CH170902A - Schaltvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit Mehrganggetrieben. - Google Patents

Schaltvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit Mehrganggetrieben.

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CH170902A
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Viktor Dr Leisser
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Viktor Dr Leisser
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  Schaltvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit     Mehrganggetrieben.       Im Betrieb von Kraftfahrzeugen muss be  kanntlich vor jedem     Getriebeschaitvorgang     die Kupplung ausgerückt und nach     Be-          endigung    des Schaltvorganges wieder ein  gerückt werden. Dieser Vorgang ist. insofern  umständlich, als die Kupplung mittelst eines  Fusspedals, das     Getriebeschalten    jedoch     mit-          telst    eines     Handhebels    durchgeführt wird.

    Um nun eine Vereinfachung in der Bedienung  von Kupplung und Schalthebel herbeizufüh  ren, ist bereits vorgeschlagen worden, die Schal  tung mit dem Kuppeln derart zu verbinden,  dass der Schalthebel vor jedem Schaltvorgang  die Kupplung ausrückt und nachher wieder  einrückt. Bei einer bekannten derartigen Aus  führungsform ist der Schalthebel mittelst  Schienen und     Lenker    in     obbezeichnetem    Sinn  mit der Kupplung verbunden.  



  Eine einfachere Lösung bringt die vor  liegende Erfindung, gemäss welcher der in  einer Kugelpfanne schwenkbare Betätigungs  schalthebel des Getriebes in der in jener  sitzenden Gelenkkugel, die in starrer Ver-         bindung    mit einem zum Schaltwerk des Ge  triebes führenden Organ     besteht.    begrenzt  schwenkbar ist und jeweils während des be  grenzten     Schwenkens    auf die Kupplung im  Sinne des     Ausrückens    einwirkt.  



  Die Zeichnung zeigt mehrere Ausfüh  rungsbeispiele .des Erfindungsgegenstandes in  teilweise schematischer Darstellung. Die     Fig.     1 veranschaulicht in Ansicht eine Aus  führungsform und die     Fig.    2 und 3 Einzel  heiten in grösserem Massstab hierzu, während  die     Fig.    4 eine andere Ausführungsform, die       Fig.    5 eine Einzelheit hierzu, die     Fig.    6 eine  dritte Ausführungsform und die     Fig.    7 eine  Einzelheit hierzu darstellen.  



  In     Fig.    1 ist mit 1 die treibende Welle,  mit 2 die getriebene Welle, mit 3 der Ge  triebekasten und mit 4 die Kupplung bezeich  net, die mittelst eines doppelarmigen, bei 5  am Fahrzeugrahmen     angelenkten    Hebels  (Fusspedal) 6 ein- und ausgerückt werden  kann. Zum Schalten des Getriebes dient ein  Hebel 7 mit Handknopf 8, der in der Kugel-      Pfanne '9 des Gehäuses 3 nach allen Rich  tungen     verschwenkt    werden kann.

   Der Hebel  7 ist in der Kugel 10 über einen Zapfen 11  mit einem Schalthebel 12 gelenkig     verbun-          .den,    so zwar,     dass    !der Hebel 7 gegenüber dem  Hebel 12     Verschwenkungen    im Sinne -des  Pfeils p     (Fig.    3) zulässt, ohne den Hebel 12  mitzunehmen. Der Bereich der     Vergchwen-          kung    wird durch die     beiden.    Anschlagwände  10a und     lob    begrenzt. Quer zu dieser     Ver-          schwenkungsebene    nimmt jedoch die Stange 7  .den Hebel 12     zwangläufig    mit.

   Letzterer be  sitzt einen Knauf 14, der in das Schaltwerk  des Getriebes eingreift.     Die    übrige Ausbil  dung des Getriebes ist die übliche eines mehr  gängigen     Geschwindigkeitswechselgetriebes.     Die Stange 7 ist bei 15 mit einer Stange 16  und diese bei 17 mit einem bei 18 am Fahr  zeugrahmen gelenkig angeordneten     doppel-          armigen    Hebel 19 gelenkig verbunden. An  den doppelarmigen Hebel 19 ist eine Stange  20 gelenkig angeschlossen, und diese ist an  dernends mit einem Steuersegment 21 bei 22  gelenkig verbunden. Das     ,Steuersegment    21 ist  bei 23 an einem festen Teil 24 am Fahrzeug  rahmen aasgelenkt.

