CH190854A - Anordnung zum Empfang von Ultrakurzwellen. - Google Patents

Anordnung zum Empfang von Ultrakurzwellen.

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CH190854A
CH190854A CH190854DA CH190854A CH 190854 A CH190854 A CH 190854A CH 190854D A CH190854D A CH 190854DA CH 190854 A CH190854 A CH 190854A
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Aktiengesellschaft C Lorenz
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Lorenz C Ag
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Description


  Anordnung zum Empfang von Ultrakurzwellen.    Es ist bekannt, dass der Empfang von  Schwingungen sehr hoher     Frequenz    auf  Schwierigkeiten stösst und mit um so schlech  terem Wirkungsgrad erfolgt, je höher die  Frequenz ist. In letzter Zeit hat man ins  besondere die sogenannte     Bremsfeldschaltung     benutzt, deren Resonanzschärfe jedoch zu  wünschen übrig lässt,     und    die vor allem den  Nachteil hat, dass sie mehrdeutig ist; auch  werden, und dies liegt in dem Prinzip dieser  Schaltung begründet, die Röhren ausser  ordentlich klein, so dass sie bei Zentimeter  wellen kaum mehr hergestellt werden können.  



  Die Erfindung bezweckt, eine Empfangs  schaltung zu schaffen, die frei von solchen  Nachteilen ist. Sie bedient ,sich hierzu einer  Röhre mit geteilter Anode, und zwar einer  Anode, an die der     Schwingungskreis    :sym  metrisch angekoppelt ist. Solche Röhren sind  für Sendezwecke benutzt worden. Um sie für  Empfangszwecke brauchbar zu machen, wird  ohne     Anodenruhestrom        gearbeitet.    Hierfür  ist die Anodenspannung niedrig genug zu    halten, wobei die höchstzulässige Anoden  spannung vom     Durchmesser    der     geteilten     Anode abhängt. Die     Resonanzschärfe    wächst,  je grösser der     Durchmesser    der Anode ge  wählt wird.

   Unterhalb eines     bestimmten     Anodendurchmessers     ist    ein Empfang über  haupt nicht möglich.  



  Die Erfindung ist im     folgenden    mit Be  zug auf die Zeichnung durch     Au6füh-          rungsbeispiele    erläutert.         Fig.    1     ist        ein.    Diagramm, das sich auf die         Wirkungsweise    der neuen     Anordnung    be  zieht.     Fig.    2 bis 6 sind Schaltbilder je     eines          Ausführungsbeispiels    der Erfindung. Gleiche  Teile sind mit     demselben    Bezugszeichen ver  sehen.  



  Die     Röhre        R        hat    einen Heizfaden H und  zwei     zylindrische    Teile A, die eine Anode  bilden. Der Entladungsraum dieser Röhre  steht in an sich     bekannter    Weise unter der  Wirkung     eines        konstanten        magnetischen     Feldes, dessen     Kraftlinien    parallel zu dem  Glühfaden verlaufen.     Das        Magnetfeld    kann      durch einen     Elektromagneten    oder gegebenen  falls durch einen permanenten Magneten er  zeugt werden.

   An den Anodenzylinder A, A  ist ein     Lechersystem    L angeschlossen, das in  einem Knoten durch einen     Kurzehlussbügel          K    überbrückt ist. Der     Kurzschluss    des Sy  stems L kann auf einen ersten, zweiten oder  dritten Knoten eingestellt sein. Die Anoden  spannung wird in der Mitte des     Kurzsehluss-          bügels    zugeführt, gegebenenfalls über eine       Hochfrequenzdrossel   <I>Dr.</I> Im Anodenspan  nungskreise liegt der Empfangsindikator T,  der rein schematisch dargestellt ist. Er kann  aus einem Telephon oder einem Anzeige  instrument und überdies aus einem Verstär  ker bestehen.

   An das System L     .sind    die bei  den Hälften     Di    eines Empfangsdipols     ange-          schlosoen.    Der     Anschluss    kann induktiv oder       kapazitiv    statt galvanisch     sein.     



       Die    Wirkungsweise ist folgende:  Die vom Glühdraht     H        emittierten    Elek  tronen fliegen unter dem Einfluss des Mag  netfeldes in einer     geschlossenen,    z. B. kreis  förmigen Bahn zur Kathode zurück. Die Um  laufzeit der Elektronen ist lediglich von der  magnetischen Feldstärke abhängig. Treten  nun an der Anode<I>A, A</I> infolge der im Sy  stem L aufgenommenen Energie     hochfre-          quente    Spannungen auf und stimmt die  Dauer einer Periode mit der Umlaufzeit der  Elektronen überein, so laufen die Elektronen  nicht mehr in Kreisen, sondern in Spiralen,  so dass sie schliesslich die Anode erreichen  und einen Strom im     Anzeigekreis    bewirken.

