CH174690A - Skibindung. - Google Patents

Skibindung.

Info

Publication number
CH174690A
CH174690A CH174690DA CH174690A CH 174690 A CH174690 A CH 174690A CH 174690D A CH174690D A CH 174690DA CH 174690 A CH174690 A CH 174690A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sole
ski
binding
rail
ski binding
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Siegmund Ing Strauss
Original Assignee
Siegmund Ing Strauss
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siegmund Ing Strauss filed Critical Siegmund Ing Strauss
Publication of CH174690A publication Critical patent/CH174690A/de

Links

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description


  Skibindung.    Eine     Skibindung    muss aus     skitechnisehen          Rücksichten    folgende drei Forderungen er  füllen:  1. Die Längsachse des Schuhes     bezw.     Fusses darf sich nur in einer die Längsachse  der Skischiene enthaltenden, zur Lauffläche  derselben senkrechten Ebene     bewegen    können.       Jede    seitliche Abweichung behindert die     be-          herrsehte    Fahrt.  



  Dieser Bedingung entsprechen mehr oder  weniger fast alle derzeit     gebräuchlichen    Bin  dungen.  



  2. Wenn .die Skischiene in die Luft ge  hoben wird, soll sich die     Schuhsahle    nicht  gegenüber .der     Skischiene    verdrehen und das  hintere Ende der Skischiene nicht herabhän  gen. Keine der gebräuchlichen Bindungen  verhindert diese Erscheinung gänzlich. Die  erfindungsgemässe Bindung     gschaltetdiesen     Nachteil aus.  



  3. Die Bindung muss das freiwillige und  unfreiwillige Niederknien schmerzfrei ge  statten, da sonst Fuss- oder Knieverletzungen    möglich sind. Der Erfüllung dieser drei Be  dingungen kann die Lilienfelder Bindung am  nächsten. Nur hinsichtlich des zweiten Punk  tes war auch sie nicht bauz vollkommen, da  die Pufferfeder ein schwaches:     Abklappen    zu  liess, wenn sie nicht sehr     stark    gespannt war.  



  Die Stahlsohle der     Lilienfelder-Bindung     mit ihren zwei Gelenken hat bezüglich des  Punktes 1 und 3 vollkommen entsprochen.  Die andern Bindungen, sofern sie nicht Nach  ahmungen der     Lilienfelder-Bindung    waren,  wendeten     statt,der    Stahlsohle sehr     stark    ver  dickte Schuhsohlen an, die     selbstverständlich     ihrer Starrheit wegen ein freies Durchbiegen       des.    Fusses weder beim Skifahren, noch beim  Gehen erlaubten.

   Der Fuss ist bei so, dicken,  steifen Sohlen einer Art von     Pantoffelzwang     ausgesetzt, da     statt    der     Abrollung,der    Sohle       ein    Kippender Sohle stattfinden muss.  



  Die einander widersprechenden     Forderun-          gen    .der Punkte 2 und 3 konnten die     üblichen     Bindungen, bei denen die dicke Schuhsohle  .die Führung übernimmt, nicht erfüllen, da      entweder (bei steifen, tief in :den Backen  sitzenden Sohlen)     ein    schmerzhaftes Nieder  knien     und:    ein     schweres:    Gehen oder (bei bieg  samen, weniger tief in den Backen sitzenden  Sohlen) ein Herabhängen der Skienden beim  Hebender Skier in den Kauf genommen wer  den musste.

   Es     musste    daher zu Kompromis  sen oder zu Hilfseinrichtungen Zuflucht ge  nommen     werden.       Die Erfindung beseitigt die erwähnten  Nachteile völlig, und ermöglicht     :auch    die  Verwendung leichteren Schuhwerkes. Die er  findungsgemässe     Bindung    gestattet nicht bloss  eine vollkommen sichere Beherrschung der  Skier in seitlicher Richtung, sondern     verhiu-          :dert    im     Normalzustand,der        Bindung    auch :das  Herabhängen der Skienden, wenn :die Skier  aus irgendeinem     Grunde    den Schnee verlas  sen.

   Trotzdem ist ein     ungehindertes    schmerz  freies Niederknien möglich und selbst beim  Stürzen nach vorne verspürt man nur einen  schwachen Ruck.    Diese Vorteile     werden    gemäss der Erfin  dung :dadurch erzielt, dass eine Bindungsart  mit     Metallsohle    verwendet     wird,    die an sich  ein freies Niederknien     ermöglicht,    bei der  aber eine     Festhaltevorrichtung        angeordnet    ist,  welche im     Normalzustand    :

  den     vordern    Teil  der     Schuhsohle    an der Verdrehung gegenüber  der     Skischiene    hindert,     jedoch        ausgelöst    wird  und den     vordern    Teil     :der    Schuhsohle freigibt,  wenn der Absatz über ein     gewisses,    Mass an  gehoben und damit :die     Schuhsohle    über ein       gewisses    Mass durchgebogen wird.