   Das geben die Kupplung  zu liegende Ende 6a des Hebels 6 ist als Ga  bel ausgebildet und umgreift einen Ring 25,  der in einer durch Flanschen begrenzten Nut  der dem Getriebe zugewendeten Kupplungs  hälfte     geführt    ist. Der Zapfen 26 an der  Gabel 6a steht über die äussere Gabelbegren  zung vor und wird durch die in der Kupp  lung     befindliche    Feder ständig gegen die an  der     Stirnseite    des Steuersegmentes 21 aus  gebildete     gekrümmte    Regelfläche gedrückt.

    Es kann jedoch auch die Stange 20 als Gabel  ausgebildet und beidseits der Muffe der  Kupplung     können    zwei gleiche Segmente  21 vorgesehen sein, so dass je     ein    Zapfen  26 sich an den Steuerflächen r abstützen  kann. Bei jedem Schaltvorgang, zum     Beispiel     wenn gemäss     Fig.    1 der Hebel 7 im Gegensinn  zum Uhrzeiger     verschwenkt    wird, wird vor  erst über das Gestänge 16, 19, 20 das Steuer  segment 21 im Sinne des Uhrzeigers nach  aufwärts     verschwenkt,    wobei die Kupplung  durch die Steuerfläche r     (Fig.    2) unter Ver-         mittlung    des Zapfens 26 ausgerückt wird.

    Beim     weiteren        Verschwenken    des Hebels 7 in  der gleichen Richtung legt sich der in der  Gelenkkugel befindliche Teil desselben gegen  die Anschlagfläche 10a, so dass nunmehr der  Hebel 12 mitgenommen und die Verstellung  der Schalträder im Getriebe 3 durchgeführt  wird. Da die Steuerfläche r einen längeren       mittleren    Bereich aufweist, der die Kupplung  im ausgerückten Zustand hält, kann das  Schalten im entkuppelten Zustand vorgenom  men und beendet werden, bevor der Zapfen  26 in die Raststellung     III    gelangt.  



  In     Fig.    ' 2 ist die relative Stellung des  Zapfens' zum Segment vor dem Lösen der  Kupplung (Stellung I), während des Schal  tens des Getriebes (Stellung     II)    und nach  wieder eingerückter Kupplung (Stellung     III)          strichliert    angedeutet.  



  Da die Gelenke 15 und 17 als nicht starre  Gelenke ausgebildet sind, so     lässt    sich der  Hebel 7 und der Hebel 12, wie dies bei den  bekannten     Geschwindigkeitswechselgetrieben     üblich ist, auch quer zur Bildebene     ver-          achwenken.     



  Bei der Betätigung des Kupplungspedals  allein wird das Gestänge des Getriebes von  der Bewegung des Pedals nicht beeinflusst,  da zwischen Pedal und     Schalthebel    nur eine  lose Verbindung, nämlich durch den an das  Segment 21 anliegenden, aber sonst durch das  Pedal 6 frei     abhebbaren    Zapfen 26 besteht.  Dies ist auch bei .den folgenden Ausführungs  formen in ähnlicher Weise der Fall.  



  In den     Fig.    4 und 5 ist eine andere Aus  führungsform des Erfindungsgegenstandes  dargestellt, wobei die Entkupplung vor jedem  Schaltvorgang auf hydraulischem Wege er  folgt. Der Getriebeschalthebel 7 hat, wie     Fig.     5 zeigt, linsenförmigen oder elliptischen  Querschnitt. In den Bewegungsbereich dieses  Schalthebels 7 ragen zwei Stempel 30 und 31  mit     konisch    verjüngten Köpfen 30a und 31  hinein. Diese Stempel 30 und 31 sind in .der  Wandung eines zur Gänze mit     @Öl    oder  irgendeiner andern Flüssigkeit gefüllten Ge  häuses 32 abgedichtet und im     gezeichneten     Beispiel horizontal geführt.

   Ein weiterer      31 in der 'Wandung des Gehäuses 32 geführt,  und sein aussen liegendes Ende ist über eine  Lasche 34 mit einem ortsfest -schwenkbaren       Winkelhebel    35 gelenkig verbunden, der     mit-          telst    der Stange 36 mit einem Steuersegment  37 in gelenkiger Verbindung steht. Das  Steuersegment 37 ist     ebenso    wie der vom Fuss       betätigte    Kupplungshebel 6 bei 5 am     Fahr-          zezigra.hmen    schwenkbar gelagert.

