CH190819A - Auf statische elektrische Spannungen selbsttätig ansprechende Vorrichtung, vorzugsweise Schutzvorrichtung. - Google Patents

Auf statische elektrische Spannungen selbsttätig ansprechende Vorrichtung, vorzugsweise Schutzvorrichtung.

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CH190819A
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Otto Dr Urbanek
Pogany Tibor
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Otto Dr Urbanek
Pogany Tibor
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H59/00Electrostatic relays; Electro-adhesion relays

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Description


  Auf statische elektrische Spannungen selbsttätig ansprechende     Vorrichtung,     vorzugsweise Schutzvorrichtung.    Vorliegende Erfindung betrifft eine auf  statische elektrische     Spannungen,    insbeson  dere auf atmosphärische Spannungen selbst  tätig ansprechende Vorrichtung, vorzugs  weise eine :Schutzvorrichtung.  



  Die Erfindung     bezweckt        eine    ausser  ordentlich     einfache    und daher billige Vor       richtung,    die     vorzugsweise    als     Schutzvorrioh-          tung    zu dienen hat, zu schaffen, die trotz  ihrer     Einfachheit    praktisch absolut sicher  wirken soll.  



       Dies    wird erfindungsgemäss dadurch zu  erreichen versucht, dass zwei,     gegeneinander     bewegliche Körper vorgesehen sind, die beim  Ansprechen der     Vc richtung    infolge der elek  trostatischen Anziehung     bezw.    Abstossung  derselben einen Bewegungsvorgang -einleiten,  indem sie ein nichtelektrisches Relais aus  lösen, welches die Arbeit zur     Durchführung     des gewünschten     Bewegungsvorganges,    vor  zugsweise die Arbeit zum Schliessen oder  Öffnen eines elektrischen Stromkreises, mit    der im Relais     aufgespeicherten    nichtelektri  schen Energie, vorzugsweise mit der Kraft  einer gespannten Feder oder mit einem Ge  wicht,

       verrichtet.     



  Es sind     Überspannungssicherungen    be  kannt, bei denen Überspannungen durch Fun  kenstrecken,     Glimmentladungsröhren,        Frit-          ter    oder auch Anordnungen nach dem Prinzip  des     Goldblattelektroskopes        unschärdlich    ge  macht werden.     Diese        Ansprechvorrichtungen     dienen in der Regel selbst als.     Ableitsiche-          rumg,    d. h. sie müssen in jedem einzelnen  Fall der Spannung     bezw.    dem     abzuleitenden     Strom angepasst werden.  



  Im Gegensatz hierzu     besteht    die erfin  dungsgemässe Vorrichtung im Prinzip aus  einem gegeneinander bewegliche     Körper     (Elektroden) enthaltenden elektrischen Teil  und einem     nichtelektrischen    Relais, welches  die Arbeit zur Durchführung des. gewünsch  ten     Bewegungsvorganges        verrichtet.        Durch     die Anwendung eines nichtelektrischen Relais      ist die erfindungsgemässe     Vorrichtung    von  einer Stromquelle, wie z. B. bei elektrischen  Relais nötig ist, unabhängig und daher be  deutend     betriebssicherer.     



  Zweckmässig     werden    die gegeneinander  beweglichen     Elektrodenkörper    durch Reibung  gegen     einen    dritten Körper     :derart    gehemmt,       dass    es möglich ist, diejenige elektrische ,Span  nung, auf welche die,     Elektrodenkörper    an  sprechen sollen, durch Veränderung dieser       Reibungshemmung    einzustellen.

   Dieser Kör  per kann beispielsweise als Hebel ausgebildet  sein, der sich gegen     :den    einen Elektroden  körper stützt,     bei    der Bewegung des     Elek-          trodenkörpers    freigegeben wird und dadurch  das nichtelektrische Relais in Gang setzt.  Durch die Reibung     zwischen    dem     E:lektro-          denkörper    und dem     Hemmkörper    wird ge  ringe Empfindlichkeit gegen Erschütterun  gen und kleine elektrische     Aufladungen,    auf  welche die     Vorrichtung    noch nicht anspre  chen soll, erreicht.  



