CH174352A - Verfahren zur Herstellung eines Holzleims. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Holzleims.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Holzleims. Verfahren zur Herstellung eines streich flüssigen, alkalischen Holzleims mit einem Gehalt an Kautschuk in dispergierter Form sind bekannt, doch ist bei diesen bekannten Verfahren die wichtige Beziehung der Alkali tät zu dem Gehalt an organischen Kolloiden und die gleichzeitige Einhaltung einer be stimmten Gesamttrockensubstanz nicht offen bart, da die Wassermenge überhaupt nicht angegeben; die Angabe der Wassermenge je doch dafür entscheidend ist, ob ein Leim durchschlägt oder nicht.
Es sind ferner Leime bekannt geworden, die sowohl in neutralem, als auch schwach alkalischem und saurem Zustand mit disper- giertern Kautschuk versetzt werden, hierdurch ist nicht offenbart, dass der Holzleim alkalisch sein muss, da er in jedem andern Zustand beim Verleimen durchschlägt.
Nach vorliegender Erfindung gelingt es, einen Holzleim zu schaffen, bei welchem mit Sicherheit das Durchschlagen verhindert ist. Es gelingt die in der Holzindustrie üblichen alkalischen Holzleime, wie z. B. Caseinleim, Phanzenproteinleim, Albuminleim, Stärkeleim, kaltflüssiger Leder- und Hautleim usw. zu verlässig durchschlagfrei zu machen.
Das geschieht dadurch, dass man eine streich flüssige Mischung von Wasser, dispergiertem Kautschuk (sei es in Form von natürlichem Latex, Latexkonzentrat, künstlich dispergier- tem Altgummi, dispergiertem synthetischen Gummi oder dergleichen) alkalischen Substan zen und Leimstoff herstellt;
wobei zwecks Ver hinderung des Leimdurchschlagens dieAlkali- tät des Lehrres so eingestellt wird, dass diese der Alkalität von 0,1-8,5 0% Calciumhydro- xyd - bezogen auf den Gehalt an organi schen Kolloiden - äquivalent ist und die Gesamttrockensubstanz zwischen 15 und 75 0%o liegt.
Gleichzeitig wird dabei die Klebkraft der Holzleime erhöht. So lassen sich die sonst üblichen Streck- und Füllmittel zusetzen, ohne die Klebkraft des Leimes unter das zulässige Mass zu bringen. Ein streichflüssiger Leim entsteht jedoch nur, wenn die beiden Komponenten der orga nischen Kolloide, Leimstoff und Kautschuk, in einem gewissen leicht zu ermittelnden Verhältnis zueinander stehen, das bekanntlich innerhalb weiter Grenzen variabel ist und sich hauptsächlich nach der Natur der Leim stoffe richtet.
Bei Caseinleimen und ähnlichen Holz leimen (wie Blutalbumin-, Pflanzenprotein- leim) kann beispielsweise beim höchstzulässi- gen Wassergehalt von 85% (= 15% Ge- samttrockensubstanz) das Verhältnis Leim stoff zu Kautschuk bis zu 3:
1 betragen, das heisst die Leimsubstanz wird nicht mehr als 75 % der organischen Kolloide ausmachen. Im andern Fall entstehen keine streicb$üssi- gen Leime.
Wird der Wassergehalt dagegen geringer, so verschiebt sich das Verhältnis Leimstoff : Kautschuk immer mehr zum Kautschuk hin, - jedoch unterbrochen durch eine Mischzone, bei der mehrere Mischungen existenzfähig sind - bis schliesslich bei einem 25'/o wasserhaltigen Leim die organischen Kolloide zu nahezu 95% aus Kautschuk be- stehen.
Bei Stärkeleimen darf der Leimstoff höch- stens 60 % und mindestens 5 % der organi- schen Kolloide ausmachen. Für den Wasser gehalt gilt das oben Gesagte.
Bei kaltflüssigen tierischen Leimen darf der Leimstoff höchstens 90 % und mindestens 5% der organischen Kolloide ausmachen (Wassergehalt wie oben).