   Das     Kupp-          lungspedal    6 weist einen Stift 38 auf, der in  einem bogenförmigen Schlitz 39 des     Seg@en-          1    es 3 7 eingreift. Bei einer     Verschwenkung    des  Segmentes 37 im Sinne des Pfeils     p1        (Fig.    4)  durch den     Abwärtsgang    des Stempels 33     ver-          schwenkt    das genannte Segment 37     mittelst     des Stiftes 38 das Pedal 6 entgegen dem     Uhr-          zeig    ersinn,

   so     dass    die Gabel 6a den beweg  lichen Teil 4a der Kupplung 4 entgegen dem  Druck der Feder 4b nach rechts in die aus  gerückte Stellung verschiebt. Dies vollzieht  sich vor jedem Schaltvorgang, da der Hebel  7 bei jeder Verlegung aus einer Schaltstellung  in eine andere die Stempel 30, 31     auseinan-          derrückt,    wo-durch die Druckflüssigkeit im  Gehäuse 32 den Stempel 33 nach aussen treibt.

         Hierzu    besitzen     dieStempelköpfe    30a, 31a eine  stumpfe Kegel- oder eine     Kegelstumpfform,     die im Verein mit dem Hebel 7 bewirken, dass  die Kupplung während .des Schaltvorganges  im Getriebe ausgerückt gehalten bleibt. Über  dies kann der Flüssigkeitsraum, in dem die  Stempel 30, 31 sich bewegen, vom Raum, in  dem der Stempel 33 sich bewegt,     -durch    eine  Wand getrennt sein, in der ein Ventil ein  gebaut ist, das die Flüssigkeit vom Raum  der Stempel 30, 31 in den Raum des     Stem-          pels    33 rasch, umgekehrt jedoch verzögert  durchlässt.

   Unabhängig hiervon kann jedoch  die Kupplung auch durch das Pedal 6 aus  gerückt werden, wobei der Stift 38 sich im  Leergang im Schlitz 39 des Segmentes 37  bewegen kann.  



  Bei der Ausführungsform gemäss den     Fig.     6     und    7 steuert der Hebel 7 bei jedem Schalt  vorgang den Ein- und     Auslass    eines Druck  gaszylinders, zweckmässig eines Druckluft  zylinders. Zu diesem Zweck ist der Hebel 7         über    ein Gestänge 41 mit einem Schieber 42  in einem Gehäuse 43 gelenkig verbunden,  welch     letzteres    eine Rohrleitung 44 zum     An-          sehluss    an eine Druckgas-     bezw.        Druckluft-          quelle    und eine     zweite    Rohrleitung 45 auf  weist,

   die zu einem Zylinder 46 mit einem  unter der Kraft der Feder 47a stehenden  Kolben 47 führt. Die Stange 48 des letzteren  ist über eine weitere Stange 49 mit .dem Seg  ment 37 gelenkig verbunden, das gleich wie  bei der Ausführungsform gemäss     Fig.    4 aus  gebildet und am Drehzapfen 5 des Brems  pedals 6 aasgelenkt ist. Die übrige Ausbil  dung dieses Teils des Schaltwerkes ist die  gleiche wie bei der     Ausführungsform    gemäss       Fig.    4. Der     Schieber    42 weist eine     @Steuer-          bohrung    50 und sein Gehäuse 43 zwei Aus  strömöffnungen 51, 52 und zwei     Aehsial-          nuten    53 und 54 auf.

   Wenn nun     beim,Schal-          ten    des Getriebes mittelst des Hebels 7 der  Kolben 42 aus der in     Fig.    6 dargestellten  Stellung, in der der Zylinder 46 über die  Rohrleitung 45, die Nut 54 und die Bohrun  gen 50 und 51 mit der Aussenluft in Verbin  dung steht, nach links verschoben wird, wird  zuerst diese Verbindung unterbrochen. Gleich  darauf gelangt die Steuerbohrung 50 in -den  Bereich der Nut 53, wodurch     Pressgas        bezw.     Pressluft aus der Rohrleitung 44 durch die  Bohrung 50 und     .die    Rohrleitung 45 in den  Zylinder 46 strömt und -den Kolben 47 ent  gegen der. Feder 47a nach links verdrängt.  Dadurch wird die Kupplung ausgerückt.