    Diese Wirkungsweise     erfordert,    dass die  Elektronen ohne die     empfangenen        hochfre-          quenten        Schwingungen    in keiner Weise die  Anode erreichen. Demgemäss muss die Ano  denspannung sich .stets unterhalb eines Wer  tes befinden, bei dem während des Ruhezu  standes der Anodenstrom fliessen würde.  Zwischen     Magnetismus    und Frequenz muss  die Beziehung     bestehen   <I>f</I> =     0;3    X 107<I>11</I>  (f in Hertz und     H    in Gauss). Der sich so er  gebende Magnetismus ist der Resonanzmag  netismus.

   Der     Anodenzylinderdurehmesser     muss auf alle Fälle grösser sein als r, wobei  <I>r</I>     definiert    ist durch die Beziehung<I>r = 2</I>     2.            (r    in mm und 2 in m). Praktisch hat     sich    ein  Anodendurchmesser bewährt, der das zehn  fache dieses Mindestdurchmessers beträgt. Je  grösser der Durchmesser des Anodenzylinders       ist,        umsomehr    Entwicklungsmöglichkeit be  steht für die Elektronenspiralen, aber um so  grössere Übereinstimmung zwischen empfan  gener Frequenz und .dem Resonanzmagnetis  mus ist notwendig.

   Da der Resonanzmagne  tismus die empfangene Frequenz völlig ein  deutig bestimmt, kann das     Lechersystem     irgendeine der möglichen Resonanzstellungen  haben. Es kommt dadurch keine Mehrdeutig  keit     hinein..     



  Trägt man den Resonanzmagnetismus Q  in Abhängigkeit von der Anodenspannung  V auf, .so ergibt sich die in     Fig.    1 gezeigte  Kurve Q'. Aus dieser Darstellung ergibt sich,  dass der Resonanzmagnetismus nur konstant  ist in einem Spannungsbereich, -der von dem  Ursprung 0 bis zu dem     Wert        VI    reicht, und  dass er dann weiterhin beträchtlich mit der  Spannung V     ansteigt.    Für die vorliegenden       Ausführungsbeipiele        wird    nur der Bereich       0-VI    benützt, in welchem der     Resonanz-          magnetismus    konstant ist und kein Anoden  strom fliesst.  



       Aus    -den angegebenen Beziehungen ergibt.  sich, dass die Anordnung sich für das Gebiet  der Ultrakurzwellen eignet, da. bei niedrige  ren     Frequenzen    die Röhrendimensionen     uu-          ha.ndlich    gross werden; für den Empfang der  ultrakurzen Wellen hat sie aber gerade den       Vorteil,    dass man mit Röhren normaler Ab  messungen arbeiten kann, so dass konstruk  tive     Schwierigkeiten    nicht entstehen. Auch  ergeben sich keine unzulässig hohen innern  Röhrenkapazitäten, die bekanntlich immer       wieder    die Anwendung der heute gebräuch  lichen Schaltungen beschränken.  



  Die Empfindlichkeit der     Anordnung    kann  dadurch erheblich gesteigert werden,     dass    der  Glühfaden mit einem     Raumladegitter    G       (Fig.    3) umgeben wird. Dieses     Gitter    bildet  in nahem     Abstande    vom Glühfaden in üb  licher Weise eine Spirale geringer positiver  Spannung gegenüber der Kathode.      Es ist auf diese Art notwendig, die Ano  denspannung auf das Potential des Gitters  zu beziehen und die Abmessungen des Ano  denzylinders nicht auf die Kathode, sondern  ebenfalls auf. das     Gitter    zu beziehen.

   Das  Gitter ist mit andern Worten einfach als       Grossflächenkathode    für den     Elektronen-          sehwingungavorgang    aufzufassen.  



  Es ist vorteilhaft, die magnetischen  Kraftlinien auf den Raum zwischen Gitter  und Anode zu beschränken. Dies ist durch  entsprechende Ausbildung der Polschuhe des  Magnetes oder durch     magnetische    Abschir  mung des     Gitterkathodenraumes    erreichbar.    Durch den Vorteil, dass     das    System L  nicht auf den ersten Knoten eingestellt zu  werden braucht, sondern auch auf     einen    der  auf diesen folgenden Knoten eingestellt wer  den kann, ergibt sich die Möglichkeit, die  Anordnung in einer langen Welle zum  Schwingen zu bringen.