       Zweckmässig    werden die     Elektrodenkör-          per    zur Erhöhung der Betriebssicherheit der  art eingebaut, dass ihre     Relativbewegung     von der     elektrischen        Anziehungskraft    oder       Abstosskraft        nur        eingeleitet    und dann durch  ihre eigene     Gewichtswirkung    fortgesetzt       wird.    Zur Vereinfachung der Bauart kann  der als     Hemmkörper    ,dienende Hebel als Ge  wichtsakkumulator     nutzbargemacht    werden,

    indem er von einem der beiden gegeneinan  der bewegbaren     Elektrodenkörpern    in nahezu  labiler Ausgangslage festgehalten wird und  nach Freigabeeine     Kippbewegung    vollführt.  



  Wird die     erfindungsgemässle    Vorrichtung  als     :Schutzvorrichtung    zum Abschalten von  elektrischen Geräten mit Streu- oder     Emp-          fangsantenne,    z. B. von     Rundfunkgeräten,     benützt, so wird säe zweckmässig derart     aus-          geführt,    dass sie eine     besondere,    vom zu  schützenden Gerät getrennte Schutzantenne  besitzt, welche eigens für diesen Zweck     di-          mensioniert    und eingebaut     werden.    kann.  



  Der Schutz von     Rundfunkgeräten    gegen       atmosphärische    Überspannung ist um so  wirksamer, je grösser, nach erfolgter Schutz  schaltung, die Entfernung zwischen der die    Überspannung führenden Antenne und dem  Gerät ist.

   Um diese     Entfernung    möglichst  gross zu .gestalten,     wird    zweckmässig in der       Antennenleitung    und Erdleitung des Gerä  tes je eine lösbare Klemme, vorzugsweise in  Form von     Steckstiften,    angeordnet und das  Relais so ausgebildet, dass es die elektrische  Verbindung beider Klemmen, vorzugsweise  durch Herausstossen der Steckstifte aus ihren  Hülsen, unterbricht und     gleichzeitig    die An  tenne mit der Erdleitung elektrisch ver  bindet.  



  Obwohl die     erfindungsgemässe,    z. B. als  Schutzvorrichtung dienende Vorrichtung in  neue Geräte bereits bei deren     Fertigung     organisch eingebaut werden     kann,        kann    die  Vorrichtung auch als eine in die     Leitungen     vorhandener elektrischer     Einrichtungen    nach  träglich einschaltbare selbständige Einheit  ausgebildet sein, indem ihre aktiven Teile  für sich in ein gesondertes Gehäuse einge  baut sind.  



  Auf der Zeichnung sind einige Ausfüh  rungsbeispiele schematisch dargestellt.  



       F'ig.    1 zeigt die     Seitenansicht    eines Aus  führungsbeispiels mit in     Ausgangsstellung     befindlichem Relais;       Fig.    2 zeigt die Seitenansicht     des        Aus-          führungsbeispiels    wie in     Fig.    1, jedoch nach  erfolgter Schutzschaltung;       Fig.    3 zeigt den Querschnitt nach Linie  3-3 der     Fig.    l;

         Fig.    4 zeigt ein anderes Ausführungsbei  spiel mit in Ausgangsstellung befindlichem       Relais;          Fig.    5     zeigt    das Ausführungsbeispiel wie       Fig.    4 jedoch nach     erfolgterSchutzschaltung;          Fig.    6 und 7 zeigen Ausführungsbeispiele  von Regelungseinrichtungen zum     Einstellen     der Spannung, auf welche die Vorrichtung  ansprechen soll;       Fig.    8 zeigt schliesslich ein     weiteres    Aus  führungsbeispiel, bei welchem als Schutzan  tenne der Vorrichtung die Antenne des zu  schützenden Gerätes :selbst nutzbar gemacht  wird.  



  Es bedeutet in den Abbildungen     g    die  zu schützende Einrichtung, z.     B.    ein Rund-           funkgerät,    A die     Antenne    der. zu schützen  den Einrichtung,     F'die    Erdung derselben, A,  die     Antennenleitung    der zu schützenden Ein  richtung und F, die     Erdleitung    derselben,  b eine separate Schutzantenne.  