   Dadurch       ist    im     Normalzustand,    wenn :die Schuhsohle  im wesentlichen     .gestreckt    ist und     mindestens     mit ihrem     vordern    Teil an     der        Skischiene    an  liegt; wobei :der Absatz nicht oder nur wenig  angehoben ist, also beim     Gehen,    Steigen;

    Wenden, Abfahren, Bogenfahren und     auoh     beim Springen, der Schuh und :damit der  Fuss viel     fester    als beiden bisher bekannten  Bindungen mit der     Skischiene        verbunden    und  insbesondere ein Herabhängen der Skienden  beim Heben     -der    Skier unmöglich gemacht,  aber trotzdem jede Gefahr beim Niederknien  oder Stürzen nach vorne     ausgeschlossen.       Die Festhaltevorrichtung ist     zweckniässi;     derart     ausgebildet,    dass sie bei     Rückkehr        de     Schuhes     in    :

  den     Normalzustand    wieder in die  das Verdrehen .des     Schubso:hlenvordcrieils     verhindernde     Sperrstellung    einfällt.  



  Der Erfindungsgegenstand     isst    in der  Zeichnung in     Fig.    1 .schematisch     an,dem    Bei  spiel einer     Metallsohlenbindung        :dargestellt.     Die     Fig.    2, bis 4 zeigen ein     praktisches        Aus-          führungsbeispiel    der Bindung gemäss der Er  findung zur festen Montage auf den Ski  schienen, und zwar ist     Fig.    2'     eine    Seitenan  sicht der Bindung samt Schuh;

       Fig.    3 zeigt  die Festhaltevorrichtung in Draufsicht     und          Fig.    4 im     Querschnitt;    die     Fig.    5 bis 10 zei  gen eine     Ausführungsvariante,    bei     der    .die  ganze Bindung samt Riemenzug leicht ab  nehmbar ist, und zwar ist     Fig.    5 eine     Ansicht     dieser Bindung von vorne,     Fig.    6 eine Drauf  sicht auf :den vordern Teil der Bindung;

       Fig.     7 zeigt :die Sperrklinken zum Festhalten der  Bindung     in,,der    an d er Skischiene befestigten       Führung    in Vorderansicht,     Fig.    9 diese       Sperrklinken    im Schaubild;     Fig.    8 ist eine  Seitenansicht der     abnehmbaren    Bindung,     Fig.     1-0 die Darstellung einer Einzelheit.  



       In.        Fig.    1 ist     a    des, vordere, b     :das    zweite       Gelenk    einer     Metallsohlenbindung        nach    Art  der     Lilienfelder-Bindung,    f ist ein verschieb  barer     Absatzteil,    der mittelst :des Stiftes     lt          in.    verschiedenen Stellungen feststellbar ist.

    Der Greifer c     ist    am vordern Ende     des        hin-          tern    Teils der Sohle angeordnet und     arbeitet          mit    dem an der Skischiene     befestigten,    an den  Enden von innen     nasch    aussen schräg abfal  lenden Riegel     c,        zusammen.    Der hintere Teil  der zweiteiligen Sohle lässt sich im Normal  zustand frei um :das.

   Gelenk b .drehen, wobei  der Greifer c an der Unterseite des: Riegels d  solange spielt, bis der     hintere    Teil der Sohle  mit der     Skischiene    einen     etwa    40     grädigen     Winkel bildet. In :diesem Moment verlässt  der Greifer c vollkommen die     Unterseite    des  Riegels. d und :die ganze Bindung kann- sich  nun um :das zweckmässig federnd ausgebildete       vordere        -Gelenk        a    :drehen. Der hintere Teil  der     Metallsohle    wirkt dem Herabhängen .des  Skis entgegen. .

        Geht die Bindung     wieder    in den Normal  zustand zurück, so schiebt der Greifer c  durch Druck auf die schräg abfallenden     En.d-          fläachen    der Riegel d diese solange zurück,  bis der Innenrand des Greifers, c unter die  untere Fläche des     Riegels        d    zu liegen kommt,       wodurch    dieser infolge seiner Federung wie  der herausschnellt und die Festhaltevorrich  tung wieder sperrt.