Da es zweckmässig ist, den Wassergehalt des Holzleims mit steigender Alkalität ab sinken zu lassen, wird zur besseren Auffin dung der vorteilhaften Werte ein Beispiel in graphischer Darstellung der Beschreibung beigefügt, in der ein bestimmtes Gebiet von einer Kurve umschlossen ist. Letztere ent steht, wenn man auf der Abszisse den Pro zentgehalt an Trockensubstanz des streich flüssigen Leims, und auf der Ordinate die höchstzulässige Alkalität (in % Ca(OH)2 bezogen auf organische Kolloide) aufträgt. Die streichflüssigen Leime befinden sich also innerhalb des gestrichelten Gebietes, gemäss der beigefügten Zeichnung.
Die Angaben über die Alkalität sind nur beispielsweise auf Calciumhydroxyd bezogen und gelten selbstverständlich für jede äquivalente Menge Hydroxyl-Ionen.
Einige Ausführungsbeispiele mögen die Erfindung erläutern (Angaben in Gewichts teilen).
EMI0002.0066
1. <SEP> Gruppe <SEP> (Milchkasein, <SEP> Blutalbumin,
<tb> Pflanzenprotein)
<tb> 1. <SEP> 100 <SEP> Kasein <SEP> (neutralisiert)
<tb> 500 <SEP> Zatexkonzentrat <SEP> (33% <SEP> Wasser)
<tb> 2 <SEP> Ätznatron
<tb> 750 <SEP> Wasser.
<tb> 2. <SEP> 100 <SEP> Kasein <SEP> (neutralisiert)
<tb> 50 <SEP> Latexkonzentrat <SEP> (331/o <SEP> Wasser)
<tb> 3 <SEP> Kalk <SEP> + <SEP> 3 <SEP> Ätznatron
<tb> 325 <SEP> Wasser.
<tb> 3. <SEP> 100 <SEP> Pflanzeneiweissmehl <SEP> (50% <SEP> Protein)
<tb> 1000 <SEP> Regeneratdispersion <SEP> (25'/o <SEP> Wasser)
<tb> 10 <SEP> Ätznatron
<tb> 5 <SEP> Kalk
<tb> 300 <SEP> Wasser.
<tb> Gruppe <SEP> (Stärke)
<tb> 4.
<SEP> 100 <SEP> abgebaute <SEP> Stärke <SEP> (kaltwasserlöslich)
<tb> 150 <SEP> Gummimilch <SEP> (50% <SEP> Wasser)
<tb> 1 <SEP> Ätznatron
<tb> 150 <SEP> Wasser.
<tb> 5. <SEP> 100 <SEP> Kartoffelmehl
<tb> 1500 <SEP> Gummimilch <SEP> (50% <SEP> Wasser)
<tb> 1 <SEP> Ätznatron.
<tb> 3. <SEP> Gruppe <SEP> (tierische <SEP> Leime).
<tb> 6. <SEP> <B>100</B> <SEP> Lederleim
<tb> 30 <SEP> Latexkonzentrat <SEP> (25% <SEP> Wasser)
<tb> 5 <SEP> Ätznatron
<tb> 200 <SEP> Wasser
<tb> 7. <SEP> 100 <SEP> Lederleim
<tb> 1000 <SEP> Latexkonzentrat <SEP> <B>(250/c</B> <SEP> Wasser)
<tb> 10 <SEP> Ätznatron
<tb> 200 <SEP> Wasser.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines streich flüssigen, alkalischen Holzleimes mit einem Gehalt an Kautschuk in dispergierter Form. dadurch gekennzeichnet, dass eine streich flüssige Mischung von Wasser, dispergier- tem Kautschuk, alkalischen Substanzen und Leimstoff hergestellt wird, wobei zwecks Verhinderung des Leimdurchschlagens die Alkalität des Leimes so eingestellt wird, dass diese der Alkalität von 0,1-8,5"/o Ca(OH)2, bezogen auf den Gehalt an organi schen Kolloiden, äquivalent ist,und die Ge- samttrockensubstanz zwischen 15 und 75'/o liegt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE174352X | 1932-03-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH174352A true CH174352A (de) | 1935-01-15 |
Family
ID=5691309
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH174352D CH174352A (de) | 1932-03-07 | 1933-02-24 | Verfahren zur Herstellung eines Holzleims. |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH174352A (de) |
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1933
- 1933-02-24 CH CH174352D patent/CH174352A/de unknown
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