CH174352A - Verfahren zur Herstellung eines Holzleims. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Holzleims.

Info

Publication number
CH174352A
CH174352A CH174352DA CH174352A CH 174352 A CH174352 A CH 174352A CH 174352D A CH174352D A CH 174352DA CH 174352 A CH174352 A CH 174352A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
glue
water
rubber
alkalinity
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Thalheimer Gebrueder
Original Assignee
Thalheimer Geb
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Thalheimer Geb filed Critical Thalheimer Geb
Publication of CH174352A publication Critical patent/CH174352A/de

Links

Landscapes

  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines Holzleims.    Verfahren zur Herstellung eines streich  flüssigen, alkalischen Holzleims mit einem  Gehalt an Kautschuk in     dispergierter    Form  sind     bekannt,    doch ist bei diesen bekannten  Verfahren die wichtige Beziehung der Alkali  tät zu dem Gehalt an organischen Kolloiden  und die gleichzeitige Einhaltung einer be  stimmten     Gesamttrockensubstanz    nicht offen  bart, da die Wassermenge überhaupt nicht  angegeben; die Angabe der     Wassermenge    je  doch dafür entscheidend ist, ob ein Leim  durchschlägt oder nicht.  



  Es sind ferner Leime bekannt geworden,  die sowohl in neutralem, als     auch    schwach  alkalischem und saurem Zustand mit     disper-          giertern    Kautschuk versetzt werden, hierdurch  ist nicht offenbart, dass der Holzleim alkalisch  sein muss, da er in jedem     andern    Zustand  beim Verleimen durchschlägt.  



  Nach vorliegender Erfindung gelingt es,  einen Holzleim zu schaffen, bei welchem mit  Sicherheit das Durchschlagen verhindert ist.  Es gelingt die in der Holzindustrie üblichen    alkalischen Holzleime, wie z. B.     Caseinleim,          Phanzenproteinleim,        Albuminleim,    Stärkeleim,  kaltflüssiger Leder- und Hautleim usw. zu  verlässig     durchschlagfrei    zu machen.

   Das  geschieht dadurch, dass man eine streich  flüssige Mischung von Wasser,     dispergiertem     Kautschuk (sei es in Form von natürlichem  Latex,     Latexkonzentrat,    künstlich     dispergier-          tem    Altgummi,     dispergiertem    synthetischen  Gummi oder dergleichen) alkalischen Substan  zen und Leimstoff herstellt;

   wobei zwecks Ver  hinderung des     Leimdurchschlagens        dieAlkali-          tät    des     Lehrres    so eingestellt wird, dass diese  der     Alkalität    von 0,1-8,5 0%     Calciumhydro-          xyd    - bezogen auf den Gehalt an organi  schen Kolloiden - äquivalent ist und die       Gesamttrockensubstanz    zwischen 15 und 75 0%o  liegt.  



  Gleichzeitig wird dabei die Klebkraft der  Holzleime erhöht. So lassen sich die sonst  üblichen Streck- und Füllmittel zusetzen,  ohne die Klebkraft des Leimes unter das  zulässige Mass zu bringen.      Ein streichflüssiger Leim entsteht jedoch  nur, wenn die beiden Komponenten der orga  nischen Kolloide, Leimstoff und Kautschuk,  in einem gewissen leicht zu ermittelnden  Verhältnis zueinander stehen, das bekanntlich  innerhalb weiter Grenzen variabel ist und  sich hauptsächlich nach der Natur der Leim  stoffe richtet.  



  Bei     Caseinleimen    und ähnlichen Holz  leimen (wie Blutalbumin-,     Pflanzenprotein-          leim)    kann beispielsweise beim     höchstzulässi-          gen        Wassergehalt        von        85%        (=        15%        Ge-          samttrockensubstanz)    das Verhältnis Leim  stoff zu Kautschuk bis zu 3:

  1     betragen,     das heisst die Leimsubstanz wird nicht mehr       als        75        %        der        organischen        Kolloide        ausmachen.     Im andern Fall entstehen keine     streicb$üssi-          gen    Leime.