   Dies kann durch stär  keres Erhitzen des Glühfadens geschehen,  während die Anordnung bei schwächerem  Erhitzen     des    Glühfadens. sich kurz vor dem       Einsetzen    der     Schwingungen    befindet. Das  System L hat dann die Aufgabe, mehrwellig  zu schwingen, erstens in der Grundwelle als  Sender und zweitens in einer Oberwelle,     die     gleich der     empfangenen    Hochfrequenz ist.  Erzeugte Grundwelle und empfangene Hoch  frequenz     -stehen    also hier in einem harmoni  schen Verhältnis.

   In jedem Fall wird die  empfangene Hochfrequenz     moduliert.    Es  treten dann die bekannten Erscheinungen der       Armstrongschen    Pendelrückkopplung oder  des     Schwebungsempfanges    beim     Superhet-          empfänger    auf. Je nach der Einstellung der  Anordnung können beide Effekte erzeugt   erden.  



  Für den Hörempfang und     gedämpfte     Wellen empfiehlt es sich, statt der Anoden  gleichspannung eine     tünfrequente    Wechsel  spannung zu verwenden. Die     Amplitude    die  ser     Wechselspannung    muss so gewählt sein,  dass bei Nichtempfang kein Anodenstrom  auftritt.    Es sei noch erwähnt, dass die Röhren um    so besser alle Effekte zeigen, je     gasfreier    sie  sind.  



  Bei -direkt geheizten Kathoden kann das  geringe elektrische Feld, das der Heizstrom  im Glühfaden erzeugt, stören. Es ist     bekannt,     an den Stirnflächen des Anodenzylinders Ab  deckscheiben mit negativem Potential zu ver  wenden, um den Entladungsraum abzuschlie  ssen. Vorteilhaft     wird        nun    diesen     Abdeck-          scheiben    auch noch eine Potentialdifferenz  gegeneinander gegeben, derart,     dass    der Feld  einfluss des Glühfadens kompensiert     wird.     



  Um die für den Empfang notwendigen  grossen magnetischen Feldstärken bequem zu  erzeugen, ist es     zweckmässig,    dafür zu sor  gen,     dass    -die Luftspalte     zwischen    dem Ano  denzylinder und den     Magnetpolen    möglichst  klein sind. In dieser Beziehung ist es vorteil  haft, wenn die Länge des     Anodenzylin.dere     gleich seinem     Durchmesser    oder kleiner als  dieser Durchmesser ist.  



       Statt    des zweiteiligen Zylinders A, A  kann     eine        Anode    vorgesehen werden, die aus       vier,        sechs    oder mehr als sechs Teilen be  steht.  



  Wegen der Resonanzschärfe und der Ein  deutigkeit der empfangenen Welle     ist    die  Anordnung auch ein guter Wellenmesser für  Ultrakurzwellen.  



  Die Anordnung nach     Fig.    2 und 3     kann     gemäss     Fig.    4 und 5 in der Weise vervoll  ständigt werden, dass der Röhre eine Zwi  schenfrequenz zugeführt und der resultie  rende Strom dem den Anodenteilen gemein  samen Anodenkreis     entnommen    wird. Die       Modulierung    der ankommenden Welle über  trägt sich hierbei direkt auf die Zwischen  frequenz.

   Diese wird verstärkt und     gleich-          gerichtet.    Auf diese Weise wird     eine    hohe  Empfindlichkeit des Empfängers     erreicht.     Eine Verstärkung der hohen     ankommenden     Frequenzen ist bekanntlich nicht oder nur  sehr schwer möglich.  



  Die Röhre R besteht aus zwei     symmetri-          schen    Teilen A. Der Heizfaden ist mit H be  zeichnet. Der Entladungsraum steht     unter     der Einwirkung     eines    konstanten magneti-      sehen Feldes, dessen     Kraftlinien    parallel zu  dem Glühfaden verlaufen, und dessen Stärke  in bezug auf die ankommende Hochfrequenz  so gewählt werden muss, wie mit Bezug auf       Fig.    1, 2, 3     ,dargelegt        ist.    An den Anoden  zylinder ist das     Lechensystem    L angeschlos  sen, das im Strommaximum ,

  durch einen       Kurzschlussbügel        K        (Fig.    4) oder im Strom  minimum durch eine Spule E     (Fig.    5) über  brückt ist.     Die    Anodengleichspannung wird  in der     Mitte    des Bügels     K    oder der Spule E  zugeführt. Die     Hochfrequenz    wird mit Hilfe  der     Dipolhälften        D'i    aufgenommen.

