CH188932A - Für elektrische Kontakte geeigneter Werkstoff. - Google Patents
Für elektrische Kontakte geeigneter Werkstoff.Info
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Description
Für elektrische Kontakte geeigneter Werkstoff. Die Erfindung betrifft einen für elek trische Kontakte geeigneten Werkstoff.
Man hat für elektrische Kontakte und Schweisselektroden, deren Material in die Schweissnaht nicht eingehen soll (z. B. Punkt schweissen), reine Metalle und Legierungen vorgeschlagen, die einerseits gute elektrische Leitfähigkeit aufweisen sollen, anderseits der starken Beanspruchung durch im Be triebe jedes Kontaktes unvermeidlichen Ver schleiss, Oxydation usw., genügend wider stehen. An reinen Metallen wurde Silber, Kupfer, Platin , und Wolfram verwendet.
Han hat auch Legierungen von Kupfer mit Silber vorgeschlagen, die jedoch weniger ge eignet waren, da durch Legierungsbildung zwischen Kupfer und Silber, besonders bei Verwendung grösserer Silbermengen, die elektrische Leitfähigkeit herabgesetzt wird. Geringe Silbermengen sollen zwar eine Er höhung der Härte bedingen, die aber für viele Zwecke unzureichend ist.
Um,den Ansprüchen an Verschleissfestig keit und Härte zu genügen, hat man auch die Karbide des Wolframs und Tantals als elektrische Kontakte und zum Bau von Schweisselektroden: der eingangs erwähnten Art benutzt; man hat auch Legierungen des Wolframkarbids, Tantalkarbids usw. mit niedriger schmelzenden Hilfsmetallen vorge schlagen. Karbide haben aber zu hohen elek trischen Widerstand.
Es wurde nun überraschenderweise ge funden, da.ss ein Werkstoff, der mindestens ein Metall der Kupfergruppe des periodi schen Systems, also Kupfer, Silber und/oder Gold, als Hauptbestandteil und 0,1 bis 10% Cadmium enthält, einen ausgezeichneten Baustoff für elektrische Kontakte, insbeson- dere für Schweisselektroden der genannten Art ergibt, der nicht die Nachteile bisher verwendeter Kontaktstoffe aufweist. Es wurde festgestellt, dass z.
B. bei einer Kupferlegierung mit 1 o Cadmium die märte der Legierung im Vergleich zum rei nen Kupfer das Doppelte beträgt, die Leit fähigkeit jedoch nicht merklich beeinträch tigt ist. Ferner verhindert das anwesende Cadmium offenbar die unerwünschte Bil dung von Metalloxyd bei den auftretenden hohen Temperaturen in weitgehendem Masse.
Die Besserung der Oxydationsbeständigkeit mag darauf beruhen, dass Ca,dmiumoxyd bei Rotglut zu dissozieren beginnt, oder eine Entionisierung des Lichtbogens eintritt, wo durch der schädigende Lichtbogen rascher erlischt und eine längere Lebensdauer der Kontakte gewährleistet ist.
Jedenfalls haben Versuche ergeben, dass ein Werkstoff, insbesondere eine Legierung aus mindestens einem Metall der Kupfer gruppe und 0,1 bis 10% Cadmium als Kon taktmaterial für elektrische Zwecke und als feste Schweisselektrode (z. B. für Punkt schweissen) ganz vorzüglich geeignet ist.
Wenn auch bei :dem Werkstoff gemäss der Erfindung,der Cadmiumgehalt eine Er höhung der Härte gegenüber den reinen Me tallen ohne merkliche Beeinträchtigung der elektrischen Leitfähigkeit bedingt, so kann es doch erwünscht sein, die Härte und Ver schleissfähigkeit weiter zu verbessern, was durch Zusatz gut leitender Metalle wie Mag nesium, Beryllium, Aluminium, Zinn, in Mengen von 0,1 bis 5 % gelingt.
Die oben erwähnte Legierung aus Metal len -der Kupfergruppe un=d Cadmium kann auch mit nicht legierenden hochschmelzenden Metallen wie Wolfram, Molybdän und/oder Tantal vereinigt werden, z. B. durch Ver schmelzen eines pulverigen Gemisches aus einer Kupfer-Ca,dmiumlegierung und Wolf ram.
Dadurch, dass diese hochschmelzenden Metalle mit der eingelagerten oder eingegos senen Cadmiumlegierung sich nicht legieren, werden dem so erhaltenen Werkstoff für elektrische Kontakte hervorragende Eigen schaften, erteilt, indem die Eigenschaften der hochschmelzenden Stoffe ebenso unverändert bleiben wie diejenigen der zugesetzten Le- Perung. Als beispielsweise Zusammensetzungen des erfindungsgemässen Werkstoffes seien folgende drei Kupferlegierungen angegeben. 1.<B>97,7%</B> Kupfer 2 % Cadmium 0,3% Beryllium 2. 98,5% Kupfer 1,0 % Cadmium 0,5 % Magnesium 3. 98 % Kupfer 1 % Cadmium 1 % Silber.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCI3 Für elektrische Kontakte geeigneter Werk stoff, dadurch gekennzeichnet, ,dass er min destens ein Metall der Kupfergruppe des periodischen Systems als Hauptbestandteil und 0,1 bis 10 % Cadmium enthält. UI\TERANSPRMHE 1. Werkstoff nach Patentanspruch, .dadurch gekennzeichnet, dass das Metall der Kupfergruppe Kupfer ist. 2. Werkstoff nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Metall der Kupfergruppe Silber ist.B. Werkstoff nach Patentanspruch, da=durch gekennze=ichnet, dass dass Metall der Kupfergruppe Gold ist. .1. Werkstoff nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch einen Gehalt an 0,1 bis 5 % Magnesium. 5. Werkstoff nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch einen Gehalt an 0,1 bis 5 % Aluminium. (i. Werkstoff nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch einen Gehalt an 0,1 bis 5 % Zinn. 7. Werkstoff nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch einen Gehalt an 0,1 bis 5 % Beryllium. B.Werkstoff nach Patentanspruch, beste hend aus 9,8 % Kupfer, 1 % Cadmium und 1 % Silber. 9. Werkstoff nach Patentanspruch, beste hend in einer Legierung aus mindestens einem Metall der Kupfergruppe und 0,1 bis<B>10%</B> Cadmium. 10. Werkstoff nach Patentanspruch, dadurch gelzennzeiehnet, dass er noch mindestens ein nicht legierendes. hochschmelzendes 14Ieta11 aufweist. 11. Werkstoff nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass als hoch schmelzendes Metall Wolfram anwesend ist. 12.Werkstoff nach Unteranspruch 10, @da- durch gekennzeichnet, dass als hoch schmelzendes Metall Igolyladän anwesend ist. 13. -Werkstoff nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass als hoch schmelzendes Metall Tantal anwesend ist.
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