  Die Vorrichtung .gemäss den     Fig.    1     bis    3  ist in einem Gehäuse a aus leitendem Stoffe  eingeschlossen, an welchem davon isoliert  eine den Bewegungsvorgang     auslösende    An  tenne b     (Schutzantenne)    angebracht ist.     In-          nerhalb    des Gehäuses a     befinden    sich die bei  den in bezug aufeinander beweglichen     Elek-          trodenkörper   <I>d</I> und<I>f,</I> von denen der     eine,     z. B. der Körper d, feststehend angeordnet  sein kann.

   Vorzugsweise ist mit der Schutz  antenne b elektrisch dieser     feststehende    Kör  per d verbunden und er ist dann von .dem  Gehäuse<I>a</I>     isoliert.    Der andere     Körper   <I>f</I> ist  beweglich angeordnet, indem er z. B. um ein  Gelenk f, drehbar gelagert ist. Dieser Kör  per<I>f</I> ist mit dem Gehäuse     a    leitend verbun  den.  



  Im Körper f     befindet    sich eine Öffnung       f2,    in die     das    eine Ende     eines    als     Zuhaltung     wirkenden .Sperr- und     Auslösehebels    g ein  greift, der um g, drehbar ist und     einen    zwei  armigen Hebel     darstellt.        Wird,cler        Körper    f  bei genügend grosser     Aufladung    des     Konden-          sators   <I>d, f</I> unter     Überwindung    der Reibung  (Hemmung)

   zwischen den     Körpern    g und f  im Sinne des     Pfeils    x der     Fig.    1 hochge  hoben, so vollführt der Hebel g, der in seiner       Ausgangsstellung    sich nahezu in labilem       Gleichgewichtszustande        befindet,    eine Dreh  bewegung im Sinne des Pfeils y und er ver  schiebt     hierbei    mit     seinem    kürzeren Arme  einen ebenfalls als     Zuhaltung    wirkenden  Sperrarm j, der um j, drehbar ist und durch  eine Feder h abgestützt wird.

   Der     Sperrarm     j bewegt sich hierbei im Sinne des     Pfeils    z  und es wird dadurch     ein    um einen Zapfen i,  drehbarer zweiarmiger Hebel i freigegeben,  der mit seinem Kopf     i,    die Akkumulator  federn k in der     Fig.    1 angegebenen gespann  ten Lage festhält und mit     einem    andern  Arme sich gegen die     Ausnehmung        j2    des be  reits erwähnten Armes     j    gestützt hat.

   Infol-         gedessen        kann    der Hebel i in die in     Fig.    2  angegebene     Lage    herunterkippen.  



  Die Empfangs- oder     .Streuantenne    A     des     zu schützenden Gerätes K ist mit der Anten  nenleitung A, über eine im Gehäuse a  der     Schutzvorrichtung    vorgesehene, lösbare  Klemme, z. B. über einen     Steckstift    m ver  bunden, der in eine vom     Gehäuse        u    isolierte  Hülse eingesteckt ist.

   Die Erdleitung F, des  zu schützenden     Gerätes        K    ist an die Erdung  F über einen     ,Steckstift    n angeschlossen, der  jedoch in eine mit dem Gehäuse a leitend       verbundene    Hülse     eingesteckt    ist.

       Werden     die     beiden        Steckstifte   <I>m,</I>     n    aus     ihren    Hülsen       herausgeschoben,    so wird dadurch die An  tenne A des zu schützenden Gerätes K von  diesem Geräte abgeschaltet, und     gleiohzeitig     wird auch     das    Gerät K von seiner Erdung F       abgeschaltet.    Wie aus     Fig.    2 zu ersehen ist,  wird dieses.     Herauss.chieben        der        Steckstifte     m, n von :

  den Federn k bewirkt, die derart  angeordnet     sind,        dass    sie bei ihrer Freigabe  gegen das in das Gehäuse a hineinragende  Ende der     Steckstifte   <I>m,</I>     n    stossen,     bezw.        einen     Schlag ausüben und dadurch die     Steckstifte          aus        ihren    Hülsen hinauswerfen.