   In der  den Anodenteilen<I>A, A</I>     gemeinsamen    Zulei  tung     -f-    A für die     Anodengleichspannung    ist  gemäss     Fig.    4 ein     Zwischenfrequenzgenerator     Z     eingeokppelt,    der beispielsweise eine 1004m  Welle erzeugt. Die Zwischenfrequenz darf  nach den     Überlegungen,    die den     Fig.    1, 2, 3       zugrunde    liegen, nur dann fliessen, wenn das  System     hochfrequente    Schwingungen emp  fängt.

   Es ist dazu ausser der     richtigen    Wahl  der     magnetischen        Feldstärke    nötig, dass die  aufgedrückte Amplitude der Zwischenfre  quenz einen bestimmten     Wert    nicht über  schreitet. Dieser     Wert    ist umso kleiner, je  grösser die zusätzliche     Anodengleichspannung     ist.

   Die Anodengleichspannung kann auch  ganz fehlen, ist jedoch     insofern    vorteilhaft,  als sie die     Lautstärke        vergrössert.    Die, Zwi  schenfrequenz     wird    gemäss der     niederfre-          quenten    Modulation der aufgenommenen  Hochfrequenz     moduliert    und bei     S    entnom  men.

   Die entnommene Hochfrequenz stimmt  in der Anordnung nach     Fig.    4 in der Fre  quenz     mit    der aufgedrückten Zwischenfre  quenz überein, ist aber im Gegensatz zu dieser       moduliert.    Dass diese     Modulierung    bei dem  mit Bezug auf     Fig.    1, 2, 3 gezeigten Emp  fang modulierter Ultrakurzwellen durch       diese    Ultrakurzwellen direkt geschieht und  sich einfach auf die Zwischenfrequenz über  trägt, ist eine dem     Ausführungsbeispiel    zu  grunde liegende     Erkenntnis.     



       Die    modulierte Zwischenfrequenz gelangt  in einen     Verstärker    N. Die niederfrequente  Modulation wird nach dem     Gleichrichten          dem;    Empfangsindikator T     zugeführt.       Statt die     Zwischenfrequenz    dem gemein  samen Anodenzweige     zuzuführen,        wie    in       Fig.    4 vorgesehen ist, kann .sie einem in der  Röhre     angebrachten    Gitter     aufgedrückt    wer  den.  



  Besonders vorteilhaft ist es jedoch, die  Zwischenfrequenz, wie in     Fig.    5 vorgesehen  ist, den beiden Anodenteilen in entgegen  gesetzter Phase aufzudrücken. Dann pulsiert  nämlich beim Empfang. im Kreis S ein  Strom von der doppelten Frequenz der der  Spule E aufgedrückten     Zwischenfrequenz.     Auch der im Kreise     S    pulsierende Strom von  der doppelten Zwischenfrequenz kann nur  zustande kommen, wenn die von dem Dipol       Di    empfangene Ultrakurzwelle in Gemein  schaft mit dem zugehörigen Resonanzmag  netismus überhaupt das Fliessen von Anoden  strömen gestattet.

   Dadurch aber, dass sich  hier die bei E aufgedrückte Zwischenfre  quenz von der bei     S    resultierenden modulier  ten Frequenz in der Periodenzahl wesentlich  unterscheidet, fällt hier eine     .störende    rein  räumliche     Beeinflussung    von E und     S    fort.  



  Es sei erwähnt, dass grundsätzlich in       allen;        @Schaltungen    dieser Art die Kreise     S     auch auf Oberwellen der     tiefstmöglichen     Frequenz     abgestimmt    werden     können.     



       Sendeseitig    braucht die Ultrakurzwelle  nur     einfach        moduliert    zu werden. Es ist aber  auch möglich, schon dort mit einer Zwischen  frequenzmodulation (Modulation eines Trä  gers, der seinerseits den .eigentlichen Träger       moduliert)    zu arbeiten. Bei richtiger Wahl  der Verhältnisse und Übereinstimmung der       Zwischenfrequenz    des     Senders    mit der des  Empfängers lassen sich besondere resonanz  ähnliche Effekte erwarten.