   Wird der Wassergehalt dagegen  geringer, so verschiebt sich das Verhältnis  Leimstoff : Kautschuk immer mehr zum  Kautschuk hin, - jedoch unterbrochen durch  eine     Mischzone,    bei der mehrere     Mischungen     existenzfähig sind - bis schliesslich bei einem       25'/o    wasserhaltigen Leim die organischen       Kolloide        zu        nahezu        95%        aus        Kautschuk        be-          stehen.     



  Bei Stärkeleimen     darf    der Leimstoff     höch-          stens        60        %        und        mindestens    5     %        der        organi-          schen    Kolloide ausmachen. Für den Wasser  gehalt gilt das oben Gesagte.  



  Bei kaltflüssigen tierischen Leimen darf       der        Leimstoff        höchstens        90        %        und        mindestens          5%        der        organischen        Kolloide        ausmachen     (Wassergehalt wie oben).  



  Da es zweckmässig ist, den Wassergehalt  des Holzleims mit steigender     Alkalität    ab  sinken zu lassen, wird zur besseren Auffin  dung der vorteilhaften Werte ein Beispiel  in graphischer Darstellung der Beschreibung  beigefügt, in der ein bestimmtes Gebiet von  einer Kurve umschlossen ist. Letztere ent  steht, wenn man auf der Abszisse den Pro  zentgehalt an Trockensubstanz des streich  flüssigen Leims, und auf der Ordinate die       höchstzulässige        Alkalität        (in        %        Ca(OH)2     bezogen auf organische Kolloide) aufträgt.  Die streichflüssigen Leime befinden sich also  innerhalb des gestrichelten Gebietes, gemäss    der beigefügten Zeichnung.

   Die Angaben  über die     Alkalität    sind nur beispielsweise  auf     Calciumhydroxyd    bezogen und gelten  selbstverständlich für jede äquivalente Menge       Hydroxyl-Ionen.     



  Einige Ausführungsbeispiele mögen die  Erfindung erläutern (Angaben in Gewichts  teilen).  
EMI0002.0066     
  
    1. <SEP> Gruppe <SEP> (Milchkasein, <SEP> Blutalbumin,
<tb>  Pflanzenprotein)
<tb>  1. <SEP> 100 <SEP> Kasein <SEP> (neutralisiert)
<tb>  500 <SEP> Zatexkonzentrat <SEP> (33% <SEP> Wasser)
<tb>  2 <SEP> Ätznatron
<tb>  750 <SEP> Wasser.
<tb>  2. <SEP> 100 <SEP> Kasein <SEP> (neutralisiert)
<tb>  50 <SEP> Latexkonzentrat <SEP> (331/o <SEP> Wasser)
<tb>  3 <SEP> Kalk <SEP> + <SEP> 3 <SEP> Ätznatron
<tb>  325 <SEP> Wasser.
<tb>  3. <SEP> 100 <SEP> Pflanzeneiweissmehl <SEP> (50% <SEP> Protein)
<tb>  1000 <SEP> Regeneratdispersion <SEP> (25'/o <SEP> Wasser)
<tb>  10 <SEP> Ätznatron
<tb>  5 <SEP> Kalk
<tb>  300 <SEP> Wasser.
<tb>  Gruppe <SEP> (Stärke)
<tb>  4.