       Die    Hülsen  dieser Steckstifte     berühren    je eine Feder o,       und,diese        Federn    o führen, wie dies in     Fig.    2  zu sehen     ist,    einen Kontakt mit den Federn k  herbei, wenn sich .dieselben     in    ihrer     Endloge     befinden.

   Auf diese Weise wird die von dem  zu schützenden Gerät K     abgeschaltete    An  tenne<I>A</I> über das Gehäuse<I>a</I> aus leitendem  Stoffe auf .die von diesem zu schützenden  Geräte K ebenfalls abgeschaltete     Erdung    F       unmittelbar,    also unter Umgehung des zu  schützenden     Gerätes    K selbst     umgeschaltet.     



  Die oben geschilderte Wirkungsweise, die  mit dem Hochheben der Elektrode f und der  Freigabe     des    Sperr- und     Auslösehebels        gg    ein  setzt, wird im Falle eines     Gewitters    oder  beim Herannahen eines     Gewitters,    dadurch  eingeleitet,     dass    bei Einwirkung der hierbei  auftretenden     atmosphärischen        Überspannung     auf die     :

  Schutz-        oderHilfsantenne    b     eineelek-          tris,che        Anreicherung    der     statischen    Ladung  auf den beiden Körpern<I>d, f</I> herbeigeführt  wird, wobei dieselben aufeinander     mit        einer         derart grossen Anziehungskraft einwirken,  dass der Körper f angehoben wird und dabei  mit dem Körper d in Berührung gelangt.

    Dadurch wird     einerseits    der Arm g freigege  ben, so dass der     Federakkumulator    in der be  reits     geschilderten    Weise ausgelöst wird und  die Kontaktorgane     in,        n,   <I>k, o</I> in ihre jeweils  gewünschte     Schutzschaltstellung    bringen  kann, und anderseits wird auch die Schutz  antenne b über den     Körper    f und das Ge  häuse     a    übergangsweise geerdet, so     dass,    die       .Überspannung    von der Schutzantenne unmit  telbar der Erde zugeführt wird.  



  Das Gehäuse a ist z. B. auf der Vorder  seite     (Fig.    3) durch einen auf der Zeichnung  nicht dargestellten Deckel abgeschlossen, und  die beweglichen Bestandteile der Schutzvor  richtung können in ihre aus     Fig.    1 ersicht  liche Ausgangslage dadurch zurückgebracht  werden,     .dass    die Zapfen i, und     g,    von Hand       mittels    auf der Zeichnung ebenfalls nicht  dargestellter Handhabungsknöpfe entspre  chend zurückgedreht werden.  



  In     Fig.    4 und 5 sind die     grundsätzlich     gleichen     Bestandteile    mit     denselben        Bezugs-          buchstaben    bezeichnet wie in     Fig.    1 bis 3,  so dass eine nähere Erläuterung dieser Be  standteile     überflüssig    ist.

   Der     Hauptunter-          schied    im Vergleich zum ersten Ausfüh  rungsbeispiel besteht darin, dass der Dreh  zapfen g, des Sperr- und     Auslösehebels    g  im Falle der     Fig.    4 und 5 nicht am Gehäuse       a    selbst, sondern an einem     Akkumulatorge-          wichte    p angebracht ist, das im Gehäuse a  um einen     Zapfen    p, drehbar gelagert ist.

    Wird der Körper f bei Einwirkung einer  Überspannung durch .die     Anziehungskraft    in  der bereits geschilderten Weise angehoben, so  wird dadurch -der in nahezu labiler Gleich  gewichtslage abgestützte Hebel g freigege  ben, so dass er nunmehr herunterkippen kann,  wobei er mit seinem kürzeren Armeden als       Zuhaltung    wirkenden und das Gewicht p       festhaltenden    Hebel     j    anhebt;

   dadurch wird  auch das ebenfalls in nahezu labiler Gleich  gewichtslage hochgehaltene Gewicht p, das  also die     Akkumulatorfedern    k der     Fig.    1 bis  3 ersetzt, freigegeben, so dass es aus seiner    Ausgangslage gemäss     Fig.    4 in seine aus       Fig.    5 ersichtliche Endlage     herunterkippen     kann. Am Gewichte p sind Anschläge     p2     vorgesehen, die bei diesem Hinunterkippen  gegen die     Steckstifte        mZ,        n.    schlagen und die  selben dadurch aus ihren Hülsen heraussto  ssen.