   Insbesondere gilt  dies für     Fig.    5 bei     Übereinstimmung    der  Zwischenfrequenz des     iSendens    mit der im  Kreise     S    resultierenden Hochfrequenz oder  bei harmonischem Verhältnis beider.  



  Die Empfindlichkeit von Schaltungen       nach        Fig.    2 und 3 kann auch mit den Mitteln  vergrössert werden, die in     Fig.    6 gezeigt     sind.     In jenen Schaltungen selbst eine     Entdämp-          fung    zu bewirken, ist grundsätzlich nicht  möglich. Gemäss     Fig.    6 ist ein Rohr vorge-      schaltet, das in beliebiger     Entdämpfungs-          schaltung    arbeitet, z.

   B. ein normales Elek  tronenrohr in     Rückkopplungsschaltung    oder  in     Bremsfeldschaltung    mit     Entdämpfung,     ein     Haba.nnrohr    mit     Entdämpfung    usw. Auf  diese Art wird eine     Empfangseinrichtung     geschaffen, welche die Empfindlichkeit einer       entdämpften    Anordnung und trotzdem die  ausserordentlich grosse     Selektivität    von Ein  richtungen der in     Fig.    2 und 3! gezeigten  Art hat.  



       Esi    ist an sich zwar bekannt, bei Röhren,  die in     normaler    Schaltung betrieben werden,       Demodulation    und     E.ntdämpfung    in zwei  verschiedenen Röhren zu bewirken. Dabei ist  aber eine     Entdämpfungsröhre    verwendet  worden, die infolge ihrer spezifischen Eigen  schaften eine ausserordentlich hohe Filter  wirkung     hatte.     



  An einem Dipol     Di    ist ein in Bremsfeld  schaltung     arbeitendes    Rohr B angeschlossen.  Die hohe positive Gitterspannung wird über  eine Drossel     Drl,    die Anodenspannung, die  geringer als die Gitterspannung ist, über eine  Drossel     Dr2        zugeführt.    Die Spannungen sind  so gewählt, dass die     Bremsfeldröhre    B     ent-          dämpft    ist.

   Ein Gleichrichten der     Hochfre-          quenz    findet in ihr nicht     etatt.    An die Röhre  B ist eine     Habannröhre    R hochfrequent     an-          gesehloLsen.    Zum Abhalten der     Gitter-    und       Anodengleichspannung    der Röhre B von dem  Rohr R sind Blockkondensatoren C vorge  sehen.

   Die Verbindungsleitungen werden vor  zugsweise als Energieleitung ausgebildet, um  eine möglichst gute     Spannungsübertragung     von einem Rohr zum andern zu     erreichen.     Das Rohr     B'    hat doppelseitige Zuführungen,  um Stossstellen an den Einführungen zu ver  meiden. An die     beiden    Anodenteile A, A des  Rohres R ist ein symmetrischer Kreis ange  schlossen, der aus einer     Lecherleitung    L mit  verschiebbarem     Kurzsehlussbügel        K        besteht.     Das Magnetfeld für das Rohr R     wird    durch  zwei Magnete M erzeugt und verläuft längs  der Achse des Rohres R.

   Die Magnete M  sind in einer     Lage    'gezeichnet, die zur wirk  lichen     Lage    um einen rechten Winkel ver  setzt ist. Der Glühfaden der Röhre R ist mit    F bezeichnet: Die Anodengleichspannung  wird über eine Drossel     Dr    in .der Mitte des  Bügels K zugeführt, so dass die     Anodenteile     <I>A, A</I> völlig symmetrisch gespeist werden.  Im Kreise der     Anodenspannungszuführung     liegt der     Empfangsindikator    T, der ein Tele  phon, ein     Niederfrequenzverstärker    oder der  gleichen ist.

   Es ist     selbstverständlich,    dass  die Zuführung der Anodengleichspannung  und die Abnahme der Niederfrequenz auch  über getrennte Zuleitungen erfolgen     kann.     



  Dem     Habannrohr    R, das gemäss der in       Fig.    2 und 3 angegebenen     Schaltung    arbeitet,  fällt die Aufgabe zu, aus dem     hochfrequen-          ten,    durch die Röhre B     verstärkten        Fre-          quenzgemisch    die gewollte Empfangsfre  quenz auszuwählen. Da der     Gleichrichtungs-          effekt    ausserordentlich scharf ist, wird eine  sehr hohe     Filterwirkung    erreicht.  