   Sie  bleibt so lange ausgerückt, als die Bohrung  50 sich im Bereich der Nut 53 des Gehäuses  43 bewegt. Hat sie diese verlassen, .so wird  vorerst die Verbindung mit der     Pressgas-          bezw.        Pressluftleitung    abgesperrt, worauf die  Bohrung 50 mit der Bohrung 52 in Über  deckung kommt,     wodurch    der Kolben 47  durch die Feder 47a und die Feder in der  Kupplung in die Ausgangslage zurückkehrt  und :die Kupplung eingerückt wird.

   Bei jeder  Schaltung vollzieht sich der gleiche Vorgang,  wobei die Bohrung 50 einmal von rechts und  einmal von links in den Bereich der     Achsial-          nut    53     eintritt.    Es erfolgt also vor und wäh  rend jedes     Schaltees    ein     Entkuppeln,        wobei              Glas    Einrücken der Kupplung durch Feder  kraft .durchgeführt und vom Kolben gesteu  ert wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schaltvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit Mehrganggetrieben, bei der der Getriebe schalthebel vor jeder Umschaltung zwang läufig die Kupplung ausrückt und während des @Sehaltvorganges ausgerückt hält, wobei sich die Kupplung nach erfolgter Umschal tung durch Federkraft selbsttätig wieder ein rückt, dadurch gekennzeichnet, dass der in einer Kugelpfanne schwenkbare Betätigungs schalthebel des Getriebes in der in jener sitzenden Gelenkkugel,
    die in starrer Ver- hindung mit einem zum (Schaltwerk des Ge triebes führenden Organ steht, begrenzt schwenkbar ist und jeweils während des begrenzten Schwenkens auf die Kupplung im Sinne des Ausrüekens einwirkt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Schaltvorrichtung nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass dieGe- lenkkugel (10) des,Schalthebels einen V-för- migen Einschnitt aufweist, in dem der aus .dem Kugelgelenk hervorragende l#etKti- gungsschalthebel (7) mit dem in das Ge triebe reichenden Schalthebel (12) ge lenkig verbunden ist, wobei die Lage der Stirnwände (10a, lob) des Einschnittes zueinander .den Bereich ,der gegeneinander möglichen Relativbewegung der beiden ,Schalthebel (7 und 12) bestimmt.
    2. .Schaltvorrichtung nach dem Patentan spruch und Unteranspruch 1, gekennzeich net durch ein Segment (21) mit einer an der Peripherie vorgesehenen, eine mittlere Erhebung und zwei seitliche Rastbereiche aufweisende Steuerfläche (r), gegen die sich ein seitlicher Zapfen (26) der Gelenk verbindung zwischen einer Kupplungs- pedalgabel (6a) und dem Führungsring (2,5) eines Mitnehmers der beweglichen Kupplungshälfte (4a) unter Federkraft bei zurückgenommenem Kupplungspedal ständig anlegt. 3.
    Schaltvorrichtung nach -dem Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass in den Bewegungs- Bereich des Betätigungsschalthebels (7), der einen linsenförmigen Querschnitt auf weist, zwei quer zum Betätigungsschalt hebel (7) und gegenläufig verschiebbare Stempel (30, 31) einer hydraulischen Press- kammer hineinragen, in der ein dritter Stempel (33) verschiebbar ist, welcher durch ein Gestänge (35, 36) mit der ein- und ausrückbaren Kupplungshälfte (4a) über Schwenkorgane (37, 6a) verbunden ist.
    4. Schaltvorrichtung nach dem Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, .dass der BetätigungsschaIt- hebel (7) durch ein Gestänge (41) mit einem Steuerschieber (42) gelenkig ver bunden ist, der die Zu- und Abfuhr eines Druckmittels zu einem über ein Gestänge (4.8,49) mit edier aus- und einrückbaren Kupplungshälfte (4a) verbundenen Kol ben (47) vermittelt. 5.
    Schaltvorrichtung nach dem Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse (43) des mit einer Radialbohrung versehe- nen Steuerschiebers (42) mindestens eine innere Achsialnut (54) vorgesehen und so gross bemessen ist, dass der den genannten Kolben (47) aufnehmende Zylinder (46) und damit der Kolben (47) während des Sehaltens des Getriebes bis zum vollende ten Einrücken ständig dem Druckmittel unterworfen bleibt.
CH170902D 1933-02-15 1933-10-16 Schaltvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit Mehrganggetrieben. CH170902A (de)

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