      Bei der Ausführungsform gemäss     Fig.    2  bis 4 ist ebenfalls eine zweiteilige Metallsohle  vorgesehen, deren rückwärtiger Teil etwas  kürzer gehalten     ist    als: bei den üblichen     Me-          tallsohlenbin.dungen    und mit Hilfe von       Schnallen    6 und Riemen 7 mit dem Schuh  verbunden ist.

   Der vordere Teil. der Metall  sohle ist um die Achse 1, welche zwischen  den beiden an der Skischiene seitlich     ange-          sehraubten    Backen     befestigt        isst,    drehbar und  wird zweckmässig     mittelst    einer oder mehre  rer Federn     1.0    gegen die     Skisehiene    11 ge  drückt.

   Dieser Sohlenteil trägt die aus Draht  rahmen 8 und Lederhülsen 9 gebildete     ket-          tenähnlisshe        Befestigungseinrichtung    für den  vordern Teil des Schuhes, die     mittelst    eines  Riemenzuges den     Filss    in der     Ballengegend     einspannt, auf jede     Ballenbreite    passt und in  folge der Reibung nicht seitlich verschieb  bar ist.  



  An dem Gelenk 2, das die beiden Teile  der Sohle verbindet, ist beiderseits der Ski  schiene 11 je ein     Riegelgreifer    4 angeordnet,  der mit je einem an der Skischiene     befestigten     Riegel 3, der durch     Federkraft    nach aussen       gedrückt    wird     zusammenarbeitet.    (Siehe     Fig.     3' und 4.) Im Normalzustand ist ein     Ver-          ,drehen    des Sohlenvorderteils gegen die Ski  schiene durch die Festhaltevorrichtung voll  kommen verhindert. Dabei ist eine gewisse       Durchbiegling    der Schuhsohle, und ein Heben  des.

   Absatzes, wie es beim normalen Gehen,  Abfahren vorkommt, möglich, ohne     dass    die       Sperrung    aufgehoben wird. Es ist also im  Normalzustand stets eine vollkommene Füh  rung der Skier ohne die Möglichkeit eines       Herabhängens    der Skienden gegeben, da der  hintere Teil der Stahlsohle dies verhindert.         Beim    Niederknien oder beim Stürzen nach  vorne wird der Greifer 4 soweit verdreht, dass  ihn der Riegel<B>3</B> freigibt     und,das    Verdrehen  .der gesamten Schuhsohle wird dann nur mehr  durch die Kraft .der Federn     10,,gehemmt,    .die  auch die Zurückführung in die     Normalstel-          lung    befördern.  



  Die Ausführungsform nach     Fig.    5 bis 10  zeigt     eine        Bindung    von gleichen     ehasrakteri-          s        sehen    Eigenschaften wie die vorstehend be  schriebene     Ausführungsform..    Diese Bindung  ist jedoch mit einem einfachen Handgriff von  .der Skischiene abnehmbar und lässt sich  ebenso leicht wieder an aderselben     befestigen.     Zu diesem Zwecke      < sind    an der Skischiene  seitlich Führungsbacken 12 aufgeschraubt,  in die eine Grundplatte 13 von vorne herein  geschoben werden kann, welche die Bindung  trägt.

   Die Achse 1 des     vordern    Gelenkes  der Bindung ist hier     zwischen    den Backen  14 eines mit der Grundplatte     13,        vernieteten     U-förmigen Teils gelagert. Das     vordere    Ende  dieses Teils ist durch ein Schutzblech 17 ab  geschlossen,     dias    als     Schneeabweiser    dient  und die Feder 10 vor     Schnee    schützt.