  Statt der hier gezeigten     Bremsfeldröhre     B kann jede andere Röhre in     Entdämpfungs-          schaltung    verwendet werden, also auch z. B.  eine solche in gewöhnlicher Rückkopplungs  schaltung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anordnung zum Empfang von Ultrakurz wellen, bei welcher eine Röhre mit geteilter Anode und den Anodenteilen gemeinsamem, symmetrisch an diesen Teilen liegendem Schwingungskreise verwendet wird, wobei der Entladungsraum unter der Einwirkung eines Magnetfeldes steht, dadurch gekenn zeichnet, dass die Spannungen so gewählt sind, .dass im Ruhezustande kein Anoden strom fliesst, und dass ferner die Magnetfeld stärke auf die Frequenz der empfangenen Wellen derart eingestellt ist,
    dass Resonanz magnetismus vorliegt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Durch messer des Anodenzylinders, in Milli metern ausgerückt, grösser ist als die zweifache Wellenlänge, ausgedrückt in Metern. 2. Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks hoher Resonanzschärfe der Durchmesser des Anodenzylinders- das zehnfache des im Unteranspruch 1 an gegebenen Mindestdurchmessers beträgt.
    3. Anordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass der an die Anodenteile angeschlossene Schwingungskreis ein Le- chersystem ist. 4. Anordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass .das Lechersystem in einem dem ersten Knoten folgenden Knoten überbrückt ist. 5.
    Anordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass an den Anodenteilen keine Gleichspannung, sondern eine tan- frequente Wechselspannung liegt. 6. Anordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, ,dadurch ge kennzeichnet, dass das Lechersystem auf eine zur empfangenen Frequenz in har monischem Verhältnis stehende Frequenz abgestimmt ist. 7. Anordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 6, als Pendelrück- kopplungsempfänger ausgebildet. B.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Röhre mit einem Raumladegitter ausgerüstet ist. 9. Röhre nach Patentanspruch und Unter anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetfeld im wesentlichen in dem Raum zwischen Raumladegitter und Anode vorhanden ist. 10. Anordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 9, .dadurch ge kennzeichnet, dass der Entladungsraum durch Abdeckscheiben abgeschlossen ist, die gegeneinander eine Potentialdifferenz haben. 11.
    Anordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 10, dadurch ge kennzeichnet, dass die Länge .des Ano denzylinders höchstens gleich seinem Durchmesser ist. 12. Anordnung nach -Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vor handen sind, welche bewirken, dass der Röhre eine Zwischenfrequenz zugeführt wird, die entsprechend der Modulation der ankommenden; Hochfrequenz modu liert wird, und dass die modulierte Zwi schenfrequenz dem den Anodenteilen ge meinsamen Anodenkreise entnommen und dann verstärkt und gleichgerichtet wird. 13.
    Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 12, dadurch gekennzeich net, dass die Röhre ein Gitter hat, dem die Zwischenfrequenz zugeführt wird. 14. Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 12, dadurch gekennzeich net, dass die Zwischenfrequenz den Ano den gleichphasig aufgedrückt wird. 15. Anordnung .nach Patentanspruch und Unteranspruch 12, dadurch gekennzeich net, dass die Zwischenfrequenz den Ano den in entgegengesetzter Phase_ zuge führt wird und der Entnahmekreis auf die doppelte Frequenz der aufgedrück ten Zwischenfrequenz abgestimmt ist. 16.
    Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 12, dadurch gekennzeich net, dass der Entnahmekreis auf eine Harmonische der Zwischenfrequenz ab gestimmt ist. 17. Anordnung nach Patentanspruch, für Dezimeterwellen, dadurch gekennzeich net, dass ihr zum Entdämpfen eint Zu satzröhre vorgeschaltet ist. 18. Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 17, dadurch gekennzeich net, dass zum Entdämpfen eine in Brems- feldschaltung arbeitende Röhre dient. 19.
    Anordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 17 und 18, .dadurch ge kennzeichnet, dass das Gitter und die Bremselektrode mit doppelseitigen Zu führungen versehen sind und in einem Parallelleitersystem liegen, an welches einerseits der Empfangsdipol, anderseits die Röhre mit geteilter Anode ange schlossen ist. 20.
    Anordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 17 bis 19, dadurch ge kennzeichnet, dassi zwischen Bremsfeld und Röhre mit geteilter Anode Block- kondensatoren des Parallelleitersystems liegen.
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