Einrichtung zur Vornahme von Belastungsmessungen in elektrischen Netzen. In elektrischen Netzen, wie Niederspan nungs-Verteilanlagen, die mit Trennern, z. B. Griffsicherungen, ausgerüstet sind, ist es wünschenswert, schnell und ohne Be triebsstörungen Belastungsmessungen vor nehmen zu können. Zu diesem Zweck wer den vielfach sogenannte "Anlegerzangen" mit Aufsteckamperemetern verwendet, wel che Einrichtung jedoch besonders zufolge der zum "Anleger" passenden und geeichten Messinstrumente kompliziert und teuer ist.
Zum gleichen Zweck werden auch Messklem- men in die Leitungen eingebaut, was aber viel Platz beansprucht und nebst grösserem Aufwand an Leitungsmaterial eine spezielle Leitungsführung bedingt, weshalb solche Klemmen auch in bestehende Anlagen ohne grosse Änderungen nicht eingebaut werden können.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Ein richtung, welche den genannten Zweck un ter Vermeidung der geschilderten Nachteile zu erreichen gestattet. Gemäss der Erfindung sind Kontaktteile vorgesehen, die teils an einem Trenner, teils am Ende eines mit einem Messinstrument zu verbindenden Kabels angeordnet sind und die stromleitend miteinander in Verbindung gebracht werden können, so dass durch Off nen des Trenners der Strom über das 11Zess- instrument geleitet werden kann.
Die Zeichnung zeigt mehrere Ausfüh rungsbeispiele der Erfindung.
Fig. 1 ist eine schaubildliche Darstellung eines ersten Beispiels, wobei die Kontakt teile einander genähert, jedoch ausser Verbin dung miteinander sind; Fig. 2 stellt die Kontaktteile des ersten Ausführungsbeispiels zum Teil im Schnitt dar; die Fig. 3 zeigt ein zweites Beispiel wie derum in schaubildlicher Darstellung, und die Fig. 4 veranschaulicht ein drittes Aus führungsbeispiel im Schnitt.
Nach dem ersten Ausführungsbeispiel ist 1 eine Grundplatte, an der eine Anschluss- schiene 2 mit der Federklemme 3 befestigt ist. In der Klemme 3 ist ein isolierter Hand griff 4 mit Trennmesser 5 gehalten. An der Anschlussschiene 2 ist zusammen mit dem Kabelschuh 6 des an diese Trennstelle ge führten Leitungszweiges 7 eines elektrischen Netzes mittelst einer Schraube 8 ein Dorn 9 aus stromleitendem Material angeschraubt.
Der Dorn 9 ist mit einer Bohrung 10 ver sehen, weist kreuzweise angeordnete Schlitze 11 auf und hat eine als Anschlag dienende Rippe 12. 13 ist ein aus stromleitendem Ma terial bestehender Abnehmerarm, der mit Isoliermaterial 14 umpresst und am Ende eines Kabels 15 befestigt ist, das man sich an ein Messinstrument, wie sie in elektrischen Betrieben üblich sind, angeschlossen zu den ken hat. Am freien Ende ist der Abnehmer arm 13 zu einer Hülse 16 ausgebildet, über die sich das Isoliermaterial 14 erstreckt und die einen zentralen, leicht konischen Stift 17 aufweist. 18 ist ein Ausschnitt an der Hülse 16.
Zwecks Anschluss des Messinstrumentes an. den Leitungszweig 7 des Netzes wird der Abnehmerarm 13 mit der Hülse 16 in an nähernd horizontaler Lage auf den Dorn 9 aufgeschoben. Dabei tritt der konische Stift 1.7 in die Bohrung 10 und presst die Teile des Dornes auseinander und von innen an die Hülse 16 an, so dass ein guter Kontakt schluss zwischen Dorn und Hülse erzielt wird. Der Ausschnitt 18 ist so angeordnet, dass er, wenn sich der Abnehmerarm 13 bei auf den Dorn aufgeschobener Hülse senken sollte, an die Rippe 12 anzuliegen kommt und dadurch in der horizontalen Lage verbleibt.