   <SEP> 100 <SEP> abgebaute <SEP> Stärke <SEP> (kaltwasserlöslich)
<tb>  150 <SEP> Gummimilch <SEP> (50% <SEP> Wasser)
<tb>  1 <SEP> Ätznatron
<tb>  150 <SEP> Wasser.
<tb>  5. <SEP> 100 <SEP> Kartoffelmehl
<tb>  1500 <SEP> Gummimilch <SEP> (50% <SEP> Wasser)
<tb>  1 <SEP> Ätznatron.
<tb>  3. <SEP> Gruppe <SEP> (tierische <SEP> Leime).
<tb>  6. <SEP> <B>100</B> <SEP> Lederleim
<tb>  30 <SEP> Latexkonzentrat <SEP> (25% <SEP> Wasser)
<tb>  5 <SEP> Ätznatron
<tb>  200 <SEP> Wasser
<tb>  7. <SEP> 100 <SEP> Lederleim
<tb>  1000 <SEP> Latexkonzentrat <SEP> <B>(250/c</B> <SEP> Wasser)
<tb>  10 <SEP> Ätznatron
<tb>  200 <SEP> Wasser.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines streich flüssigen, alkalischen Holzleimes mit einem Gehalt an Kautschuk in dispergierter Form. dadurch gekennzeichnet, dass eine streich flüssige Mischung von Wasser, dispergier- tem Kautschuk, alkalischen Substanzen und Leimstoff hergestellt wird, wobei zwecks Verhinderung des Leimdurchschlagens die Alkalität des Leimes so eingestellt wird, dass diese der Alkalität von 0,1-8,5"/o Ca(OH)2, bezogen auf den Gehalt an organi schen Kolloiden, äquivalent ist,
    und die Ge- samttrockensubstanz zwischen 15 und 75'/o liegt.
CH174352D 1932-03-07 1933-02-24 Verfahren zur Herstellung eines Holzleims. CH174352A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE174352X 1932-03-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH174352A true CH174352A (de) 1935-01-15

Family

ID=5691309

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH174352D CH174352A (de) 1932-03-07 1933-02-24 Verfahren zur Herstellung eines Holzleims.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH174352A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1078426B (de) Verfahren zur Herstellung von geleimten Papieren
DE1771142A1 (de) Mittel zur Verminderung des Wasserbedarfs und zur Verlaengerung der Abbindezeit von Portland-Zementmischungen
DE662925C (de) Verfahren zur Herstellung von Kautschuk und organische Fasern enthaltenden Erzeugnissen
CH174352A (de) Verfahren zur Herstellung eines Holzleims.
DE2601600A1 (de) Klebstoff zur herstellung von erzeugnissen aus holz
DE519952C (de) Schlichte zum UEberziehen von Papier und Textilgeweben
EP0127767A1 (de) Verfahren zum Verleimen von Massivholz sowie Leimharze, enthaltend Polysaccharide
AT143666B (de) Verfahren zum Stabilisieren von wäßrigen Bitumenemulsionen.
DE564738C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfitzellstoff
DE736618C (de) Verfahren zur Herstellung von Klebstoffen
DE102005051350A1 (de) Kleber auf Ligninbasis
DE969446C (de) Wasserhaltige Zellulosefasern enthaltendes Klebe- und Bindemittel auf der Basis von waessrigen Kunstharzdispersionen oder -loesungen
DE556510C (de) Verfahren zur Herstellung eines mit Paraffinemulsion geleimten, Fuellstoffe enthaltenden Papiers
DE551114C (de) Verfahren zur Herstellung von Kautschukgegenstaenden aus konzentrierten waesserigen Dispersionen aus Kautschuk oder aehnlichen Pflanzenharzen
DE1085029B (de) Verfahren zur Herstellung von staerkehaltigem Papier
CH180680A (de) Verfahren zur Herstellung von stabilen wässrigen Bitumenemulsionen.
AT160528B (de) Verfahren zur Herstellung einer preßbaren Kunstmasse.
DE598846C (de) Verfahren zur Herstellung eines wasserfesten, Fuellmittel freien, vulkanisierten Kautschuk enthaltenden Papiers oder Kartons
AT205332B (de) Verfahren zur Herstellung von Papier
DE602292C (de) Verfahren zur Herstellung von formbarem Papier, Pappe oder aehnlichem Werkstoff
US1953085A (en) Paper waxing composition
DE519209C (de) Strohpappe zur Herstellung von Wellpappe
DE746068C (de) Verfahren zur Verbesserung der Verarbeitbarkeit von Moertel und Beton
DE572062C (de) Kleister aus aufgeschlossener Staerke
DE2043440C3 (de) Verwendung eines aminoplastischen Holzleims als kalthärtender Holzleim