bei 5 einge  fräst. In diese Einfräsungen legen sich     beid-          seitigdie    Ringfedern 6 und 7, die die Stäbe 4  in der richtigen Stellung halten und ein  achsiales Herausfallen derselben verhindern.  



  An jeder Ringfeder 6 bezw. 7 ist ein  Sperrschloss 9, 10, 11 gemäss dem Schweizer  Patent Nr. 174050 angebracht, das die zu  gehörige Feder gesperrt     und    starr hält, so  bald .die Teile 9, 10, 11 sich in der Streck  lage befinden (siehe     Fig.    2), bei geöffnetem       Sperrschloss    (siehe     Fig.4),    die Feder aber  frei gibt, so     dass    diese nur noch leicht  federnd ,gegen die Längsstäbe 4 drückt. Die       Aufwickelspule    ist alsdann     entsperrt    und  der ,darauf befindliche     Kunstseidenwickel          kann    sich     entspannen.     



  Dar     Mantel    der Spule kann     unter    Um  ständen gelocht sein.  



  In     Fig.    5 sind mit 1.3 die Kanäle ange  deutet, welche durch das Wickeln gebildet  werden. Man sieht hieraus, dass     dieselben    in  Strahlenform verlaufen und sich nach aussen  gemäss den Seitenrändern erweitern. Diese       Wicklungsform    kann nur in der     Weise    er  zielt werden, dass man dem     Fadenleiter    nach  und nach eine     grössere        Bewegung    gibt,

   die  mit dem Abstand der beiden     sich    erweitern  den Ränder     übereinstimmt.        Dieser    grösser  werdende     Fadenleiterhub    bewirkt     ein    Ver  legen des     Fadens    bis an die Ränder heran,  auch dann noch, wenn der Wickel dicker       wird        und    die     Ränder    einen grösseren Ab-      stand haben. Mit 14 in derselben Figur ist  die Wabenbildung des Kunstseidenwickels  in Ansicht wiedergegeben.

   Erst durch die  Kombination von Wabenbildung und Ent  spannungsspule der beschriebenen Konstruk  tion wird in überraschender Weise ein rest  los gutes Kunstseidenprodukt im direkten  abgekürzten Verfahren erzielt. Dieses Ver  fahren     gewährleistet    nicht nur eine gute  Waschbarken, sondern auch     grösste    Scho  nung der Fäden und nach Lockerung der  Tragstäbe durch     Entspannen    der Federn ein  unbehindertes     Schrumpfen    des Kunstseide  fadens, wodurch eine gleichmässige und gute  Dehnbarkeit der Seide und Gleichmässigkeit  der Seide im Anfärbevermögen erzielt wird.  



  Es ist sowohl anwendbar bei der Her  stellung der gewöhnlichen, normalen, nicht  gestreckten Kunstseide, wie auch bei der  Herstellung gestreckter Kunstseide, die mit  Hilfe von Streckeinrichtungen     gesponnen     und im gespannten Zustande auf die Spule  aufgewickelt wird.  



  Je nach Art und Dichte der porösen  Wicklung kann die Entspannung des Kunst  seidewickels vor oder nach der Nachbehand  lung, die auf der Spinnspule zu erfolgen hat,  vorgenommen werden. Die Entspannung  kann auch etappenweise vor sich gehen.  Jedenfalls muss sie aber vor dem Trocken  prozess durchgeführt sein.  



  So wird beispielsweise bei     grobfädiger,     nicht gestreckter Kunstseide, die sich leich  ter behandeln lässt, nach Durchführung der  Nachbehandlungsoperation entspannt, bei  feinfädiger gestreckter     Kunstseide,    welche  dichtere undurchlässigere Wicklungen er  gibt, schon vor der Nachbehandlung; in bei  den Fällen erhält man einwandfreie Resul  tate.  



  Wenn oben von einer porösen Waben  wicklung mit zunehmendem Fadenleiterhub  gesprochen wurde, so geht daraus zwang  läufig hervor, dass der Fadenleiterweg wäh  rend des Arbeitens vergrössert wird. In den  Fig. 1 und 5 der Zeichnung ist eine Spule  dargestellt, die, wie gesagt, beidseitig Rän  der     besitzt,    die     aussen    eine grössere Distanz    voneinander haben als innen am Zylinder  mantel der Spule. Soll nun die Spule voll  bewickelt werden, so ist es Bedingung, dass  der Faden, wenn die Wicklung in der Dicke  zunimmt, weiter verlegt wird, d. h. der Fa  denleiterhub muss vergrössert werden, um  den Faden bis an die Ränder heran zu ver  legen. Das ist der zunehmende Fadenleiter  hub.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung vollständig ausgeschrumpfter Kunstseide im direkten Arbeitsprozess, dadurch gekennzeichnet, dass die frisch gesponnene Kunstseide in poröser Wabenwicklung mit zunehmendem Faden leiterhub auf Spinnspulen mit verstellbarem Zylinder und seitlich vorstehenden, sich nach aussen erweiternden festen Rändern aufge wickelt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunstseidenfaden beim Aufwickeln auf die Spinnspule so geleitet wird, dass die Wicklung am Grunde des Zylinders und in den höheren Lagen, d. h. innen und aussen dieselbe Anzahl Wabenlöcher aufweist, diese sich somit strahlenförmig sowohl in radialer, als auch in achssialer Richtung nach aussen erweitern. <B>2</B>.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrung der Federn unter .den Auflagestäben der Aufwickelspule vor der Nassnachbehandlung des Kunstseide- wickels aufgehoben wird.
    'o. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch .gekennzeichnet, .dass die Sperrung der Federn unter den Auflagestäben -der Aufwickelspule nach der Nassnachbehandlung des Kunstseide- wickels, aber vor dem Trocknen aufge hoben wird.
CH192547D 1936-10-27 1936-06-29 Verfahren zur Herstellung vollständig ausgeschrumpfter Kunstseide im direkten Arbeitsgang. CH192547A (de)

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