Dies ist wichtig, weil dadurch die Hand, die den Abnehmerarm bedient, am wenigsten von der Netzleitung gefährdet ist. Es ist nämlich zu beachten, dass neben den Teilen 1 bis 9 in geringer Entfernung die analogen Teile des nächsten Netzleitungszweiges angeordnet sind und durch die Anordnung der Rippe 12, sowie des Ausschnittes 18 wird der Abneh merarm 1.3 in wenigstens annähernd senk rechter Lage zum Trennmesser 5 gehalten, was bei der angenommenen senkrechten Lage des Trenners der erwähnten horizontalen Lage des Abnehmerarmes entspricht.
Am untern, in Fig. 1 nicht dargestellten Ende der Grundplatte 1 hat man sich die gleiche Einrichtung zu denken, wie sie vor gehend als am obern Ende angeordnet be schrieben ist, ebenso ist ein zweiter Abneh merarm 13 vorhanden, der gleich wie der beschriebene ausgebildet und durch sein Ka bel mit der zweiten Klemme des Messinstru- mentes verbunden ist. Durch Anschluss dieses zweiten Abnehmerarmes an den untern Teil von 1 wird über das Messinstrument eine Strombrücke gebildet, die ein störungsfreies Trennen des Netzzweiges durch Herauszie hen des Messers 5 gestattet.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 besteht der Dorn 9 mit der Anschlusssebiene 2 aus einem Stück, im übrigen ist die Ein richtung gleich, wie nach dem ersten Aus führungsbeispiel.
Anstatt die Hülse 16 und den konischen Stift 17 mit dem Abnehmerarm 13 aus einem einzigen Stück zu bilden, könnten, wie Fig. 4 zeigt, diese Hülse und der Stift für sich allein aus einem Stück bestehen, wobei die Hülse topfförmig ist, an ihrem Boden ,den Stift 17 aufweist und an dem Boden ein Gewindebolzen 19 vorgesehen ist, mit wel chem die Hülse in ein Gewindeloch des Ab nehmerarmes 13 eingeschraubt ist. Die Hülse 16 ist auch in diesem Fall mit Isoliermate rial 14 umgeben und schliesst sich mit ihrer Bodenfläche an eine gleich grosse Fläche des Abnehmerarmes an, so dass eine gute Strom überleitung gewährleistet ist. Gegen unge wolltes Losdrehen der Hülse müsste noch eine Sicherheitsvorrichtung angebracht wer den.
Diese Anordnung ermöglicht bei nur einem Typ des Abnehmerarmes den Dorn 9 und die Hülse 16 der jeweiligen Stromstärke des Netzes bezw. der Typengrösse des Tren- ners entsprechend zu dimensionieren, wie auch das Kabel gegen ein solches anderer Dimension ausgewechselt werden kann.
Die beschriebenen Ausführungsbeispiele haben alle das gemeinsam, dass der Dorn 9 mit der Anschlussschiene 2 verbunden und die Hülse 16 am Abnehmerarm angeordnet ist. Diese Kontaktteile können aber auch bezüglich ihrer Anordnung vertauscht sein, das heisst die Hülse 16 könnte an der An schlussschiene 2 angeordnet und der Dorn 9 mit dem Abnehmerarm 13 verbunden sein.
Die miteinander in Verbindung zu brin genden Kontaktteile könnten auch andere als Dorn und Hülse sein, so wäre beispiels weise eine Ausgestaltung möglich, die durch Greifen des einen Teils hinter den andern, einem Bajonettverschluss ähnlich, die Verbin dung erzielen würde.
Die Einrichtung gemäss der Erfindung hat verschiedene Vorteile. Sie berührt die Anordnung der Leitungsführung an der Trennstelle nicht und kann daher leicht in schon bestehende Netze eingebaut werden. Ihre Mittel sind sowohl in ihrer Ausgestal tung, als auch in ihrer Handhabungsweise einfach, und sie ermöglicht die Verwendung von Messinstrumenten, wie sie auch im ein fachen elektrischen Betrieb gewöhnlich schon vorhanden sind. Die beschriebene Einrich- ttmg verbilligt daher die Vornahme von Be lastungsmessungen gegenüber den bekannten, diesen Zwecken dienenden Einrichtungen.