   Das Gewicht p kann in seine Hochlage  gemäss     Fig.    4 mittels einer auf     dem    Dreh  zapfen p,     vorgesehenen    Handhabe gebracht  werden, die auf das Gewicht p über einen  Hebelarm t einwirkt und auf der Zeichnung  der Einfachheit halber     fortgelassen        wurde.     Die Überspannung wird von der Schutzan  tenne b durch die einander     übergangsweise          berührenden    Körper<I>d, f</I> in derselben     Weise     der Erde zugeführt wie im Falle der     Fig.    1  bis 3.  



  Durch     geeignete    Wahl der jeweilig zur  Anwendung gelangenden Baustoffe, sowie  durch entsprechende     Bemessung,der    Bestand  teile können Schutzvorrichtungen jeweils ver  schiedener     geeigneter    Empfindlichkeit erhal  ten werden,     zweckmässig    wird aber dafür ge  sorgt, dass die Empfindlichkeit auch fertiger       Schutzvorrichtungen    nachträglich noch ent  sprechend eingestellt werden kann.

   Gemäss       Fig.    6 kann .dies in der Weise geschehen,  dass neben dem festen Körper d, der von dem  Gehäuse a isoliert ist, ein mit diesem Ge  häuse a leitend verbundener Hilfskörper s       derart    angebracht wird,     dass        er    z. B.     mittels     einer Schraube r verstellt werden kann.

   Hier  bei wird also die elektrische     Feldverteilung     nicht nur zwischen den Körpern d und f,       sondern.    auch zwischen den Körpern<I>d</I> und<I>s</I>  eintreten und die     Empfindlichkeit    der  Schutzvorrichtung wird sich in     Abhängigkeit     von der jeweils eingestellten     Entfernung    des       Körpers    s vom Körper d ändern. Gemäss       Fig.    7 ist -der     mittels    der Schraube r einstell  bare     Hilfskörper    s, der von mindestens einem  der Körper<I>d, f</I> isoliert ist, gegenüber beiden       Körpern    d, f angeordnet.

   Der     Hilfskörper    s  kann gemäss     den        Fig.    4 und 5 durch die  Spitze der     Stellschraube    r selbst ersetzt       bezw.        dargestellt    werden,  Die     Einsstellbarkeit    derjenigen Spannung,  auf welche die     Vorrichtung    ansprechen soll.      kann auch dadurch erzielt werden, dass die  beiden     Körper   <I>d</I>     und   <I>f</I>     mit    einem einstell  baren     hochohmischen    Widerstand verbunden  werden.  



  In     Fig.    8     sind    jene     Bestandteile,    die auch  in den     Fig.    1 bis 7     enthalten        sind,    mit den  gleichen Bezugsbuchstaben     bezeichnet.    Ge  mäss     Fig.    8 wird das die Um-     bezw.    Aus  schaltarbeit verrichtende     Relais    von dem  auch als     Akkumulatorgewicht    wirkenden  Sperr- und     Auslösehebel        g.selbst    gebildet,

    indem dieser Hebel nach seinem     Herunter-          kippen    in seine     mit    gestrichelten     Linien    an  gegebenen Tieflage die     Antenne    A des zu  schützenden     Gerätes        über    Feder     v    und über  das     Gehäuse    a mit der Erdung     FZ    verbindet.  Der Hebel g wird in seiner Tieflage nach  giebig durch Feder v festgehalten und er     kann     in seine Hochlage mittels eines Druckknop  fes     2o    zurückgebracht werden.