   Zur  Sicherung der     eingeschobenen        Grundplatte     13 dienen die beiden Backen 15, die durch  eine Feder 16     naeh    aussen gespreizt     werden          und    hinter den Backen 12 angreifen. Eine       Verschiebung    nach hinten .der     Grundplatte          13:    ist durch Anstossen an ,das     Sehlossgehäuse     1<B>1</B>8 verhindert. Zum Abnehmen der Bindung  werden :die Teile 15 mit zwei Fingern zu  sammengedrückt     und    die ganze Bindung  samt Riemenzeug nach vorne     herausgezogen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Skibindung mit Metallsohle, gekenn zeichnet durch eine Festhaltevorrichtung, die im Normalzustand den vordern Teil der Schuhsohle an der Verdrehung gegenüber der Skischiene hindert, jedoch ausgelöst wird und den vordern Teil der Schuhsohle freigibt, wenn der Absatz über ein gewisses. Mass an gehoben und damit ,die Schuhsohle über ein gewisses Mass durchgebogen wird, so, dass im Normalzustand ein Herabhängendes, hintern Endes der Skischiene unmöglich und dennoch ein ungehindertes Niederknien und .gefahr loses Stürzen nach vorne möglich ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Skibindung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Festhaltevorrich tung derart ausgebildet ist, dass sie bei Rückkehr der Bindung in den Normalzu- stand wieder in die das Verdrehen des Schuhsohlenvorderteils verhindernde Sperrstellung einfällt. 2.
    Skibindung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1 mit zweiteiliger drehbarer Metallsohle nach Art der Lilienfelder-Bin- dung, .dadurch gekennzeichnet, dass die Festhaltevorrichtung unterhalb des vor- dern Sohlenplattenunterteils, an der Ski schienenoberfläche liegende, seitwärts vor stehende Riegel besitzt, unter welche an .dem angelenkten hintern Sohlenplattenteil angeordnete Greifer (4) einschnappen können,
    um den vordern Sohlenplattenteil solange festzuhalten, bis durch Fersen heben über eine bestimmte Höhe hinaus die Greifer (4) wieder frei werden. 3. Skibindung nach Patentanspruch und -den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Greifer (4) an .der zwei ten Querachse (2) der um die Achse (1) in der Nähe der Zehen drehbaren Metall sohle befestigt ist. 4. Skibindung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis<B>3,</B> dadurch gekenn zeichnet, :dass die Riegel (3) federnd aus weichbar angeordnet sind. 5.
    Skibindung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, .dadurch gekenn zeichnet, dass der mit dem Greifer (4) in Verbindung stehende Teil .der Metallsohle gegenüber den üblichen, um den S.chuhab- satz greifenden Sohlenbindungen verhält-, eismässig kurz gehalten ist.
    G. Skibindung nach Patentanspruch und deri Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass .die beiden 1Vletallso#hlenteile samt dem Riemenzeug in eine Führung an .der Skischiene einschiebbar und dort durch eine schlossartige Vorrichtung leicht lös bar festgehalten sind, zum Zwecke, die Bindung leicht abnehmen und wieder an .der Skischiene befestigen zu können.
CH174690D 1932-12-23 1933-12-23 Skibindung. CH174690A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT174690X 1932-12-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH174690A true CH174690A (de) 1935-01-31

Family

ID=3657984

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH174690D CH174690A (de) 1932-12-23 1933-12-23 Skibindung.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH174690A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3878961T2 (de) Schischuh.
DE69008810T2 (de) Schuhbefestigungsvorrichtung an einem Fahrradpedal oder dergleichen, Fahrradpedal, Riegel und Schuhsohle für eine derartige Vorrichtung.
DE69417362T2 (de) Schliessvorrichtung für Sportschuh, insbesondere für Schischuh
DE69502875T2 (de) Vorrichtung zum Befestigen eines Schuhs an einem Gleitorgan
DE2209054A1 (de) Stabilisator für Skilanglaufschuhe
DE2610041B2 (de)
CH632416A5 (de) Langlaufschibindung mit dazugehoerigem schischuh.
DE2501259A1 (de) Halteeinrichtung fuer skischuhe auf einem ski
DE2850429C2 (de) Skischuh
DE2760128C2 (de) Skibindung
DE69628030T2 (de) Vorrichtung zum fixieren eines schuhs an einen sportartikel
EP0167765B1 (de) Skischuh
DE2521726A1 (de) Fersenbindung fuer langlauf-schistiefel
DE2527611C3 (de) Rollski zum Langlaufen
DE2600899A1 (de) Skisicherheitsbindung
DE9209879U1 (de) Mehrzweckwintersportgerät: Ski - Schneeschaufel - Bindungsgrundplatten - Tourenskistöcke - Kombination zu einem Snowboard
CH174690A (de) Skibindung.
DE69407060T2 (de) Langlaufskischuh, -bindung und -schuheinheit
DE69510970T2 (de) Skischuh aus Kunststoff
DE599013C (de) Abnehmbare Skibindung mit zweiteiliger drehbarer Metallsohle
DE3640220C2 (de)
DE2529197A1 (de) Vorrichtung zum selbsttaetigen anhalten eines vom schifahrer getrennten schis
DE1180289B (de) Sicherheitsskibindung
EP0470539A2 (de) Skischuh
AT144581B (de) Rückgleitsicherung für Schneeschuhe.