   Gemäss     Fig.    8  ist die Empfangsantenne A des zu schützen  den Gerätes zugleich auch als Schutzantenne  der Schutzvorrichtung nutzbar gemacht.  Hierbei wird zwischen     Antenne    A und dem  zu schützenden Gerät K ein Kondensator     A2     geschaltet, welcher die     Hochfrequenzströme     fast widerstandslos durchlässt,     aber    den Aus  gleich der atmosphärischen     statischen    Über  spannung ,durch das Gerät k     mit    der -Erde  verhindert.

   Bei genügend grosser     Aufladung     des     Kondensators   <I>f, d</I> bewegt sich der Kör  per<I>f</I> nach oben, gibt den Hebel<I>g</I> frei, wel  cher in die gestrichelt gezeichnete Lage her  unterfällt und durch Berührung der Feder     v     die Antenne A direkt     mit,der    Erde     F'2    ver  bindet. Dadurch gleicht sich die atmosphä  rische Überspannung     direkt,    praktisch wider  standslos mit der Erde     F2    aus, ohne das Ge  rät K zu     gefährden.     



  Die erfindungsgemässe     Vorrichtung    kann  im Rahmen des     Erfindungsgedankens.    von  den erläuterten     Ausführungsbeispielen    auch  vielfach abweichend     ausgeführt        werden,    so  kann z.

   B. das Gehäuse     a    auch aus Isolier  stoff     bestehen    und es kann die     Vorrichtung     nicht nur als     .Schutzvorrichtung    von Rund  funkgeräten, sondern überhaupt als Vorrich  tung zur     Herbeiführung    einer     Bewegung    un-         ter    der     Einwirkung        statischer        (atmosphäsi-          scher)        :Spannungen    nutzbar gemacht werden,  welche     Bewegung    ganz beliebigen Zwecken  (z.

   B. zum selbsttätigen     .Schliessen    von Fen  stern oder dergleichen,     beim.    Herannahen       eines    Gewitters)     dienstbar    ,gemacht werden       kann.     



  Ferner könnten die     Akkumulatorfedern    k       des    mechanischen Relais. der     Fig.    1 bis 8,  aber auch die     sonstigen    Federn abweichend  von den gezeichneten     Ausführungsbeispielen     als     .Spiralfedern        statt        als        Blattfedern    aus  gebildet werden.

   Das     Zurückführen        dieser          Akkumulatarfeder    k, sowie des Sperr- und       Auslösehebels    g von ihrer Ausschaltstellung  gemäss     Fig.    2.

   in ihre     Ausgangslage    gemäss       Fig.    1     kann    an Stelle der Verdrehung -der  Zapfen     i,.    und     g,    von     Hand    auch automatisch  bei Wiederherstellung der elektrischen Ver  bindungen dadurch erfolgen,     dass    beim     Wie-          dereinschieben,der    Steckstifte<I>m,</I>     n    dieselben  durch ,geeignete mechanische     Zwischenorgane     auf die Zapfen     il    und     g1,

          bezw.    auf die Teile  g und k einwirken und dieselben     in        die    Aus  gangslage gemäss,     Fig.    1 zurückbewegen.  Geradeso kann das Zurückführen des Akku  mulatorgewichtes p des     mechanischen    Relais  der     F'ig.    4 und 5 nicht nur durch Verdrehung  des Zapfens     p,    von Hand, sondern eventuell  auch automatisch erfolgen dadurch, dass die  Steckstifte<I>m,</I>     n,        wenn    man dieselben zwecks  Wiederherstellung der elektrischen Verbin  dungen in ihre Hülse     einschiebt,

          unmittelbar     oder durch     geeignete    mechanische Zwischen  organe das     Akkumulatorgewicht    p     aus    seiner  Tieflage     gemäss        Fig.    5 in     seine    Hochlage ge  mäss     Fig.    4     zurückdrehen.    An Stelle von  Steckstiften<I>m,</I>     n    können     Klemmen    oder aus  lösbare     Kontaktorgane    anderer     Art    angewen  det     werden.     



  Das nichtelektrische, z. B. mechanische       Relais,    welches von den     beiden    Elektroden  körpern ausgelöst wird, braucht nicht unbe  dingt einen Gewichts- oder     Federkraftakku-          mulator    zu enthalten, wichtig ist nur,     daB     dieses     Relais    nicht mit     elektrischer    Energie  arbeitet, es     könnte    also z. B. auch mit Druck  luft, Druckflüssigkeit usw. arbeiten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Auf statische elektrische ,Spannungen, insbesondere auf atmosphärische Spannungen selbsttätig ansprechende Vorrichtung, vor- zugsweise Schutzvorrichtung, mit zwei ge geneinander bewegbaren Körpern, durch deren elektrostatische Anziehung oder Ab stossung ein Bewegungsvorgang, insbesondere Schaltvorgang eingeleitet wird, dadurch ge kennzeichnet, dass beim Ansprechen der Vor richtung ein nichtelektrisches Relais aus gelöst wird, welches die Arbeit zur Durch führung des gewünschten Bewegungsvorgan ges,
    vorzugsweise die Arbeit zum Schliessen oder Öffnen eines elektrischen Schalters, von der Kraft seines nichtelektrischen Energie akkumulators leistet. UNTERANSPRüCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Energie akkumulator ein gespanntes Federn- System ist. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, :dass, der Energie akkumulator ein gehobenes Gewicht ist. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass= der Energie- akkumulator von einer unter Druck ste henden Flüssigkeit gebildet wird. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch, da .durch gekennzeichnet, dass;
    die Bewegung der gegeneinander bewegbaren Körper durch die Reibung gegen einen dritten Körper gehemmt wird, wobei jene elek trische Spannung, bei welcher die Vor richtung anspricht, durch ,die Grösse die ser Hemmung bestimmt ist. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass der dritte Körper als Hebel aus gebildet ist und bei der Bewegung der gegeneinander beweglichen. Körper das mechanische Relais auslöst. 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass. die beiden gegeneinander beweglichen Körper (d, f) des Kondensators als waagrechte Platten ausgebildet sind. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der als Hemmkörper wirkende Hebel als Gewichtsakkumulator verwendet ist. B.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass neben den bei den .gegeneinander beweglichen Körpern (d, f) zur Einstellung der elektrischen Spannung, bei der die Vorrichtung an sprechen soll, ein dritter gegenüber min destens dem einen beweglichen Körper isolierter Körper (s) verstellbar ange ordnet ist. 9.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, zum Abschalten von Geräten mit einer Streu- oder Empfangsantenne, dadurch gekenn zeichnet, dass eine gesonderte, den Schalt vorgang bei atmosphärischen Überspan- nungen; auslösende Schutzantenne vor- handen ist.
    10. Vorrichtung nach Patentanspruch, zum Abschalten von Geräten mit einer Streu- oder Empfangsantenne, dadurch gekenn- zeichnet, dass zwischen dieser Antenne und dem Gerät ein Kondensator einge schaltet ist.
    11. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass parallel zu den beiden beweglichen Körpern ein Wi- -derstan-d geschaltet ist, welcher die Spannung bestimmt, auf welche die Vorrichtung anspricht.
    12. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass, beim Auslösen des mechanischen Relais als Steckstifte ausgebildete Klemmen verschoben wer den. 13. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 12, dadurch gekennzeich net, dass, das Relais bei seiner Auslösung die Steckstifte zwangsläufig aus den Hülsen herausstösst.
    14. Vorrichtung nach Patentanspruch, zur Erdung von Rundfunkgeräten, dadurch gekennzeichnet, @dass Mittel vorgesehen sind, um beim Auslösendes Relais das Rundfunkgerät von der Antenne und der Erdung abzuschalten und die Antenne mit der Erdung kurzzuschliessen. 15.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorge sehen sind, um die Vorrichtung durch Zurückstellen der aktiven Teile in ihre Ausgangslage wieder betriebsbereit zu machen. 16. Vorrichtung nach Patentanspruch, da ,durch gekennzeichnet, dass ,die aktiven Teile für sich in einem Gehäuse einge schlossen sind.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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CN113394051A (zh) * 2021-06-29 2021-09-14 国网陕西省电力公司 一种基于继电器的安全保护装置

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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CN113394051A (zh) * 2021-06-29 2021-09-14 国网陕西省电力公司 一种基于继电器的安全保护装置
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